1. Start
  2. Artikel
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Forum
  5. Mein Equipent
  6. Zu Nordbiene.de
    1. Nordbiene Hauptseite
    2. Youtube Nordbiene
    3. Paypal Spende
    4. Bienen-Wiki
    5. Instagram
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Erweiterte Suche
  1. Imkerforum Nordbiene seit 1996
  2. Forum
  3. Rund um die Imkerei
  4. Königinnenzucht und Anpaarung

Zum Thema: Baiszucht

  • Hobbyimker
  • 6. April 2008 um 11:14
  • Hobbyimker
    wcf.user.rank.userRank6
    Punkte
    1.890
    Beiträge
    248
    Imker seit
    0000-00-00
    • 6. April 2008 um 11:14
    • #1

    Hallo liebe dunkle Bienenfreunde

    Da der Joachim (Hanjoheyer) das Thema hier im Forum mal an geschlagen hat
    Hier mal nee Stellungnahme zur Basiszucht
    von Tiesler, F. K. die ich zufällig gefunden hab und vielleicht mag das ja auch mal jemand lesen
    imkerliche Grüße

    Standbegattung
    In jüngster Zeit gibt es immer wieder Stimmen, die behaupten, bei entsprechender Selektion lassen sich auch bei Standbegattung erhebliche Fortschritte erzielen und der ganze Aufwand mit dem Betrieb und der Beschickung von Belegstellen lohne sich nicht. Diese von GOLZ als sog. „Basiszucht“ propagierte Auffassung geht fälschlicherweise von einer „mütterlichen Dominanz“ aus, wobei der väterliche Einfluß auf die Anlagen eines Bienenvolkes und auf die nachfolgenden Generationen vernachlässigt wird. Mit Zahlen wird diese „Zuchtarbeit“ jedoch nicht belegt. Dazu muß folgendes festgestellt werden:

    In einem Gebiet, in dem einheitlich eine geographische Bienenrasse vertreten ist, kann man durchaus ohne Belegstellen langfristig Erfolge erzielen. Dieses ist eine Zucht in einer offenen Population und wird so genannt, weil ständig Erbmaterial von außen in die Population gelangt, das mit dem Völkerbestand, aus dem selektiert wird, nicht verwandt ist.

    Bei diesem Zuchtverfahren erfolgt die Selektion vorwiegend über die mütterliche Seite, also über die Königinnen. Durch die Drohnen aus der Umgebung gelangen ständig unselektierte Gene in den Zuchtbestand. Trotzdem sind auf Dauer dabei genetische Fortschritte zu erzielen, die von verschiedenen Faktoren abhängen:
    - von der Anzahl der unter Selektion stehenden Völker
    - von der Anzahl der in jeder Generation selektierten Königinnen
    - von dem zahlenmäßigen Verhältnis der selektierten Drohnen zu den nicht selektierten bei der Paarung
    Zucht in der offenen Population.
    Die Verhältnisse werden durch die Modellrechnung von CORNUET und CHEVALET (1987) veranschaulicht.
    Je größer die Zahl der unter Selektion stehenden Völker, je weniger Königinnen pro Generation ausgelesen und je günstiger das Verhältnis von selektierten zu nicht selektierten Völkern im Umkreis des Standes ist, desto größer wird der züchterische Erfolg sein.
    Nicht nur bei den züchterisch bearbeiteten Völkern wird eine Verbesserung erreicht. Diese Völker beeinflussen auch ihre Umgebung, denn die selektierten Drohnen paaren sich auch mit den anderen Königinnen aus der Umgebung. Diese Verbesserung wiederum hat eine positive Auswirkung, eine Art Rückkopplungseffekt auf die unter Selektion stehende Population. Nach dieser Methode hat z. B. GUIDO SKLENAR in Niederösterreich aus der dort heimischen Carnica seinen Stamm 47 gezogen. Die Erfolge stellen sich jedoch wesentlich langsamer ein als bei gleichzeitiger Selektion beider Geschlechter, also von Müttern und Vätern und deren gezielter Anpaarung.

