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Posts by Fanterer

  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • December 15, 2013 at 12:07 PM

    Hallo Michi,

    vielen dank für den Link.
    Ein super Video :D

    Leider sieht man nicht was mit der Varroa passiert, die aus der Zelle flüchtet und anschließend auf eine Biene krabbelt.
    Schade auch das es keine Detailinformationen zu dem Video gibt.
    Es wäre interessant zu wissen welche Rasse das ist und ob sie auf kleinen Zellen sitzen.

    Rein von der Farbe und auch vom Körperbau sehen sie aus wie meine Elgons.


    Viele Grüße
    Stefan

  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • December 13, 2013 at 7:01 PM

    Hallo Michi,

    Quote

    Ich sah schon oft Bienenstände wo x Carnicavölker waren, und vereinzelt gelbe Landbienen. Der Verflug der gelben Landbiene war sehr hoch, man sah in den anderen Carnicavölker auf dem selben Auflager immer wieder gelbe Bienen auf den Waben herum laufen. Es kann natürlich aber auch sein, dass besonders bei Massentrachten hier ein Auge zugedrückt wird. Schwer zu sagen.

    Das deckt sich absolut mit meinen Beobachtungen!
    Carnicas scheinen es nicht so genau zu nehmen mit der Unterscheidung zwischen Stockbienen und Bienen eines fremden Volkes.
    Aber du könntest natürlich recht haben das das auch etwas mit der Trachtlage zu tun hat.
    Mir ist auch aufgefallen das einige abtrünnige Elgons in Carnica Völker eingewandert sind, umgekehrt habe ich aber niemals Carnicas auf den Waben des Elgonvolkes gesehen. :wink:


    Quote

    Ich konnte schon mal bei jemandem ein Elgonvolk beobachten. Ich merkte sofort, dass ihr Flugton höher bzw. etwas anders sich anhört und die Biene an sich etwas graziler und schmäler ist. Vielleicht sind es auch diese Punkte, die ein Elgonwächter besonders aufmerksam macht, wenn mal eine Biene ankommt die sich anders anhört. Da sie ja afrikanisches Blut haben, sollte ja der Wächterinstinkt, wie du auch schreibst, gut entwickelt sein. Hier schließe ich sowieso eine genügsame Annahme von Fremdbienen aus. Wie man im Video sieht, wurde ja die Fremdbiene ganz schön lang untersucht, geputzt usw. Ich denke der Putztrieb ist in diesem Volk sehr hoch was sich wohl bei den Wächterbienen wieder zeigt.


    Ja da hast du recht, das verhalten kann man kaum mit z.B. Carnicas vergleichen.
    Jedoch arbeitet es sich sehr angenehm an dem Volk, Rauch habe ich kaum gebraucht und der Wabensitz ist hervorragend!
    Das verhalten gegenüber Fremdbienen lässt also keine Rückschlüsse auf das Verhalten gegenüber des Imkers zu. :)

    Quote

    Ah ja, ich will dir nicht die Motivation an der Elgonbiene nehmen, doch habe ich leider vor einiger Zeit aus seriöser Quelle erfahren das Österlund kürzlich einen herben Rückschlag (fast Totalverlust) erleben musste :(. Natürlich will ich dir mit der U5 Geschichte mehr Erfolg wünschen!


    Ja das kann leider jeden treffen :cry:
    Ich werde mich ganz sicher auch nicht auf die Elgons begrenzen, dass war und ist nur ein Versuch.
    Ich bin nach wie vor davon überzeugt das nur die dunkle wirklich hier her gehört.
    Aber ich bin niemals abgeneigt mir auch andere Herkünfte näher anzuschauen solange es keine Killerbienen sind! :mrgreen:

    Mal sehen wie viele Völker Weihnachten überleben.
    Meist war es bei mir so, dass die Völker die Weihnachten überlebt haben auch im Frühjahr noch gelebt haben.
    Natürlich sicher ist nichts, ein Futterabriss oder Verlust der Königin kann niemals ausgeschlossen werden.

