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Künstliche Besamung wie läuft es??

  • Dumoint
  • 24. Juli 2011 um 20:59
  • Dumoint
    Gast
    • 24. Juli 2011 um 20:59
    • #1

    Hallo
    vor allem an den Admin ( aber auch an alle anderen Auskenner :wink: )die Frage was macht die KB mit dem polnischen Gerät??
    In dem geschlossenen Thread hast du eine Vortsetzung angekündigt.
    Sorry bin etwas ungeduldig :oops:
    Wie verhält es sich generell mit der KB bei der dunklen ?? Vergleichbar wie bei Buckfast oder Carnica??

    Das Gerät aus Polen ist leider 300 € teurer geworden :(
    Gut das ich eins habe :lol:

    Grüße Simon

  • Michal Anton
    Gast
    • 25. Juli 2011 um 12:44
    • #2

    Hallo,
    mich wird interessieren welche Beweggründe gibt’s um Bienen künstlich Besamen zu lassen.
    Gibt’s nicht genug Labors dafür?
    Muss Mann dass nochmal als Hobby den Bienen antun?
    Währe es nicht erstrebenswerter Belegstationen anzupeilen oder die in Österreich und der Schweiz aufzusuchen?
    Gruß Michal
    Für 300€ und das ist ja nur der Aufpreis gibt’s 20 KB Königinnen ohne Selbstversuch.

  • Michal Anton
    Gast
    • 25. Juli 2011 um 20:06
    • #3

    Danke für deinen offenen Beitrag.
    Das mit der Insel würde mir auch besser gefallen.
    Ich kann aber Deine Beweggründe ja nachvollziehen.
    Gruß Michal.

  • Kai
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    • 17. Oktober 2011 um 11:58
    • #4

    Na herzlichen Glückwunsch!!!

    Das ist ja ein toller Bericht, ein wahnsinng gutes Ergebnis und äußerst aussichtsreiche Erfolge!!!!

    Es freut mich sehr Andreas, dass es Dir gelungen ist, die Zuchtarbeit mit der Mellifera in Deutschland einzuleiten. Ich glaube, Du bist der einzige mit derartigen Möglichkeiten, quantitativ und qualitativ!

    Für mich die absolute Autorität in Deutschland, die sich sehen lassen kann!
    Herzlichen Glückwunsch.

    Aufgrund der Varroa-Situation konnte ich dies JAhr leider nicht züchten, das wird hoffentlich nächstes Jahr erst wieder etwas. Dann kann ich auch weiter meine Instrumentelle Besamung fortführen. Wie ich schon schrieb, ist der Besamungsvorgang kein Problem; problematischer empfand ich das Vorhandensein von reifen Drohnen und ausreichend Sperma.

    Kannst Du dazu was sagen?

    Andreas, bei DEINEN Möglichkeiten wäre es wirklich sinnvoll, wenn Du die besten Linien bei Dir auch getrennt voneinander weiter führst. Ich denke da insbesondere an die Schwedischen. Und getrennt davon die polnischen.

    Was hälst Du davon?
    LG
    Kai

    Ps: Da kann ich ja künftig meine schwedischen von Dir beziehen. :wink: Aufgrund der geringen Anzahl meiner Völker (20) bezeichne ich mich ja nur als Königinnen-Nachzieher, nicht mehr. :D

  • Kai
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    • 17. Oktober 2011 um 12:05
    • #5
    Zitat von Dumoint

    Hallo
    vor allem an den Admin ( aber auch an alle anderen Auskenner :wink: )die Frage was macht die KB mit dem polnischen Gerät??
    In dem geschlossenen Thread hast du eine Vortsetzung angekündigt.
    Sorry bin etwas ungeduldig :oops:
    Wie verhält es sich generell mit der KB bei der dunklen ?? Vergleichbar wie bei Buckfast oder Carnica??

    Das Gerät aus Polen ist leider 300 € teurer geworden :(
    Gut das ich eins habe :lol:

    Grüße Simon

    Hallo Simon,

    Du hast auch ein Gerät aus Polen? Ich hatte damals 550 € gezahlt. Ist es wirklich so teuer geworden?

    Das Gerät konnte ich 2010 testen, in der Handhabung einfach. Leider kam mir dann die Varroa dazwischen. Hast Du schon Erfahrungen mit dem Gerät?

