Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Hier ist Platz für Tagebücher, Erfahrungsberichte, Haltungserfahrungen und Erlebnisse beim Beginn und bei der Arbeit mit der Dunklen Biene

Moderator: Johannes

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imkerforum-nordbiene
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Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 22. Mai 2012, 21:09

Hallo allerseits,

man lernt nie aus: 4 Tage nach Einschlagen eines Vorschwarmes (mit Bannwabe) ist mir ein Großteil desselben wieder ausgezogen. Sachen gibt's .... :wink:

Den ausführlichen Bericht seht Ihr auf: http://klotzbeute.nordbiene.de/2012/05/ ... t-nie-aus/

LG
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von Luxnigra » Donnerstag 24. Mai 2012, 08:08

Hallo Kai
Das scheint dieses Jahr Mode zu sein bei den Bienis. Mir ist auch ein Vorschwarm ausgezogen.
Auch mit dem Schwarmvorgang an sich scheint es dieses Jahr anders zu sein: Sie wissen wohl nicht, ob sie still umweiseln oder schwärmen sollen. Jedenfalls gibt es beide Zellarten gleichzeitig, und bei einem Volk mal ganz sicher, will die Alte einfach nicht raus...
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 27. Mai 2012, 16:03

Hallo Luxnigra,

ja, ganz komisch. :wink: Ob das am merkwürdigen Frühlingswetter lag?

LG
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von elk030 » Sonntag 27. Mai 2012, 18:56

Hallo
Möglicherweise kann die Bannwabe auch das Gegenteil bewirken. Ich habe diese Tage schon einige Anekdoten von Vorschwärmen, die trotz BW wieder auszogen, gehört.
Füttert ihe eure Schwärme, wenn Tracht herrscht?
Meine Schwärme sind soweit ohne Haft und BW geblieben. Mal sehen, was noch so kommt....
LG Elk

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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von tinafalke » Dienstag 29. Mai 2012, 09:13

Ist alles später dieses Jahr. Mein erster Fremdschwarm. In drei Meter Höhe. Mit umgebauten Fischkescher eingefangen, und Königin gekäfigt. Zum Glück. er wollte doch ausbüchsen, und verließ doch mal kurz den Eimer. :shock:
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von Heiko » Mittwoch 6. Juni 2012, 10:09

Moin,

zum Thema Schwarm-Kuriositäten kann ich jetzt auch etwas beisteuern. Ich kann allerdings nicht auschließen, dass ich der Auslöser durch mein Handeln war. Aber der Reihe nach:

Ich habe ein LR- Volk aufgelöst. Schritt 1 war die Wabe mit der Kö finden und in einen Korb abstoßen. Dazu noch weitere Waben, quasi ein (kleiner) Kunstschwarm.
Schritt 2: aus den übrig gebliebenen Waben/Bienen zwei Ableger ohne Kö gebildet. Sollten sich selber eine nachziehen. Das ganze war am 18. Mai, so daß ich zuversichtlich war, dass das so klappt.

Alle "drei Teile" entwickelten sich soweit gut. Die beiden Ableger setzten Nachschaffungszellen an. Ein Ableger verblieb übrigens am alten Volksstandort und sammelte die Flugbienen ein. In diesem passierte nun folgendes:

Anstatt eine KÖ übrig zu lassen ist nach dem Schlupf aus diesem Ableger (!) ein (dachte ich) Schwarm abgegangen. Am Landeplatz bildeten sich dann eine normale und zwei sehr kleine Trauben mit jeweils einer KÖ! Ja, und in der Beute sind auch noch Bienen.
Die normale Traube habe ich gleich in den Zweiten Korb eingeschlagen. Die beiden kleinen zusammen in einen Ablegerkasten. 24 Std. Kellerhaft und neu aufgestellt.

Kennt ihr Faktoren, die dass (ich nenns mal so) fast Leerschwärmen einer eher kleinen Einheit auslösen oder begünstigen? Solche Minischwärme sind ja nicht so vital und haben bei den derzeitigen Temperaturen ganz schön zu tun.
LG Heiko

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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 8. Juni 2012, 13:03

Hallo Heiko,

das ist ja eine atemberaubende Geschichte. :P

Ohne die Faktoren zu kennen, glaube ich, dass beim Zusammenstellen von künstlichen Einheiten (Ableger, Kunstschwärme) mancher Instinkt der Bienen nicht so recht greift. Da scheint etwas durcheinander zu geraten, Volksharmonie, und was es da alles gibt.

