Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Erfahrungsberichte und Empfehlungen für ein erfolgreiches Zusetzen von Königinnen. Für jedes Verfahren bitte ein eigenes Thema.

Moderator: Johannes

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ralle_001
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Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von ralle_001 » Sonntag 15. September 2013, 13:35

Hallo,

als Erstes nochmals Dank an Kai für die dunkle Königin.

Da ich dieses jahr erst angefangen habe mit der Imkerei, möchte ich hier mal über meine ersten Erfahrungen schreiben.

Als ich sie erhielt entnahm ich aus meinen anderen Beuten 2 Brutwaben mit Jungbienen,
eine Honigwabe und hing noch einige honigfeuchte Waben in meine (Ableger/Überwinterungsbeute).
Wartete ca. 3h bis die Weisellosigkeit um sich gegriffen hatte.
Danach setzte ich die Königing mit den Begleitbienen (noch im verschlossenen Käfig) ein.
Nach ca. 1h kehrte bei den Bienen Ruhe ein.
Am nächsten Tag entnahm ich den Käfig nochmals um den Deckel zu entfernen, füllte nochmals mit Futterteig auf und hängte Ihn wieder
zwischen die Waben.
Da die Bienen kein bischen Aufgeregtheit zeigten ließ ich alles 10 Tage so ohne sie zu stören,
Danach das große Zitter, hat es geklappt?, stiftet die Königin?
Zu meiner Freude hatte die Königin schon sehr gut gestiftet, und ich konnte mit der Zufütterung loslegen.

Mittlerweile sind die ersten Bienen schon lange geschlüpft und es ist jede Menge Brut vorhanden.

Heute, 14° leichter Nieselregen und schaue da, es herscht Flugbetrieb, wärend bei meinen anderen Völkern keine Biene zu sehen ist.

Nun hoffe ich nur noch, das die dunklen den Winter gut überstehen und bin ganz gespannt auf das nächste Jahr, wo ich dann komplett auf dunkle umstellen werde, denn immerhin sind wir hier auf ca. 850m, also viel strenger Winter.


Also viele Grüße an Alle und besonders nochmal nach Kiel

Ralf

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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 15. September 2013, 13:48

HAllo Ralf,

vielen lieben Dank für Deinen tollen Bericht. Es freut mich sehr, dass Dir im ersten Jahr das Zusetzen einer Königin geglückt ist. Du hast ja ein riskantes Verfahren gewählt, das nur dann funktioniert, wenn die Königin (wie bei dieser von mir) wirklich reif und in voller Brut ist. Bei Königinnen, die gerade erst begonnen haben zu legen, geht das regelmäßig schief.

Von daher herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Ergebnis.

Eine Frage aber noch: wie stark ist das Volk nun? Da die Jahreszeit zum Bilden eines Ablegers doch schon sehr weit vorangeschritten war (es war ja schon Mitte August), habe ich Bedenken wegen der Einwinterungsstärke. FAlls auch Du Bedenken hast, bietet es sich noch an, jetzt im September diesen Ableger mit einem Vollvolk rückzuvereinigen, natürlich nach dem Entfernen der anderen Königin.

Dies habe ich gestern beispielsweise auch getan: Umweiselung zweier HAuptvölker durch Aufsetzen von je einem Begattungsvölkchen. Für das Umweiseln von Vollvölkern bietet sich der September geradezu an.

LG
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ralle_001
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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von ralle_001 » Sonntag 15. September 2013, 14:04

Hallo Kai,

also derzeit sind es ca.4 Wabengassen, allerdings werde ich dieses Volk im Winter
im Schuppen mit Ausflugsmöglichkeit überwintern lassen.
So habe ich das zumindest gedacht und hoffe, das dies funktioniert.
Oder ist dies nicht ratsam?

Was das Zusetzen betrifft, habe ich nächstes Jahr die Absicht das mit Apidea`s zu machen.