    Ausfälle wird es immer geben, ich hoffe nur das es keine Totalausfälle sind, denn da lässt natürlich die Motivation enorm nach!
    Völker können ersetzt werden, aber die züchterische Arbeit ist kaum zu ersetzen. :roll:


    Viele Grüße
    Stefan

  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • December 13, 2013 at 4:06 PM

    Hallo Hainlaeufer,

    Quote

    Deine Frage ist eher pauschal zu betrachten, dass kann man so gar nicht beantworten. Jede Honigbiene der Art Apis mellifera gewährt Fremdbienen die sich einbetteln wollen einlass, mit der Vorraussetzung mitgebrachten Honigs oder eben andere wichtige Punkte. Da macht die Biene keinen Unterschied, welcher Unterart nun die Fremdbiene angehört. Hauptsache ein Nutzen entsteht :wink:


    Das was du da schreibst war auch lange Zeit meine Meinung bzw. meine Annahme. :wink:
    Es war mir bisher aber auch nicht möglich Bienen zu erkennen, die in ein Volk (mit Pollen beladen) einmarschiert sind obwohl sie dort nicht dazugehörten.

    Da ich aber in diesem Jahr eine Elgon Königin in einen kleinzelliegen Ableger eingeweiselt habe, kann ich jetzt (da ich ansonsten nur Carnica habe) genau sagen welche Bienen
    (die mit orangen Ringen) zum Elgon Volk gehören. :P


    Hierzu jetzt ein Video, das aber leider nur die Abwehr von fremden Carnica Bienen, nicht aber die von Futter mitbringenden Bienen beweist.
    Habe aber in dieser Richtung zahlreiche Beobachtungen gemacht (muss da nächstes Jahr noch mal mehr Videos machen)
    In jedem Fall kann ich sagen, in dieses Volk kommt eine fremde Biene auch dann nicht rein wenn sie Futter mitbringt!
    Alles was keine orangen Ringe hat wird nicht eingelassen, um nicht zu sagen regelrecht attackiert.

    [youtube]

    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
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    [/youtube]

    Hier auch nochmal die Video Beschreibung:

    Quote

    Dieses Elgon Volk verteidigt sich aktiv gegen rassefremde Carnica Bienen.
    Ich habe dieses Verhalten bei diesem Volk dutzende Male beobachtet.
    Zum Teil wurden fremde Bienen (obwohl sie Pollen dabei hatten) von den Wächterbienen gepackt und und einige Meter vom Stock entfernt abgeworfen.

    Durch den farblichen Unterschied den die Elgon (orange ringe) und die grauen Carnicas aufweisen, lässt sich sehr gut sagen welche Bienen zum Volk gehören.
    An meinem Bienenstand sind bis auf dieses eine Elgon Volk nur Carnica Völker
    aufgestellt.

    Es ist noch anzumerken, dass die Bienen mir gegenüber (Bearbeitung und Fluglochbeobachtung) absolut friedlich sind.
    Bei rassefremden Bienen oder auch Wespen kennen sie aber keine Gnade.

    Leider konnte ich bedeutend spannendere Abwehrszenarien, die ich beobachtet habe
    nicht auf Video bannen.
    Meist hat man die Kamera nicht zur Hand wenn es interessant wird.

    Was das Video nicht mehr zeigt:
    Die Carnica Biene fliegt anscheinend unversehrt davon....

    Display More


    Viele Grüße
    Stefan

  • Bücherskorpione als Varroavertilger

    • Fanterer
    • November 18, 2013 at 7:16 PM

    Hallo Markus,

    Quote

    Sicher wird von ihm die eine oder andere Milbe gefressen aber nicht mehr und nicht weniger.

    Ganz richtig, es ist gefährlich wenn gerade Anfänger auf solche "Versprechungen" hereinfallen, natürlich kann der Bücherskorpion die Milben bestenfalls leicht dezimieren aber niemals ein Volk vor einem zu starken milbenbefall bewahren. :roll:

    Dennoch sollte es jedem zu denken geben das diese Tierchen die wie du richtig angemerkt hast,

