Preise für die DB

Alles, was mit der einzigen in Mitteleuropa heimischen Biene zu tun hat

Moderator: Johannes

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Didi
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Preise für die DB

Beitrag von Didi » Freitag 15. März 2013, 17:42

Hallo Leute,
ich hab zufällig die Seite der IG DB besucht. Was da zu lesen war hat mich doch erstaunt. Die machen sich doch tatsächlich Gedanken, was man für Völker und Kö der Dunklen verlangen sollte. Bei höchstens 80% Reinheit. Da kaufe ich mir lieber Carnika, billiger und garantiert? reiner.
Gruß Dieter

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imkerforum-nordbiene
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Re: Preise für die DB

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 15. März 2013, 18:51

Hallo Didi,

danke für das Thema. Du bist nicht der einzige, den das irritiert; mich auch. Daher stelle ich auch hier nochmals meine Meinung dazu ein:

Mich verwundert nicht in erster Linie der Preis als solches, sondern eher die Beweggründe für die mögliche (?) Installierung eines "Zuchtvereins". Offensichtlich sind diese nicht in dem Erhalt der Dunklen Biene an sich begründet, sondern in der Erzielung eines wirtschaftlichen Vorteils. Dies ist zwar nicht illegitim, erscheint mir aber auch nicht förderlich.

Wohin dieses "Wirtschaftsdenken Mellifera" führt, haben wir ja u. a. letztes Jahr erlebt: zig Bezieher von M-Königinnen wurden a.) mit fehlbegatteten Königinnen und / oder b.) mit Mischköniginnen beliefert.

Diese Enttäuschung kann ich verstehen. Möglicherweise wird sich dies leider in 2013 wiederholen. Schade.

Dies wird weder dem Ruf unserer Liebe, der Mellifera, gerecht, noch dem Gedanken der dahintersteht: Biodiversität, Erhaltung einer seltenen Unterart.

Da bleibe ich doch lieber unabhängig. Auf dem schwierigen Weg der möglichst wahrheitsgemäßen Erkundung des Wissens um die wirkliche Dunkle Biene. Vereinsunabhängig, neutral, non-profitabel, aufgeschlossen, kritisch und dennoch nicht einfach.

Es gäbe noch viel zu schreiben zu dem Thema.

LG
Kai
PS: auch dieses JAhr werde ich natürlich wieder Königinnen an Forenfreunde verschenken.

PPS: Der Link zu den "Preisabsprachen" ist übrigens dieser: http://www.ig-dunklebiene.de/phpBB3/vie ... f=56&t=503
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Andreas T.
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Re: Preise für die DB

Beitrag von Andreas T. » Freitag 15. März 2013, 20:35

Moin,

ich gebe mal ganz allgemein meinen Senf dazu....und mit allgemein meine ich die Zucht aller Tierarten. Meistens fährt man besser damit auf Reinzucht zu schauen.....eine reine Rasse ist in der Regel gesünder, lebt länger und weist eben die für diese Rasse zu erwartenen Merkmale auf.

Für mich und meine Frau ist es Hobby...wir erfreuen uns an den Bienen und der Verkauf von Honig (auch wenn es die wenigsten glauben) ist für uns Nebensache. Wir sind Naturmenschen......und für uns gehört die Biene zur Natur und in die Natur.

Wer imkert, weiß selber welche "laufenden" Kosten schon für einige wenige "Hobby"-Völker auflaufen....Wachs, Rähmchen und Futter werden jedes Jahr teurer, die Milbe immer "zäher", die Verluste (auch ein Punkt, wo viele falsche Angaben machen :roll: ) immer schlimmer.

Dann invenstiert man in Reinzucht, verliert den Einsatz (die Königin), die Völker dazu....und für welchen Preis?

Egal welche Rechnungen vorgelegt werden.......ein Bienenvolk darf und soll Geld kosten....aber nicht in Regionen vorstoßen die....na ihr wisst schon. :wink:

Ich persönlich habe daraus gelernt.....

Andreas
Lieben Gruß

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Re: Preise für die DB

Beitrag von RaDiMa » Freitag 15. März 2013, 22:29

Moin!