LG Ralf

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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 15. September 2013, 14:16

Hallo Ralf,

hm, 4 Wabengassen (ich nehme al an DN-Maß?), das wäre nach meinem Geschmack absolute Untergrenze. Ich persönlich würde den Ableger mit einem Hauptvolk rückvereinigen. Das Risiko, dass der Ableger den Winter nicht überlebt, wäre mir wohl zu groß. Hierbei wäre nicht die Kälte an sich das Problem, sondern die physische Belastung der Einzelbiene in Bezug auf die Gesamtgröße des Völkchens.

Sicher ist es mir auch schon gelungen, 5-Waben-Völker (DN) über den Winter zu bringen. Es kann gutgehen. Wie sehen es die anderen?

LG
Kai
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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von Marakain » Sonntag 15. September 2013, 14:41

Auch von mir Glückwunsch zum gelingen und auch ein bisschen Neid ;) da es bei mir ja nicht so gut geklappt hat. Ich fahr gleich nochmal zu meinem Volk um zu schauen wie es da abgeht.



Gruß Kalli

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Johannes
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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von Johannes » Sonntag 15. September 2013, 14:42

Hallo ihr beiden,

es ist wirklich schon ein großes Risiko, denn viel stärker wird das Volk ja auch nicht mehr!

Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass ich im letzten Winter, der ja für die Bienen schon eine Herausforderung war, einen 6-Waben-Zander-Ableger erfolgreich ausgewintert habe.

Von der Überwinterung im Schuppen halte ich nicht viel, habe damit aber auch keine Erfahrung.
Vielleicht hat das ja schon jemand anderes versucht und kann mal berichten.
Ich denke mir aber, dass es für die Bienen schlechter ist als die Überwinterung im (kälteren) Freien, da sie wohl kaum eine Brutpause einlegen werden. Das zehrt erheblich an den Eiweißressourcen.

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von Heiko » Dienstag 17. September 2013, 10:26

"Kalter" Sitz im Winter ist "ruhiger" Sitz. Ruhig im Sinne von rechtzeitigen Einstellen des Brutgeschäftes
und "Laufen der Wintertraube auf Sparflamme." Dies bewirkt einen sparsamen Umgang mit den Vorräten
und einen schonenden Stoffwechsel (Belastung Kotblase).

Wofür dient der Schuppen sonst noch? Jedes Begängnis wird eine Beunruhigung der Traube bedeuten!
Ich würde mir das Umtragen sparen, den Boden öffnen und (jetzt noch) Füttern bzw. Futterwaben zuhängen.

Lg Heiko

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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von Hainlaeufer » Dienstag 17. September 2013, 12:02

Hm, wäre es nicht einfacher, von einem richtig starken Volk zirka 4 stark besetzte Waben auf das Flugbrett des zu verstärkenden Volkes abzubeuteln? Diese würden sich dann einbetteln und somit unverzüglich verstärken. Dann sind es 8 besetzte Wabengassen, das sollte doch klappen? Oder sind das zu viele Fremdbienen für den ersten Moment? Nur so eine Idee! Viel Erfolg!

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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 17. September 2013, 12:10

Hallo,

hierfür würde ich wirklich kein starkes Volk opfern.

LG
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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von Hainlaeufer » Dienstag 17. September 2013, 12:27

Nun ja, man muss natürlich definieren was man unter "starkes Volk" versteht. Ich verstehe darunter ein Volk das in zwei Zargen lebt und Randvoll mit Bienen ist. Da können schon, so denke ich, 4 Wabengassen geopfert werden. Anders herum wäre es auch schade um die andere Königin, wenn man eine Möglichkeit hat diese irgendwie in einer Reserveeinheit über den Winter zu bringen, dann ist dein Vorschlag sicher gut. Oder einfach abdrücken? Geht auch :wink: :|

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Re: Erste Erfahrungen mit Zusetzen einer Königin

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 21. September 2013, 11:44

HAllo,

hm, also ich würde versuchen, dass das Jungvolk aus eigenen Kräften heraus überwintert. Bei 4 stramm mit viel Jungbienen besetzten Wabengassen kann es funktionieren.

Ich drücke auf jeden Fall ganz fest die DAumen.
LG
KAi
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