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GEDB: "Flekkefjord 2014 Impressionen"

  • Kai
  • 5. Mai 2015 um 16:02
  • Kai
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    • 5. Mai 2015 um 16:02
    • #1

    Hallo allerseits,

    auf der Seite: http://www.dunklebienen.de/?page_id=1858

    berichtet die Rüdiger Dix, GEDB, in Wort und schönen Bildern über das Schutzgebiet Flekkefjord, in dem unter der Führung von Nils Drivdal die Dunkle Biene Flekkefjord rein und züchterisch unbearbeitet erhalten wird.

    Ein sehr lesenswerter Bericht finde ich.

    Amüsant finde ich dann am Schluss aber den Kommentar von Thomas Ruppel, Zitat: "... Auch wenn ich niemals eine Königin von dort bestellen würde, weil sie nach Süddeutschland einfach nicht hingehört, ..."

    Da frage ich mich, wie kommt der Autor zu diesem Schluss? Glaubt er, die wenigen Hundert Kilometer zwischen Nord- und Süddeutschland stelle eine genetische Barriere für die Dunkle Biene dar? Nein.

    Gegenargument: auch für Süddeutschland empfehle ich eindeutig die Skandinavische Dunkle Biene. Genetische Untersuchungen der Haplotypen haben gezeigt, dass die Biene aus dem Norden ein und dieselbe Biene ist, die im Süden heimisch war! Wie sollte es auch anders sein. Sämtliche Dunklen Bienen haben sich seit wenigen Tausend Jahren seit dem Ende der Eiszeit vom Süden her ausgebreitet.

    Wir sollten auch mit der Nomenklatur aufpassen: Es gibt keine "Apis mellifera lehzenii" auch keine "Apis mellifera mellifera lehzenii". Die kleinste Einheit ist die Unterart, und die heißt nun mal: Apis mellifera mellifera. Alles weitere ist unseriös und wissenschaftlich nicht haltbar.

    LG
    Kai

    Grafik aus: http://d-maps.com/carte.php?num_car=2246&lang=en
    Copyright: http://d-maps.com
    Lizens: http://d-maps.com/conditions.php?lang=en


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    • 5. Mai 2015 um 17:28
    • #2

    Hallo Kai,

    ich stimme Dir in allen Punkten zu. Grundsätzlich handelt es sich, abgesehen von den genannten Zitaten, wirklich um einen sehr ansprechenden und lesenswerten Bericht.

    Deine These bzw. dein Gegenargument kann ich nur bestätigen. Zum einen war vor der Hybridisierung durch die Carnica in Deutschland, sowie in Skandinavien überwiegend der M4 Haplotyp verbreitet und zum anderen haben wir in Deutschland schlicht keine natürlichen Barrieren, die eine Ausbreitung dieses Haplotypen hätten verhindern können.

    Ich kann da ebenfalls nach wie vor den Standpunkt der GEDB nicht nachvollziehen, denn die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse sagen einfach etwas anderes.

    Beste Grüße, Ole!

  • Ole86
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    • 5. Mai 2015 um 21:47
    • #3

    Nachtrag...

    Zitat

    Zeichnen einer A. m. lehzeni Königin.

    A. m. lehzeni Königin auf der Wabe. Das Schutzgebiet Flekkefjord ist in der glücklichen Lage Wahlzucht zu betreiben. Es ist hier nicht nötig mit Belegstellen zu arbeiten, einfach Königin ziehen, Begattungsvolk bilden, fliegen lassen… den Rest macht Mutter Natur.

    Hier wundert mich auch ein wenig die Wortwahl "lehzeni". Ich hatte in einem anderen Beitrag bereits einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Wort um einen historischen Begriff handelt, der eine vermutlich unvermischte AMM in in der ehemaligen deutschen Heideimkerei beschreibt (vermutlich vom M4 Haplotyp). Mir ist nicht bekannt, dass je eine unvermische Heidebiene in das Schutzgebiet Flekkefjord exportiert wurde und auch nicht, dass diese überhaupt noch unvermischt existiert.

    Offtopic: Selbst auf Wikipedia wird die Sau durchs Dorf getrieben: http://en.wikipedia.org/wiki/European_dark_bee

  • Kai
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    • 6. Mai 2015 um 15:57
    • #4

    Genau! :P Daher meine eindeutige Empfehlung für alle an der Mellifera interessierten Imker:

    Egal, ob Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen oder das Saarland: willst Du reine Dunkle Bienen haben, wähle die anerkannten Linien aus Skandinavien. Dies ist die Urbiene, die auch in Süddeutschland vorkam.

    LG
    Kai

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