Hier mal die Sicht eines zukünftigen Neuimkers, der ja noch gar keine Bienen hat und deshalb auch nicht selbst vermehren kann, sondern kaufen muß, um überhaupt anzufangen:

Für Carnia Völker werden momentan wohl etwa 70 bis 120 Euronen je Volk verlangt, wenn die Dunkle nun etwa 10 bis 20 % mehr kosten würde, fände ich das auf Grund der höheren "Produktions"kosten noch nachvollziehbar. Aber jetzt erstmal Carnikas oder Buckfast zum genannten Preis erwerben und dann noch mal 80 Euronen je dunkle Königin obendrauf und das ganze dann noch mit dem Risiko, das irgend etwas (beim Versender, dem Versand, oder bei mir selbst) schiefläuft... war mir auf einen Schlag zu teuer! Da fange ich doch jetzt erstmal mit Carnica oder Landbiene an und überlege mir später, wie ich zur Dunklen komme...

Grundsätzlich finde ich aber eine Diskussion über Preisgestaltung nicht unbedingt schlecht. Für einen Neuen wie mich, bietet das wenigstens etwas Orientierung und das mit dem Verschenken ist auch so eine Sache... Ich halte z. B. viel davon einen Ausgleich für eine Gabe herzustellen und ob das nun monetär, ideell oder materiell abläuft ist nebensächlich, aber eine Gabe fordert für mich eben auch eine Gegengabe und wenn die Forderung von Vornherein festgelegt ist, wird es dadurch erheblich erleichtert Geschäfte abzuwickeln (auch eine Schenkung ist ein Geschäft). Soweit mein Senf... ;-)

Liebe Grüße, Ralf

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Didi
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Re: Preise für die DB

Beitrag von Didi » Samstag 16. März 2013, 09:28

Hallo Andreas,
Reinzucht ist besser, widerstandsfähiger?? Wenn man Regeln der Vermehrung beachtet, eventuell ja. Wenn man Reinzucht, "Verbesserung"auf Teufelkommraus macht, nach dem Vorbild des Menschen, bin ich mir überhaupt nicht so sicher. Siehe Schäferhund und andere "reine Rassen".

Gruß Dieter

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Gast02

Re: Preise für die DB

Beitrag von Gast02 » Samstag 16. März 2013, 10:46

Hallo Ralf und liebe Naturfeunde,
es ist für mich auch wunderschön ein paar Bienenvölker zu haben, aber ohne den Überschuss, den zwangsläufig ein Bienenvolk abzuernten bringt halt ich für keine gute Idee, dann kann ich mir auch Hummeln halten. Man braucht auch nicht all die teuren Sachen kaufen, vieles kann man selber herstellen.

Als ich vor 15 Jahren meine paar Völker verlor kaufte ich mir 2 neue im Frühjahr, Buckfast auf 10 Dadantwaben für 300 DM/Volk und die brachten mir eine Ernte von 160 Kg.
Ich rate immer jedem Anfänger mit der Biene seiner Region anzufangen; am billigsten sind Bienen immer dann wenn die Schwarmsaison beginnt. Mit einem Schwarm oder Kunstschwarm zu beginnen kann ich einem Anfänger nur empfehlen -alles andere kommt wie von selbst.
Grüße

Andreas T.
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Re: Preise für die DB

Beitrag von Andreas T. » Samstag 16. März 2013, 12:52

Didi hat geschrieben:Hallo Andreas,
Reinzucht ist besser, widerstandsfähiger?? Wenn man Regeln der Vermehrung beachtet, eventuell ja. Wenn man Reinzucht, "Verbesserung"auf Teufelkommraus macht, nach dem Vorbild des Menschen, bin ich mir überhaupt nicht so sicher. Siehe Schäferhund und andere "reine Rassen".

Gruß Dieter

Moin Dieter, ich hoffe der Admin läßt uns kurz abschweifen von der Biene.....

.....Reinzucht bedeutet natürlich auch Verantwortung....die Rasse in ihrem Ursprung rein zu halten...im Fall des DSH, Retriever und anderen Rassen hat der Mensch aus Gründen der Bequemlichkeit, "Familientauglichkeit" u. ä. Sachen aus schönen, kräftigen, widerstandsfähigen Hunden "Krüppel" gemacht, die in der freien Natur keine Woche überleben würden.