    Quote

    früher ein häufig gesehener Gast bei den Bienen


    waren.
    Heute aber kaum noch zu sehen sind! :cry:
    Hier wurde durch den Einsatz von Varroabekämpfungsmitteln (egal welcher Art) das empfindliche Gleichgewicht und die Symbiose in der die Bienen zu anderen Mitbewohnern
    (in bisher schlecht erforschter weise) stehen massiv gestört.
    Ich will nur dann weiter imkern wenn ich das in Zukunft ohne Behandlung machen kann, daran arbeite ich und es wird funktionieren.
    Ist alles eine Zeitfrage... :mrgreen:

    Erster und wichtigster Schritt, eine Biene die hier her gehört und auch hierher passt und da gibt es nur eine, die ursprünglich heimische! :)


    Beste Grüße
    Stefan

  • Bücherskorpione als Varroavertilger

    • Fanterer
    • November 17, 2013 at 9:32 PM

    Hallo,

    es wäre in jedem Fall wünschenswert den klein- und Kleinstlebewesen im Bienenvolk mehr Beachtung zu schenken.
    Aber egal ob Bücherskorpion oder andere Tierchen, solange man nicht gänzlich von einer Varroabehandlung mit Säuren absieht haben diese Nützlinge keine wirkliche Chance.
    Ein einsetzten ist daher sinnlos wenn man nicht gleichzeitig eine behandlungsfreihe Betriebsweise anstrebt. :(

    Wenn man aber ohne den Einsatz von Chemikalien zur Varroabekämpfung imkert, kommen diese Viecher recht schnell wieder und man braucht sich da ganz sicher nicht weiter darum bemühen. :wink:

    Ich war überrascht nach welch kurzer Zeit ich bei den nicht behandelten kleinzelligen Völkern auf der Gemüllunterlage wieder auf Bienenläuse gestoßen bin. :)

    Ein Bücherskorpion ist mir aber leider noch nicht untergekommen.


    Viele Grüße
    Stefan

  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 8, 2013 at 8:29 PM

    Hallo,

    Quote

    Für mich ist es normal das die Rähmchen so angeordnet werden, dachte nicht daran das es für andere neu, oder unbekannt sein könnte.

    Tja, dass ist in der Tat seltsam man sollte doch meinen das derart wichtige Dinge auf jedem Anfängerkurs besprochen werden müssten. :x

    Fehlanzeige (jedenfalls bei meinem vor 6 Jahren) wenn ich die Imker aus meinem Verein fragen würde, traue ich mich wetten das 2/3 noch nie etwas von einer Y - Anordnung gehört haben.

    Was die ungeraden Wabenzahlen betrifft bin ich ganz eurer Meinung.
    Es trifft sich sehr gut, dass ob wohl ich aus Unwissenheit 10ner Magazine gekauft habe, jetzt bei einem Rähmchenabstand von 32mm (es sollten eigentlich 33mm sein, dass wird durch Propolis Anhaftungen an den Hoffmanseitenteilen erreicht) 11 Rähmchen + einen dünnen Trennschied von etwa 15mm Stärke in den Kästen unterbringe.
    Wenn ich den Trennschied ziehe kann ich die Rähmchen rutschen und vermeide das einquetschen von Bienen, besser könnten die Abmessungen nicht passen :mrgreen:

    Wie sieht es eigendlich im Freibau aus?
    Welcher Abstand Waben Mitte zu Waben Mitte wird da von den Bienen gebaut?
    Hat von euch da schon mal jemand nachgemessen?


    Beste Grüße
    Stefan

  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 7, 2013 at 5:28 PM

    Hallo Johannes,

    Quote

    Hallo miteinander

    Sorry, aber das mit dem Y hab ich noch nicht geschnallt :?

    LG Johannes


    Ich habe auch etwas gebraucht bis es bei mir "Osram" :idea: gemacht hat. :D

    Am besten du nimmst dir eine nicht zu helle Wabe oder Mittelwand.
    Hältst Diese gegen das Licht und schaust dir den Zellengrund an.

