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Projekt ROOTS von Josef Koller als sinnvolle Gedanken für die Zucht

  • Beenice
  • 30. September 2020 um 10:56
  • Beenice
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    • 30. September 2020 um 10:56
    • #1

    Unabhängig ob dunkle Biene oder Carnica oder auch bei Buckfast bei den VSH Bemühungen, zwischenzeitlich zeigt sich an vielen Stellen ein Verlust der genetischen Vielfalt.

    In dem Zusammenhang finde ich ROOTS ganz spannend und nachdenkenswert, um einen Beitrag zu leisten, die genetische Vielfalt möglichst breit zu erhalten.

    Selbst bei Standbegattung schneidet man häufig Drohnenbrut weniger guter Völker. Belegstellen und die Selektion auf wenige Zuchtmütter machen vieles immer enger.

    Am Ende des Artikels sind bildliche Darstellungen, die leicht nachvollziehbar sind.

    https://www.josefkoller.de/roots.php

    Beste Grüße

    Manfred

    Einmal editiert, zuletzt von Beenice (30. September 2020 um 12:08)

  • Tillk
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    • 30. September 2020 um 11:35
    • #2

    Ich finde die Idee toll und finde, dass da langfristig kein Weg dran vorbei führt. Ich werde zukünftig überlegen in welcher Form das hier konkret umzusetzen ist.

    Selbstverständlich müssen die Völker regelmäßig kontrolliert werden, damit keine (vermeintliche) Gefahr für andere Bienenvölker ausgeht.

  • Kai
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    • 30. September 2020 um 11:57
    • #3

    Ujjjj, danke für den Link. Die Diskussion kann beginnen..

    Gleich zu Anfang beim Lesen fiel mir auf: der Autor der Seite geht mE von völlig an den Haaren herbeigezogenen Tatsachen aus, die so nicht stimmen:

    • Genetische Vielfalt: diese ist in der deutschen Bienenpopulation heute so groß wie nie zuvor. Von einer genetischen Verarmung kann gar keine Rede sein, sondern vom Gegenteil. Durch Importe aus aller Welt, Züchtung verschiedener Rassen in ein und demselben Gebiet und durch die gängige unkontrollierte Verkreuzung ist "die Biene Deutschlands" so vielfältig wie nie zuvor.
    • Zucht / Zuchtziele: diese ist wie in der gesamten Tier- und Pflanzenzucht nur möglich durch eine strenge Auslese in einer engen Linienzucht. Zufallstreffer, Blender und Heterosiseffekt (bei Kreuzungen) sind nicht zielführend und führen zu keinem genetischen Zuchtfortschritt. Daher ist auch die genaue Kontrolle über die Auswahl der mütterlichen und väterlichen Zuchttiere notwendig.
    • Varroatoleranz: dieses Zuchtziel ist wohl so schwierig wie kaum ein anderes zu erreichen, schon gar nicht von Einzelpersonen oder Zuchtgemeinschaften. Varroatoleranz beruht auf so vielen verschiedenen Einzelzielen, ganz anders als zB Sanftmut oder Schwarmträgheit. Das einfache "Nachzüchten von allen Völkern, die überleben", ergibt keinen Zuchtfortschritt.

    Josel Koller hat schon so viele Sauen durchs Dorf getrieben in den letzten Jahrzehnten. Wir sollten da vorsichtig sein. ;)

    LG

    Kai

  • teewee
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    • 30. September 2020 um 11:59
    • #4

    Problem bei der Umsetzung ist leider für die Imker gegeben, die nur einen Stand haben (aus welchen Gründen auch immer). Eine Kooperation innerhalb eines Vereins wäre natürlich möglich, aber auch hier ist eine ausreichende Distanz oftmals nicht gegeben. Bei uns im Verein überlappen die Flugkreise doch erheblich.

    Das Konzept als solches ist aber sehr interessant.

    Gruß, Thorsten

    .

  • Beenice
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    • 30. September 2020 um 12:00
    • #5

    Ich integriere das auch so gut ich kann in meine Standbegattung. Das Thema genetische Vielfalt können wir gar nicht ernst genug nehmen. Der Artikel vom Freizeitimker aus der Schweiz zeigt dies auch sehr deutlich.

    Es haben ja Imker mit mehreren 100 Völkern oft nur 4 oder 5 Zuchtmütter. Davon wird nachgezogen was geht und auch verkauft.

