Hallo allerseits,
und herzlich Willkommen zum Video "Die Biene - Wildtier oder Zuchtprodukt?"
Bitte hier klicken: https://www.youtube.com/watch?v=MB7gAqTk79A
LG
Kai
Hallo allerseits,
und herzlich Willkommen zum Video "Die Biene - Wildtier oder Zuchtprodukt?"
Bitte hier klicken: https://www.youtube.com/watch?v=MB7gAqTk79A
LG
Kai
Ich habe gerade noch ein Gerichtsurteil gelesen, dass Bienen als Wildtiere einstuft und das die Balkonhaltung von Bienen als durch den Vermieter genehmigungpflichtig erachtet.
Bitte nicht verwechseln mit der Gartenhaltung.
Da ist in meinen Augen auch direkt die Abgrenzung zwischen Wildtier und Nutztier.
Auch können wir unsere Bienen nicht gegen Fressfeinde beschützen. So werden die Schafe durch Hütehunde und Schäfer geschützt. Kaninchen im Stall gehalten und Hühner Abends eingesperrt.
Wir können den Bienen gegen Wespen und Hornissen nur Unterstützung bieten.
Leider dieses Jahr ein starkes Thema.
So bezeichne ich schon manche Kuschelbienenzüchtung als überzüchtet, weil sie hier in der Gegend keine Überlebenschance mehr haben.
So haben meine Bienen vor ca einem Monat noch eine Hornisse vor meinen Augen platt gemacht. Auch wenn ich im Sommer gerne im Shirt und kurzer Hose imker, heisst das noch lange nicht, dass das immer geht. Schon gar nicht tun meine Damen das, was ich will.
Was ein weiterer Punkt für Wildtier ist, ist die Paarung. Bei dem Hasen lass ich den Rammler mit den besten Eigenschaften auf die Häsin mit den besten Eigenschaften.
Bei Bienen ist das etwas problematischer.
Natürlich hat sich die Zucht massiv auf die Bienen ausgewirkt. Nur leben die Bienen mit der Natur. Sie machen aus Zucker halt keinen Honig.
Kaninchen züchten wäre mir zu langweilig.
Deine Grossaufnahmen einzelner Bienen sind immer wieder der Hammer. So gut sehe ich die "live" leider schon lange nicht mehr. Dankeschoen!
Bienen werden selektiert auf Eigenschaften welcher genetisch rezessiv sind. Durch Kreuzung mit einer Linien welcher noch die dominante Allele hat gibt es wieder ein Wildtier.
Man benötigt viele Jahren um ein wilder Dunkle Biene sanftmütig zu züchten, aber 1 Jahr ist genug um ein sanftmütige Dunkle Biene wieder wild zu machen. Außerdem ist ihre Instinkte (Nahrungssuche, Verteidigung von Flugloch, Paarung) immer noch "wild".
So sind Honigbienen wirklich ein Zuchtdier? Teils ja und teils nicht, aber vielleicht hauptsächlich nicht.
Grüßen,
Dylan
Bienen werden selektiert auf Eigenschaften welcher genetisch rezessiv sind. Durch Kreuzung mit einer Linien welcher noch die dominante Allele hat gibt es wieder ein Wildtier.
Die gewünschten Eigenschaften müssen nicht zwangsläufig rezessiv sein. Es kann auch ein Gen wichtig sein, der dominant ist. Da ist die Selektion auf Reinerbigkeit etwas schwerer, weil man nicht sieht, ob die Königin oder Drohnenvolk nicht auch die versteckten (ungewünschten/unterdrückten) rezessiven Gene in sich trägt.
Dazu kommt, dass Eigenschaften selten an einem Gen ausgemacht werden können. Gerade bei der Thematik "Sanftmut" gehe ich von vielen Genen aus - sonst würde es ja auch nur ganz stechlustige und ganz sanftmütige Völker geben und nichts dazwischen. D.h. dass sowohl rezessive und auch dominante Gene wichtig sind.
Du hast recht, Tillk. Die meisten Eigenschaften sind polygenisch. Man muss auch nicht vergessen da es verschiedene Schwestergruppen (Drohnenlinien) in ein Volk gibt. Es ist möglich das 1 Schwestergruppe die Allele für aggressives Charakter hat, aber das das Volk sehr sanftmütig ist da dieses Schwestergruppe ein Minderheit von das Volk repräsentiert. Wann du nachzieht von dieses Volk hast du leider die Chance ein neues Königin zu zuchten von dieses Schwestergruppe und wird das Anteil dieser "aggressive" Allele erhöhen in das neues Volk, unabhängig von der Paarung von die junge Königin. Das macht zucht ein schwieriges Kunst.