    [attachment=0]IMGA0482.jpg[/attachment]

    Entweder erkennst du das (wie ich es auf meinem Bild dargestellt habe) Y richtig herum oder wenn du die Wabe bzw. Mittelwand auf die andere Seite drehst, dass Y auf dem Kopf.
    Nochmal um Missverständnisse auszuschließen:
    Wir drehen die Wabe oder Mittelwand nicht Vertikal sondern von links nach rechts. :lol: Der Oberträger bleibt OBEN

    Bei einem Magazin für 10 Rähmchen, sind von der Mitte aus gesehen immer fünf Rähmchen mit dem Y aufrecht nach links und fünf mit dem Y aufrecht nach rechts.
    Wenn das Magazin eine ungerade Zahl an Rähmchen aufnimmt muss man eben auf einer Seite ein Y aufrecht mehr nach links oder eben rechts anordnen.

    Auch bei Naturbau sollte man die Waben nach dem Ziehen wieder Y-Richtig Anordnen:
    Natürlich kann man im Naturbau nicht davon ausgehen das die Bienen immer die Y von der Mitte des Kastens nach außen bauen.
    Ausschlaggebend ist vielmehr wo sie die erste Wabe errichtet haben. Diese erste Naturbauwabe ist einmalig und kann durch eine Mittelwand nicht nachgestellt werden,
    denn es zeigen bei dieser sogenannten "zentralwabe" die Y auf beiden Seiten nach unten.
    Ein Kurzer Blick durch die Waben gegen das Licht genügt und ich kann eine kleine Markierung setzten, ist wirklich easy. :)

    Bei Unklarheiten gerne weiter fragen :wink:


    PS. wie soll man jemals zu resistenten Bienen kommen (egal ob durch Züchtung oder "mechanische" Maßnahmen) wenn grundlegende Dinge außer acht gelassen werden.
    Die wahrscheinlich wichtiger für die Bienen sind als bislang angenommen? Sie Bauen das ja nicht aus Spaß in dieser Anordnung.
    Ein sehr treffendes Zitat von Stephan:

    Quote

    Wenn sie dir das Bett an die Decke hängen, verläßt du auch das Haus, oder nicht?

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  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 6, 2013 at 5:41 PM

    Hallo Leute,

    Quote

    Nachdem was du an Infos offenbart hast, arbeitest du offensichtlich strikt nach Stephan Braun

    Das ist richtig, ich bin was die Sache mit den Kleinen Zellen angeht und dem ganzen Konzept drumherum, der selbe Hardliner wie Stephan und wenn es Probleme gibt ist er für mich der erste Ansprechpartner. Ohne Unterstützung von Leuten die das schon durchgemacht haben, ist es wie wenn man das Rad neu erfinden will. :D

    Quote

    Daher muss ich auch der Annahme sein, dass du 32mm Wabenabstand hast und die Y-Anordnung der Waben auch dementsprechend machst?

    Auch das ist richtig, du kannst auf dem ersten Bild im oberen Beitrag sehen, dass ich sogar die Kunststoffwaben Y-Richtig angeordnet habe.
    Die Striche auf den Oberträgern zeigen mir wo das Y richtig herum steht.
    Ich bin der Meinung das die Y- Anordnung etwas ist, dass jeder machen kann und sollte auch wenn er nicht vorhat mit den kleinen Zellen zu arbeiten.
    Denn der Naturbau den Bienenvölker errichten zeigt nun mal genau diese Unordnung daher kann es nur richtig sein.
    Wenn man die Striche gleich beim Einlöten der Mittelwände auf die Oberträger macht es es auch kaum ein Mehraufwand. :)

    Hier ein Bild, viele wissen nicht was man unter dem Y versteht


    [attachment=1]IMGA0482.jpg[/attachment]

    Ein kleiner farbiger Strich zeigt mir immer wie ich die Wabe wieder ins Volk zurückhängen muss (von der Mitte weg gehen die Striche und damit die Y immer nach außen)


    [attachment=0]Oberträger mit Kennzeichnung.jpg[/attachment]


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    Hast du auch das Gefühl bekommen, dass die Bienen dann irgendwie... wesentlich "gelassener" und ungeheuer friedlich wurden?

    Meine Bienen waren immer schon sehr brav und ich habe nie viel Rauch benutzt.
    Was aber den Wabensitz betrifft scheinen sie tatsächlich deutlich ausgeglichener geworden zu sein.

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    Ich messte auch die Zellen und ich hatte oft 4,9mm gemessen. Mein Foto zeigt es deutlich.

