2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 13. März 2017, 12:01

HAllo allerseits,

bis zu 50% Völkerverluste: http://www.giessener-anzeiger.de/lokale ... 716007.htm

scheint im Frühling 2017 keine Seltenheit zu sein. Viele Imker haben sogar 100% aller Völker verloren, und es sind keineswegs nur Anfänger. Andere Imker haben dagegen keine oder sehr wenige Verluste; dies betrifft wohl hauptsächlich Imker mit überwiegend Jungvölkern und Schwärmen.

Ich mit meinen 50% Verlusten stehe da wohl im "guten Mittelfeld". Traurig aber wahr. :oops:

Es ist eigentlich eine Naturkatastrophe. 50% eines Tierbestandes tot. Eine unerträgliche Situation, finde ich. Hauptschuldiger ist immer noch die

Varroa

Daneben stehen aber auch Missmanagement, Futtermangel (mangelnde Auffütterung), zu kleine Völker oder Waldhonig (Melizitose) ganz oben auf der Liste der Verdächtigen.

Zurück zur Varroa: solange der Deutsche und die deutsche Imkerschaft sich mit den Mitteln zufrieden gibt, die das Recht bzw die Moral zulassen, wird nach alternativen Methoden gesucht, die Varroa in Schach zu halten: von der TBE über Bienensauna, Varroasound, Puderzucker, bis hin zu illegalen Mitteln. Ich finde, man spürt regelrecht die Hilflosigkeit der Imkerschaft. Insbesondere scheint es immer schwieriger, Völker über mehrere Jahre hinweg mit den legalen Mitteln am Leben zu erhalten.

Wie sieht es in Eurem Umfeld aus? Welche Meldungen liegen bei Euch oder aber in bekannten Regionen vor? 50%, wer bietet mehr?

LG
Kai
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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von lutz » Montag 13. März 2017, 13:04

Hallo Kai,
meine Verluste belaufen sich auf 18% . Es waren 6 Völker die keine oder nur unzureichende Spätsommerbehandlung bekamen da ich zu der Zeit im Krankenhaus war.
LG Lutz

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 13. März 2017, 14:11

HAllo Lutz,

das ist ja optimal, trotz des bedauerlichen Krankenhausaufenthaltes. :| Wie sieht es in Deiner Umgebung aus? Was gehört?

LG
Kai
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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Rene » Montag 13. März 2017, 14:22

Hallo,

Also ich habe bisher keine Verluste. Alle 7 Völker leben. Allerdings muss man sagen, dass von den 7 Völkern 4 KS waren.
Alle 4 wurden umgehend mit MS behandelt und später mit AS, im Dezember mit OS.
In diesem Jahr steige ich um auf TBE.
Will versuchen mit weniger an Behandlung auszukommen bzw mit weniger oder garkeiner AS.....
L.G. Rene

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Haiko » Montag 13. März 2017, 15:46

Hallo,
ich biete 83,3% Völkerverlust :( .
Von 6 eingewinterten Völkern lebt noch 1.
Mein Imkerpate hat 100% Verlust (30 Völker) und bei anderen Imkern aus unserem Verein sieht es auch katastrophal aus.
Dazu muss man sagen das wir ab Mitte Juli, August und teilweise bis in den September hinein mit Melizitosehonig zu kämpfen hatten.
Zur Zeit versuche ich noch 3 Völker nachzukaufen um meinen Bestand noch zu vergrößern.

Grüße Haiko
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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Didi » Montag 13. März 2017, 16:43

Moin,
von 7 eingewinterten Völkern 7 ausgewintert. Ich will hoffen das es so bleibt. Bei einem Volk mußte ich eine Futterwabe zuhängen da das Futter knapp wurde.
Gruß Dieter

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Rene » Montag 13. März 2017, 17:07

Hallo Dieter,
wie behandelst du?
L.R. Rene

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Didi
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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Didi » Montag 13. März 2017, 18:38

Moin Rene,
ich habe noch nie mit As oder Os Träufeln behandelt.
LG Dieter
Ps. Die Ableger wurden 3x mit Milchsäure behandelt. Bei allen Völkern keine Winterbehandlung.

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Herbert » Montag 13. März 2017, 20:22

Hallo zusammen,

ich kann zum Glück nicht mehr bieten,27 Völker eingewintert und 27 ausgewintert.
Behandlung kompromisslos 60% As mit Schwammtuch 5x zwischen dem Auffüttern
und Winterbehandlung OS.

Auch ich sehe die Varoa als Hauptverursacher der massiven Völkerverluste!
LG Herbert

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von ck1 » Montag 13. März 2017, 20:51

Es ist krass, ich habe Glück, ein Volk durch Ruhr verloren... Mein Imkervater auch fast 50% und er hat jede Menge ..

Spannend finde ich, dass es oft die starken Völker sind die kaputt gegangen sind. Im Gespräch mit einem Kollegen haben wir diskutiert und sehen auch abgearbeitete, überalterte Bienen in den WV nach relativ starker Spättracht ... Und dann Varroageschwächt und/oder nachlässig behandelt ...

Hier ist es jedenfalls auch so, wenn dann richtige Verluste ...

VG Christian

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von robirot » Dienstag 14. März 2017, 17:08

Bin noch nicht sicher, entweder 33,3% oder vll noch 50% da ein Volk anscheinend Ruhr hat.

Olli G.
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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Olli G. » Dienstag 14. März 2017, 20:41

Hallo,
Was Christian schreibt wird bei uns auch diskutiert.
Starke Völker die viel Spät eintragen (Springkraut). Das Brutnest wird mit Honig zugehauen und immer kleiner. Was bleibt sind überalterte Bienen. Varroa und Co erledigen den Rest.
Kann dazu jemand noch was sagen?

Beste Grüße
Olli

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Incognitobee3 » Mittwoch 15. März 2017, 09:41

Hallo liebe Bienenfreunde,
danke für die Aufnahme.
Bei mir haben alle 3 Bienenvölker überlebt, aber noch ist nichts in Sack und Tüten.
Ich hoffe die Verluste steigen nicht weiter bei euch an!

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von robirot » Mittwoch 15. März 2017, 17:54

Seit heute 50% leider auch beide Sicula

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Re: 2017: 50% Völkerverluste - wer bietet mehr?

Beitrag von Heidjer » Freitag 17. März 2017, 01:29

Aus den Wirtschaftsvölkern und den neuen Ablegern (2016) 95 % Verluste. Nach der Spättracht Heie Mitte September ging nichts mehr mit AS. Ein Volk hatte bereits in der Heide den Korb verlassen. Einige Völker waren aber für den Winter auch zu klein, die anderen wohl Varroa, da die Kiste und Körbe leer waren.
Ein Vereinsmitglied hatte keine Verluste, jedoch auch OxS verdampft und damit noch eine erfolgreiche Behandlung nach der Heidetracht im September. In der Zeit konnte ja nichts mehr verdunsten, also wirkt AS und Tymol nicht mehr. - Heute hatten wir Sonne und 11°C, da flogen die letzten Bienen zu den Krokussen. Das war ein Trost, jedoch nur noch ein Völkchen ist schon traurig. Mal sehen was ich hinbekomme in diesem Jahr. Nun wird das Wetter ja erst mal wieder schlechter (kälter, bedeckter, windiger. Aber draußen wartet die Arbeit: Zargen reinigen, streichen; Rähmchen schmelzen, reinigen. Böden für Mondscheinbegattung bauen.

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