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Varroabehandlung 2007

  • Kai
  • 15. Dezember 2007 um 16:43
  • Kai
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    • 15. Dezember 2007 um 16:43
    • #1

    Hallo allerseits,

    ich habe heute, 16.12.2007, meine erste der zwei Varroabehandlungen durchgeführt. Bei plus 5 Grad und Sonnenschein war es ein sehr angenehmes Arbeiten. Die Bienen waren durchweg in der Wintertraube, aber nach der Behandlung setzte Bienenflug ein. Das ist völlig normal bei diesen Temperaturen.

    Wie sieht's bei Euch mit der Winterbehandlung aus??

  • Hobbyimker
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    • 16. Dezember 2007 um 19:05
    • #2

    Hallo liebe Forumsgemeinde
    Wie sieht's bei Euch mit der Winterbehandlung aus??
    Ich habe mich vor 4 Jahren entschieden während des Winters die Bienen in Ruhe zu lassen und jeglichen Stress versuche zu vermeiden,bin eigentlich bisher damit nach meiner Meinung recht gut gefahren.Man muss allerdings die Betriebsweise versuchen ein wenig an das Konzept an zupassen wobei das leider einige Zeit dauern wird und ich auch noch immer in Bezug Varroen am probieren bin.
    ob nun der Weg,den ich versuche, ohne Winterbehandlung richtig ist wird die Zukunft zeigen.
    imkerliche Grüße

    ABER DIE NATUR VERSTEHT GAR KEINEN SPASS, SIE IST IMMER WAHR, IMMER ERNST, IMMER STRENGE; SIE HAT IMMER RECHT UND DIE FEHLER UND IRRTÜMER SIND IMMER DES MENSCHEN. J. W. V. GOETHE
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  • Kai
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    • 16. Dezember 2007 um 19:43
    • #3

    Hallo,

    wenn nicht im Winter, wie funktioniert da bei Dir die Varroabehandlung?

    LG
    Kai

  • bernd
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    • 17. Dezember 2007 um 09:44
    • #4

    Hej,
    diese Art der Behandlung werde ich niemals verstehen. Das ziehen sich die Bienen zusammen um besser überleben zu können, und was tut Mensch? Er stört das artgemässe Verhalten des "Bien"!
    Und Bienenflug bei +5°, ist das normal? Niemals, nicht einmal bei meinen
    extrem wetterfesten Dunklen! Würde ich bei denen hier an die Kiste schlagen, brausten die auch auf und stürzten sich irritiert aus der warmen Behausung.
    Was andere tun ist mit schnurz egal, ich jedenfalls lasse meine Bienen in Ruhe, auch jene in D.

    Kvarnhult in Lappland (65°15`n.B./19° ö.L.) bei 0° und noch immer nur 60cm Schnee.

  • Hobbyimker
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    • 17. Dezember 2007 um 10:32
    • #5

    Hallo Herr Engfer

    wenn nicht im Winter, wie funktioniert da bei Dir die Varroabehandlung
    Mein Ziel und Wunsch ist es das der Bien den Varroendruck selbst regulierend durchzuführen erlernt, jedenfalls gebe ich ihm die Möglichkeit es zu probieren.Irgendwie versuche ich die Betriebsweise in diese Richtung zu steuern.Bin mittlerweile im 4 Jahr wo ich nur noch einmalig mit AMS nach dem abschleudern behandeln tu,wobei auch einige Ableger die Wirkungen der AMS vergleichsweise nicht zu spüren bekommen. Sicherlich ist dies ein hohes Risiko aber denke mir das dies sich langfristig positiv auswirkt,warten wir mal ab wie die Gecshichte wird wenn ich nochmals 4 Jahre dies durchziehe.
    aber nach der Behandlung setzte Bienenflug ein.
    Ist dies nicht absolut unnatürlich ??? Vielleicht sogar ein Hilfe oder Schmerzausdruck des Bien's??
    jede Störung zu der Jahreszeit wirkt negativ...
    Schade finde ich das mittlerweile ein regelrechter Behandlungswettbewerb in der Imkerschaft vorhanden ist und bin mir auch sicher das etliche Bienenvölker zum Lebensende durch mehrfacher Behandlungen getrieben werden.
    imkerliche grüße

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  • bernd
    Gast
    • 17. Dezember 2007 um 11:12
    • #6