    Super Sache :) , dass macht einem Hoffnung und es zeigt das über die Jahre mit den großen Zellen, die Fähigkeit die Brutzellen klein zu bauen doch nicht ganz verloren bzw. wieder erlernbar ist.

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    Ich hatte mir erst Sorgen gemacht, aber jetzt weiß ich, dass es ein gutes Zeichen ist.
    Danke dir! :)

    Hallo Johannes,
    dem was Hainlaeufer geschrieben hat kann ich nur zustimmen solche Völker merken und davon nachziehen (natürlich nur wenn das nicht erst kurz vorm Zusammenbruch auftritt) das was wir erreichen wollen zeigen manche Völker schon (zumindest im Ansatz) das ist eine gute Ausgangsbasis! :)

    Quote

    Fanterer, woher beziehst du jetzt eigentlich deine 4,9er MW?

    Ich bin im Besitz einer Mittelwandgießform von Graze, diese habe ich mir mit schwedischen Mittelwänden auf das kleine Zellenmaß umbauen lassen.
    Die Mittelwände die ich damit gieße haben ein Zellenmaß von 4,85mm das ist für den Anfang noch etwas zu klein, aber perfekt wenn die Bienen erst mal mit 4,9mm gut klar kommen.
    Ich mache mit diesen Mittelwänden immer wieder stichpunktartig Versuche aber es scheint noch zu früh zu sein um sie verwenden zu können.

    Ich verwende im Moment Mittelwände von: http://www.biredskapsfabriken.se/en/index.php
    Ich würde sehr gerne die einheimische Wirtschaft unterstützen, aber in der Hinsicht scheinen die deutschen Mittelwandhersteller stark hinterher zu sein! :evil:
    Wie erwähnt können wir die Mittelwände von Muhr vergessen, die habe ich bestellt und vermessen, was für ein Reinfall..... :roll:

    Beste Grüße
    Stefan

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  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 5, 2013 at 10:33 PM

    Hallo Johannes,

    Quote

    Was bedeuten die geöffneten Zellen auf dem letzten Bild?
    Ich habe das auch ab und an bei einzelnen Völkern.

    Wenn die Bienen den Zellendeckel von verdeckelter Brut beißen ist das ein Zeichen dafür,
    dass sie bemerkt haben das in der Zelle etwas nicht in Ordnung ist.
    Das kann eine Varroamilbe sein, es kann aber auch bedeuten das die Puppe abgestorben oder geschädigt ist.

    Bei den kleinzelligen Völkern ist durch die Tatsache, dass auf der selben Fläche viel mehr Bienen sind, das Putzverhalten (Hygienischesverhalten)
    viel Stärker ausgeprägt, d.h. es sind mehr Bienen da die diese ansonsten eher vernachlässigte Aufgabe übernehmen.
    Zur Erinnerung, mehr Zelle auf der selben Fläche und es passt meist auch eine Wabe mehr in den Kasten durch den auf 32mm verringerten Wabenabstand,
    es wird im Brutnest dadurch wärmer und die Brut schlüpft ca. 1-2 Tage eher (Der Varroa wird die Zeit zur Vermehrung knapp :lol: )
    Dazu kommt noch das Bienen die bei einer leicht erhöhten Temperatur erbrütet worden sind, eine längere Lebenserwartung haben. (Da besteht noch Forschungsbedarf)

    Auch bei großzelligen Völkern kann man das beobachten, jedoch entfernen diese die Milben meist nicht effektiv genug bzw. fangen erst damit an wenn es schon fast zu spät ist.

    Wenn die Biene den Zellendeckel abgenagt hat, gibt es zwei Möglichkeiten:
    1. Die Milbe sitzt auf dem Kopf der Puppe, dann wird sie entfernt und diese Biene wird ganz normal schlüpfen.
    2. Die Milbe sitzt unter der Puppe, in diesem Fall wird die ganze Puppe von den Bienen ausgefressen.

    Mann kann also sagen das diese Beobachtung etwas positives ist, denn es zeigt das die Bienen aktiv gegen die Varroa vorgehen. :)


    Viele Grüße
    Stefan

  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 5, 2013 at 7:49 PM

    Aber es gibt zum Glück auch erste Erfolge (sonst würde ich wohl etwas demotiviert werden :wink: )
    Eine hervorragend ausgebaute Wabe und ein Volk das es wirklich drauf hat!