    Es kommt auf Präzision an, besonders auf die feine Einstellbarkeit der Flüssigkeitssäule in der Kanüle.
    LG
    Kai

  • Kai
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    • 17. Oktober 2011 um 15:02
    • #6

    Hallo,

    diese Fragen betreffen nicht explizit die Künstliche Besamung, sondern lassen sich allgemein stellen bei jeder Form der kontrollierten Verpaarung. Natürlich ist hier wichtig, Inzucht zu vermeiden, und selbstverständlich bedarf es einen großen Bestandes, eine Population dauerhaft selber fortzuführen. Aber hierzu werden wir ja auch nicht gezwungen, Nachschub aus dem Ursprungsgebiet ist immer gut.

    Bei den Schweden weiß ich, dass sie mit sehr vielen verschiedenen populationen arbeiten, so dass Fragen der Inzucht hier gar nicht auftreten. Übrigens wird in Schweden nicht eine einzige Königin künstlich besamt. Die haben Reinzuchtgebiete ohne Ende. Bei den polnischen weiß ich es leider nicht.

    Zitat

    Ich selbst würde dann doch lieber eine Standbegattung vorziehen, die a) meine Umgebung erfasst und erblich weitergibt und b) die Drohnen machen läßt, die auch können. Nur so kann ich mir meine Dunkle vor Ort überhaupt vorstellen. Eine Kanülenmaus, die nur Erbinformationen aus ihrer Zuchtstation kann, bringt mir ja auch im greisen Alter keine Dunkle Biene, die an meine Gegend angepasst ist.

    Kein Problem, es ist immer die Frage, was man will. Die reine Dunkle Biene, oder eine wie auch immer geartete Landbiene. Für letztere gibt es übrigens ein eigenes Forum mit 18 Mitgliedern, :o : http://landbiene.iphpbb3.com/forum/index.ph…94856264nx35755

    Da bist Du ja auch schon aktiv 8)

    LG
    Kai

  • Kai
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    • 17. Oktober 2011 um 18:00
    • #7

    Hallo, interessantes Thema.

    Also quasi einmalig eine Mellifera als Grundstock, und dann weiter als "Landbiene"?

    Das haben wir ja eigentlich schon: das Material der "Basiszüchter" dürfte so etwas sein.

    Und: spätestens ab der F3 ist die Dunkle Biene in der dann vorhandenen "Landbiene" gar nicht mehr zu erkennen, sondern bei der jetzigen Konstellation (Carnica-Umfeld) werden es überwiegend Bienen mit Carnica-Charakter werden, teils auch mit gelben Ringen (Buckfast-Einstreuung). Und in der F50 oder F100 die Mellifera wiederfinden, das ist Utopie. :?

    Wie wir sehen, schließt das eine das andere aus: entweder Reinerhaltung der Mellifera hier im Lande mit aller Anstrengung (Vorbild: Andreas), ODER Verbesserung der Landbiene (ohne Paarungskontrolle).

    Eine "dunkle Landbiene" wird es in Deutschland nicht mehr geben. Da sollten wir keine Illusionen wecken.

    LG
    Kai

  • Kai
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    • 17. Oktober 2011 um 20:25
    • #8
    Zitat von Frankfurter

    Sorry,

    aber da denke ich ganz anders. Es ist noch kein Langzeitversuch durchgeführt worden. Böse Stimmen behaupten ja, eine dunkle Landbiene würde sich dennoch dauerhaft durchsetzen. Ich will mich nicht an Spekulationen beteiligen, sehe mich aber auch nicht als Züchter von Bienen.

    Viele Grüße

    Tim

    Hallo Tim,

    das glaube ich Dir, dass Du das ganz anders siehst. Die "böse Stimme" ... Wenn Du damit den Hanjo H. meinst, so gebe ich Dir Recht. Schau Dir mal seine Thesen an, durch nichts belegt, seine Philosophien stützt er lediglich auf seine Gedankenwelt. Mit Realität hat das nichts zu tun.

    Der Ehrlichkeit halber MUSS ich das so deutlich sagen. Tut mir leid, Tim, trotz mancher Sympathien zu manchen seiner gesellschaftskritischen Aussagen.

    Du hast Recht; Langzeitversuche gibt es nicht, ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, und jeder andere Imker, der dies beobachtet, wird das bestätigen:

    Selbst auf meinem Bienenstand ist eine Mellifera F3 nicht mehr als Mellifera zu erkennen! Obwohl bei mir mehr M-Drohnen fliegen als anderswo.

