Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 12. Dezember 2016, 11:28

HAllo allerseits,

verdampft / bedampft diesen Winter jemand mit Oxalsäure? Über Berichte in Schrift, Bild oder Video würde ich mich sehr freuen. Wie sind Eure Erfahrungen? Wo liegen die Vor-, die Nachteile und die Risiken?

LG
Kai

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Johannes
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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Johannes » Montag 12. Dezember 2016, 12:30

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Wo liegen die Vor-, die Nachteile und die Risiken?
Vorteil: Soll für die Bienen verträglicher sein.
Da mehrfache Anwendung möglich ist, spielt absolute Brutfreiheit eine untergeordnete Rolle.

Nachteil: In Deutschland nicht zugelassen, obwohl in Nachbarländern bewährt.

Risiko: Ärger ohne Ende wenn es raus kommt. :evil: Deshalb wird brav geträufelt. :)

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Johannes » Montag 12. Dezember 2016, 12:35

Hier mal ein netter Beweis für das Risiko.

http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post493396
Zitat von Kuden-Imker
Wer hat schon mal wegen OS-Dampf einen reingewürgt bekommen oder kennt jemanden, dem das passiert ist?
Mir ist das passiert. Muß so 2007 oder 2008 gewesen sein (ich bin jetzt zu faul in den Unterlegen zu wühlen und das damalige Protokoll der Lebensmittelüberwachung aus meinem Ordner heraus zu suchen). Ich durfte meinen Honig nicht vermarkten, mir wurde eine 5-stellige Strafe angedroht!

Die Argumentation des Amtmannes war folgende: Es dürfen nur Lebensmitteln von Tieren in den Handel gebracht werden, die mit zugelassenen Veterinärarzneimitteln behandelt wurden. Oxalsäure verdampfen ist nicht zugelassen! Desweiteren hat er sich über meine 3%ige Oxalsäurelösung maßlos aufgeregt. Wer hat die angerührt, so seine Frage: Ich: Meine Kollegen (habe damals in einer Pharmafirma gearbeitet und wir hatten viele Pharmazeuten, die das gesetzlich durften....). Galt auch nicht! Weil es dazu keine Freigabe-Protokolle gab ....

Seitdem steht in meinem Bienenhaus immer nur Ameisensäure ad us. vet. und natürlich die Oxalsäure ad us. vet. vom Serumwerk Bernburg .... und die Behandlungen damit sind fein säuberlich in den Stockkarten eingetragen ...

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Herbert » Montag 12. Dezember 2016, 15:55

Hallo zusammen,
Oxalbehandlung muss dokumentiert werden,die Behandlung mit AS dagegen nicht.

Das Verbot von Oxalbedampfung in Deutschland gibt es nur,weil es für den Anwender
zu gefährlich ist.

LG Herbert

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Didi » Montag 12. Dezember 2016, 16:21

Moin zusammen,
da man das nicht machen darf habe ich keine Erfahrungen damit. :oops: Von bekannten Imkern aus dem Ausland habe ich aber sehr gute Berichte über den Erfolg von bedampfen bekommen. Man behandelt ohne die Beuten aufzumachen, höchstens Deckel ab wenn man von oben bedampft. Die Bienen nehmen die Bedampfung kaum wahr, bleiben sehr gelassen und der Erfolg ist bei brutfeiheit enorm. Bei Brut soll man mehrfach bedampfen, dann ist das Ergebnis wohl auch sehr gut. Kollegen an den Grenzen gehen mit ihren Bienen nach Ö + Ch um zu behandeln. :mrgreen: Das ist Europa! Jetzt wird das sprühen von OS wohl bei uns zugelassen und wenn die nächste Imkergeneration so intelligent wird, daß sie auch das Verdampfen gefahrlos hinbekommt, wird es bei uns wohl auch mal zugelassen. :roll: Leider ist mit dieser Methode kein Geld zu verdienen, daher war der letzte Satz wohl wunschdenken.
LG Dieter

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Johannes » Montag 12. Dezember 2016, 16:55

Herbert hat geschrieben: Das Verbot von Oxalbedampfung in Deutschland gibt es nur,weil es für den Anwender zu gefährlich ist.

LG Herbert
Hallo Herbert,

ganz so ist es nicht. OS ist chemisch und biopharmazeutisch betrachtet überhaupt nicht gefährlich. Schlucken solltest du sie natürlich nicht in rauen Mengen und das Problem der Einatmung stellt sich auch kaum, da der Körper instinktiv mit Husten dagegen arbeitet.

Ich verlinke hier mal ein interessantes Dokument.
http://www.imkerhomepage.de/varroa/oxal ... eil-1.html

Da findet sich auch gleich die Antwort darauf, warum die Verdampfung nicht zugelassen ist:
Der legale Einsatz des Mittels scheiterte bislang am Fehlen einer sogenannten “maximalen zugelassenen Rückstandsmenge”
LG Johannes

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Herbert » Montag 12. Dezember 2016, 17:10

Hallo Johannes,
die Aussage übers verdampfen der OS kam aus der Imkerschule Segeberg Hr.J.P.
habe mich damit aber nicht weiter befasst.