    [attachment=0]gut gebaute Wabe.jpg[/attachment]

    Da wo auf dem Bild die Pfeile sind sieht man geöffnete Zellen (leider kann ich nur sehr stark komprimierte Bilder einstellen)


    [attachment=1]geöffnete Zellen.jpg[/attachment]


    Beste Grüße
    Stefan

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  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 5, 2013 at 7:47 PM

    Hallo zusammen,

    Quote

    Hallo Philipp,

    aber auch in der Medizin gilt:
    "Wer heilt, hat Recht."

    Denn egal wie oft die Wirkung der Alternativmedizin in Studien widerlegt wurde, es gibt dennoch einen Markt dafür.
    Und genügend Praktiker haben damit Erfolg! :P


    Ich würde also diesen Ansatz in der Bienenhaltung nicht von vornherein abblocken nur weil vielleicht 100 Leute mit mehr oder weniger praktischer Erfahrung sagen, dass es Blödsinn ist.

    In diesem Sinne einen schönen Abend! :)

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    Sehr richtig :D

    Man kann gerade auch über die Alternativmedizin sagen was man will (Diskussionen führen meist zu nichts).
    Tatsache ist, ein Mensch kann sich eine Wirkung auch einbilden (Placeboeffekt).
    Ein Tier bildet sich nichts ein und der Imker bildet sich auch nicht ein das seine Völker ohne Behandlung überleben oder eben nicht.

    An dieser Stelle mal ein paar Fotos, davon habe ich einige, jede Durchschau meiner kleinzelligen Völker wird mit Bild und Text dokumentiert und somit kann man am Ende auch zusammenhänge besser erkennen.
    Nichts ist so wichtig wie Dokumentation gerade um später etwas in der Hand zu haben mit dem man entweder andere Imker überzeugen (das will ich im Moment noch nicht)
    oder sie davor warnen kann.
    Aber ohne ein (bereits vorgegebenes) Konzept bis ins Detail korrekt (und damit meine ich auch echte 4,9mm Mittelwände und keinen Schrott der auf jeder Zellenseite ein anderes Maß hat) auszuprobieren kann niemand jemals eine Aussage über Sinn und oder Unsinn treffen. Schade das es dazu immer wieder kommt :cry:


    Hier sieht man ein Volk von oben, dass zur Umstellung auf Kunststoffwaben sitzt.
    Solange keine Bienen der großzelligen Generation mehr übrig sind.


    [attachment=4]Volk umstellung.jpg[/attachment]

    Eine Kunststoffwabe mit verdeckelter Brut, wenn die Kunststoffwaben ein paar Monate im Volk waren sehen sie auf den ersten Blick gar nicht mehr nach Kunststoff aus.
    Die Bienen überziehen alles mit Wachs und Propolis. (Nochmal, diese Warben dienen nur zur Umstellung und sind natürlich kein Dauerzustand, aber ohne diese Waben dauert es Jahre bis man Bienen hat die wirklich 4,9mm Zellen bauen können, die Umstellung über das Zwischenmaß 5,1 ist möglich aber ungleich aufwändiger!)


    [attachment=3]Kunststoffwabe mit Brut.jpg[/attachment]

    Wenn gerade viel Tracht herrscht oder die Bienen genetisch absolut ungeeignet sind helfen auch die aus Kunststoffwaben geschlüpften Bienen nix.
    Solche Mittelwände kann man sofort wieder dem Wachskreislauf zuführen. :mrgreen:
    Unten links im Bild sieht man die Drohnenecke, Die Mittelwände wird so zugeschnitten und eingelötet das sie nirgends am Rähmchen ansteht.
    Die Biene sollen selbst entscheiden wo sie Durchgänge haben wollen, auch sollen sie wieder Drohnenbrut anlegen dafür dient die ausgeschnittene Ecke.
    Drohen werden in der Wichtigkeit ein Volk gesund zu halten stark unterschätzt! Drohnenbrut wird auch nicht ausgeschnitten!!!!