    Bitte, Tim, Du hast jetzt ein Jahr Erfahrung mit Bienen, gib Dich doch nicht diesen Utopien des Hanjo hin. Er mag zwar von einer schönen Welt träumen, belassen wir ihn darin.

    Ich sage das hier so deutlich, ausschließlich zum Wohle der Dunklen Biene, und in Fürsorge um den Wahrheitsgehalt DIESES Forums. Nicht aber aus Rechthaberei.

    Meine eindeutige Meinung ist die: entweder wollen wir die Dunkle Biene haben, ODER eine Landbiene. Beide Vorhaben halte ich für legitim; ich habe mich für die erste entschieden. Es gibt aber keine Graustufen dazwischen, jedenfalls nicht unter realistischer Gesamtbetrachtung der heutigen Bienenhaltung in Deutschland.

    LG
    Kai

  • Michal Anton
    Gast
    • 17. Oktober 2011 um 20:25
    • #9

    Zur Tim seine frage ;
    Das hoffe ich soweit Herdbucheinträge des Ausgangsmaterials da sind, sonst wäre alles nur ein witz. Das könnte als Beispiel über Zuchtring laufen.Wir sind aber noch weit entfernt.

  • Dumoint
    Gast
    • 17. Oktober 2011 um 20:31
    • #10

    @ Frankfurter Über eine Datenbank kan sicherlich auch nachgedacht werden aber erst mal ein Schritt nach dem anderen. Das die künstliche Besamung bei der Honigbiene auch über einen längeren Zeitraum ohne große Vitalitätsverluste einhergehen kann zeigt ja die Züchtung resp. Vermehrung der polnischen Bienen zumindest nach Aussage von Herrn David L wird die Kampinoska dort in der SHIZU seit 20 Jahren ausschließlich über KB vermehrt.
    Sicherlich und das wurde auch schon einige male erwähnt ist dies nur die zweitbeste Lösung aber imerhin eine Lösung.
    Die KB sieht auch nur komplizierter und teurer aus als sie ist und zumindest für die dunkle zur Zeit wohl die einzigste möglichkeit sie rein zu vermehren resp. zu züchten.
    Es ist ja nur ehrenhaft wenn wir versuchen wollen sie in Deutschland wieder anzusiedeln (mann muß ja noch träumen dürfen) als die ersten Carnica Züchter krampfhaft versucht haben die Biene in Deutschland gegen die mehrheit der dunklen Halter zu vermehren ging es denen ja auch nicht anderns.


    Ich habe mitte des Jahres bei der Aresse auf der Nordbiene Seite nach einem Preis ohne Mikroskop resp. Stereupe gefragt und habe nur eine kurze Antwort erhalten aus der ich entnahm das das Gerät jetzt wohl 800 € kostet. Da ich sprachlich nicht weiter kam dort habe ich mir ein ausrangiertes Gerät aus einer polnischen Imkersschule über einen Bekanten des Bekanten vom Bekanten angeschaft.
    Konnte aber dies Jahr erst ausschließlich mit Wespen üben. Das ging aber gut. Wobei ein Schley Gerät sicherlich noch komfortabler ist aber es kostet halt auch mal eben das 5 Fache oder mehr.
    Ich werde das nächstes Jahr weiter vertiefen jedoch zunächst nicht mit Edelköniginne.

    Es muß ja niemand Freund oder Feind der KB sein es ist einfach eine Möglichkeit auf die wir anscheinen leider noch zurückgreifen müssen.

    Grüße

    Simon

  • Kai
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    • 17. Oktober 2011 um 20:34
    • #11
    Zitat von Dumoint

    Es muß ja niemand Freund oder Feind der KB sein es ist einfach eine Möglichkeit auf die wir anscheinen leider noch zurückgreifen müssen.

    Grüße

    Simon


    Ganz genau so ist das.

    Die KB sehe ich aber gar nicht mehr so negativ wie früher. Bei sachgemäßer Durchführung ist die Eilagequote nach KB sogar höher als bei natürlicher Begattung.

    Naja, darüber könnte man weiter philosophieren.
    LG
    Kai

  • Dumoint
    Gast
    • 17. Oktober 2011 um 20:50
    • #12

    Eben und das einzigste was eventuel der Wermutstropfen ist ist das die Selektion durch den Menschen übernommen wird aber dies ist ja manchmal auch gut so oder möchte noch jemand mit den agressiven Bienen von vor urzeiten arbeiten??

