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Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

  • Gast4
  • November 3, 2013 at 12:30 AM
  • Fanterer
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    • November 5, 2013 at 7:49 PM
    • #21

    Aber es gibt zum Glück auch erste Erfolge (sonst würde ich wohl etwas demotiviert werden :wink: )
    Eine hervorragend ausgebaute Wabe und ein Volk das es wirklich drauf hat!


    [attachment=0]gut gebaute Wabe.jpg[/attachment]

    Da wo auf dem Bild die Pfeile sind sieht man geöffnete Zellen (leider kann ich nur sehr stark komprimierte Bilder einstellen)


    [attachment=1]geöffnete Zellen.jpg[/attachment]


    Beste Grüße
    Stefan

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  • Johannes
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    • November 5, 2013 at 8:38 PM
    • #22

    Hallo Stefan,

    tolle Dokumentation! :)


    Was bedeuten die geöffneten Zellen auf dem letzten Bild?
    Ich habe das auch ab und an bei einzelnen Völkern.

    Hier ein kleines Bild von mir. (große Zellen)

    LG Johannes


    [attachment=0]L1020137 - Kopie (2) - Kopie.JPG[/attachment]

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    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Fanterer
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    • November 5, 2013 at 10:33 PM
    • #23

    Hallo Johannes,

    Quote

    Was bedeuten die geöffneten Zellen auf dem letzten Bild?
    Ich habe das auch ab und an bei einzelnen Völkern.

    Wenn die Bienen den Zellendeckel von verdeckelter Brut beißen ist das ein Zeichen dafür,
    dass sie bemerkt haben das in der Zelle etwas nicht in Ordnung ist.
    Das kann eine Varroamilbe sein, es kann aber auch bedeuten das die Puppe abgestorben oder geschädigt ist.

    Bei den kleinzelligen Völkern ist durch die Tatsache, dass auf der selben Fläche viel mehr Bienen sind, das Putzverhalten (Hygienischesverhalten)
    viel Stärker ausgeprägt, d.h. es sind mehr Bienen da die diese ansonsten eher vernachlässigte Aufgabe übernehmen.
    Zur Erinnerung, mehr Zelle auf der selben Fläche und es passt meist auch eine Wabe mehr in den Kasten durch den auf 32mm verringerten Wabenabstand,
    es wird im Brutnest dadurch wärmer und die Brut schlüpft ca. 1-2 Tage eher (Der Varroa wird die Zeit zur Vermehrung knapp :lol: )
    Dazu kommt noch das Bienen die bei einer leicht erhöhten Temperatur erbrütet worden sind, eine längere Lebenserwartung haben. (Da besteht noch Forschungsbedarf)

    Auch bei großzelligen Völkern kann man das beobachten, jedoch entfernen diese die Milben meist nicht effektiv genug bzw. fangen erst damit an wenn es schon fast zu spät ist.

    Wenn die Biene den Zellendeckel abgenagt hat, gibt es zwei Möglichkeiten:
    1. Die Milbe sitzt auf dem Kopf der Puppe, dann wird sie entfernt und diese Biene wird ganz normal schlüpfen.
    2. Die Milbe sitzt unter der Puppe, in diesem Fall wird die ganze Puppe von den Bienen ausgefressen.

    Mann kann also sagen das diese Beobachtung etwas positives ist, denn es zeigt das die Bienen aktiv gegen die Varroa vorgehen. :)


    Viele Grüße
    Stefan

  • Gast4
    Guest
    • November 5, 2013 at 10:51 PM
    • #24

    Hallo Fanterer,
    schöner Beitrag.
    Deine Erfahrung deckt sich mit der anderer Imker die ihre Arbeit ins Netz stellen.

  • Hainlaeufer
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    • November 5, 2013 at 11:58 PM
    • #25

    Danke Fanterer für die vielen Beiträge und vor allem Fotos!
    Nachdem was du an Infos offenbart hast, arbeitest du offensichtlich strikt nach Stephan Braun (oder wie hieß dieser Imker?) oder? Daher muss ich auch der Annahme sein, dass du 32mm Wabenabstand hast und die Y-Anordnung der Waben auch dementsprechend machst? Hast du auch das Gefühl bekommen, dass die Bienen dann irgendwie... wesentlich "gelassener" und ungeheuer friedlich wurden?