DAS verstehe ich selbstredend nicht unter Reinzucht. Wir haben übrigens neben den Bienen Polarhunde....ursprünglicher, gesünder und reinrassiger geht es nicht. Und die überleben in der Natur...aber sowas von. :wink:

Um das auf die Biene zu übertragen und zurück zum Thema zu kommen: Was wünschen sich denn viele Imker und warum ist auch aus diesem Grund die DB verschwunden? Schwarmträge? Sanftmütig? Noch sanftmütiger? Am besten ohne Rauch und in Badehose zu imkern? Bienen, die sich im Sommer nicht einmal mehr der Wespen erwehren? Ganz ehrlich? Will ich nicht......

Ich möchte eine vitale Biene, die ihren Stock verteidigt (hat ja nichts mit stechwütig zu tun) und bitte auch schwärmt.....ich liebe Schwärme. Ich warte noch auf die Biene, die nimmer sticht...kommt sicher auch bald. :oops: :wink:

Lieben Gruß
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Re: Preise für die DB

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 16. März 2013, 13:16

Hallo Ihr Lieben (vier),

vielen Dank für Eure Meinungen, die ich voll teile. :P

Noch kurz ein Wort zum Thema "Reinzucht": ich mag den Begriff nicht besonders, da er in der Imkerschaft negativ belegt ist. Reinzucht bedeutet demnach Inzucht, Einengung der genetischen Basis, enge Linienzucht, Hochzucht etc.

Dies alles ist ja nicht wünschenswert. Viel sympatischer ist mir da der Begriff Erhaltungszucht, auf breiter Basis, Verwerfung nur des "Schlechtesten" (z.B. extreme Krankheitsanfälligkeit), Erhalt der breiten Basis, Ausschluss von Misch-Einflüssen anderer Bienen.

So, und auch noch zur Preisfindung: da bitte ich mich nicht falsch zu verstehen; natürlich muss es Züchter geben, die für ihre schwierige Arbeit entlohnt werden, gar keine Frage. Da stellt sich mir aber tatsächlich die Frage, wie ein Verkaufspreis für Bienen und Königinnen dann zustande kommt. Dieser kann ja nur aus betriebswirtschaftlichen Berechnungen resultieren, also aus Aufwand und Erträgen in einem Betrieb, z. B. unter Zuhilfenahme einer Gewinn- und Verlustrechnung, also auch der Bilanz eines Vorjahres.

Grobe Preisempfehlungen oder gar Preisabsprachen widersprechen dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Und eine Zurdiskussionstellung von Preisen im Forum, und dann noch der eigenen Preise, muss natürlich eine Diskussion auslösen, ganz klar.

Da meine kleine Imkerei und meine Bemühungen für mich nur Hobby sind, erspare ich mir aber das ganze Theater der Preisgestaltung. :P Mein Hobby kostet viel Geld, und für ein Hobby muss das auch so sein. :wink: Der Spaß und die Freude überwiegen alles andere. Und ich freue mich über jeden ideellen Gewinn, über jede Überzeugungsarbeit, und auch über jeden Erfolg der Imkerfreunde mit der Dunklen Biene.

LG
Kai
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Re: Preise für die DB

Beitrag von Neuer Drohn » Samstag 16. März 2013, 16:26

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben (vier),

vielen Dnk für Eure Meinungen, die ich voll teile. :P

Noch kurz ein Wort zum Thema "Reinzucht": ich mag den Begriff nicht besonders, da er in der Imkerschaft negativ belegt ist. Reinzucht bedeutet demnach Inzucht, Einengung der genetischen Basis, enge Linienzucht, Hochzucht etc.

Dies alles ist ja nicht wünschenswert. Viel sympatischer ist mir da der Begriff Erhaltungszucht, auf breiter Basis, Verwerfung nur des "Schlechtesten" (z.B. extreme Krankheitsanfälligkeit), Erhalt der breiten Basis, Ausschluss von Misch-Einflüssen anderer Bienen.

