So ist es, die feuchte Luft muss raus. Mein Freund, ein Tischlrmeister, der ja an 2 oder 3-fach verglasten Fnstern mit 1 oder2 Gummilippen verdient, warnt immer und sgt: "Wir dämmen uns nochmal zu Tode."
Ich kenne eine Hndwerkerbaugenossenschaft, die war diese eigenen Rechtstreitigkeiten mit den Mietern leid und hat als Reaktion aus allen Fenster die Gummidichtungen entfernt.(Offiziell nicht zulässig.) Egebis seit diesem Zeitpunkt keine Klagen mehr von Mieten.
Wichtig ist es, die Wände gleichmäßig temperatiert zu halten und bei starken Feuchtigkeitsquellen sofort ablüften. Warme Wände geben Wärmestahlung ab und das Wohlgefühl im Raum steigt an, auch bei 2°C niedriger Raumlufttempertur, also weniger Heizleistung und kleiner Temperaturdifferenz nach draußen.
Eine unendliche Geschichte > Informieren, nachdenken und die richtigen Schlüsse ziehen.
MfG
Wolfgang, der Heidjer, der sich mit dieser Thematik seit 1976 (ohne Freude) als ein Vermieter beschäfftigte.
PS.: Jedem recht getan, ist eine Kunst,die niemand kann.
Kalte Wände - isolieren?
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Hallo!
Warme Wände geben Wärmestrahlung ab.
Eine weise Feststellung.
Nur bedarf es dazu auch des Mauerwerkes.
Die Hohlschichten sind belüftet, und der Wind
fegt darin rundum.
Bei mir war das so.
Von innen ein Loch durchgebohrt und ein Strahl
aus der Hohlschicht wie ein Düsentriebwerk.
Hohlschicht mit Schaum ausgefült und Ruhe war.
Warme Innenwände.
Frohe Weinachten.
Fooke -
Moin Kai,
ich hoffe bei deinem Problem hat sich inzwischen etwas zum positiven verändert und du hast wenigstens gute Aussichten das das demnächst so ist.
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Hallo Lindenthaler,
wenn Konrad Fischer unter den Architekten und Bauphysikern derjenige ist der unter den Imkern den Melliferaimkern entspricht, dann suche ich ab sofort nach hellen Bienen!
Ich habe es mir angetan und das ganze Video einmal angesehen und mal ganz im ernst, das einzige wo Herr Fischer Recht hat ist die Tatsache, dass es sehr viele Fehler und Probleme im Bereich energetischer Sanierung gibt. Wenn aber jemand pauschal und ohne Einschränkungen behauptet Wärmedämmung und auch Mehrfachverglasungen hätten keinen Einfluss auf den Energieverbrauch kann man solch einen Menschen einfach nicht ernst nehmen. Bei den Mehrfachverglasungen widerspricht er sich in seinem Vortrag gleich mehrfach. Auf der einen Seite behauptet er eine zweite Glasscheibe hätte keinen Effekt, da nachgewiesen sei, dass ohnehin keine Wärmestrahlung durch Glas hindurchgeht und folglich eine zweite Scheibe gar keine Wirkung hätte. Andererseits behauptet er aber quasi in dem gleichen Satz, dass durch die zweite Scheibe die Wärmeeinstrahlung von außen erheblich behindert wird. Ja was gilt denn nun? Etwas weiter gibt er zu Bedenken, dass es früher weniger Feuchtigkeitsschäden gegeben hat weil das Kondenswasser zuerst an der kalten Fensterscheibe ausgefallen ist. Da das nach seinen Aussagen heute nicht mehr der Fall ist muss die Glasinnenseite doch durch die Verwendung von Mehrfachverglasungen offensichtlich wärmer sein und damit die Mehrfachverglasung ja sehr wohl eine Wirkung haben.
Und das sind nur die offensichtlichsten Beispiele, die meines Erachtens auch jedem einleuchten sollten der in Physik nicht so aufgepasst hat.
Wir haben in den letzten Jahren einen Resthof gekauft und energetisch saniert. Wir haben Dreifachverglasungen, eine Lüftungsanlage, allseitig 25 cm Dämmung aufgebracht und keine Feuchtigkeitsschäden und außerdem ein deutlich besseres Raumklima. Die Heizkosten konnten dadurch von ca. 6 T€ auf jetzt 1T€ reduziert werden. Der einzige Nachteil ist, dasslich, dass wir die ersparten Heizkosten für Zinsen und Tilgung der Baumaßnahmen ausgeben müssen und nicht frei zur Verfügung haben.Kai: Heiko hat deine Fragen schon sehr gut beantwortet. Leider sind Einzelmaßnahme, wie z.B. neue Fenster, häufig mit Folgeproblemen verbunden. Den Schimmel wirst du vermutlich nur mit einer Dämmung von außen in den Griff bekommen. Eventuell kannst du im Bereich der Fußleisten auch einfach die Heizungzuleitungen offen verlegen. Das würde die Wände speziell in diesem Bereich zusätzlich erwärmen und dadurch Kondensat und damit auch den Schimmel verhindern. Energetisch wäre das zwar nicht optimal, aber vermutlich eine praktikable und verhältnismäßig günstige Lösung. Das gibt übrigens ganze Heizungssysteme die nur so arbeiten, anstelle von Heizkörpern. Bei Interesse gib einmal "Fußleistenheizung" in Google ein. Auch in der Raumecke könnte man das so beheben. Aber bitte nicht die Dichtungen aus den Fenstern nehmen.