Grüßen,
Dylan
Den Unterschied zwischen einer guten Züchtung und einer schlechten erkennt man daher schnell bei der.Standbegatttung.
Bei der schlechten Züchtung verliert der Bienenstamm ziemlich schnell ihre guten Eigenschaften. Daher kommt das Märchen, dass F2 ++ Königinnen nichts taugen.
Generell ist das die Ausrede von diesen Züchtern.
Gute Bienenstämme verlieren, vorausgesetzt der Bienenhalter versteht sein Handwerk, kaum ihre Eigenschaften.
Basiszucht heisst für mich, nur von den besten Völkern zu vermehren und alles was agressiv ist, schwärmt oder schwach ist, von den Ständen zu entfernen.
Dennoch kommt es immer wieder aufgrund der zuvor beschriebenen Genwirkung zu unerwünscten Auswüchsen.
Den Unterschied zwischen einer guten Züchtung und einer schlechten erkennt man daher schnell bei der.Standbegatttung....
Jo, daran erkennt man vor allem die Qualität der Drohnen der Umgebung. ![]()
"Schlechte Zuchten" gibt es in Deutschland heute schon lange nicht mehr. Alle haben ein extrem hohes Niveau in züchterischer Hinsicht erreicht.
"Basiszucht" hat nichts mit Zucht zu tun, denn man hat keinen Einfluss auf die genaue Auswahl und Zurückverfolgung der Zuchttiere. Dies ist aber Voraussetzung einer jeden Zucht, nicht nur bei Bienen (Stammbaum!).
LLG
Kai
#Kai
Nö, da bin ich 100% anderer Meinung.
Jegliche wissentliche Einflussnahme auf die Genetik der Bienen ist für mich Zucht. Anders ist nicht zu erklären, dass es auf der Welt hunderte Rassen an Geflügel, Schwein, Rind und Co gibt.
So sind
Drohnen schneiden
Schwächlinge auflösen
Königinnen abdrücken usw
Standort Wahl
Einflussnahmen auf die Genetik. Somit hatte der Imker immer auch Einfluss auf die Drohnen der Umgebung.
Das dieser Prozess aufgrund der Eigenarten der Bienen lansamer als bei unseren Haustierrassen voranschreitet dürfte klar sein.
Aber ohne diese Basis (Grundlagen) würde die heutige Zucht nicht so weit sein.
Es gab ja weder eine künstliche Besamung noch Belegstellen.
Das letzteres die Zucht in eine andere Ebene katapultiert hat, ist aber auch nicht weg zu diskutieren.
So kann ich immer noch Heute mit den einfachen Methoden der Basiszucht gut bearbeitbare Bienen halten.
Naja, so wie ich das verstehe is die "Basiszucht" ne super Sache wenn alle im Flugkreis mit spielen und jeder das so konsequent durchzieht. Bloß was nützten mir meine Selektionen wenn jeder rings um einfach wild nach Lust und Laune vermehrt und nicht so arg die Völker beurteilen kann oder will. Kenne da einige die von Beurteilung/Zucht etc nicht wirklich plan haben, da sind einige Völker mit Vorsicht zu genießen.
Gruß
Jo, deswegen habe ich gerade einen Standplart aufgelöst. Es gibt tatsächlich auch Imker, die auf Schmerzen stehen. Wir imkern immer noch mit der Natur und nicht dagegen. So bleibt einem das nicht erspart. Das war aber auch mit Standortwahl gemeint. Ich ziehe nicht an Standorten nach, wo es nicht passt. Da bringe ich nur Bienen hin beispielsweise von einem Ablegerstand
Die einfachen Methoden brauchen keine tiefgreifende Kenntnis der Zucht. Das Denken bleibt keinem erspart. Das.kann man sich in solchen Büchern wie Pfefferle oder dem Wochenendimker anlesen. Die Umsetzung bedeuted nun mal arbeit. Wer das nicht will, kann sich die Königinnen beim "Edel"züchter holen. Das meine ich wirklich nicht negativ.
Allerdings sind wirklich gute Bienen auch in Deutschland schwer zu kriegen.
Vieles auch eine Frage der eigenen Ansprüche. Sehr viele hatten noch nie wirklich gute Bienen, die wissen gar nicht was wirklich "gehn könnte"... Gepaart mit eingefahrenen Wissen ala "der Uropa hats schon so gemacht" und dann noch der Geiz sich net mal ne andre Königin kaufen zu wollen. Hauptsache am Stammtisch gescheid daher reden.
Das ergibt leider sehr oft den Typ Landbiene den keiner haben will...
Gruß
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