So, und auch noch zur Preisfindung: da bitte ich mich nicht falsch zu verstehen; natürlich muss es Züchter geben, die für ihre schwierige Arbeit entlohnt werden, gar keine Frage. Da stellt sich mir aber tatsächlich die Frage, wie ein Verkaufspreis für Bienen und Königinnen dann zustande kommt. Dieser kann ja nur aus betriebswirtschaftlichen Berechnungen resultieren, also aus Aufwand und Erträgen in einem Betrieb, z. B. unter Zuhilfenahme einer Gewinn- und Verlustrechnung, also auch der Bilanz eines Vorjahres.

Grobe Preisempfehlungen oder gar Preisabsprachen widersprechen dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Und eine Zurdiskussionstellung von Preisen im Forum, und dann noch der eigenen Preise, muss natürlich eine Diskussion auslösen, ganz klar.

Da meine kleine Imkerei und meine Bemühungen für mich nur Hobby sind, erspare ich mir aber das ganze Theater der Preisgestaltung. :P Mein Hobby kostet viel Geld, und für ein Hobby muss das auch so sein. :wink: Der Spaß und die Freude überwiegen alles andere. Und ich freue mich über jeden ideellen Gewinn, über jede Überzeugungsarbeit, und auch über jeden Erfolg der Imkerfreunde mit der Dunklen Biene.

LG
Kai
ALLE DAUMEN HOCH...

Mfg Basti
Auch in 2016 gebe ich wieder Reine Inselköniginnen der Dunklen Biene ab.

Diese werden wieder auf der Insel Nordstandischmoor verpaart.

Wenn ihr Interesse habt. Dann schaut einfach auf meiner Internetseite http://bastis-imkerei.de/ vorbei...

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Re: Preise für die DB

Beitrag von Andreas T. » Sonntag 17. März 2013, 10:08

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben (vier),

vielen Dank für Eure Meinungen, die ich voll teile. :P

Noch kurz ein Wort zum Thema "Reinzucht": ich mag den Begriff nicht besonders, da er in der Imkerschaft negativ belegt ist. Reinzucht bedeutet demnach Inzucht, Einengung der genetischen Basis, enge Linienzucht, Hochzucht etc.

Dies alles ist ja nicht wünschenswert. Viel sympatischer ist mir da der Begriff Erhaltungszucht, auf breiter Basis, Verwerfung nur des "Schlechtesten" (z.B. extreme Krankheitsanfälligkeit), Erhalt der breiten Basis, Ausschluss von Misch-Einflüssen anderer Bienen.

LG
Kai
Moin Kai,

natürlich hast du Recht und ich meinte selbstverständlich die Rasse-/Erhaltungszucht....Inzucht ist nirgends erwünscht. Ich wollte mit Reinzucht nur verdeutlichen, das die Zucht (wie du es oben angeführt hast) innerhalb einer Rasse mit den spezifischen Merkmalen in der Regel und Masse gesünder und langlebiger ist als es "Mischlinge" sind (ist gerade bei Hunden ein weitverbreiteter Irrglaube diese seien vitaler und lebten länger, das Gegenteil ist der Fall). Schwarze Schafe bei Züchtern gibt es überall....das aber sind meist Ausnahmen.

Ansonsten schließe ich mich dem Drohn an und hebe auch alle meine Daumen. :)

Gruß Andreas
Lieben Gruß

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Re: Preise für die DB

Beitrag von lutz » Sonntag 17. März 2013, 10:21

Hallo Kai
Du sprichst da einen Punkt an den die strengen Linienzüchter nicht verstehen. Auch ich möchte eine dunkle Biene als gute Wirtschaftsbiene haben. Es sollten bestimmte Merkmale nicht durch Innzucht sondern durch Auslese gefestigt werden. Um der Innzucht aus den Weg zu gehen und eine breite Basis zu schaffen kann mann auch verschiedene Ökotypen ( z.B. irische Drohnen und schwedische Königinnen ) mit einander kreuzen. Es sollte aber immer eine reine Mellifera dabei rauskommen die man dann ebenfalls auch nur rein und in Eilage weiter gibt um ein Mischmasch zu vermeiden. Solch eine Qualität darf dann auch ihren Preis haben aber muß für jeden der etwas für die Mellifera tun wil erschwinglich sein und nicht in eine Zone abrutschen die man als Wucherei bezeichnen kann.
Viele Grüße
Lutz

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