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Reizthema Wachsmotte

  • Gast-2025-05-13
  • 3. April 2025 um 08:59
  • Freizeitimker
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    2.006
    • 8. April 2025 um 00:54
    • #21
    Zitat von Carlo

    Die Überlegung Naturbau (im Rähmchen) für den Brutraum fußt auf der Überlegung dass Brutwaben schon wegen der schnelleren Plaquebildung kaum länger als 2 Jahre benutzt werden, sie werden schnell dunkel und das wollen die Imker dann spätestens ein schmelzen.

    Sehe ich anders. Dunkel assoziiere ich bei Waben nicht mit schmutzig. Ganz im Gegensatz, alte Waben riechen nach Wachs und Honig, was Bienen lieben. Sie sind auch nicht unhygienisch, da Bienen reinliche Wesen sind. Deshalb verbleiben die Brutwaben bei mir i.d.R. mindestens bis zum jeweiligen Volkstod.

    Etwas anderes ist, wenn Wachmottenlarvengespinste, Schimmel oder Alkohol wahrzunehmen sind (meistens als Ergebnis des Volkstodes), dann sortiere auch ich aus, schließlich soll dort ein Lebensmittel erzeugt werden.

    Zitat von Carlo

    Muss ich befürchten, dass die Bienenhygiene extrem leidet wenn die Honigwaben erst dann aus geschmolzen werden wenn sie sichtbar zum alten Eisen gehören?

    Nein.

    Die Hygiene leidet nicht mal ein bißchen dann, wenn die Waben alt und dunkel, ansonsten aber in Ordnung sind, weil die Bienen sie sauber halten. Die Assoziation dunkel - schmutzig ist anscheinend als Kontrapunkt zu weiß - rein in unserem Gehirn verdrahtet (beide Assoziationen), allerdings manchmal ein Trugschluß.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Gast-2025-05-13
    Gast
    • 8. April 2025 um 07:47
    • #22

    Ich gehe da gerne den Mittelweg und sortiere Waben nur dann aus wenn sie eindeutig und sichtbar alt, unförmig geworden oder stark beschädigt sind. Mit eindeutig alt würde ich eine Wabe bezeichnen wenn kein Licht mehr durch das Wachs scheint, also bis zum mittelbraunen Zustand.

    Denn was viele Imker als Grund für ihre Wabenhygiene angeben - vor allem was die Waben im Lager angeht - die Wachsmotte geht mit Vorliebe in dunklen Waben - genauso wie die Biene auch.

    Im Wabenschrank mit Abschwefeln oder Hochprozentiger Essigsäure kann man die Wachsmotte zwar fernhalten, das nützt bei einmaliger Behandlung im Herbst nicht, man ist zu Wiederholungen etwa alle 2 Monate gezwungen und das ist nicht Jedermanns Sache.

    Wer kann und mag ohne Wabenlager mit sofortigem Einschmelzen immer nur neues Wachsmaterial zu nutzen - das hat sicherlich Vorteile und auch Nachteile.

    Jedenfalls stimmt das Argument dass die Biene gerne auch alte Waben benutzt zu 100% auch.

    Übrigens: Was Naturbau angeht: den finde ich eigentlich nur sinnvoll wenn man den Honig nicht schleudern will. Oder für Waben die nur für Brut vorgesehen sind.

    Aber auch Brutwaben müssen Mal gezogen werden, gedrahtete Waben sind immer die stabilere Lösung.

    Einen Mittelweg dafür kann man vielleicht gehen wenn man eine Rähmchenleiste mittig waagerecht im Rähmchen anbringt, das soll sowohl zum Schleudern als auch beim Ausschneiden von Wabenhonig oder Wachs eine Alternative sein.

    Eine Naturwabe voll Honig im Rähmchen die nur an der Oberleiste angeklebt ist darf man nicht schief halten, das Gewicht kann die Wabe ausbrechen lassen.