    Allerdings ist bei dieser Betrachtung das Problem der Heterosis und das der Rassenkreuzungen nicht berücksichtigt. In einem Gebiet, in dem - wie bei uns in Deutschland - der Bienenhandel floriert und ständig neues Material hereinkommt, wird es immer wieder zu Hybriden kommen. Erwähnt werden soll hier nur die zunehmende Verbreitung der Buckfast-, der Dunklen Biene und nicht zuletzt die jährlich im Frühjahr stattfindende Einfuhr nackter Völker (überwiegend Ligustica) aus Übersee. Die Hybriden werden in der Regel nicht erkannt und liefern infolge des Heterosiseffektes vitale und leistungsstarke Völker (Blender). Werden sie aus Unkenntnis der Ursache zur Nachzucht ausgewählt, kommt es in den Folgegenerationen sehr schnell zu Aufspaltungen und zum züchterischen Rückschritt. Unterschiedliche Völker mit schlechten Leistungen und unangenehmen Eigenschaften sind die Folge. Diese Tatsache muß jedem, der sich mit Genetik beschäftigt, bekannt sein. Als Beispiel hierfür lassen sich die Zuchtbestrebungen in all den Ländern aufführen, in denen man viele Jahre bis heute ohne oder mit unzureichenden Belegstellen zu arbeiten versuchte. So zeigt z. B. die Bienenpopulation in den Niederlanden allgemein außerordentlich unangenehme Eigenschaften, obwohl auf vielen Ständen durch ständige Selektion versucht wurde, die Eigenschaften zu verbessern. Ähnlich verhält es sich bei der schweizer Landrasse, einem Gemisch aus verschiedenen Bienenrassen, das man über Selektion und sehr unsichere Landbelegstellen viele Jahre vergeblich zu entwickeln und weiterzuführen versucht hat.

    ABER DIE NATUR VERSTEHT GAR KEINEN SPASS, SIE IST IMMER WAHR, IMMER ERNST, IMMER STRENGE; SIE HAT IMMER RECHT UND DIE FEHLER UND IRRTÜMER SIND IMMER DES MENSCHEN. J. W. V. GOETHE
    Wir sind alle nur Gast auf dieser schönen Erde

  • bernd
    Gast
    • 6. April 2008 um 12:12
    • #2

    Siehst Du, lieber Herbert, es ist auch beim Thema Bienen ähnlich wie in der Juristerei: Zwei Juristen drei Meinungen! Und egal wer sich äußert, es sind eben meist Tendenzen zu erkennen .... und seien diese nur unterschwelliger Art. Deshalb halte ich von solchen Meinungen nichts, egal woher sie kommen, und deshalb gehe ich meinen eigenen Weg, egal was andere tun! Wegen meiner absolut isolierten Lage in Lappland habe ich Möglichkeiten, das Verhalten der Bienen zu beobachten, wie sie in "bienendichten" Regionen eben nicht möglich sind.
    Ich rate dazu, sich ein "neutrales Wissen" anzueignen um danach eigene Erfahrungen zu sammeln.

    Nachtrag: Meine Äußerung geht auf die Aussage zurück, man gehe wohl von der falschen Annahme einer mütterlichen Dominanz aus.


    Gruß Bernd

    4 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (6. April 2008 um 12:44)

  • Hanjoheyer
    Gast
    • 6. April 2008 um 12:26
    • #3

    Hallo Hobbyimker,

    wenn ich Tiesler richtig verstasnden habe, sagt er, dass aufgrund des Tuns von Nichtbasiszüchtern die Basiszucht erschwert, wenn nicht verhindert wird.

    "Die zunehmende Verbreitung der Buckfast-, der Dunklen Biene und nicht zuletzt die jährlich im Frühjahr stattfindende Einfuhr nackter Völker (überwiegend Ligustica) aus Übersee" ...

    ... macht das Bestreben der Basiszüchter zunichte. Welche Konsequenz soll man daraus ziehen? Zu resignieren und auf Basiszucht verzichten? Oder aufgrund der Nachteile dieser Importunsitte erst recht auf Basiszucht setzen und für sie werben?