Grundsätzlich ist eine Ferndiagnose ohne genauere Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten nicht wirklich möglich. Insofern ist deine Entscheidung einen Architekten zu Rate zu ziehen sicherlich richtig. Achte aber bitte darauf, dass er auch Erfahrungen auf diesem Gebiet vorweisen kann. Architekten sind nicht zwangsläufig auch Bauphysiker. Wenn du konkrete Fragen zu den Ausarbeitungen des Architekten haben solltest kannst du mir gerne eine PM schicken, geht natürlich auch über das Forum, sprengt meines Erachtens aber dann den Rahmen. Ich habe in meinem beruflichen Alltag als Bauingenieur zwar selten mit energetischen Sanierungen zu tun, glaube aber ein ganz gutes bauphysikalisches Verständnis zu haben.
Schöne Grüße aus Cuxhaven
Jörg -
Hallo Jörg,
ganz herzlichen Dank für Deine fachlichen Ausführungen.
Die letzten Wintermonate hatte ich Zeit zum Beobachten. Ich habe mir dazu exakte Hygrometer und Thermometer für die bewohnten Räume (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad und Küche) angeschafft. In den ersten dreien hatte ich ja, wie berichtet, in den Ecken der Außenwände leichten Schimmelanflug festgestellt (graue Flecken). Seit der Entfernung derselben und Streichung ist kein Schimmel mehr aufgetreten. M. E. hat dies folgenden Grund:
Ich habe die Temperatur der Wohnräume auf konstant 22 Grad C und ca. 52-55% rel. Luftfeuchte gehalten. Hinzu kommt der entscheidende Faktor: die letzten Wochen waren nicht wirklich kalt, so dass die Außenwände nicht eiskalt wurden.
Man beachte nochmal den Taupunkt (entspr. einer eiskalten Bieflasche im Zimmer), siehe Tabelle in einem der vorigen Beiträge:
Bei 22° C und 53% r. L. liegt dieser bei: 12° Celsius. D. h. wenn die Wand kälter als dieser Wert wird, schlägt sich dort Nässe bei den entspr. Parametern nieder. Hierzu ist es offensichtlich während der letzten Wochen nicht gekommen.
Ich weiß aber nicht, wie es wird, wenn wir mal wieder richtige Wintertemperaturen von -10 oder -20° C bekommen. Da kann die Wand schnell kälter als 12° C werden. Von daher denke ich an eine Innenraumisolierung dieser beiden Wände mit Calziumsilikatplatten ("Klimaplatte"). Eine Außenisolierung kommt wegen des finanziellen Aufwandes nicht in Betracht.
LG
Kai -
Hallo allerseits,
so die Entscheidung ist gefallen. Ich werde die zwei Wände mit der Multipor-Platte (ein Produkt der Firma Ytong) isolieren.
Hier ein interessantes Video:
LG
KaiFilm: Multipor Dämmplatten von Ytong.
[youtube]
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So, hier mein vorläufiger Abschlussbericht zu meinem Thema "Kalte Wände isolieren".

Ich kann sagen: das Projekt ist abgeschlossen, die Wände sind endgültig fertig. Hurrrrra, welch Freude.
Doch der Reihe nach:Wie schon beschrieben, habe ich mich nach längeren intensiven Überlegungen und Studien für das Multipor-System der Firma Ytong entschieden. Bei der Firma "Team" Baumärkte in Kiel bestellte ich die entsprechende Menge Multipor-Platten 60x39x10 cm sowie den erforderlichen Leichtmörtel, Armierungsgewebe und 10 cm breites Isolierband.
Äußerlich ähneln die rein mineralischen Multipor Platten einem Ytong-Stein, sie sind aber viel weicher, brüchiger und lassen sich am besten mit einem ... Küchenmesser schneiden. Fuchsschwanz geht auch wie Butter. Auch die Arbeit mit dem Leichtmörtel hat mir viel Freude bereitet. Das Aufmauern der Platten erfolgte mühelos, auch als Laie ist die Einarbeitungszeit sehr kurz. Heikler ist schon das Verputzen. Wie gelingt es, quarkähnlichen Putz an eine senkrechte Wand zu bekommen, und dies möglichst gleichmäßig? Der Umgang mit dem Abreiber will gekonnt sein, und ich habe viel über Stellung und Andruckkraft gelernt.
Die anschließenden Malerarbeiten waren wiederum sehr einfach: es ist atmungsaktive, diffusionsoffene und alkalische Farbe notwendig. Ich habe mich für die gute Brillux Silikatfarbe mit einem bestimmten (hell beige) Farbton entschieden. Wunderbar. 5 Liter Farbe (50€) reichten für zwei Wände (20 qm) bei weitem aus; es blieb sogar noch Farbe übrig, und das trotz zweimaligen Auftragens! So eine wunderbare Ausbeute habe ich noch nicht erlebt.
Kurzum: Projekt gelungen! Die beiden Wände fühlen sich nun viel wärmer (wie Styropor) an als die anderen Steinwände. Schimmel wird es an diesen beiden Wänden garantiert nicht mehr geben.


Fotos kommen demnächst. Kostenpunkt für 2 Wände (20 qm gesamt) an Material: 1.500,00 €.So, das nächste Projekt heißt: Fußboden (zunächst war angedacht: Klick-Vinyl).
LG
Kai -
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