Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

Silas
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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Silas » Sonntag 25. November 2018, 21:39

Hallo Michael
So bald ein Volk 2019 das Geschaft hat mache ich dir gerne ein Foto, mit schieb Lehre davon. Alle meine Völker sind unter 5.1und ich werde es dir gerne beweisen, wenn meine Bienen wieder kleine Zellen produzieren. Gruß Marcus

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Sturmimker » Sonntag 25. November 2018, 21:49

Danke Marcus!
Du hast mich echt neugierig gemacht...
lg Michael

Herbert
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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Herbert » Montag 26. November 2018, 17:20

Moin Kai,
vielen Dank für deine Stellungnahme,in deine Aussagen muß ich dir leider zustimmen.
Selbst unser Bienenfreund Hr.Klotz mußte die bittere Erfahrung mit teuer einkauften
VSH Königinnen aus den USA machen,und die Völker in kurzer Zeit völlig vermilbt waren.


LG Herbert

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 26. November 2018, 17:47

Herbert hat geschrieben:
Montag 26. November 2018, 17:20
Moin Kai,
vielen Dank für deine Stellungnahme,in deine Aussagen muß ich dir leider zustimmen.
Selbst unser Bienenfreund Hr.Klotz mußte die bittere Erfahrung mit teuer einkauften
VSH Königinnen aus den USA machen,und die Völker in kurzer Zeit völlig vermilbt waren.


LG Herbert
Hallo Herbert, danke für die Info. Hast Du gute Kontakte zu Bernd Klotz?

Ja, es ist leider so. Auch ich würde mich freuen, wenn es anders wäre, aber bei unseren europäischen Bienen sehe ich da von der Logik her eigentlich keine Chance. Sicherlich wird man durch Einkreuzung von Bienen des A-Zweiges (Afrika) eine leichte Verkürzung der Brutdauer und ein etwas besseres Ausräumverhalten hinbekommen, wie ich schon im Video sagte, aber meiner Einschätzung nach reicht dies nicht aus.

LG
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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Sturmimker » Montag 26. November 2018, 19:33

Guten Abend,
Ich darf euch zu den aktuellen Fortschritten der Toleranzzucht Lesestoff empfehlen!?
https://aristabeeresearch.org/de/catego ... search-de/
http://www.toleranzzucht.de/zuchtprogramm/
https://www.buckfast.at/single-post/201 ... ember-2018
lg Michael

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 26. November 2018, 20:48

Sturmimker hat geschrieben:
Montag 26. November 2018, 19:33
Guten Abend,
Ich darf euch zu den aktuellen Fortschritten der Toleranzzucht Lesestoff empfehlen!?
https://aristabeeresearch.org/de/catego ... search-de/
http://www.toleranzzucht.de/zuchtprogramm/
https://www.buckfast.at/single-post/201 ... ember-2018
lg Michael
Jo, danke schön.

Liest sich alles sehr schön, tolle Projekte, in denen sich viele wiederfinden oder selbstverwirklichen können. Handfeste Ergebnisse sind leider nicht zu finden.

Die Darstellungen bestätigen meine Vermutung: hier wird der Bienenmarkt von morgen kreiert, nicht aber eine varroatolerante- oder -resistente Biene.

Aber auf jeden Fall interessante Links. Wir werden es weiter verfolgen. Auf jedenfall wert für ein intensiveres, kritisches Video dazu.
LG
Kai
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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Sturmimker » Montag 26. November 2018, 21:21

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Montag 26. November 2018, 20:48

Die Darstellungen bestätigen meine Vermutung: hier wird der Bienenmarkt von morgen kreiert, nicht aber eine varroatolerante- oder -resistente Biene.
Nun ja, einigen geht es wohl kaum darum "eine goldene Kuh melken" zu wollen...
Zitat: " 1. Zucht von Buckfast- und Carnicalinien, die dem Zuchtziel der jeweiligen Rasse entsprechen und einen hohen VSH-Wert haben (mind. 75%). Die Selektion erfolgt durch die Ein-Drohn-Besamung
2. Bereitstellung dieser Linien als Drohnenspender für die instrumentelle Besamung und Belegstellen
3. Einbringen der sog. "Resistenzgene" durch die Drohnen der besamten oder belegstellenbegatteten Königinnen in die Landbienenpopulation"