    Joachim

  • Hobbyimker
    wcf.user.rank.userRank6
    Punkte
    1.890
    Beiträge
    248
    Imker seit
    0000-00-00
    • 30. Oktober 2008 um 09:40
    • #4

    Hallo liebe dunkle Bienenfreunde
    Vielleicht möchte ja jemand dies mal infomäßig lesen
    http://www.bienengolz.de/basiszucht.htm
    imkerliche Grüße

    ABER DIE NATUR VERSTEHT GAR KEINEN SPASS, SIE IST IMMER WAHR, IMMER ERNST, IMMER STRENGE; SIE HAT IMMER RECHT UND DIE FEHLER UND IRRTÜMER SIND IMMER DES MENSCHEN. J. W. V. GOETHE
    Wir sind alle nur Gast auf dieser schönen Erde

  • Hanjoheyer
    Gast
    • 30. Oktober 2008 um 11:49
    • #5

    Hallo Hobbyimker,

    im von dir übermittelten Link heißt es.

    "Unter der heutigen Zivilisation ist eine Vermischung der Bestände unvermeidlich. Die Basiszucht ist aber durchaus in der Lage, einen gewählten Typ zu erhalten."

    Man muss aber die Zustände wie sie unserer Zivilisation hergestellt hat, nicht akzeptieren. Man kann sie ändern.

    joachim

  • Horst
    Gast
    • 30. Oktober 2008 um 19:16
    • #6

    Hallo Joachim,
    ich halte die Basiszucht für unsere Biene als das Beste und kenne alle Arbeiten von Golz schon aus den 60er Jahren.
    Zu deinem ersten Abschnitt deiner Abhandlung. Du wirft dort die spanische Biene in den gleichen Topf der östlichen Europäischen Rassen. Keiner war von uns dabei als die westliche Rasse sich nach Norden ausbreitete. Alles Spekulation, jedoch muß man die iberica als die ursprünglichste Rasse unserer mellifera ansehen. Aus diesem alten Genpool zog die Nordbiene gen Norden bis Osten. Wie schnell so etwas gehen kann sieht man heute an den einwandernden, mediterranen Insekten Arten bei uns, Beispiele gibt es genug.
    Mich wundert es eigentlich sehr, über diese Biene spricht keiner der dunklen, ich habe sie schon erlebt.
    Gruß, Horst

  • manne
    Gast
    • 30. Oktober 2008 um 21:15
    • #7
    Zitat von Horst

    Mich wundert es eigentlich sehr, über diese Biene spricht keiner der dunklen, ich habe sie schon erlebt.

    Hallo, Horst, welche Biene meinst du?

    Gruß
    Manne

  • Horst
    Gast
    • 31. Oktober 2008 um 08:16
    • #8

    Oh manne, die iberica natürlich.

    LG. Horst

  • manne
    Gast
    • 31. Oktober 2008 um 11:55
    • #9

    Hallo, Horst,

    die iberica scheint in der Tat interessant zu sein. Dass über sie gar nicht gesprochen wird, finde ich auch merkwürdig.
    Irgendwo fand ich einmal eine Aufnahme von diesen Bienen: http://img368.imageshack.us/img368/9651/dsc076755tz.jpg

    Horst, vielleicht berichtest du mal über deine Iberica-Erlebnisse auf (vermutlich) der Iberischen Halbinsel. Sicher fänden es viele Leser interessant. Und womöglich regt es Leser dazu an, über ähnliche eigene Erfahrungen hier zu berichten.

    Gruß
    Manne

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen Anmelden

Zum Thema:

Live Webcam Bienenkorb:

"

Alle Filme Heideimkerei Georg Klindworth

Spende

Forum kostenlos unterstützen: auf Amazon gehen und einkaufen:

amazon.de


Alternativ kann man auch spenden:

Paypal Spende

Unsere heimische Dunkle Biene: www.nordbiene.de - das Original

Ein Klick für die Dunkle Biene

Twitch Live Webcam Korbbienen
  1. Nutzungsbedingungen
  2. Datenschutzerklärung
  3. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.2