Und auch das JAhr 2012 ist irgendwie komisch. Manche Dinge lassen sich auf den ersten Blick gar nicht erklären. :wink:

LG
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von Luxnigra » Samstag 9. Juni 2012, 22:19

Oft finden solche Mini-Schwärme weisellose Völker, und ziehen dort ein. Der betreffende Imker weiss dann oft nicht, wie ihm geschehen ist, und hat eine fremde Königin im Volk, denkt aber, es sei seine Eigene.
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 10. Juni 2012, 23:24

Hallo,

habe ich selber noch nicht bewusst erlebt, halte ich aber durchaus für wahrscheinlich und möglich! :wink:

LG
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von isartaler44 » Mittwoch 13. Juni 2012, 17:09

Hi Ihr Auszugs"geschädigten",

da möchte ich doch mal einen Gedanken loswerden, der mir vor einiger Zeit kam:
Vielleicht ziehen eingeschlagene Schwärme aus "neuen" Wohnungen deshalb wieder aus, weil ihnen diese nicht passt, z.B. weil sie da irgendwelche Spuren von Varroabehandlungen riechen. Auf den Gedanken kam ich, weil ich desöfteren schon gehört habe, daß selbst nach "erfolgreichen" Varroabehandlungen im Herbst Bienenvölker verschwinden, einfach so... vielleicht sind die Behandlungsspuren, die an der Beute "hängen" bleiben, doch zu intensiv? Und daß nichts hängen bleibt, kann ich mir kaum vorstellen.
Für mich ist die Frage: wie könnte man das testen?, z.B. Ziehen frisch eingeschlagene Schwärme auch aus nagelneuen Beuten aus, die noch nicht mit AS, MS, OS oder sonstigen Varroakillern in Berührung kamen?
Hat jemand von Euch dazu schon Beobachtungen gemacht?

Alexander, der Isartaler

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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 13. Juni 2012, 22:55

Hallo Alexander,

danke für den Beitrag und die wertvolle Beobachtung bzw. Fragestellung, die ich an die Mitlesenden gleich weitergeben möchte....

LG
Kai
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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von elk030 » Donnerstag 14. Juni 2012, 06:16

Ich möchte die Frage andersherum aufrollen somit zurückgeben:
Was bewegt ein Volk zu schwärmen?
Warum bleibt ein Schwarm in einer Beute, in welche er gegen seinen eigenen Willen eingeschlagen wurde?
Neben dem Wunsch sich zu vermehren, steht da sicherlich die Erneuerung bzw. Gesundung (auch in Bezug zur Varroa) mit an vorderster Stelle.
Zu diesem Zwecke verlassen sie alles, was sie bisher aufgebaut haben, Sie fliehen es geradezu, um sozusagen wieder bei Null anzufangen. Doch zurück, warum bleiben sie?
Rückstände von Behandlungsmittel spielen dabei nach meiner Erfahrung keine primäre Rolle.
LG Elk

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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von Skipper » Donnerstag 14. Juni 2012, 08:36

elk030 hat geschrieben: ... Neben dem Wunsch sich zu vermehren, steht da sicherlich die Erneuerung bzw. Gesundung (auch in Bezug zur Varroa) mit an vorderster Stelle. ...
Zu diesem Zwecke verlassen sie alles, was sie bisher aufgebaut haben, Sie fliehen ...
Hi Elk, :D hast scheinbar mal wieder recht;
ein Kollege hat einem problemlos eigeschlagenen und direkt häuslich aktiv geworden Schwarm eine leichte AS-Behandlung zu Teil kommen lassen - wupp und weg waren sie wieder :shock:
Warum soll der Bien da nicht (so wie auch wir Menschen) auch ganz individuell reagieren. Der eine verträgt mehr, der andere weniger und zieht aus. Was AS angeht, glaube ich dem Guro Dr L. auf keinen Fall mit seiner Behauptung "Die Bienen lieben eine AS-Sauna!" Der hat auch vorher das AS-Schwammtuch für toll gehalten und weiß jetzt, dass sein Dispenser besser ist, weil der Konzentrationsanstieg moderater ist. Daraus folgt doch ganz logischer Weise, dass die AS (und OS, MS, etc) lediglich ein vom Bien grenzwertig tolerierte notwendige Übel sein können. Natürlich ohne das Bewußtsein beim Bien, dass es (aus menschlicher Sicht) um eine gute Sache geht :| das will wieder mal nur der Mensch so sehen und glauben, um seine Maßnahmen zu heiligen.
isartaler44 hat geschrieben: ... Vielleicht ziehen eingeschlagene Schwärme aus "neuen" Wohnungen deshalb wieder aus, weil ihnen diese nicht passt, z.B. weil sie da irgendwelche Spuren von Varroabehandlungen riechen. ... vielleicht sind die Behandlungsspuren, die an der Beute "hängen" bleiben, doch zu intensiv?
Alexander, der Isartaler