    Ich hatte ja schon die Möglichkeit mit einem 4,9er Volk zu arbeiten. Abgesehen davon das es regnete und eigentlich kaum Bienenflug war, und ein Eingriff gemacht werden musste, konnte ich ohne jeglichen Schutz, nur bisschen Rauch ab und zu, ordentlich dran arbeiten. Es gab nicht ein einziges Anzeichen für Unruhe oder aggressives Verhalten...

    Ich habe jetzt meine Bienen seit knapp zwei Jahren auf Naturbau, mit 32mm Wabenabstand. Letzten Winter hatte ich von einigen Völkern nur zwei Winterverluste, wo ich eigentlich auf Varroaschaden tippte (die hatten aber auch offensichtlich eine Genetik die sie zum Durchbrüten bewegte und wohl daher zu einer kritischen Situation kam). Ich nutzte die Chance und sah mir da die Waben genauer an. Ich messte auch die Zellen und ich hatte oft 4,9mm gemessen. Mein Foto zeigt es deutlich.

    [attachment=0]kleine Zellen.jpg[/attachment]
    LG

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  • Johannes
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    • November 6, 2013 at 5:14 AM
    • #26

    Hallo Stefan,

    danke für die tolle Erklärung!

    Also bei der nächsten Kontrolle, die ich an dem Volk mit dem Foto vorgenommen hatte, waren die besagten Zellen tatsächlich ausgeräumt.

    Ich hatte mir erst Sorgen gemacht, aber jetzt weiß ich, dass es ein gutes Zeichen ist.
    Danke dir! :)

    LG Johannes

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  • Hainlaeufer
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    • November 6, 2013 at 9:28 AM
    • #27

    Lieber Johannes!

    Hast du bei deinen Völkern Flugbretter oder ähnliches stehen? Merke dir die Ausräumer, vlt. kannst du mal bei ihnen mehr Ausräumaktivitäten beobachten, da sollte dann eigentlich am Flugbrett einiges an Puppen herum liegen. Waren das Dunkle Bienen? Auf dem Foto sind irgendwie die Filzbinden so dominant.

    Ansonsten kann ich die Beobachtung mit dir teilen. Manchmal fiel mir auch kahlköpfige Brut bei Großzellvölkern auf, aber eben nicht so im großen Stil wie es die U5 Biene machen würde.

    Fanterer, woher beziehst du jetzt eigentlich deine 4,9er MW?

    LG

  • Hainlaeufer
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    • November 6, 2013 at 12:50 PM
    • #28

    Eine Frage an die Siculapfleger: Behandelt ihr eure Völker denn überhaupt? Ist der Milbenfall immer so gering das es nicht notwendig ist? Würde mich nur mal so interessieren, diese Bienen sind ja schon, soweit ich das hier mal lesen konnte, kleiner in der Körpermasse. Gibt es da auch ein Ausräumverhalten wie z.B. beim Fanterer?

    LG

  • Fanterer
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    • November 6, 2013 at 5:41 PM
    • #29

    Hallo Leute,

    Quote

    Nachdem was du an Infos offenbart hast, arbeitest du offensichtlich strikt nach Stephan Braun

    Das ist richtig, ich bin was die Sache mit den Kleinen Zellen angeht und dem ganzen Konzept drumherum, der selbe Hardliner wie Stephan und wenn es Probleme gibt ist er für mich der erste Ansprechpartner. Ohne Unterstützung von Leuten die das schon durchgemacht haben, ist es wie wenn man das Rad neu erfinden will. :D

    Quote

    Daher muss ich auch der Annahme sein, dass du 32mm Wabenabstand hast und die Y-Anordnung der Waben auch dementsprechend machst?

