Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Rene

Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Rene » Dienstag 16. Januar 2018, 21:55

Also der Gedanke kam mir auch schon.
Ich sah vor.ein paar Tagen einen kleinen Film über Krebsmedikamente und.Forschung usw. ... Da würde auch etwas herausgefunden, dass offensichtlich totgeschwiegen wird, weil es zum einen tatsächlich helfen soll und zum anderen kostet es nur einen Bruchteil dessen.....
Ein Schelm wer Böööses dabei denkt...
Hoffen wir mal, dass das für Mensch und Biene Beste dabei rauskommt.
L.G.

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Richthofen

Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Richthofen » Dienstag 16. Januar 2018, 22:58



Silas
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Silas » Mittwoch 24. Januar 2018, 19:04

Hallo Miteinander
Ja Mellifera ist schon ein schöner Block
Ich warte heute noch auf die zulassung von Hoobgard also hopfen wäre einer der ersten die es nehmen würde alles wartet auf die Ergebnisse vom intitut....... Nur dann verdienen die Chemie Firmen nichts mehr. Gruß Marcus

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Richthofen

Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Richthofen » Donnerstag 25. Januar 2018, 08:52

Hallo Rene
Danke für den Link .
Zitat :
Lithiumchlorid wirkte in der veröffentlichten Patentschrift tödlich auf offene Brut. Nach Fütterung mit einem Futtersaft, der nur 0.4 Gramm pro Liter Lithiumchlorid enthielt, waren 72 Stunden später alle Larven tot.

Diese Erkenntnis war für mich neu und ist schon sehr zentral . Wenn dem so ist schränkt das schon ein .
Der Gesamttenor empfinde ich insgesamt alles andere als wohlwollend . Alle offenen Fragen zum Wirkstoff auf den Bien sind doch jetzt erst mal Gegenstand der Erforschung und anschließend die Resultate Teil der Dokumentation im Zulassungsverfahren - für mich gilt Daumen gedrückt .
Wenn obiges Zitat zutrift ist jedoch der Gedanken zur "Wunderwaffe" vom Tisch .
Gruss Markus

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Rene

Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Rene » Donnerstag 25. Januar 2018, 09:30

Hallo Markus,

Ja das ist schon sehr ernüchternd
Da erscheint die TBE doch glimpflich dagegen, zumal ohne irgendwelche Chemie. .
Also weiter warten auf erfolgversprechende und die Bienen schonende Mittel...
L.G. Rene

klaus
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von klaus » Donnerstag 25. Januar 2018, 11:57

Hallo Imkerfreunde,

dass hab ich mir schon fast so gedacht, alle Hoffnungen schmelzen wieder dahin.

Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten,

a- entweder ist das Mittel wirklich so gut und wirkungsvoll oder
b- es wird einfach wieder tot geschwiegen, weil der Staat daran kein Geld verdient.
LG Klaus

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Antilles
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Antilles » Donnerstag 25. Januar 2018, 13:22

Alle im Mellifera.de Blog erwähnten Kritikpunkte sind bestandteil der weiteren Forschung und des Zulassungsverfahrens. Da wird meines Erachtens malwieder alles verteufelt und schlecht geredet ohne, dass die Forschung dies bereits belegt hätte.
Rückstände im Honig - Bei der Varroabehandlung im Herbst??? Nochdazu in so geringen Dosen. Hatte irgendwo gelesen, dass es Trinkwasser mit ähnlich hoher Lithiumchlorid belastung gibt.
Lithiumchlorid in der Humanmedizin - Gaaaaanz andere Dosierung und noch dazu ein Vorteil: das Zeug ist erforscht, wirkweise und Dosierung bekannt. Nebenwirkungen etc.
Brut abtötend - könnte wieder (wie Oxalsäure o.ä.) bei Brutfreiheit eingesetzt werden. AS ist jetzt auch nicht gerade Brutfreundlich... Wiederholung des Versuchs abwarten, Ergebnisse und Behandlungsempfehlung anpassen.

Ich denke hier gilt Abwarten, Forschungsergebnisse und Zulassungsverfahren beobachten. Es gibt eine neue Idee, die so gut ist, dass sie in einem wirklich renommierten Magazin veröffentlicht wurde, es kam zur Patentschrift und ein Zulassungsverfahren ist angedacht. Das klingt trotz (z.T. ungeklärter) Kritikpunkte erstmal sehr gut.
Statt sich zu freuen, belegte(!!!) Forschungsergebnisse zu Sammeln und das ganze zu Beobachten wird überall erstmal grundsätzlich gezweifelt und schlecht geredet...
Ich verstehe es echt nicht.
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Postkugel » Donnerstag 25. Januar 2018, 13:54

@Antilles
Volle Zustimmung!