    Herbert,
    da stimme ich Dir voll zu! Und wenn ich dann noch von der Behandlung mit systematisch wirkenden Mitteln höre, setzt es bei mir ganz aus. Wer nicht weiss was damit gemeint ist: Da gibt es Insektizite, deren Wirkstoffe von Pflanzen aufgenommen werden, also in deren Saftstrom gelangen. Saugt nun ein Läuslein an der Pflanze, fällt dieses tot von Stängel. Und so ähnlich funktioniert ein bestimmtes Mittelchen auch bei den Bienen/Varroen. Die Bienen werden "eingeseift", sie lecken sich trocken, nehmen das Mittel auf, und die Varroen, welche sich am "Lebenssaft" der Bienen laben, fallen
    ihnen tot vom Leibe. Hoch lebe das Naturprodukt Honig!
    Was bin ich froh, dass es hier oben keine Varroen gibt, und dass es mir gelingt, die Varroasituation bei meinen Völkern in D mit jener schon erwähnten Bienenwohltat im Griff zu haben.

    Kvarnhult in Lappland (65° 15`n.B./ 19° ö.L.) bei Sonnenaufgang und +1°.

  • Kai
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    • 17. Dezember 2007 um 12:29
    • #7

    Hallo!

    danke für die Rückmeldungen. Eigentlich dutzen wir uns doch im Forum, oder??

    Was die Varroabehandlung anbetrifft, so stimme ich Dir, Bernd, in einigen Punkten zu. Natürlich ist ein Öffnen des Volkes im Winter und ein "Einseifen" der Bienen unnatürlich, und ich wäre der Erste, der auf ein artgerechteres, aber genauso wirksames Mittel umschwenken würde. NUR: ein solches gibt es m. E. nicht.

    Im Jahre 1987 oder 1986, genau weiß ich es nicht mehr, hat mich die Varroa völlig überraschend überrollt und ca. 70 % meiner Völker innerhalb kurzer Zeit dahingerafft. Das war ein trauriger Anblick: in den Völkern war im August/September kaum noch eine Biene, und die wenigen noch dagebliebenen waren missgebildet, mit verkrüppelten Flügeln, zugleich viren- und bakterienverseucht! Nur ca. 10 Völker von meinen 40 Völkern haben überlebt.

    In dem Jahr 86/87 habe ich der Varroa den Kampf angesagt!

    Nach nunmehr 20 Jahren Erfahrung in der "Zucht" der Varroa habe ich so einiges an Mitteln ausprobiert. Zusammenfassend stellt sich die Frage nach dem Mittel, der Methode, bei mir mit folgenden Antworten wie folgt dar:

    - Ameisensäure im Sommer/Herbst tötet die Varroa, leider aber schädigt es auch die Bienen. Königinnenverluste sind die Regel, gerade bei der Mellifera, die zum Einknäulen neigt.

    - Bienenwohl, eine Mischung aus Säuren und ätherischen Ölen plus Wasser, hat einen fragwürdigen Wirksamkeitsgrad, schadet aber den Bienen, indem die Bienen nass werden, sich aber derat vor dem Mittel "ekeln", dass sie sich gegenseitig nicht trockenlecken. Ich habe schon einige (kleinere) Völker durch Bienenwohl verloren!

    - zu Oxalsäure kann ich noch nichts sagen, ich warte mal die ersten Ergebnisse im nächsten jahr ab.

    - verbleibt lediglich Perizin mit einer nachgewiesenen Wirksamkeit von deutlich über 90%, und einer geringen Bienenschädlichkeit.

    Ich bin weit entfernt, hier irgenwie Reklame für Bayer etc zu machen, aber unter Abwägung aller Umstände (Wirksamkeit, Bienenverträglichkeit, Rückstände) kommt für mich derzeit nur Perizin in Frage. Natürlich ist es nicht schön, die Bienen im Winter damit nass zu machen. Aber nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen scheint es die Bienen nicht DERART anzuekeln wie z. B. Bienenwohl, da nur 10 minuten nach einer Perizinbehandlung die Bienen sich trockengeleckt haben. Klar, bei plus 5 Grad C kommen etliche Bienen aus dem Flugloch, bei kalten Temperaturen passiert dies nicht.

    Ich behaupte: Mittel mit "natürlichen" Wirkstoffen (Säuren etc) können den Bienen mehr schaden als manch chemisches Mittel. UND: ich denke, eine zweimalige P-Bejhandlung im Winter stört die Bienen weit weniger als manche "Begasung", Besprühung, etc im Sommer.