  • Freizeitimker
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    2.006
    • 8. April 2025 um 12:55
    • #23
    Zitat von Carlo

    Übrigens: Was Naturbau angeht: den finde ich eigentlich nur sinnvoll wenn man den Honig nicht schleudern will. Oder für Waben die nur für Brut vorgesehen sind.

    Aber auch Brutwaben müssen Mal gezogen werden, gedrahtete Waben sind immer die stabilere Lösung.

    Naturwabenbau und (auch gedrahtete) Rähmchen schließen sich nicht aus, Stichwort Anfangsstreifen. Ist zwar nicht 100% Naturwabenbau, wie in natürlichen Höhlen oder Bienenkörben ohne Angangsstreifen, aber doch ziemlich. Wird eben nur der Wabenverlauf vorgegeben, allermeistens halten sich die Bienen auch daran.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Gast-2025-05-13
    Gast
    • 8. April 2025 um 16:50
    • #24

    Natürlich geht Naturwabenbau mit Verdrahtung auch , wird ja regelmäßig gemacht wenn man nur verdrahtete Rähmchen hat - z.B. für Drohnen oder schlicht wenn mal die Mittelwände ausgegangen sind oder man sparsamer sein möchte.

    Wenn man Naturbau im Rähmchen ohne Draht will weil dann das Schneiden von Wabenhonig oder alten Waben für Wachs leichter geht dann ist das was anderes.

    Dafür und damit solcher Naturbau ohne Verdrahtung stabiler wird (kann man auch schleudern) baue ich in meine Rähmchen inzwischen seit ein paar Jahren eine Leiste horizontal so ein dass die Bienen das in einem oberen und unteren Teil ausbauen.

    Bei mir bisher nur für den Drohnenbau.

    Dann sind es 2 schmale Mittelwandstreifen die dann den Bienen als "Richtschnur" dienen.

    Das hat bisher bei den Drohnenrähmchen sehr gut funktioniert, wird durchgehend komplett aussgebaut und ist so stabil dass ich glatt vorhabe ganz darauf umzusteigen um nach und nach alle gedrahteten Rähmchen um zu bauen.

  • dirk2210
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    • 9. April 2025 um 09:02
    • #25

    Hallo Carlo

    Ich mache das genau so.

    Ein Rähmchen unterteilt.

    Wenn man er dann richtig anstellt hat man in einem Teil Stifte und Maden ,und der andere Teil ist verdeckelt.

    So kann man im Wechsel ausschneiden ,unten verdeckelt - oben verdeckelt usw. usw.

    Aber Carlo. Es brauch es keinen Anfangsstreifen.

    Die Bienen bauen ein leeres Rähmchen ohne Anfangsstreifen und ohne Draht sehr gut aus.

    Dafür ist ja der Leerrahmen bzw. Drohnenrahmen da.

    Gruß Dirk

  • Gast-2025-05-13
    Gast
    • 9. April 2025 um 10:35
    • #26

    Hallo Dirk,

    Du meinst die Bienen bauen auch auf unbehandeltes noch rohe Holzoberfläche so in die Rähmchen?

    Das wäre eine bedeutende Arbeitserleichterung!

    Ich vermute allerdings dass dies nur auf solchen Rähmchen funktioniert die schon einmal bebaut waren weil die Bienen dann bevorzugen würden dass es riecht "wie Zuhause".

    Ob das so - also egal ob mit oder ohne Leitstreifen auch für die normale Brut - und Honigwaben funktioniert möchte ich noch im Experiment herausfinden.

    Einige solcher Rähmchen sind bereits in Brut und Honigraum im Einsatz, Ergebnisse gibt es erst im Spätsommer.

    Jedenfalls hat mich die Verdrahtung schon mehr als einmal als lästig genervt und wenn da eine Querleiste in der Mitte des Rähmchens ist, viel Platz nimmt das nicht weg und falls das beim Schleudern dann auch alles gut geht wäre das für mich DIE Option.

    Zumal doch schon beim Ausschneiden der Waben alles viel glatter läuft.