    Und das ist vom Menschen reinselektiert resp. gezüchtet und keiner will es missen oder doch einer ??
    Wen ja :idea: so möge er bescheid sagen bei meinem nächsten Drohnenbrütigen Volk kan der vorbeikommen und die Abfegen :wink::wink::D:D Aua Aua

    Also alles hat sein vor und Nachteil die Situation macht das Beste raus.

    Grüße

    Simon

  • Kai
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    • 19. Oktober 2011 um 10:57
    • #13

    HAllo Andreas,

    ganz ganz herzlichen DAnk! Wir können wirklich glücklich sein, dass es Dich gibt.

    Danke auch für Deinen Hinweis mit den Drohnen. Wie ich schon schrieb, war die Besamung an sich kein Problem. Ich habe auch das Gefühl, dass Mellifera-Drohnen deutlich später reif sind als C-Drohnen.

    Das mit der Menge der Drohnenaufzucht ist ein guter Hinweis. Bisher habe ich ja ganz massiv Drohnen aufgezogen (4 Drohnenwaben pro Volk). Ich werd's mal mit "Weniger ist mehr" versuchen.

    Wegen Königinnen (aufgrund meiner begrenzten Kapazitäten brauche ich immer nur ganz wenige) komme ich gern auf Dich zurück. Die Schwedinnen finde ich am besten; obwohl ich mit den diesjährigen Königinnen aus Schweden nicht so zufrieden war, was deren körperliche Verfassung anbetraf. Möglicherweise hing das mit dem verregneten Sommer dort zusammen.

    LG
    Kai

  • Dumoint
    Gast
    • 20. Oktober 2011 um 21:07
    • #14

    Vor allem an Andreas gerichtet aber auch als offene Frage an alle.
    In welchen Begattungseinheiten hast du die jungen Königinne gehalten?
    In EWK oder im Kieler resp. Api Begattungskästchen oder sogar im Mini Plus??

    Ich versuche gerade den enormen Bienen und Euro einsatz für solch eine Testphase zu überdenken.

    Denkst du es ist möglich dies auch mit nur einigen wenigen Königinne zu praktizieren??
    Sicherlich fällt dan die gezielte Zucht schlechter aus aber es wäre ja auch ein ANfang nur von den guten Völkern nachzuziehen und dan dachte ich so an 20 bis 30 Königinnen.
    Oder hälst du/Ihr das für utopisch??

    Grüße
    Simon

  • Michal Anton
    Gast
    • 31. Dezember 2011 um 14:19
    • #15

    Hallo ,
    ich bin zwar kein Fan von, aber wenn es sein muss dann bitte richtig.
    Vielleicht interessiert dass den einen oder anderen. Am 24 und 25 April findet im Institut Kirchhein ein „Aufzucht und Paarungskurs“ der als aufbau für den am 9 bis 13 Juli dauernden „Besamungskurs“ gilt. Die Gebühr beträgt zwar 250 € ist aber bestimmt gut Investiertes Geld.
    http://llh-hessen.de/images/stories…altung_2012.pdf
    Gruß Michal

  • Dumoint
    Gast
    • 31. Dezember 2011 um 18:25
    • #16

    Fan bin ich von der KB bestimmt auch nicht aber solange wir keine halbwegs sichere Belegstelle für die dunkle ind Deutschland für alle zugänglich haben müssen wir alleine um Glaubwürdig zu sein auf die KB zurückgreifen . Ich wünschte es wäre anders. Aber was nicht is kann ja noch werden.

    Im übrigen ist das ganze bestimmt kein Hexenwerk was jeder erlernen kann und das bis ins hohe Alter.

    Grüße

    Simon

  • Michal Anton
    Gast
    • 1. Januar 2012 um 17:51
    • #17

    Die Notwendigkeit der KB in der Situation in der wir, als Dunkle Halter sich befinden steht außer Frage, da bin ich ganz der Meinung von Simon.
    Das war auch der Grund warum ich diesen Link hier im Forum veröffentlicht habe. Wir brauchen gut ausgebildete Leute in unseren Reihen. Ich selbst kriege das in diesem Jahr nicht unter, werde aber nächstes Jahr nachholen. Nicht nur die Fähigkeiten sonder auch Scheine werden gefragt, wen wir mit der Belegstelle weiter kommen wollen und die „offiziell“ machen.
    Gruß Michal

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (1. Januar 2012 um 18:21)

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