Verluste durch Varroa 2018/2019

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Ole86
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Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von Ole86 » Dienstag 20. November 2018, 18:32

Hi zusammen,

kurzes Sorry vorab, habe lange nichts von mir hören lassen. In den letzten Monaten war ich leider beruflich sehr beschäftigt und bin nicht dazu gekommen, hier im Forum aktiv zu sein. Zeit für meine Bienen hatte ich natürlich trotzdem, musste mich allerdings etwas einschränken.

Die AS-Behandlung habe ich in diesem Jahr allerdings nicht aus zeitlichen Gründen erst spät durchgeführt, sondern auf Grund der anhaltenden heißen Temperaturen im Sommer.

Leider scheint diese auch nicht besonders gut gegriffen zu haben. Die gezählten Milben konnten mich nicht überzeugen und ich hatte mir bereits Sorgen gemacht. Das Futter haben alle Völker noch angenommen und zu diesem Zeitpunkt keine Auffälligkeiten gezeigt. Auch die Volksstärke war in Ordnung.

Auf jeden Fall musste ich letzte Woche feststellen, dass zwei Ligustica-Völker einen Varroaschaden hatten und bin nun überzeugt, dass meine AS-behandlung nicht oder kaum gegriffen hat.

Die anderen Völker sahen in Ordnung aus, allerdings bin ich dennoch sehr besorgt, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Behandlung deutlich besser verlief.

Meine aktuelle Überlegung ist, die Winterbehandlung mit Oxalsäure relativ früh durchzuführen und wollte gerne mal reinhören, was ihr so davon haltet bzw. wie ihr vorgehen würdet.

Besten Dank vorab und Beste Grüße, Ole!

Herbert
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Re: Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von Herbert » Dienstag 20. November 2018, 19:00

Hallo Ole,
schade um deine Verluste,auch ich habe aufgrund der Witterung/Hitze,auch sehr spät mit AS behandelt,allerdings zähle ich keine Milben aus,
sondern behandel alle Wirtschaftsvölker vom letzten Jahr,oder älter 5X mit AS,habe bisher durch die Varroa keine Ausfälle.

Was die Behandlung mit OS betrifft,warte ich schon bis zur möglichen Brutfreiheit so gegen Weihnachten bei uns in Nordfriesland ab,
da ja für anfang Dezember deutliche Minusgrade auch über Tag angesagt sind,könnte es gut passen.

LG Herbert

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Ole86
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Re: Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von Ole86 » Dienstag 20. November 2018, 19:58

Hallo Herbert,

danke für die Info. Du behandelst fünf mal wenn ich dich richtig verstehe. Kannst du das noch etwas genauer beschreiben?

Danke vorab, Gruß, Ole!

Marko
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Re: Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von Marko » Mittwoch 21. November 2018, 12:54

Hallo zusammen!
Die Probleme 2018 mit der anhaltenden Wärme und zu später AS Behandlung, habe ich zeitig erkannt. Habe mich dieses Jahr für teilen und behandel entschieden und damit sehr gute Erfolge erzielt. Würde in deiner Situation zeitnah OX verdampfen und später nach drei Wöchiger Brutfreiheit nochmals. Wünsche viel erfolg dabei und eine gute Auswinterung.

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Re: Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 21. November 2018, 14:30

Ole86 hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 18:32
....

Die AS-Behandlung habe ich in diesem Jahr allerdings nicht aus zeitlichen Gründen erst spät durchgeführt, sondern auf Grund der anhaltenden heißen Temperaturen im Sommer.
....
Auf jeden Fall musste ich letzte Woche feststellen, dass zwei Ligustica-Völker einen Varroaschaden hatten und bin nun überzeugt, dass meine AS-behandlung nicht oder kaum gegriffen hat.
....
Meine aktuelle Überlegung ist, die Winterbehandlung mit Oxalsäure relativ früh durchzuführen und wollte gerne mal reinhören, was ihr so davon haltet bzw. wie ihr vorgehen würdet.
Hallo Ole,

danke für Deine interessante Frage.

Zu 1.: Die AS-Behandlung wird wohl bei allen Völkern gleich gegriffen haben, aber: es ist kein Zufall, dass Ligustica-Völker geschädigt wurden. Mit der AS-Behandlung haben die Schäden nichts zu tun, eher mit der Behandlung letzten Winter. Da sind sicher mehr Milben durchgekommen als sonst, was dann gerade bei der Ligustica sich als erstes bemerkbar macht.

Zu 2.: ich würde die Winterbehandlung nicht "möglichst früh", sondern möglichst effizient durchführen. Willst Du OS träufeln? Dann hast Du nur einen einzigen Schuss frei, und dieser Schuss muss 100% sitzen!

Was an Bienen jetzt noch lebt, lebt zu 99% auch noch zu Weihnachten.

LG
Kai
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Re: Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von Herbert » Mittwoch 21. November 2018, 18:16

Hallo Ole,
Ole86 hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 19:58


danke für die Info. Du behandelst fünf mal wenn ich dich richtig verstehe. Kannst du das noch etwas genauer beschreiben?


ich behandel seit Jahren mit Schwammtuch von Oben,habe zeitweise auch mit Varroa kontrollgitter von unten behandelt
aber da sind in meinen Augen zu viele Flugbienen dran eingegangen.

Also nur von oben,das heißt für mich nach dem Abschleudern die Völker anheben ,bei bedarf ca. 5Kg auffüttern,ca.5 Tage warten
und dann mit ca.40ml AS 60% die 2 Zargigen Völker im Abstand von 5-7Tagen und nach Witterung 3X behandeln.dann voll auffüttern
auch ca.5 Tage warten dann nochmals 2X wie erst behandeln,dies sollte bis zur OS Behandlung reichen.

wie auch Kai hier richtig schreibt,ist es auch meine Meinung : effizient muß eigentlich jede Behandlung gegen Varroa durchgeführt werden.


LG Herbert

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Re: Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von Silas » Mittwoch 21. November 2018, 18:43

Hallo Miteinander
@Ole
Es tut mir für dich sehr leid das du 2 Völker verloren hast.

Aber das bestätigt meine Vorgehensweise mit dem Königinnen Isolator.

Ich habe im Juli/August alle Wirtschafts Völker zu sogenannten Kunstschwärme, in neuen Zargen mit standbegatteten jung Königinnen gegeben, ohne Mittelwände eingeschlagen und mit 15% Milchsäure behandelt und dünn aufgefüttert bzw. nach der (Sommertracht schleudern) den Honig auf alle Völker aufgeteilt, mit Zucker und Tee aufgefüttert.

Ich hatte im Forum Königin Isolator meine Varoa Kontrolle vor ein paar Tagen beschrieben.

Ich habe für mich entschieden das so zu machen, weil das Wetter bei uns nur Hitze an gesagt war und bin im Nachhinein auch froh das ich es gemacht habe.

Meine letzten königinnen sind in diesem Jahr Mitte August erst auf begattungs Flug unterwegs gewesen, den ich hatte alle Brut Scheunen mit allen Drohnen die in den Rähmchen waren zu meinen 3 Außen stand gebracht. Gruß Marcus

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Ole86
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Re: Verluste durch Varroa 2018/2019

Beitrag von Ole86 » Freitag 23. November 2018, 09:39

Hallo zusammen,

vielen lieben Dank für die umfassenden Informationen. Das hat mir einige Denkansätze gegeben. Ich bin mir gerade noch nicht ganz sicher, welchen Weg ich gehen möchte und mache mir noch ein paar Tage Gedanken. Ich gebe dann noch einmal Rückmeldung.

Beste Grüße, Ole!

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