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  4. Zusetzverfahren

Zusetzen einer Königin über Freiluftkunstschwarm

  • Heiko
  • 18. Juli 2012 um 09:51
  • Heiko
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    • 18. Juli 2012 um 09:51
    • #1

    Hallo,

    unter diesem Thema möchte ich mal von a-z berichten. Ich bin selber sehr gespannt - bekomme diese
    Woche eine dunkle, begattete KÖ. Ich habe lange hin und her überlegt und die entsprechenden Beiträge
    zu verschiedensten Zusetzverfahren gesichtet. Warum also nun der Freiluftkunstschwarm?

    1.) Nur Bienen, die sich auch anschließen wollen, bleiben in der Traube
    2.) "Störenfriede" fliegen zu den Ausgangsvölkern zurück
    3.) Keine der dieses Jahr so "mühsam" zu mir gekommenen Königinnen muss abgedrückt/abgestochen werden - ich hätte auch keine sachliche Veranlassung dazu.
    4.) Dieses Verfahren entspricht meinem Basteltrieb und meiner Beobachtungsfreude am meißten :wink:

    Sicher gibt es viele Aspekte für und wider aber dass sind jetzt mal meine Beweggründe! Gestern also war
    Basteln angesagt. Mangels überhängenden Baum etc. habe ich erstmal ein Dreibein am Stand aufgebaut.
    Über eine mittig oben angeordnete Rolle läuft ein Seil. An diesem hängt eine Federwaage und an dieser wiederum die Aufhanggelegenheit für den Schwarm. Die auch hier schon publizierten Anleitungen aus dem Internet sind da recht anschaulich. Mit dieser Einrichtung kann ich dann die Traube langsam nach oben ziehen. Über eine Klampe läst sich das andere Ende des Seiles dann entsprechend fixieren. Für ein Foto war es gestern Abend nach "Fertigstellung" schon zu dunkel. Hole ich aber heute nach.

    Fortsetzung folgt...

    LG Heiko

  • Kai
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    • 18. Juli 2012 um 11:49
    • #2

    Hallo Heiko,

    ich freue mich schon auf Deine weiteren Erfahrungen. Selber habe ich diese Methode noch nie angewandt, bin daher schon sehr gespannt.

    Aber erstmal drücke ich die Daumen, dass die Königin heil ankommt.

    Ich weiß, es wurde schon über Freiluftkunstschwärme geschrieben, aber in diesem Thread können auch andere natürlich gern ihre Erfahrungen mit Freiluftkunstschwärmen posten. Ich selber kann leider gar nichts zu dem Thema posten; auch soll mein Zusetzverfahren das über dem doppelten Gitterboden sein.

    LG
    Kai

  • Heiko
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    • 18. Juli 2012 um 22:18
    • #3

    Hallo zusammen, kurze Zwischenmeldung.

    Die KÖ ist heil angekommen. Zum Foto bin ich schon wieder nicht gekommen, denn ich mußte mich um
    einen Schwarm kümmern. Der hat sich in der Jahreszeit mächtig vertan - denkt wohl es ist Sommer 8) - hier regnet es seit heut mittag ununterbrochen stark :cry: Hoffe doch sehr auf Wetterbesserung sonst wird es ein "Freischwimmerkunstschwarm."

    LG Heiko

  • Kai
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    • 18. Juli 2012 um 22:27
    • #4

    Hallo Heiko,

    war da tatsächlich doch noch ein Schwarm unterwegs?

    Ja, das Wetter ist wirklich nicht schön, kräftiger Dauerregen. Für einen Freiluftkunstschwarm äußerst ungünstig.

    Hoffen wir, dass es morgen trocken ist, denn auch ich muss meine Königinnen "irgendwie" unterbringen.
    LG
    Kai

  • Heiko
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    • 23. Juli 2012 um 07:27
    • #5
    Zitat von imkerforum-nordbiene

    war da tatsächlich doch noch ein Schwarm unterwegs?

    Ja, das Wetter ist wirklich nicht schön, kräftiger Dauerregen. Für einen Freiluftkunstschwarm äußerst ungünstig.

    Moin, moin,

    ja, hab ihn beim Nachbarn am Dachüberstand gefunden - aber zurück zum Thema:

    Also das mit dem Wetter war wirklich so eine Sache....

