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Fragen zur Warré-Betriebsweise

  • bieanca
  • 23. Oktober 2012 um 18:17
  • bieanca
    Gast
    • 23. Oktober 2012 um 18:17
    • #1

    Hallo mitnander,
    ich bin Jungimkerin und habe letztes Jahr im April/Mai mit 2 Schwärmen (normale "Promenadenmischung", keine Dunkle) in Selbstbau-Warré-Beuten angefangen, da ich dies als sehr natürliche Bienenhaltung beführworte und das kleine Maß für mich besser zu händeln ist als dicke, große Zargen. Nun, da ich jetzt den 2. Sommer und damit etwas Erfahrung sammeln konnte, hier einiges dazu:
    alles gesund und munter, im ersten Jahr zwei Zargen komplett ausgebaut und in dritte übergehangen, ohne zufüttern eingewintert (stehen in Saale-Elster-Aue und dadurch tolle Spättracht durch hektarweise Indisches Springkraut) siehe Bilder.
    Nun im Frühjahr fand ich die Idee toll unten Raum zuzugeben anstatt obenaufzupacken, doch muss man dazu immer den ganzen "Turm" abbauen.... zwischen den Beuten wird aber gern zugebaut, speziell, wenn man nicht so oft nachschaut, so dass man da erst einmal mit einem Draht wie beim Käse durchschneiden muss um die Zargen auseinander zu bekommen. Wenn man die Zargen dann auf die Seite (in Wabenrichtung) kippt, kann man mit einem langen Messer am Rand wo die Waben an die Zarge gebaut wurde einschneiden und dann bei Bedarf und mit Vorsicht einzelne Waben ziehen - einfach mal selbst probieren.
    Sonst habe ich in fast alle Zargen Fenster eingebaut zum "gucken", so dass ich sie nicht oft aufmache, außer zur Ernte und Varraobehandlung (mit AS im Liebig-Dispenser von oben).
    Mein Problem bei meiner ersten Ernte war, dass ich eine Bienenflucht gesetzt hatte (max. 24 Std.), dies aber nix gebracht hat. Ich bin nämlich keine Freundin von Absperrgittern und habe daher keine so strikte Trennung zwischen Honig und Brut, so dass ich letztendlich nach der oben beschriebenen Variante des einzelnen Wabenentnehmens gearbeitet habe. Auch habe ich den Test gemacht, die Waben zu schleudern und hatte bei 2/3 Erfolg - sie sind zum Großteil heile geblieben.
    Damit will ich auch sagen, versucht selbst das beste für euch zu finden.

    Frage: hat jemand Erfahrung mit Dickwaben?

    PS: ich habe dieses Jahr noch 2 Schwärme in DNM dazu, arbeite aber mit diesem Maß nach Warre mit Naturwabenbau in Rähmchen, untersetzen und was ich gut finde: Kissen oben, das die Feuchtigkeit wegnimmt, also keine doofe Plastefolie...
    Stohkörbe habe ich auch schon zwei geflochten, die kommen hoffe ich nächstes Jahr zum Einsatz - Wer weiß eine gute Quelle für Flechtrohr o.ä.(hab bis jetzt gespaltene Brombeerranken wie ganz früher genommen, aber das ist mir langsam zu anstrengend)

    bis die Tage & sunshine

  • Kai
    Administrator
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    11.787
    • 25. Oktober 2012 um 22:44
    • #2

    Hallo Bieanca,

    ganz herzlichen DAnk für Deinen tollen Beitrag.

    Ich selber habe leider weder Erfahrung mit der Warre-Beute noch mit Dickwaben und kann somit keine Antwort liefern.

    Ich habe aber Fragen an Dich:

    Die Völker haben wirklich ohne Zufütterung überwintert?
    Welche Trachten hast Du in Deiner Umgebung?

    Die Warré-Beute hat mich schon immer interessiert wegen des Naturbaus.

    LG
    KAi

  • bieanca
    Gast
    • 26. Oktober 2012 um 10:42
    • #3

    hallo Kai
    hier zu deinen Fragen: zugefüttert habe ich bis jetzt bei den zweien nix (waren beide große Schwärme um den 1. Mai und scheinbar fleißig)
    wie gesagt, sie stehen in der Saale-Elster-Aue mit Wildwuchs (tlw. wilde Äpfel, Pflaumen, viel Distel) Kastanien, Linden, Akazien, weiter entfernt tlw. Raps und Buchweizen und eben ab Aug. Ind. Springkraut=Balsamine
    ... und geerntet wird im ersten Jahr nicht - hatte natürlich den Effekt, dass sie dieses Jahr alles verbrütet haben und sich fast leer geschwärmt haben (wobei ich nix verloren habe, da zwei Schwärme wieder gefangen wurden... der rest ist für den Auengott)
    zwei andere Schwärme, die ich dieses Jahr jedoch erst Mitte Juni von unbekannt eingefangen habe und an einem anderen Standort stehen, musste ich auffüttern
    soweit erstmal
    lg bieanca
    hier noch zwei Bildchen

  • bieanca
    Gast
    • 26. Oktober 2012 um 11:22
    • #4

    Nachtrag: ist dir das allesüberwuchernde Springkraut bekannt? Die Bienen sind da von Anfang August bis Ende Okt. wie im Wahn
    und noch vergessen habe ich Goldrute (vor allem Pollen, aber auch Nektar)
    hier auch noch eimal ein Bild
    (PS: wie kann man einen Beitrag im nachhinein ändern)
    sunshine bieanca

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