    Gruss, Carlo

  • dirk2210
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    • 9. April 2025 um 11:55
    • #27

    Hallo Carlo

    Im Mini plus Format werden die Honigwaben ohne Draht und Mittelwände wunderschön

    ausgebaut und gefüllt.

    In meiner Einraumbeute Format Dadant hochkant mit Draht bauen sie die Rahmen aus ,aber nicht immer schön.

    Da kommt es schon mal vor ,dass sie noch eine Wabe an der bestehenden anbauen.

    Brutwabenbei Mini plus muss man aufpassen. Sie sollte man nicht schräg halten, da sie sonst gerne abbrechen.

    Schleuder geht bei drahtlosem Naturbau auch, mit der gebührenden Vorsicht.

    Das sind meine Persönlichen bescheidenen Erfahrungen.

    Ohne wissenschaftlichem Hintergrund.

    Bitte teile deine weiteren Erfahrungen mit allen im Forum.

    Würde mich und bestimmt andere interessieren !

    Gruß Dirk

  • Gast-2025-05-13
    Gast
    • 9. April 2025 um 19:25
    • #28

    Hallo Dirk,

    mit DNM Waben geht es zumindest bei Drohnenrähmchen sehr gut. Ich hatte bevor ich eigene Bienen hatte einem älteren Imker geholfen und der imkerte mit Kuntschrähmchen, die sind weniger breit als DNM und ein wenig tiefer so das auch hier die Mittelleiste sehr gut geht. Bisher mit Drohnen.

    Die DNM Rähmchen nutze ich in 5 Segeberger Maß Beuten, 1x Styrophor und 4 x Holzbeute. Und das auch noch in 3 selbstgezimmerten Beuten mit je 8 Rähmchen alle im 1/1 DNM Maß.

    Weil das das Hochheben etwas leichter wird - so war der Gedanke.

    Da ich die Kuntschrähmchen "geerbt" hatte habe ich auch dafür noch 2 x 1,5 m lange Trogbeuten gebaut bei denen der Trog umgedreht wird und so aus Honigraum der Brutraum wird sobald es ratsam scheint die sehr dunkel gewordenen Waben auszuschneiden.

    Vorher wurden die Kuntschrähmchen in Hinterbehandlungbeuten bee-imkert.


    Das sind eine grosse Menge Rähmchen die nur nach und nach mit Naturbau und Mittelleiste ersetzt werden können, bisher habe ich nur etwa 2 Zargen voll mit solchen Rähmchen.

    Frühestens im Herbst kann ich also Bericht erstatten, was ich sehr gerne mache!

    Gruß, Carl

  • Gast-2025-05-13
    Gast
    • 10. April 2025 um 08:59
    • #29

    Hallo Dirk nochmal:

    Du imkerst mit Dadant Hochformat mit Draht und sagst die Bienen bauen das nicht immer im Naturbau so aus wie Du es Dir wünscht und dass man bei Naturbau diese

    Rähmchen besser nicht zu schräg halten sollte weil sie sich dann verbiegen können.

    Hochformat - dann hat so eine Naturwabe nicht nur das große Dadantmaß, durch die vertikale Länge der Wabe entsteht auch beträchtlicher Hebelarm der so die Wabe umbiegen kann, besonders dann wenn das Wachs etwas wärmer ist als in einer kalten so ausgebauten Leerwabe vom Lager.

    Das ist bei mir auch nicht auf Vorkenntnissen aufgebaut, habe das jetzt erst recherchiert und "umgewälzt".

    Wie Du auch bin ich selber kein emerierter Professor, halte jedoch meine Augen und Ohren offen für das was für uns von der Wissenschaft so alles an interessanten Erkenntnissen rüberkommt.

    Der Praktiker und der Theoretiker liegen sich oft in den Haaren statt dass sie voneinander profitieren. "

    "Bummsköpfe" gibt es in beiden Lagern!!!