    Auch das ist richtig, du kannst auf dem ersten Bild im oberen Beitrag sehen, dass ich sogar die Kunststoffwaben Y-Richtig angeordnet habe.
    Die Striche auf den Oberträgern zeigen mir wo das Y richtig herum steht.
    Ich bin der Meinung das die Y- Anordnung etwas ist, dass jeder machen kann und sollte auch wenn er nicht vorhat mit den kleinen Zellen zu arbeiten.
    Denn der Naturbau den Bienenvölker errichten zeigt nun mal genau diese Unordnung daher kann es nur richtig sein.
    Wenn man die Striche gleich beim Einlöten der Mittelwände auf die Oberträger macht es es auch kaum ein Mehraufwand. :)

    Hier ein Bild, viele wissen nicht was man unter dem Y versteht


    [attachment=1]IMGA0482.jpg[/attachment]

    Ein kleiner farbiger Strich zeigt mir immer wie ich die Wabe wieder ins Volk zurückhängen muss (von der Mitte weg gehen die Striche und damit die Y immer nach außen)


    [attachment=0]Oberträger mit Kennzeichnung.jpg[/attachment]


    Quote

    Hast du auch das Gefühl bekommen, dass die Bienen dann irgendwie... wesentlich "gelassener" und ungeheuer friedlich wurden?

    Meine Bienen waren immer schon sehr brav und ich habe nie viel Rauch benutzt.
    Was aber den Wabensitz betrifft scheinen sie tatsächlich deutlich ausgeglichener geworden zu sein.

    Quote

    Ich messte auch die Zellen und ich hatte oft 4,9mm gemessen. Mein Foto zeigt es deutlich.

    Super Sache :) , dass macht einem Hoffnung und es zeigt das über die Jahre mit den großen Zellen, die Fähigkeit die Brutzellen klein zu bauen doch nicht ganz verloren bzw. wieder erlernbar ist.

    Quote

    Ich hatte mir erst Sorgen gemacht, aber jetzt weiß ich, dass es ein gutes Zeichen ist.
    Danke dir! :)

    Hallo Johannes,
    dem was Hainlaeufer geschrieben hat kann ich nur zustimmen solche Völker merken und davon nachziehen (natürlich nur wenn das nicht erst kurz vorm Zusammenbruch auftritt) das was wir erreichen wollen zeigen manche Völker schon (zumindest im Ansatz) das ist eine gute Ausgangsbasis! :)

    Quote

    Fanterer, woher beziehst du jetzt eigentlich deine 4,9er MW?

    Ich bin im Besitz einer Mittelwandgießform von Graze, diese habe ich mir mit schwedischen Mittelwänden auf das kleine Zellenmaß umbauen lassen.
    Die Mittelwände die ich damit gieße haben ein Zellenmaß von 4,85mm das ist für den Anfang noch etwas zu klein, aber perfekt wenn die Bienen erst mal mit 4,9mm gut klar kommen.
    Ich mache mit diesen Mittelwänden immer wieder stichpunktartig Versuche aber es scheint noch zu früh zu sein um sie verwenden zu können.

    Ich verwende im Moment Mittelwände von: http://www.biredskapsfabriken.se/en/index.php
    Ich würde sehr gerne die einheimische Wirtschaft unterstützen, aber in der Hinsicht scheinen die deutschen Mittelwandhersteller stark hinterher zu sein! :evil:
    Wie erwähnt können wir die Mittelwände von Muhr vergessen, die habe ich bestellt und vermessen, was für ein Reinfall..... :roll:

    Beste Grüße
    Stefan

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  • Johannes
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    • November 6, 2013 at 5:55 PM
    • #30

    Hallo Hainlaeufer

    Stimmt, ich habe auch Puppen vor dem Flugloch gefunden.

    Bei mir machen das ca. 4 von 19 Völkern in sichtbarem Umfang.
    Leider handelt es sich dabei noch nicht um Dunkle.
    Daher werde ich sie nur weiter als Vatervölker nutzen, nicht aber zum Umlarven.

    Denn mein erstes gesetztes Ziel soll die Umstellung auf Dunkle sein. (Habe bisher erst eine reine und eine F1 aus 2013)

    Aber jetzt wo ich weiß, dass ich auch auf dieses Ausfressen achten kann/muss, werde ich es im Auge behalten.