LG Herbert

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 12. Dezember 2016, 17:10

HAllo allerseits,

danke für die interessanten Ansätze. Hm, meine Erfahrungen reichen ja bislang nur so weit: viewtopic.php?p=26314#p26314

LG
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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Johannes » Montag 12. Dezember 2016, 19:42

Herbert hat geschrieben:Hallo Johannes,
die Aussage übers verdampfen der OS kam aus der Imkerschule Segeberg Hr.J.P.
habe mich damit aber nicht weiter befasst.

LG Herbert
Schon okay! :D
Vielleicht hat man dort auch aktuellere Infos. Der von mir verlinkte Artikel ist ja auch nicht mehr der neuste.

"Gefährlich" ist an OS-Verdampfen eigentlich nichts. Richtige Ausrüstung und gute Belüftung vorausgesetzt. Ich glaube auch nicht, dass die Imker in unseren Nachbarländern alle so todesmutig sind und wie selbstverständlich mit etwas wirklich "Gefährlichem" arbeiten! :wink:

LG Johannes

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Sommerbiene » Montag 12. Dezember 2016, 21:03

Hallo in die Runde!

Ich hatte vor Wochen in einem Bericht gefunden, der die Bienenverluste/Bienenverträglichkeit zwischen Verdampfen und Träufelung untersuchte, dass das Verdampften deutlich bienenfreundlicher ist. Die Völker hatten deutlich weniger Bienenverluste und kamen stärker durch den Winter. Da das Verdampfen aber bei uns nicht erlaubt ist, habe den Bericht leider nicht gespeichert. :(
Frag mich grad, wie hoch die Erfolgsquoten der beiden Methoden sind? :?:
LG Thomas

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Johannes » Montag 12. Dezember 2016, 21:30

Hallo Thomas,

vielleicht meinst du folgenden Bericht.

Quelle: http://www.imkerei-fischermuehle.de/fix/doc/OS0110.pdf
Schon in der Sowjetunion war die Verdampfung der Oxalsäure bekannt.
Wirkung der Oxalsäure Verdampfung bei Winterbrut
Unterscheidet man die behandelten Völker nach dem Brutstand, ergibt sich bei den brutfreien
Völkern eine Wirkung der Oxalsäure Verdampfung von 95,9 %. Die Wirkung in Völkern mit Brut
ist 92,0 % (siehe Tabelle 3, Grafik 2 u 3). Viele Völker brüteten auf mehreren Waben; der genaue
Brutumfang wurde nicht dokumentiert. November und Dezember waren außergewöhnlich
warm; an manchen Standorten hatten die Völker in dieser Zeit sogar Pollenflug.
Oxalsäure Verdampfung auch bei niedriger Temperatur.
Die Imker haben aufgeschrieben wie kalt es bei den Bandlungen war. So konnte ermittelt werden, dass die Wirkung der Oxalsäure Verdampfung bei Tagestemperaturen zwischen 2 °C und 16 °C nahezu gleich ist (Tabelle 5, Grafik 4). Daraus ergibt sich ein großer Vorteil gegenüber der Sprüh- und Träufelmethode mit Oxalsäure. Beim Verdampfen ist der Imker weitgehend unabhängig vom Wetter.
Bienenverträglichkeit im Feldversuch
Viele Imker im Feldversuch zählten regelmäßig die toten Bienen auf dem Boden der Beute.
Nach der Behandlung wurde der Bienentotenfall fünf Wochen lang gezählt. Nach den Oxalsäure
Verdampfungen war etwas weniger Bienentotenfall vorhanden als bei den nicht behandelten Völkern. In Tabelle 6 und Grafik 5 wird der Bienentotenfall nach den verschiedenen Behandlungen mit den unbehandelten Völkern verglichen. Der Wintertotenfall wurde durch die
Oxalsäure Verdampfungen nicht erhöht. Es handelt sich hier um Durchschnittswerte von 875
Völkern, bei denen Oxalsäure verdampft wurde, die Zahl der unbehandelten Kontrollvölker lag
bei 97 Völkern. Bei der Verdampfung von 1,4 und 2,8 Gramm Oxalsäure unterschied sich die
Zahl der toten Bienen fast nicht. Die doppelte Anwendungsmenge Oxalsäure bringt also keinen
erhöhten Bienentotenfall. Trotz der Verdampfung von Oxalsäure lag der gesamte Wintertotenfall
in fünf Wochen unter 100 Bienen.
Frühjahrsentwicklung nach OS Verdampfung
In der Imkerei Fischermühle wurde die Frühjahrsentwicklung bei insgesamt 38 Völkern auf zwei Standorten von März bis Ende April 2000 dokumentiert. Auf beiden Standorten winterten
die mit Oxalsäure bedampften Völker deutlich kräftiger aus als die besprühten Völker
Von der sogenannten Oxalsäure Träufelmethode ist allgemein bekannt, dass sie die Bienengesundheit belastet. Sie ist zwar für den Imker einfacher; die Volksstärke geht aber zurück. Das wurde in vielen Veröffentlichungen, z.B. Liebig 5) , Büchler 6) oder Imdorf 7) wissenschaftlich dokumentiert. Wegen der schlechten Bienenverträglichkeit wird allgemein davor gewarnt im Winter mehr als eine Träufelbehandlung zu machen. Durch zweimaliges Träufeln der Oxalsäure
erleiden die Völker einen massiven Schaden und gehen zum Teil zugrunde. Hingegen bleiben
die Völker auch bei mehrfacher Verdampfung von Oxalsäure stark.
LG Johannes