Jawoll, lieber Isartaler, da bin ich ganz Deiner Meinung. Dies scheint ganz sicher zumindest einer von garantiert noch viel mehr möglichen Gründen zu sein! Wenn wir Menschen u.a. in unserem Flaschenmineralwasser Quecksilber, Nitrate und sonstige Gifte in "zulässigen" Mengen saufen, ist das schon dumm genug und in hundert Jahren wird sich die selbe Spezies Mensch grübelnd die Frage stellen: "Warum, um alles in der Welt haben die früher überhaupt Sachen getrunken und gegessen, die giftig sind - egal in welchen Kozentrationen?" Tja, weil wir (wie auch schon zu noch früheren Zeiten) noch dumm waren oder den Mist wider besseren Wissens einfach gefallen ließen.

Der Bien läßt sich da sicher auch noch viel zu viel gefallen, allerdings wahrscheinlich eher unbewußt und wir Menschen verschließen die Augen, lassen uns plausible Ausreden einfallen und heiligen, wie schon erwähnt, für den "guten Zweck" die Mittel.

Ansonsten will ich an dieser Stelle Euch allen noch mal DANKE sagen. Diese tollen Beiträge hier im Forum sind ein wunderbarer GedankenAustausch, der jedem hilft, sich weiter zu entwickeln. Allein was ich in den letzten Tagen über den vorteilhaften Sinn und Zweck der Schwärmerei erfahren habe ist beachtenswert und das wiederum verdanke ich Debora; von der ich erst dachte, dass sie uns vereimern will. Ich hoffe, sie verzeiht mir.

gLG an alle, Skipper
liebe Grüße vom Skipper

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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von Heiko » Donnerstag 14. Juni 2012, 09:34

Warum bleibt ein Schwarm in einer Beute, in welche er gegen seinen eigenen Willen eingeschlagen wurde?

Die Antwort ist nicht schwer. Zu dem Zeitpunkt wo die Traube noch hängt und man den Schwarm fängt,
hat sich ja noch kein "Wille" ( :? ) gebildet. Die Spürbienen kommen nicht mit - somit wurde nicht "abgewogen" und "entschieden" wohin es geht.

Nach der Kellerhaft "erwacht" das neue Volk in einer durchaus geeigneten Behausung (die grundsätzliche Eignung zur Besiedlung ist ja allen Beutentypen gemein). Eventuell hat ein fürsorglicher Imker Futter
bereit gestellt. Wieso sollten Sie da wieder raus wollen und sich dem nicht unerheblichen Risiko - Schwarm -
ein zweites mal aussetzen - ohne Not?
Skipper hat geschrieben:ein Kollege hat einem problemlos eigeschlagenen und direkt häuslich aktiv geworden Schwarm eine leichte AS-Behandlung zu Teil kommen lassen - wupp und weg waren sie wieder
Die Not ist zweifellos gegeben, wenn man einen Schwarm mit Ameisensäure behandelt (wenn Schwarmbehandlung - dann mit Milchsäure). Die Gefahr der Überdosierung ist viel zu groß, kein Wabenwerk puffert die Dämpfe usw. - @skipper: der große Vorteil von AS ist der, dass sie auch in die gedeckelte Brut hinein wirkt. Diese Stärke wird begrüßt, verlangt dem Bien aber auch einiges ab. Im Schwarm ist es eindeutig zu viel "Wirkung" - vielleicht hat der Kollege die AS ja auch geträufelt :evil: das wäre dann ganz gemein (tödlich für die getroffenen) gewesen und macht jeden Auszug verständlich!

LG Heiko
Zuletzt geändert von Heiko am Donnerstag 14. Juni 2012, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Man lernt nie aus - Schwarm-Kuriosität

Beitrag von Heiko » Donnerstag 14. Juni 2012, 09:47

Heiko hat geschrieben:Solche Minischwärme sind ja nicht so vital und haben bei den derzeitigen Temperaturen ganz schön zu tun.
LG Heiko
Kleiner Nachtrag zu meiner Schwamgeschichte: Den Minischwarm habe ich jetzt aufgelöst. KÖ ist wohl verloren gegangen. Hatten nur in der Futtertasche etwas Wabenwerk errichtet sonst nichts. Machten auch einer sehr unruhigen Eindruck.

Hab sie vor dem Ausgangsvolk auf eine Brett gestoßen und Ruck Zuck gings wieder rein. Es bildete
sich eine Reihe Sterzelbienen, die den Weg zum Flugloch "gesichert" haben. Der Rest ist dem einzeln (!)
aber stetig gefolgt und ist in das Flugloch rein. Kein Kampf - nach 30 min waren alle drin. Hatte ich so auch noch nicht beobachtet und war für mich auch so etwas wie ein Happy End! :D

LG Heiko

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