    Man kann ja nicht alles auf einmal erreichen.
    Und man soll sich ja nur kleine Ziele setzen.

    Außerdem habe ich das Problem, dass mein Studienort 60 km von meinen Bienen entfernt ist.
    Da muss ich Kompromisse machen! :P

    LG Johannes

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  • Hainlaeufer
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    • November 6, 2013 at 6:20 PM
    • #31
    Quote from Johannes


    Man kann ja nicht alles auf einmal erreichen.
    Und man soll sich ja nur kleine Ziele setzen.

    Meine volle Zustimmung! Ich denke, das Ziel, erstmal die erwünschte Genetik am Bienenstand zu haben, ist erstrangig. Was ja in diesem Forum eh ein klarer Weg ist :).

    Ich bin gespannt was noch Dragos, im anderen Thread, so erzählen wird (auch über sein Buch) bzgl. Naturbau und Selektion gegen Varroa. Würde ja eigentlich hier rein passen!

  • Johannes
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    • November 7, 2013 at 6:30 AM
    • #32

    Hallo miteinander

    Sorry, aber das mit dem Y hab ich noch nicht geschnallt :?

    LG Johannes

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  • hibbo
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    • November 7, 2013 at 8:44 AM
    • #33

    Hallo, allerseits !
    Hab noch nix geschrieben, weil ich erstmal sehen wollte, wie es mir so mit meinen Bienen ergeht und ob meine Gedanken und Gefühle den Bienen gegenüber wohl stimmen.
    Habe vor ein paar Jahren 3 Carnica Mischungen gekauft nach einem Einführungskurs. Eins ist davon noch über, eins wurde von Mäusen gefressen, eins verhungerte. Im ersten Sommer war der Rasen voll von verkrüppelten Bienen, obwohl sie behandelt waren vom Vorbesitzer.
    Danach kam ich ins Grübeln. Dieser ganze Kram mit Behandeln und auf MW's aus irgendeinem dubiosen Wachs zwingen gefiel mir nicht mehr. Außerdem kann ich doch nicht den Honig klauen und dann erwarten, daß die armen Kerlchen gesund mit totem Zucker über den Winter kommen !
    Also hab ich ihnen nur die Rahmen gelassen, die sie schon bebaut haben, ein , zwei Zargen draufgesetzt und bauen lassen. Und , siehe da : jetzt erfreuen sie sich bester Gesundheit und ich lerne, daß vieles von dem , was ich im Kurs gelernt habe, gar nicht stimmt. Meine Drohnen sind immer flugfähig und machen regen Gebrauch davon. Ich habe den zweiten Sommer keinen Honig entnommen und es geht ihnen gut. Buckfasteinstreuungen sind inzwischen verschwunden, der Bau findet ganz nach eigenem Ermessen der Bienen statt, sie entscheiden ohne Rahmen selber wie sie bauen und im nächsten Jahr werd ich wohl erstmals Honig entnehmen, aber natürlich nicht soviel wie üblich. Und irgendwie scheinen sie immer dunkler zu werden.
    Dazu hab ich jetzt 2 Völker Dunkle geholt, die ich aber in einenem ganz anderen Sytsem halte, mit nur 8 Rahmen von einem Rudolph Simons, dessen Familie seit 150 Jahren Bienen hält. Die Adresse: http://www.imkereiforum.de Er behandelt seit Entwicklung dieses Systems nicht mehr (ca.15 Jahre). Wir werden sehen, wie es im Frühjahr aussieht. Von diesen Völkern werde ich dann auch Honig in geringem Maße entnehmen. Es muß für mich im richtigen Verhältnis stehen, damit keine Ausbeutung und damit Schwächung stattfindet.
    Ich lebe in der Agrarwüste Norddeutschlands umgeben von fiesen Maisfeldern, aber zum Glück ohne den verpestizideten Raps im Landkreis Cloppenburg, erzkonservativ, deshalb auch kaum Kontakt zu anderen Imkern.