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Ganerb Imker » Dienstag 13. Dezember 2016, 09:09

Das Verbot von Oxalbedampfung n Deutschland gibt es nur,weil es für den Anwender
zu gefährlich ist.

LG Herbert
Und genau so ist es aber wofür gibt es Atem Schutzmasken, selbst ich wo Probleme mit der Lunge hat (durch Streuung, in die Lunge, eines Darmkrebs Tumors) habe ich keine Probleme und meine Lunge wird alle viertel Jahr untersucht. Es können sich beim Einatmen Kristalle in den Lungenbläschen bilden so heißt es zumindest. Ausserdem ist die Wirkung besser und für die Bienen absolut gefahrlos. Hatte letztes Jahr alle meine Völker so behandelt und die hatten so gut wie keine Milben im Vergleich zu den Völker die ich von einem Bekannten bekam, waren deutlich befallener trotz Ameisens. und Oxals. träufelung. Noch ein Grund zum Verbot ist das die Pharma Industrie die daran nichts verdient da das Ox.Pulver nicht mit dem Kürzel ad. us. vet gekennzeichnet ist. bzw. sein muß zumindest beim Verdampfen.

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Sommerbiene » Dienstag 13. Dezember 2016, 19:05

Hallo Johannes,
ein sehr spannender Bericht,ich hatte noch einen anderen Bericht, aber dieser ist noch umfangreicher und kommt zum selben Ergebnis. :)
Vielen Dank für die informative Antwort. Einige deutsche Imkereibedarfsfirmen bieten den Verdampfer ja auch bei uns an - kann mir gut vorstellen, dass so mancher Imker hier schon damit behandelt, sich aber natürlich nicht öffentlich dazu äußern will. Immerhin haben die Leute von der Fischermühle ja auch schon damit gearbeitet und sind dazu wohl nicht ins Ausland gegangen. :wink:
Dann können wir ja nur hoffen und vorschlagen, dass diese Behandlungsform auch in Deutschland zugelassen wird, wenn bei richtiger Anwendung keine Gefahr für den Menschen ausgeht.
LG Thomas

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Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Didi » Mittwoch 14. Dezember 2016, 12:10

Moin,
beim verdampfen sollte man auf die Windrichtung achten. Wer während der Behandlung zur Seite geht, hat keine Probleme mit den Dämpfen. Ich persönlich behandel meine Bienen mit den für Bienen verträglichsten und gegen Milben wirkungsvollsten Mitteln.
Ich persönlich halte nichts von vorauseilendem Gehorsam.
LG Dieter
Ps. Habe gestern die Herbstbehandlung gemacht, obwohl der Milbenfall unter der von Fachleuten erforschten Schadschwelle war.

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Dirk2210

Re: Oxalsäure verdampfen / bedampfen 2016

Beitrag von Dirk2210 » Sonntag 18. Dezember 2016, 14:03

Hallo alle zusammen
Das sind alles zusammen sehr Interessante Berichte.
Ich persönlich mache meine Winter Behandlung seit drei Jahren mit verdampfen.
Meine Erfahrungen sind durchweg positiv.

Ich arbeite nach einem Behandlungskonzept von einem Schweizer Imker.

Was hier noch nicht erwähnt wurde ist die Menge und die Länge der Behandlung.
Ich verdunste max. 1,5 bis 2gr Oxalsäurehydrat und nicht länger als 90-100 Sekunde.,,Bei Überwinterung auf 2 Zargen"

Den Beuten Boden dichte ich lose mit Stoffstreifen ab,dass der Dampf dort verbleib wo er hin soll.Nämlich in der Beute.
Dann lasse ich das ganze noch 10 Min ruhen....Stoff weg ...fertig .
Das der Dampf nicht in die 2te Zarge aufsteigt kann ich nicht bestätigen.Ich hab den Deckel abgehoben,und der Oxalrauch war überall unter der klarsichtfolie .
Wichtig ist noch das es kühl sein sollte,so das die Bienen keinen Reinigungsflug unternehmen können.
Denn wenn sie nicht fliegen haben sie Probleme den Staub aus ihrem Haarkleid zu entfernen.Was ,wie ich gelesen habe nur im Fluge restlos möglich ist.
Das war es von mir
Schönen Sonntag noch
Dirk

Frage noch an Didi/Dieter
Was sind die für Bienen verträglichsten und gegen Milben wirkungsvollsten Mittel
Was benutzt du ??

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