Hallo liebe Freunde der dunklen Biene,
mich wundert es ein wenig, dass in unserer Bienenlandschaft von carnica, von ligustrica, macedonica, caucasica (Buckfast) u.s.w.
geschrieben wird.Nur so gut wie fast nie von der spanischen Biene. Ohne Zweifel ist es eine nahe Verwandte der mitteleuropäischen dunklen Biene.
In Spanien werden etwa 2,300000 Bienenvölker gehalten, nur 300000 weniger wie in den USA. Deutschland 0,800000.
Dazu überwiegend iberiensis Völker, ein gewaltiges Potential an mellifera Erbgut.
Würde gerne eine Meinung dazu hören.
MiG. Horst
Iberiensis
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Hallo Horst,
vielen Dank für Deine interessante Nachricht. Klar, die Iberische Biene ist höchst interessant; sie ist mit Sicherheit eine nahe Verwandte unserer Dunklen Biene und auf den ersten Blick wohl auch kaum von ihr zu unterscheiden, dabei ursprünglich und robust und fleißig und ... pechschwarz. Aber: sie ist halt nicht unsere Dunkle Biene, sondern "nur" ihre große Schwester.
Ich kenne einen Züchter, der hat mal die Tellbiene (eine nahe Verwandte unserer Mellifera, aber aus Tunesien) in seine M-Bestände eingekreuzt, mit ähnlichen Argumenten. Machbar ist das alles, aber SOLLTEN wir das auch tun?? Nun höre ich schon von Plänen, in die Buckfastbiene erneut die Mellifera einzukreuzen, bzw. auch umgekehrt. Wenn das dem Erhalt unserer Dunklen Biene dient, naja dann meinetwegen. Aber ich glaube, dass der Weg zum Erhalt der alten Europäischen Biene nicht über die Erschaffung von neuen Kunstrassen á la Buckfast o. ä. führt.
Aber wie gesagt, Möglichkeiten derer gibt es viele. Was meinen die anderen?
LG
Kai -
Hallo Kai,
grundsätzlich stimme ich Dir bei und gegen Einkreuzungen habe ich mich auch schon ausgesprochen. Es ist schon schwer genug, in unserem Land die Rasse rein zu halten, wenn überhaupt.
Auch vor unüberlegten Einfuhren der spanischen Biene ist zu warnen. Vielmehr sollten wir uns um entsprechende Ökotypen unserer Region bemühen wenn es diese noch gibt. Für NRW denke ich da an Belgien und Nordfrankreich.
Im übrigen brauchen wir Schutzgebiete und eine breite Imkerschaft ohne kommerzielle Interessen. Streueinweiselungen sind mit Vorsicht zu betrachten und verärgern nur die Nachtbarimker eines Standortes.
Im Sinne der heimischen Biene, Horst
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