    Es ist auch die Frage, was man hier als "artgerechte" Behandlung ansehen will. Ist es nicht artgerechter, die Bienen zweimal im Winter mit Perizin "füttern" zu müssen, wobei pro Volk ca. 100 Bienen sterben, als die Völker im Sommer längere Zeit mit ätzenden Säuren zu behandeln und dadurch auch die Bienen zu schädigen, was z. B. Auswirkungen auf ihre Lebensdauer hat?

    Dennoch: sobald es ein NATÜRLICHES Mittel gibt, das dem Perizin nahe kommt, dann steige ich um.

    Derzeit allerdings kann ich NUR Perizin mit gutem Gewissen empfehlen. 20 Jahre Erfahrung ohne einen EINZIGEN Volksverlust durch Varroa haben mich hier bestätigt. Experimente kann ich mir (noch) nicht leisten.
    :(
    LG
    Kai

  • bernd
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    • 17. Dezember 2007 um 14:40
    • #8

    Hej Kai,
    ich kann nur sagen, dass ich noch niemals (!) jenes systematisch wirkende Mittel einsetzte. Es ist einfach gegen meine Überzeugung, den Bienen ein so wirkendes Mittel zu verabreichen. Das mag eine Fehleinschätzung sein, aber ich bin eben so "gewickelt". Unlängst wurde in einem Gartenforum die Frage gestellt, was mann denn gegen Spinnmilben und Läuse an Basilikum tun könne? Lese dort mal nach, was ich schrieb! (http://www.Gartenforum.de bei Kräuter) Und genau so sehe ich es eben auch bei systematisch wirkenden Mitteln im Zusammenhang mit Bienen! Befasse Dich einmal mit Untersuchungsergebnissen eines "Wachs-Sachkundigen" aus Hohenheim! Mehr möchte ich hier nicht "sagen".
    Ich behandelte stets mit AS, ohne Kö.- oder Völkerverluste. Neuerdings, ich wiederhole, benutze ich jene "Wohltat" mit absolut bestem Erfolg.
    Und ich kann Deine Feststellung nicht bestätigen: Meine Bienen in D nehmen das Mittel recht gut an, so es handwarm ist! Und Rasseunterschiede stellte ich nicht fest: Ich habe derzeit in D ein Nordisches Volk (von hier oben), zwei Elgon, drei reine Ligustica und drei F1 Ligustica. Übrigens: Ich leckte mal an jenem Mittel....und es schmeckte mir! Das ist nun bitte nicht als Aufruf zur Nachahmung zu verstehen!!

    Kvarnhult in Lappland bei glutrotem Himmel und 0°C.

  • Kai
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    • 17. Dezember 2007 um 15:37
    • #9

    Hej Bernd,

    danke für schnelle Reaktion. Da ich immer gern dazu lerne und offen bin, interessiert mich das Thema NATÜRLICH!!

    Noch eins zu Perizin: soweit ich gelesen habe, reichert es sich nicht im Wachs an, und im Winter angewandt kann es eigentlich auch nicht in den Honig gelangen, da die Bienen es ja aufnehmen und verbrennen. Sagen jedenfalls die Experten. ;)

    Bitte sag doch nochmal ganz kurz, mit welchem Verfahren Du die AS anwendest?

    Zum Bienwohl: Ich fand es auch toll; es riecht so herrlich frisch und natürlich. Aber die Bienen mögen es gar nicht, zumindest nicht auflecken. Offenbar ist es zu sauer. (?) Ganz abgesehen davon, dass es gar nicht zur Gruppe der V-Mittel gehört. Also nehme ich die Finger weg davon. ;)

    Einknäueln habe ich bei der Mellifera schon erlebt, auch OHNE dass ich mit AS behandelte. Von daher erscheint es mir auch erklärlich, dass viele Königinnen aufgrund Einknäuelns MIT AS kapputt gegangen sind.

    Versteht mich bitte nicht falsch: ich wünsche mir eine artgerechte, möglichst biologische Geschichte zur Varroabekämpfung. Es gibt neben Perizin EINIGE biologische Mittel, und ich glaube auch, dass es ein paar Jahre gut gehen kann, aber dann......!!!!! Ich hoffe es gibt kein böses Erwachen.