@Marcus
Ich sehe das mit der "boesen Chemie" ein wenig mit gemischten Gefuehlen. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich Menschen in meinem Umfeld habe, die damit redlich ihren Lebensunterhalt bestreiten. Mein derzeitiges Varroakonzept auf Basis organischer Saeuren kostet etwa 3,50 Euro pro Volk und Jahr. Ob an den dafuer benoetigten Trivialchemikalien irgendein Chemikonzern "fett" wird, da habe ich doch arge Zweifel. Ich denke, das Hopfenmittel wird deutlich teurer, wenn es denn mal kommt.

Aber es wuerde mich - speziell fuer die Winterbehandlung - dennoch erfreuen, wenn wir es zur Verfuegung haetten. Nicht, weil ich denke, den Chemiekonzernen damit 'eins auszuwischen, sondern weil es Situationen gibt, wo dessen Anwendung den Bienen gut tut, ohne dass ich dabei auf den Preis achte.

Mit "Mellifera" habe ich auch so ein wenig meine Bauchschmerzen. Beim Lesen des verlinkten Artikels koennte man den Eindruck gewinnen, dass die Wahl der "richtigen" Beute wichtiger fuer das Bienenwohl ist, wie die Behandlung der Varroose. Leider habe ich in meinem Umfeld auch gerade 2 Jungimkerfaelle, bei denen besonders oekologisch geimkert werden sollte. Mit dem meist ueblichen Ergebnis...

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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von bienengral » Freitag 26. Januar 2018, 18:28

Bei Dr. Liebig wird ausführlich auf das LiCl eingegangen mit dem Hinweis das die offene Brut dabei abstirbt. Also bisher kein Wundermittel. Mit der Idee das dem Winterfutter beizumischen wird die Brut dann im Frühjahr vernichtet und das Volk stirbt ab.
https://www.immelieb.de/lithium-chlorid ... -entdeckt/

Grüße Thomas

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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von dirk2210 » Samstag 27. Januar 2018, 08:30

Hallo miteinander

Ist es nicht wie jedes Jahr ?
Jedes Frühjahr gibt es ein neues Wundermittel !
Bienensaune , Varroa Sound etc....Nun ist der neue Heilsbringer Lithiumchlorid . :?

Ich denke Antilles aus dem Takatukaland weiter oben hat da recht.
Lasst sie erst mal Testen.Dann wird man sehen was mit dem neuen Mittel herauskommt. :roll:

Um die von mir erstgenannten Methoden ist es auch ziemlich still geworden.Warum nur ?? Zuviel versprochen ?
Ob es zu einem Zulassungsverfahren von Lithiumchlorid kommt.Mal sehen.

Abwarten :?: :?: :wink:

L.G. Dirk

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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von robirot » Samstag 27. Januar 2018, 08:46

Tatsächlich mal ein guter Artikel von Liebig und auch mal drauf eingegangen das es noch keine Feldtests gibt, bei denen das gesammte Volk untersucht und alles Dokumentiert wurde.

Bettina
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Bettina » Mittwoch 31. Januar 2018, 16:10

Tja.. Liebig/ Aumeier haben beide neulich auf einem Seminar gesagt, dass in der Patentschrift aufgeführt ist, dass Lcl in offener Brut 100 % Brutmortalität aufweist . Und obwohl Liebig / Aumeier beim Thema Demeter und Mellifera ja eher das Weite suchen, wären sie bei diesem Artikel dann auch sicher d´accord

https://www.mellifera.de/blog/mellifera ... dlung.html

Wenn ich es nur zur Winterbehandlung nehmen könnte, könnte ich auch bei meinem Oxamat bleiben.... :(

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Richthofen

Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Richthofen » Mittwoch 31. Januar 2018, 16:40

Nach dem Hype ist das schon wieder gestorben .
Für die so noch mögliche, sinnvolle Anwendung werden sich die Zulassungskosten nie rechnen .
Schade , dass in den ersten Mitteilungen dieses Manko nicht zeitgleich durchkam ist nicht toll .
Gruss Markus

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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Abramis » Mittwoch 31. Januar 2018, 18:23

Ich habe mal bei Dr. Liebig auf der Seite geschmökert. Im Zusammenhang mit dem Teilen und Behandeln (TuB-Konzept) hätte man die Möglichkeit im Rahmen der Spätsommerpflege bei Brutfreiheit das Mittel anzuwenden. Oder eben nach totaler Brutentnahme.
Ich nehme aber an, dass es erst gar nicht zugelassen wird, da daran kein Geld verdient werden kann.

Viele Grüße,
Heiko
Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!: :!: :!:

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