    [attachment=2]Mittelwand vermurkst.jpg[/attachment]


    [attachment=1]Stifte in vermurkster Mittelwand.jpg[/attachment]

    So sieht es dann aus wenn eine Brutwabe zu spät als vermurkst erkannt worden ist.
    Diese Brut darf man auf gar keinen Fall schlüpfen lassen, da man sonst wieder große Bienen im Volk hat und damit wieder ganz am Anfang steht :!:


    [attachment=0]Wabe fehlbau.jpg[/attachment]

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  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 4, 2013 at 10:08 PM
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    Hallo,

    mich wundert jetzt, dass der Kai das noch nicht kommentiert.

    Es ist doch erwiesen, dass kleine Zellen nix bringen.

    Viele Grüße aus Oberbayern
    Philipp


    Hm, meine Bienen scheinen davon nichts zu wissen denn bei ihnen und zahlreichen anderen Imkern funktioniert es :lol:

    Ich möchte hier ganz sicher nicht in eine unsachliche Diskussion hinein rutschen, um wirklich zu verstehen wie sich ein Bienenvolk auf kleinen Zellen verändert,
    muss man es selbst ausprobiert haben (und zwar richtig). :)


    Interessieren würde mich aber schon wer das angeblich bewiesen hat??? :?:

  • Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

    • Fanterer
    • November 4, 2013 at 7:50 PM

    Hallo Leute,
    jetzt wo ihr dieses Thema angeschnitten habt sehe ich mich fast dazu gezwungen mich zu outen. :)

    Habe mit der Thematik kleine Zellen letztes Jahr angefangen.

    Das heißt, ich habe einen Ableger mit Kunststoffwaben auf kleine Zellen umgestellt.

    Aber warum noch mal alles Schreiben wenn ich mich auch selber aus einem Anderen Forum Zitieren kann?!

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    Hallo zusammen,

    Ich habe 2007 mit drei Völkern und einem kleinen umgebauen Hühnerhaus mit der Imkerei begonnen.
    Nachdem mir gleich im ersten Winter und aller (AS) Behandlungen zum Trotz alle drei Völker eingegangen sind,
    war mit klar, dass man sich wohl doch ein wenig intensiver als (in meiner Anfänger Leichtsinnigkeit) angenommen mit den
    Milben auseinandersetzen muss. :roll:

    Im zweiten Jahr lief es entgegen meiner mittlerweile nicht mehr ganz so optimistischen Einschätzung aber schon deutlich besser.
    Wie es mir von meinen Imkerkollegen geraten worden war, habe ich nicht zwei, sondern gleich vier AS-Schwammtuch Anwendungen im Abstand von je einer Woche gemacht.

    Zwar war ich etwas skeptisch, dass gerade bei höheren Außentemperaturen schon mal einige tote Jungbienen noch draußen geschleppt wurden, aber nach einem Anruf bei meinem "Imkerlehrer" war ich beruhigt, "alles im normalen unkritischen Bereich". :wink:

    Im dritten Jahr machte ich dann einen Glücksgriff.
    Auf der Suche nach einem zweiten Standplatz kam ich auf ein leerstehendes Bienenhaus für 24 Völker.
    Ich konnte mit der Besitzerin den günstigen Mitpreis von einem Eimer Honig im Jahr aushandeln.

    Wie ich feststellte kamen meine Bienen jetzt bereits mit nur einer AS Behandlung am neuen Standort aus.
    Winterverluste gab es nur wenn Völker Weisellos waren.
    Die Frage warum ich mit so wenigen Behandelung auskam während meine Imkerkollegen (Luftlinie alle um die 3 bis 4 Km entfernt) teils gravierende Verluste hatten, beantwortete sich von selbst, als sich herausstellte das Einige immer noch auf Perizin und Bayvarrol setzten und wohl bereits Resistenzen auftraten.

    Jetzt da ich mich auch schon einige Zeit mit den kleinen Zellen auseinandergesetzt habe, wird mir langsam klar wie günstig der Standort meines gemieteten Bienenhauses ist.
    Zwar sind die Honigerträge unterdurchschnittlich aber zumindest bleibe ich größtenteils von der reinvasion meiner Mitimker verschont.