    Rechnen wir doch mal nach: bei einem jährlichen Varroavermehrungsfaktor von 100 und einer Wirksamkeit eines Mittels von (sagen wir mal) 80 % (was sich ja gut anhört) sieht es düster aus: In spätestens 3 Jahren ist die Schadschwelle von 10.000 Milben im Volk überschritten. Das Volk ist dann nicht mehr zu retten......
    LG
    Kai

  • Kai
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    • 17. Dezember 2007 um 15:59
    • #10

    Als Alternativen zu Perizin beobachte ich in der Presse folgende Produkte:

    1. Oxuvar (Oxalsäure, aber Anwendung wie Perizin im Winter mit Träufeln) http://www.oxuvar.com

    2. Thymovar (Thymol - Plättchenbehandlung im Sommer, Gefahren wie AS) http://www.thymovar.com

    Ich möchte aber erst SICHERE Ergebnisse in der Imkerpresse lesen.

    LG
    KAi

  • bernd
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    • 17. Dezember 2007 um 17:46
    • #11

    Hej Kai,
    ganz kurz:
    Zuerst zu jenem "Wohlfühlmittel": Das ist es eben, auch mir wurde beim Imkerstammtisch unter die Nase gehalten, dass dieses "Zeugs" nicht zugelassen sei. Man sollte allerdings hinterfragen, weshalb nicht? Denke einmal über die Zulassungskriterien und -verfahren bei Arzneimitteln nach, dann hast Du die Antwort. Erfände ich heute ein probates biol. Mittel gegen Varroen, so könnte es noch so wirkungsvoll und bienenfreundlich sein, seine offiz. Zulassung wäre damit noch lange nicht gewährleistet.
    Hast Du Dich einmal mit den Erkenntnissen über die Kontamination von Wachs durch spezielle Mittel befasst, nein? so tu dies! Zum Einstieg: http://www.universit%c3%a4t-hohenheim/bienenkunde/r%C3%BCckst%C3%A4nde .
    Aber wie ich ja schrieb, es ist meine ganz eigene Auffasssung dazu. Jeder mag tun was er für gut erachtet!
    AS appliziere ich 60%-ig, 35ml je Zarge, auf einem Schwammtuch von unten (zwischen Gitter und Schieber). Die Völker brausen kurz auf, was sich jedoch nach Minuten legt.

  • kleffmann
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    • 17. Dezember 2007 um 18:35
    • #12

    Guten Abend aus Bösinghausen (kälter als in Schweden, -5 Grad!)

    je mehr ich über das Thema höre und lese, desto unsicherer werde ich. Wie gesagt habe ich stets nur im Spätsommer mit AS behandelt und wenig Verluste gehabt. Natürlich schadet die AS auch den Bienen - aber so scheint es, mehr oder weniger, mit jedem Mittel zu sein. Die Frage ist nur: wo mehr, wo weniger. Vermutlich gibt es hier kein Schwarz/weiß. Auf dem Weg zu "sanfteren" Mitteln möchte ich nächstes Jahr versuchsweise Ableger mit milder Milchsäure sprühen. Vielleicht auch BW.

    Wenn AS bei den Dunklen eher zu Königinnenverlusten führt, wäre dies natürlich ein starkes Argument. Ist das wirklich erwiesen? Oder hängt das auch von der Art und Weise des AS-verfahrens ab?

    Und was haltet ihr von den Imkern, die sagen, sie behandeln garnicht gegen Varroa?

    Schöne Grüße von Tom

  • HImker
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    • 17. Dezember 2007 um 19:23
    • #13

    Habe mal wieder eine Anfängerfrage...zum Bienenwohl.

    Lese hier jetzt, dass es von den Bienen nicht aufgeleckt wird.
    Wie wirkt das Zeug eigentlich ganz genau?
    Ist das nicht ein Kontaktgift, dass eigentlich durch Kontakte weiter verbreitet wird ?!?
    Klingt nicht einleuchtend, dass die Bienen das wegschlecken...?!?