    Die Hochkant Dadant Rähmchen würden sich vielleicht bei Dir besonders gut eignen um Stege einzubauen die den Wanbenbau stabilisieren könnten.

    Vielleicht sogar mit 2 Stegen pro Rähmchen denn die Breite bei Hochkant ist relativ kurz, die vertikale Länge hingegen bietet reichlich Raum dafür - anders als bei meinen DNM und Kuntsch Rähmchen.

    Allerdings - wie sich auf das Brutgeschäft der Königin, die ja genau Deine grossflächige Hochkant Dadant Rähmchen als besonders bienenfreundlich empfinden dürfte auswirkt kann ich natürlich nicht vorhersagen.

    Vielleicht machst Du selber ein Experiment mit einem Deiner Rähmchen und teilst dieses mit 2 kurzen horizontal angebrachten Stegen in 3 gleiche Abschnitte auf die dann - hoffentlich - von den Bienen ausgebaut werden.

    Dass ginge auch mit nur einem Steg und dann zwei Abschnitten je Rähmchen aber zumindest was ich an meinen DNM Rähmchen sehe sind diese dort relativ kurzen etwa 10 cm hohen Abschnitte besonders stabil und wenn sie höher wären wie etwa in Deinem Hochdadant Rähmchen dann mit nur einem Quersteg wäre so ein Abschnitt bedeutend höher und könnte - wenn nicht bis zum Boden komplett ausgebaut - immer noch durch Gewicht, Wärme des Wachses und entsprechend noch genug Hebelarm ausbiegen.

    Gruss, Carlo

  • Freizeitimker
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    2.006
    • 10. April 2025 um 10:00
    • #30

    Ich hatte auch schon mal ein Volk, evtl. ohne Anfangsstreifen, weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, eher nicht, in dem die Bienen die Waben schräg anordneten. Rähmchenziehen war unmöglich, und der Grund dafür blieb mir zunächst verborgen. Erst, als das Volk irgendwann verendete und ich mich über dessen Hinterlassenschaften hermachte, kam ich seinem Eigensinn auf die Schliche. Es gibt ja auch keilförmige Oberträger, die Anfangsstreifen entbehrlich machen sollen, aber sich ist das gewiß nicht.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Gast-2025-05-13
    Gast
    • 10. April 2025 um 12:57
    • #31

    Ja ich selber würde ausnahmsweise keine Experimente wagen mit keilförmigen Oberträgern. Dann lieber schmale Mittelwände einlöten was bei mir in einem Aufwasch mit dem Abflammen ausgeschnittener Rähmchen (Wabenhygiene) einhergeht.

    Das Holz ist noch warm, ein sehr dünner Streifen Mittelwand wird auf die Oberleiste gelegt wo der Mittelwandstreifen hinsoll und dann mit dem Campinggas flüssig gemacht so das man den dann sehr gut mit beiden Händen mittig dort fixieren kann.

    Solche "Lötstellen" erkalten relativ fix und nach einigen Malen hat man den Dreh schnell raus, ruhig und zentriert festzuhalten.

    Das wäre jedenfalls schon bedeutend einfacher als Drähte einziehen.

  • Gast-2025-05-13
    Gast
    • 11. April 2025 um 07:32
    • #32

    Das mit dem schmalen Mittelstreifen am Oberträger anlöten - es gibt da sicher auch andere Methoden die ich noch nicht kenne.

    Jedenfalls geht das bei mir ganz flott mit dem Gasbrenner mit dem ein dünner Wachsstreifen auf dem Oberträger flüssig gemacht wird so dass diese Holzfläche heiss und genügend vom flüssigen Wachs benetzt ist.

    Vorbereitete Mittelwandstreifen schön mittig draufsetzen leicht andrücken und so festhalten bis kurz danach der Wachs kalt ist ergibt so eine sehr feste " 🌞 Schweißstelle"

    Ein bisschen Übung gehört dazu, sehr zitterige Hände darf man dabei nicht haben.

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