Ich freue mich schon sehr auf dein nächstes interessantes, intensives und kritisches Filmchen.
Das ist schon OK was du da machst! Es muss möglichst offen darüber diskutiert werden dürfen!
Mit besten imkerlichen Grüßen
Michael

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Didi » Dienstag 27. November 2018, 14:31

Moin,
ich habe da ein Verständnisproblem mit der 1 Drohnbesamung. Ich habe gelernt das der Drohn keinen Vater, sondern nur einen Großvater hat, also eine Kopie der Mutter ist. Da man aber davon ausgeht das die Königin , zum Erhalt der Vielfalt, von mehreren Drohnen begattet werden muß, ist bei der 1 Drohnbesamung die Gefahr der genetischen Verarmung doch sehr groß? Oder habe ich da einen Denkfehler?
LG Dieter

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Johannes » Dienstag 27. November 2018, 16:38

Hallo Dieter,

die Ein-Drohnbesamung ist auch nur ein lästiger Zwischenschritt, um eine bestimmte Hürde zu meistern. Es wird in der aktuellen Forschung davon ausgegangen, dass die VSH-Eigenschaften rezessiv vererbt werden. Das bedeutet, um ein Volk mit reproduzierbar zu bewertenden VSH-Eigenschaften zu haben, müssen zunächst Mutter und Vater der späteren Arbeitsbienen über dieses rezessive Merkmal verfügen. Nun verfügt man in der Anfangsphase nur über wenige Völker mit dem vermuteten Potential. Erst eine Ein-Drohnbesamung lässt die Sache klar erkennbar werden. Solche Königinnen sind aber nicht vollwertig begattet und lassen sich auch nur einen Sommer nutzen. Diese Zeit muss leider genügen, um gezielte Anpaarungen mit mehreren Testvölkern durchzuführen. Sobald man einen Genpool hat, der über genügend VSH-Erbanlagen verfügt, kommt die Ein-Drohnbesamung logischerweise nicht mehr zum Einsatz, da sich damit niemals vollwertige Königinnen für Wirtschaftsvölker bereitstellen lassen.

Diese Ganze Startphase ist mit sehr viel Buchführung und einer gründlichen Milbenzählung in der Brut verbunden.

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Didi » Dienstag 27. November 2018, 17:58

Danke Johannes für die Erklärung.

Wenn das aber so ist, dann kann ich die "Befürchtung" von Kai durchaus verstehen.
Das Ganze ist eine sehr zeitaufwändige, langwierige Arbeit mit ungewissen Ausgang. Aber wenn man was ändern will, muß man diesen Weg wohl gehen. Ich wünsche Euch allen die diese Arbeit machen viel Erfolg,
LG Dieter

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Marko » Mittwoch 28. November 2018, 12:55

Hallo zusammen!

Eine Resistenz gegen die Varroa wird es wohl nie geben, eine gewisse Toleranz aber vielleicht schon. Nichtsdestotroz kann auf eine Behandlung auch in Zukunft nicht verzichtet werden. Es gibt immer Völker mit weniger Milben als die anderen, obwohl diese gleich gehalten und behandelt werden. Genau diese Völker sollten genauer beobachtet und auch vermehrt werden. Bei der Zucht sollten die Eigenschaften der Bienen eher in Richtung Toleranz und Sanftmut gelenkt werden, der Honigertrag sollte eher eine untergeordnete Rolle spielen. Wer mit dem Honigertrag nicht auskommt, sollte halt mehr Völker halten. Mir ist die Gesundheit meiner Bienen wichtiger als ein Glas Honig mehr oder weniger. Festgestellt habe ich auch, dass die Milbenbelastung in Styroporbeuten höher ist als in Holzbeuten. Die Erklärung hirfür ist wahrscheinlich, dass die Völker früher anfangen Brut anzulegen und die Milben somit mehr Zeit haben sich zu vermehren. Auch hierbei läuft es wieder auf den Ertrag hinaus, die Völker sollen sich im Frühjahr (zu) zügig entwickeln und mit ihnen auch die Varroa. Ich züchte von Völker nach die Sanftmütig, über einen längeren Zeitraum wenig Milben haben und spät anfangen Brut anzulegen. Einfach mal darüber nachdenken und dann erst Kritik äussern.
L.G.
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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Postkugel » Mittwoch 28. November 2018, 17:20

