Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Didi
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von Didi » Donnerstag 24. August 2017, 11:32

Moin,
wenn es ans Geld verdienen geht ist fast jede "moralische" Schranke außer Betrieb. Ich glaube nicht das es ein europäisches Problem ist, sondern eher regional. Da ich aber mit Mittelwandkauf nicht so bewandert bin, ist das meine persönliche Einschätzung. Um sicher zu gehen sollten wir verstärkt auf Naturbau setzen. Im Hor mache ich das schon zu 70% und im BrR bin ich auch am umstellen. Bisher mit gutem Erfolg, obwohl das Jahr ja schon fortgeschritten ist.
LG Dieter

robirot
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von robirot » Donnerstag 24. August 2017, 12:25

Ja so wie es aussieht, sterben fast alle Völker die nur auf gepanschten MW's sitzen im WItner ab. Gab letztes Jahr sogar (ich meien sogar Berufsimker) 100% Völkerverluste in Mitteldeutschland. Da kam wirklich alles zusammen.

Das viel größere Problem ist aber, das dieses Wachs, gerne einfach eingeschmolzen wird und zurückgegeben wird. Da wir wissen das eine DN MW etwa 70g wiegt, und dazu noch 30 g neuwachs kommen, kann man sich ja sehr schnell überlegen wie Problematisch das ist, wenn schon 5% Schäden anrichten sollen.

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 24. August 2017, 15:21

Schrecklich. Also, mag es mit der Herkunft (=Hersteller) der Mittelwände zusammenhängen? Ich habe stets Mittelwände (die teuren) vom FBA. Von Ebay würde ich mir nie das billige Material bestellen.

Bin mal gespannt, wie es weitergeht, und dass doch nicht die Masse betroffen ist, denn eine Aktuelle Umfrage zeigt folgendes Ergebnis (Grafik): Wie ist die aktuelle Lage bzgl. Schadwachs in den Völkern

LG
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von Stormarner » Dienstag 29. August 2017, 09:34

Grafik: "Wie ist die aktuelle Lage bzgl. Schadwachs in den Völkern" Zugriff verweigert???

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 29. August 2017, 10:04

Jo, wurde dort im Imkerforum gelöscht, ebenso wie das ganze Thema. Offensichtlich wurde es dem Forenbetreiber zu "heiß". Bislang gibt es ja nur Beobachtungen von Bernhard, und seine Beobachtungen projiziert er auf ALLE Imker in Deutschland und auf ALLE Mittelwände.

Es bleibt uns kaum etwas anderes übrig als abwarten, und Vorsicht beim Mittelwandkauf.

LG
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von Tine » Dienstag 29. August 2017, 18:45

Was mir an der Theorie nicht einleuchtet, ist die beschriebene "Infektion" sauberer Waben durch konterminierte Waben oder Anfangsstreifen. Wäre dies nicht eher ein Zeichen für eine Infektion mit Bakterien, Viren, Pilzen etc. und nicht von Giftstoffen ?
Allerdings frage ich mich auch, woher denn nicht mit Insektiziden und Pestiziden verunreinigtes reines Bienenwachs herkommen soll?
Wenn man von Naturschutzgebieten mal absieht, ist diese Belastung doch quasi flächendeckend. Wenn sich hier die fettlöslichen Giftstoffe über Jahre akkumulieren, eingeschmolzen, zu neue Mittelwänden verarbeitet werden....wo soll das sauberes Wachs in größerem Umfang denn herkommen?
LG, Tine

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von robirot » Dienstag 29. August 2017, 21:32

Tine hat geschrieben:
Dienstag 29. August 2017, 18:45
Was mir an der Theorie nicht einleuchtet, ist die beschriebene "Infektion" sauberer Waben durch konterminierte Waben oder Anfangsstreifen. Wäre dies nicht eher ein Zeichen für eine Infektion mit Bakterien, Viren, Pilzen etc. und nicht von Giftstoffen ?
Allerdings frage ich mich auch, woher denn nicht mit Insektiziden und Pestiziden verunreinigtes reines Bienenwachs herkommen soll?
Wenn man von Naturschutzgebieten mal absieht, ist diese Belastung doch quasi flächendeckend. Wenn sich hier die fettlöslichen Giftstoffe über Jahre akkumulieren, eingeschmolzen, zu neue Mittelwänden verarbeitet werden....wo soll das sauberes Wachs in größerem Umfang denn herkommen?
LG, Tine
Das saubere Wachs sollte schon stutzig machen, es sei den aus kommt aus der Afrikanischen oder mittelöstlichen Savanne.

Mit "Infektion" meint er verschnitt, nicht eine Ansteckung. Da nur ein kleiner Anteil an Verschnitt schon große Schäden verursacht und teilweise reine Surrogat Mittelwände in den handel gekommen sind.

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