    Königinnen aus dem Norden werden in den Süden und umgekehrt verschickt. Eine Handvoll Imker beliefern die Belegstellen mit natürlich top Material und die derzeitige VSH Zucht verengt vieles nochmal.

  • Beenice
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    • 30. September 2020 um 12:06
    • #6
    Zitat von Kai

    Ujjjj, danke für den Link. Die Diskussion kann beginnen..

    Gleich zu Anfang beim Lesen fiel mir auf: der Autor der Seite geht mE von völlig an den Haaren herbeigezogenen Tatsachen aus, die so nicht stimmen:

    • Genetische Vielfalt: diese ist in der deutschen Bienenpopulation heute so groß wie nie zuvor. Von einer genetischen Verarmung kann gar keine Rede sein, sondern vom Gegenteil. Durch Importe aus aller Welt, Züchtung verschiedener Rassen in ein und demselben Gebiet und durch die gängige unkontrollierte Verkreuzung ist "die Biene Deutschlands" so vielfältig wie nie zuvor.
    • Zucht / Zuchtziele: diese ist wie in der gesamten Tier- und Pflanzenzucht nur möglich durch eine strenge Auslese in einer engen Linienzucht. Zufallstreffer, Blender und Heterosiseffekt (bei Kreuzungen) sind nicht zielführend und führen zu keinem genetischen Zuchtfortschritt. Daher ist auch die genaue Kontrolle über die Auswahl der mütterlichen und väterlichen Zuchttiere notwendig.
    • Varroatoleranz: dieses Zuchtziel ist wohl so schwierig wie kaum ein anderes zu erreichen, schon gar nicht von Einzelpersonen oder Zuchtgemeinschaften. Varroatoleranz beruht auf so vielen verschiedenen Einzelzielen, ganz anders als zB Sanftmut oder Schwarmträgheit. Das einfache "Nachzüchten von allen Völkern, die überleben", ergibt keinen Zuchtfortschritt.

    Josel Koller hat schon so viele Sauen durchs Dorf getrieben in den letzten Jahrzehnten. Wir sollten da vorsichtig sein. ;)

    LG

    Kai

    Hallo Kai, in weiten Teilen gebe ich Dir auch Recht.

    Die genetiche Vielfalt ist grundsätzlich so groß wie nie. Die Gefahr besteht bei Rassen. Carnica hat zum Teil ein Problem im eigenen engen Pool. Selbst Buckfast die einen offenen Poole haben bekommen die Probleme durch die derzeitige VSH Zucht.

    Zu VSH habe ich noch keine gefestigte Meinung. Ich halte es für wichtig hier aktiv zu werden, ich glaube auch züchterisch kann man viel erreichen, aber vermutlich nicht in der Geschwindigkeit die man möchte oder zu einem Preis, der eigentlich kaum verantwortbar ist. Hier tauchen immer wieder die gleichen Zuchtmütter auf, ob Deutschland oder Niederlande oder Luxemburg etc.

    Von daher sind seine Gedanken schon gut, aber wie Du sagst auch diskussionswürdig.

    LG Manfred

  • beni
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    • 30. September 2020 um 13:00
    • #7

    Das klingt für mich sehr ähnlich wie das was die Basiszüchter (https://basiszuechter.de/) von sich geben, um den Aspekt Varroa ergänzt.

    Bei mir ist die Varroa Situation stark vom Standort abhängig. Die Bienen im Garten haben überwiegend wenig Befall. Die an meinem Stand im Wald sehr viel.

  • Beenice
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    • 30. September 2020 um 13:20
    • #8

    Hast du am Wald stark herumschlampende Nachbarn? Theoretisch ist überall alles möglich, aber gewisse Linien schaffen es schon, den Druck niedrig zu halten.

    Basisimker seh ich mir mal an

  • Beenice
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    • 30. September 2020 um 13:27
    • #9

    Danke fut den Basiszüchter link.

    https://basiszuechter.de/basiszucht/

    Fur mich abdolut logische Herangehensweise.

    Dennoch mocht ichbsuf Belegstellen nicht verzichten, weil manche Linienbeschreibungen einfach einen zusätzlichen Kick und Reiz geben.

    Aber fur fie züchterische Betriebsweise am Stand ist dies eine sinnvolle Art und Weise.

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