    Die Sache funktioniert. Die Beschreibung kann man 1 : 1 umsetzen. Drei "Spendervölker" haben Bienen
    beigesteuert und das erstellte Volk hat keine Schwindsucht :wink: . Der Vorgang ist wirklich sehr
    faszinierend. Ich habe aber die notwendige Zeit unterschätzt und das notwendige Zeitfenster für
    möglichst trockene und windstille Bedingungen!!! Das ist wirlkich das A & O und beim nächsten Mal
    gehe ich zur Not mit den Bienen in die Laube. :evil:

    Was ist passiert? Es ging super los, die Traube sammelte sich und war schon bei ca. 1,5 Kg. Nach ca. der hälfte der Zeit passierte der Supergau. Das Wetter verschlechtere sich und die als Witterungsschutz gedachte Plane am Dreibein riß bei einer starken Böe denselben auf die Seite. Bienen im Gras und Regen im Anmarsch. Da war guter Rat teuer! Dann 1.) Plane runter, 2.) Dreibein neu über den Bienen aufgestellt, 3.)
    Sonnenschirm geholt. Die Szene war wohl filmreif aber abbrechen war nicht. Die Bienen waren schon auf die Traube fixiert und sind nicht mehr weggeflogen.

    Nachdem sich die Traube erneut an dem KÖ-Käfig versammelt hatte, habe ich die ganze Aufhängung direkt in eine Beute gehangen (ohne die Traube wieder aufzulösen) und mich selbst dann "trocken gelegt."

    Am nächsten Morgen habe ich den Käfig rausgefischt, den festen Verschluss ausgebrochen und den Käfig zum "Freifressen" mittels eines Zahnstochers zwischen zwei Rähmchen gehangen. Rähmchen und Futter
    (1:1) rein und nun erstmal in Ruhe lassen und Daumen drücken!

    Im Nachhinein könnt man jetzt sagen: was soll so eine Aktion? Im Normalfall würd ich bei so einem Wetter
    nicht an die Bienen gehn. Es war ein Zwiespalt. Die KÖ war seit dem Versand aus Schweden schon mind.
    3 - 4 Tage im Käfig und das ist ja auch nicht der Idealfall und ein Zustand der nicht zu lange andauern sollte!

    Das war es erstmal..

    LG Heiko

  • Debora
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    • 30. Juli 2012 um 23:47
    • #6

    Lieber Heiko,
    Dein Bericht hat mir super gefallen. So könnte ich es mit Dir interaktiv erleben :lol: .
    Vielen Dank für den Beitrag.
    Schöne grüße
    Debora

    liebe Grüße
    Debora

  • Heiko
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    • 31. Juli 2012 um 23:06
    • #7
    Zitat von דבורה

    Dein Bericht hat mir super gefallen. So könnte ich es mit Dir interaktiv erleben .

    Danke! Das war auch meine Absicht :D

    Also: Die Dame wurde frei gefressen und läuft umher. Erste Brut wird angelegt und Pollen wird eingetragen. :D:D

    Was will man mehr?

    Bautätigkeit! :?

    Die Zusetzung hat zwar (offensichtlich) funktioniert aber der "Neubau" läuft echt schleppend! Ich weiß, es ist jetzt nicht mehr die Zeit für "ordentlich Wabenbau" und nach der Geschichte vielleicht auch etwas viel verlangt. Ich hab einfach Bedenken, dass die das Futter (1:1) nicht verbauen sondern einlagern und so die Kö keinen Platz zum Stiften hat. Was meint ihr?

    LG Heiko

  • elk030
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    • 1. August 2012 um 08:55
    • #8

    Hallo Heiko
    Die nächsten 2 Wochen wirst du eh nichts tun können, ohne die Königin zu gefährden.
    Füttere in Maßen und mache die eigentliche Wintereinfütterung später im Jahr.
    Notfalls kannst du dann immer noch die MW gegen ausgebaute Waben austauschen.
    Entscheidend ist erstmal, daß die Königin sich erstmal etablieren kann. So ist meine Ansicht.
    LG Elk

  • Kai
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    • 1. August 2012 um 12:55
    • #9

    Hallo Heiko,

    ja, der Bautrieb ist jetzt nicht mehr ausgeprägt, aber wenn notwendig, doch vorhanden.

    Ich würde wie Elk in Maßen füttern, aber im Verhältnis 2:1, dann wird besser gebaut.

    LG
    Kai

  • Heiko
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    • 1. August 2012 um 21:51
    • #10

    @Elk&Kai: Danke für eure Hinweise! Ich werde versuchen, meine Schaulust beherrschen :wink: und weiter mäßig (1-2 L Gaben) füttern.

    LG Heiko

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