  • Fanterer
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    • November 7, 2013 at 5:28 PM
    • #34

    Hallo Johannes,

    Quote

    Hallo miteinander

    Sorry, aber das mit dem Y hab ich noch nicht geschnallt :?

    LG Johannes


    Ich habe auch etwas gebraucht bis es bei mir "Osram" :idea: gemacht hat. :D

    Am besten du nimmst dir eine nicht zu helle Wabe oder Mittelwand.
    Hältst Diese gegen das Licht und schaust dir den Zellengrund an.

    [attachment=0]IMGA0482.jpg[/attachment]

    Entweder erkennst du das (wie ich es auf meinem Bild dargestellt habe) Y richtig herum oder wenn du die Wabe bzw. Mittelwand auf die andere Seite drehst, dass Y auf dem Kopf.
    Nochmal um Missverständnisse auszuschließen:
    Wir drehen die Wabe oder Mittelwand nicht Vertikal sondern von links nach rechts. :lol: Der Oberträger bleibt OBEN

    Bei einem Magazin für 10 Rähmchen, sind von der Mitte aus gesehen immer fünf Rähmchen mit dem Y aufrecht nach links und fünf mit dem Y aufrecht nach rechts.
    Wenn das Magazin eine ungerade Zahl an Rähmchen aufnimmt muss man eben auf einer Seite ein Y aufrecht mehr nach links oder eben rechts anordnen.

    Auch bei Naturbau sollte man die Waben nach dem Ziehen wieder Y-Richtig Anordnen:
    Natürlich kann man im Naturbau nicht davon ausgehen das die Bienen immer die Y von der Mitte des Kastens nach außen bauen.
    Ausschlaggebend ist vielmehr wo sie die erste Wabe errichtet haben. Diese erste Naturbauwabe ist einmalig und kann durch eine Mittelwand nicht nachgestellt werden,
    denn es zeigen bei dieser sogenannten "zentralwabe" die Y auf beiden Seiten nach unten.
    Ein Kurzer Blick durch die Waben gegen das Licht genügt und ich kann eine kleine Markierung setzten, ist wirklich easy. :)

    Bei Unklarheiten gerne weiter fragen :wink:


    PS. wie soll man jemals zu resistenten Bienen kommen (egal ob durch Züchtung oder "mechanische" Maßnahmen) wenn grundlegende Dinge außer acht gelassen werden.
    Die wahrscheinlich wichtiger für die Bienen sind als bislang angenommen? Sie Bauen das ja nicht aus Spaß in dieser Anordnung.
    Ein sehr treffendes Zitat von Stephan:

    Quote

    Wenn sie dir das Bett an die Decke hängen, verläßt du auch das Haus, oder nicht?

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  • Johannes
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    • November 7, 2013 at 5:58 PM
    • #35

    Hallo Stefan,

    das Drehen von "links nach rechts" war der entscheidende Hinweis! :D

    Jetzt schnalle ich das auch.
    Wirklich hoch interessant!

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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  • Gast4
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    • November 7, 2013 at 11:48 PM
    • #36

    Hallo

    Die Zentrale Mittelwand ist auch der Grund warum Beuten mit 11, oder auch mit 9 Rähmchen eingesetzt werden.
    Gerade Anzahl von Rähmchen entspricht nicht der Natur der Biene.
    Der Wildbau in freier Natur hat immer eine ungerade Anzahl von Waben.
    Auch in den Körben wird das so gehalten, meist sind es 7, oder 9 Waben im Korb.
    Die Zentrale Mittelwand ist aber auch selbst herzustellen.
    Mit 2 Mittelwänden die übereinander gelegt werden. Beim ein löten wird erst die eine Wand abgelegt, dann das gedrahtete Rähmchen drüber und die 2. Wand dann auf den Draht gelegt. Zusammen dann ein löten. Natürlich mit einer Druckplatte zusammen drücken. Wenn es notwendig sein sollte mit einem Lötkolben die beiden Mittelwände noch etwas fixieren (Selbst gegossene Mittelwände sind auch dicker).
    Wenn man darauf achtet ist auch das überwintern leichter.
    Oft sitzen die Bienen beim überwintern nahe am Flugloch, oder ziemlich weit hinten ( ist meist die "Y" Scheide welches als Zentrale Mittelwand angenommen wird). Hält man die Zentrale Mittelwand ein sitzen die Bienen (fast) immer Zentral in der Beute. Was ein besseres erreichen des Futters bedeutet. Somit auch weniger Ausfälle über Winter.