Hallo Marko,

es ist aber keineswegs so, dass viel Honig = viele Milben bedeutet. Eher das Gegenteil ist richtig: Ist ein Volk gesund, sammelt es auch fleissig. Leidet es hingegen stark unter den von Milben verursachten Sekundaererkrankungen, verliert es zahlreiche Flugbienen und kann demzufolge nur noch wenige sammeln.

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Didi » Mittwoch 28. November 2018, 17:45

Moin,
Völker müßen sich im Frühjahr rasant entwickeln. Denn die Trachtsituation hier im Norden ist nun mal so, auch ohne Landwirtschaft und auch ohne den Honigdieb Imker. Nach der Frühtracht kommt nicht mehr so sehr viel, Wenn man seine Völker aufmerksam beobachtet, sieht man das Spätentwickler früh gefüttert werden müßen und auch einen höheren Milbenfall haben. Das sind auch meistens die Völker die im Spätsommer plötzlich nicht mehr da sind. Dann heißt es oft:" Die bösen PSM"

LG Dieter

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von elk030 » Donnerstag 29. November 2018, 13:57

Moin
Mich interessiert in erster Linie, ob überhaupt noch eine Notwendigkeit für Behandlungen besteht.
Heißt, was passiert konkret, wenn ich unter gewöhnlichen Umständen keinerlei Hilfestellung bzgl. Varroa mehr leiste.
Diese Frage ist meines Erachtens nicht geklärt.
Gruss, Elk

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Re: Video: Warum es keine Varroatoleranz geben wird

Beitrag von Postkugel » Donnerstag 29. November 2018, 18:51

Diese Frage wird alljaehrlich von nicht eingefangenen Schwaermen beantwortet.

In unserem Nachbarort hat sich 2018 ein solcher in der Hohlwand einer Garage eingerichtet. Der Besitzer (der Garage) findet es lustig und dabei ist es dann auch geblieben. Kein Einfangversuch, weil der bauliche Schaden viel zu gross ist. Keine Behandlung. Und in 10km Umkreis auch keine industrielle Landwirtschaft. Mitten im Gebirge.

Ende Oktober gab es die Bienen dort noch.

Ich denke, die koennen den Winter vielleicht ueberleben und sich im Fruehjahr durchaus entwickeln. Im Herst 2019 ist dann aber sicher Schluss. Hoechstens sie schwaermen und finden wieder einen netten Menschen mit einer Hohlwand. Dann geht das Spiel von vorn los.

Will sagen, mit etwas Glueck kann man mit so einer Schwarminkerei Voelker auch ohne TAM durchbringen. Die jaehrliche Verlustrate wird sich vermutlich um die 50% bewegen, wenn man die Altvoelker bereits Mitte Sommer aufloest, Brutwaben einschmilzt, und nicht in die Verluste einrechnet. Der Honigertrag duerfte sich dabei etwa auf dem Niveau der Zeitlerei vergangener Jahrhunderte bewegen. Ob das bewusste Sterbenlassen der Altvoelker aus dem Blickwinkel des Tierwohls vertretbar ist, darueber kann man streiten. Auf jeden Fall zuechtet eine solche Betriebsweise auf Dauer keine Supermilben.

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