Die Überlegung Naturbau (im Rähmchen) für den Brutraum fußt auf der Überlegung dass Brutwaben schon wegen der schnelleren Plaquebildung kaum länger als 2 Jahre benutzt werden, sie werden schnell dunkel und das wollen die Imker dann spätestens ein schmelzen.
Sehe ich anders. Dunkel assoziiere ich bei Waben nicht mit schmutzig. Ganz im Gegensatz, alte Waben riechen nach Wachs und Honig, was Bienen lieben. Sie sind auch nicht unhygienisch, da Bienen reinliche Wesen sind. Deshalb verbleiben die Brutwaben bei mir i.d.R. mindestens bis zum jeweiligen Volkstod.
Etwas anderes ist, wenn Wachmottenlarvengespinste, Schimmel oder Alkohol wahrzunehmen sind (meistens als Ergebnis des Volkstodes), dann sortiere auch ich aus, schließlich soll dort ein Lebensmittel erzeugt werden.
Muss ich befürchten, dass die Bienenhygiene extrem leidet wenn die Honigwaben erst dann aus geschmolzen werden wenn sie sichtbar zum alten Eisen gehören?
Nein.
Die Hygiene leidet nicht mal ein bißchen dann, wenn die Waben alt und dunkel, ansonsten aber in Ordnung sind, weil die Bienen sie sauber halten. Die Assoziation dunkel - schmutzig ist anscheinend als Kontrapunkt zu weiß - rein in unserem Gehirn verdrahtet (beide Assoziationen), allerdings manchmal ein Trugschluß.