  • Hobbyimker
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    • 17. Dezember 2007 um 19:41
    • #14

    Hallo HImker
    Hier mal nee kleine Info drüber zum Thema Bienenwohl zum einlesen sind einige aussagekräftige Sachen beschrieben.

    http://www.neurobiologie.fu-berlin.de/menzel/Pub_AGm…ls%C3%A4ure.pdf

    imkerliche grüße

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  • Kai
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    • 17. Dezember 2007 um 20:01
    • #15

    Hallo Tom, HImker und Hobbyimker,

    dass die Mellifera bei AS häufiger als andere die Königin einknäult, ist nicht wissenschaftlich erwiesen, aber: sie neigt GRUNDSÄTZLICH eher zum Einknäulen als andere Bienen, z. B. Carnica, von der das gar nicht bekannt ist. Wenn jetzt noch der AS-Stress mit dem hiermit verbunden Risiko des Einknäulens hinzukommt (so meine logische (?) Schlussfolgerung), befürchte ich, dass das Risiko NOCHMALS angehoben, sozusagen kumuliert, wird. Aber wie gesagt belegt ist das nicht.

    Zum Bienenwohl: es soll von den Bienen auch nicht aufgeschleckt werden, doch dieser Umstand macht das Bienenwohl den Immen zum Verhängnis: bei auch nur geringer Überdosierung (z. B. bei etwas unterschätzter Volksstärke) werden es die nassen Bienen nicht mehr los. Die Öle scheinen auch nicht zu Verdampfen. Was übrigbleibt, sind dann wirklich "verölte" Bienen im Kasten.

    Sinn des Bienewohl ist, dass es als "Kontaktmittel" unter den Bienen "weiterverschmiert" wird und so offensichtlich die Varroa "verkleben" soll. Das Problem ist m. E. tatsächlich die Dosierung.

    Danke für den Link, schau ich mir gleich an.
    LG
    Kai

  • HImker
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    • 17. Dezember 2007 um 20:12
    • #16

    Dosierung ist ja auch schon wieder so ein Punkt:

    Habe eben den Text zum Link gelesen und die Seiten des Herrn Danny..steht geschrieben:

    3,5% Oxalsäure ca 40 ml mittleres Volk
    etwa 3% Bienenwohl 10 - 15 ml je nach Stärke

    Wie kommt es zu diesen Unterschieden? Liegt das an der "Verkleberei" der Bienen durch die Öle im Bienenwohl, dass mit viel weniger Menge das gleiche erreicht wird?!?

  • Kai
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    • 17. Dezember 2007 um 20:15
    • #17

    Nochmals danke für den oben genannten Artikel.

    Wichtig daraus zum Bienenwohl finde ich folgenden Absatz, den ich aufgrund meiner Erfahrungen mit BIENENWOHL voll bestätigen kann.

    Zitat: "Nicht so gut schnitt das Mischpräparat Bienenwohl ab, das Oxalsäure, Zitronensäure, Alkohol, ätherische Öle und Propolis enthält. Es erreichte zwar bei einer Herbstbehandlung ausreichende Wirksamkeit (bis zu 96%), führte aber zu hohen Bienen- und Völkerverlusten. Weniger gute Ergebnisse in der Milbenabtötung erzielten Mehrfachbehandlungen mit Bienenwohl im Sommer bis in den Spätsommer hinein: Hier lag der Milbentotenfall bei max. 36%."
    Zitatende.

    LG
    Kai

  • Kai
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    • 17. Dezember 2007 um 20:27
    • #18

    Also: ich kann Bienenwohl bei bestem Willen nicht empfehlen... :(

  • HImker
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    • 17. Dezember 2007 um 20:34
    • #19

    Was will´ste machen, wenn dein Imkerpate sagt, das wäre das non plus ultra...in erster Linie glaubt man das ja erstmal... :shock:

    Muß dazu sagen, dass das Im Winter 2006/07 ohne Verluste geklappt hat...Anfängerglück?
    Aber frag mich nächsten April noch mal.... :wink:

    Was hat´s eigentlich mit den "Knabbastreifen" auf sich?
    Unser Imkerladen wollte mir sowas andrehen, aber ich wollt´s nicht haben...

  • bernd
    Gast
    • 17. Dezember 2007 um 20:40
    • #20

    Weil jeder selbst "googeln" kann: Mal "Wirkungsweise Bienenwohl" eingeben und ein wenig suchen. Da gibt es interessante Hinweise, allesamt positiv; bis auf jene, die in deutscher Manier vor Bienenwohl warnen, weil es als Mittel gegen Varroen nicht zugelassen sei, als Pflegemittel für Bienen indessen schon. In D kann man durchaus die Krise bekommen! Ich jedenfalls schon!
    Interessant sind Hinweise, dass das Beträufeln der Bienen mit BW deren gegenseitigen Putztrieb stark auslöse (wodurch auch die Plagegeister entfernt werden), eine Reaktion, welche auch ich feststellte.

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