    Ich habe mir 2012 von Rovergarden 10 Kunststoffwaben bestellt und einen ersten Ableger gemacht.
    Zwar hat die Königin zwei Wochen gebraucht bis sie wieder in Eiablage gegangen ist, aber nach dem erst mal ein wenig Brut vorhanden war ging es wie von selbst.
    Dieses Volk steht bei mir direkt am Haus und nicht bei den anderen Völkern.
    Ich habe leider nicht mehr die Möglichkeit gehabt dem Volk noch kleine Mittelwände zu geben, es war schon zu spät im Jahr, dennoch haben sie den Winter ganz gut überstanden.
    Ich habe weder behandelt noch sonst irgendwas gemacht, aber bis haute leben sie und tragen auch fleißig Pollen ein und das obwohl bereits im Spätsommer verkrüppelte Bienen raus geschleppt wurden.

    Ich habe das schon bei meinen normalen Völkern gesehen und meistens lebten diese dann keinen Monat mehr. :cry:


    Dieses Jahr werde ich bis auf 10 normal große Völker alle verkaufen und die 10 vom Bienenhaus an einen 6 km entfernten Stand fahren.
    Das günstig gelegene Bienenhaus werde ich zum bilden von Ablegern (kleinzellig) verwenden.

    Soweit mein Plan für dieses Jahr, bin gespannt wie sich das weiter entwickelt! :D


    Beste Grüße
    Stefan

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    Es hat sich weiterentwickelt, jedoch lief nicht immer alles nach Plan konkret habe ich 6 von 22 Völkern auf kleinen Zellen eingwintert.
    Von diesen 6 Völkern sind bereits 2 beinahe vollständig auf 4,9mm Mittelwänden aus Schweden (die deutschen vom Muhr sind nicht zu gebrauchen) etabliert.
    Die anderen 4 Völker sitzen noch vollständig auf Kunststoffwaben (gut ist das nicht aber es geht zumindest einige Zeit lang) diese werden im kommenden Frühjahr umgestellt.

    Ich Möchte gleich betonen das ich keines dieser 6 Völker bis jetzt behandelt habe, dass ist bei einem Milbenfall von 0,25 Milben am Tag auch nicht nötig.
    Bei meinen Anderen Völkern hab ich Milbenfälle von 6-8 Milben pro Tag gehabt und musste das ganze Behandlungsprogramm durchziehen.

    Das hygienische Verhalten könnte ich bereits beobachten, es ist keine Einbildung oder Illusion das diese Betriebsweise funktioniert.
    Man muss es aber wenn man es macht, richtig machen und darf keine wichtigen Details vergessen!

    Wabenabstand, Richiges Zellenmaß (4,9mm nach allen Richtungen der Zelle), möglichst ein Standort der drei (besser mehr) km weit weg ist von Anderen Imkern.
    Auch die Genetischen Voraussetzugen sind nicht ausser acht zu lassen, meine Carnicas konnten die kleinen Zellen selbst nach Umstellung mit Kunststoffwaben nicht vernünftig ausbauen. Mittlerweile habe ich aber Völker die auch genetisch dazu in der Lage sind (das wird immer vergessen).
    Wenn ich schon eine behandlungfreihe Imkerei aufbauen will, dann liegt es nahe das mit der ursprünglichen Biene zu machen.
    Sicherlich ist Auslese nötig und nicht jede dunkle Biene wird mit kleinen Zellen klarkommen, Tatsache ist das man jede Biene darauf auslesen kann.

    Und zum Schluss noch der Hinweis:
    Bei guter Tracht bauen die wenigsten Bienen (selbst die gut angepassten) kleine Zellen man darf die Mittelwände nur geben wenn gerade kaum Tracht herrscht.
    Honigzellen sind nun mal größer als Brutzellen. Wenn die Umstellung komplett abgeschlossen ist und ich mir 100% sicher bin das die Bienen bei den kleinen Zellen bleiben,
    werde ich auf Naturbau setzten, aber das kann noch ein paar jahre (5-10) dauern.


    Ich habe sehr viele Fotos zu dem Thema und werde demnächst mal ein paar einstellen. :P


    Beste Grüße
    Stefan

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