  • Hainlaeufer
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    • November 8, 2013 at 10:18 AM
    • #37

    Ganz ehrlich, das man die Zentralwabe mit dieser Methode nachbaut... von dem hab ich noch nie gehört oder gelesen! Wirklich super Idee, vor allem, hast du das selbst entwickelt oder konntest du das von jemandem abkupfern? Ist dieses "Wintertraubewanderverhalten" (tolles Wort was :mrgreen:) dann ausnahmslos immer so zu beobachten, dass sie dann zentraler wandern?

  • Gast4
    Guest
    • November 8, 2013 at 1:39 PM
    • #38

    Was ich über Bienen weiß haben mir Vater und Großvater beigebracht.
    Mit Ausnahme dessen was die Varroa ausmacht, sie kam nach den Tode der beiden.
    Jeder Imker der mit Leib und Leben bei seinem Hobby ist findet verschiedenes über seine Mädels raus, probiert vieles.
    Oft kommen dabei Sachen heraus die vielleicht durch Zufall das erreichen was andere später wissenschaftlich erklären.
    In den Zeiten vor der Varroa war auch die Kommunikation nicht so wie heute und vieles was gut und richtig war ging verloren.

    Was mir beigebracht wurde ist das die Bienen immer auf einer ungeraden Anzahl von Rähmchen Wert legen.
    Das die Mittlere Wabe besonders sei und nicht auf einen anderen Platz gerückt werden soll.
    Wenn nicht im Naturbau gewirtschaftet wird soll die Wabe "0", die mittlere, mit 2 Mittelwänden realisiert werden soll.
    So soll in jeder Zarge gearbeitet werden. Was den 3 Jahres Wechsel der Rähmchen unterstützt.
    Von der "Y" Richtung ist nicht in der Art gesprochen worden. Es ist jedoch dringlich auf die Ordnung im Stock zu achten, das war mit erhobenem Zeigefinger einem eingepleut worden.

    Viele dieser Regeln verstehe ich erst seit jüngster Zeit, durch das Internet, hier sind auch Leute unterwegs die nicht nur nach dem imkern wie es von Verbänden, oder sonstigen vorgeschrieben werden. Auch kommen da Erklärungen zu Tage um vieles zu verstehen.
    Für mich ist es normal das die Rähmchen so angeordnet werden, dachte nicht daran das es für andere neu, oder unbekannt sein könnte.

  • Hainlaeufer
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    • November 8, 2013 at 4:39 PM
    • #39

    Interessante Erzählung!

    Nun, ich bin mehr oder minder der Erste in unserer Familie, der was mit Bienen macht :wink:. Und mein Werdegang als Imker war nicht Alltäglich, finde ich. Aber eines lernte ich schon vom Brutnest: Nur im äußersten Notfall oder bei äußerst wichtigen Eingriffen Waben entnehmen, nach dem Wachskreislauf über'n Sommer so wenig wie nur möglich stören, nicht mehr eingreifen, hohes Heiligtum :wink:.

    Das mit der Zentralwabe (kenne ich erst vom U5 Thema), und zwei Mittelwänden war mir völlig fremd.

    Da ich selber aber sowieso im Naturbau arbeite, ist das Brutnest eh zu 99,99% tabu!

    Man lernt nie aus!

  • Gast4
    Guest
    • November 8, 2013 at 7:45 PM
    • #40
    Quote

    Man lernt nie aus!

    Das stimmt wohl.
    Wenn alle Imker ihr "geheimes" Wissen preis geben würden ginge vieles ( vielleicht) besser.
    Nur man muss wohl auch vorsichtig sein mit dem was und wie man sich äußert.
    Es gibt immer welche die auf der Suche sind um etwas zu finden woran man sich hochziehen kann.
    Nu gut noch eins zu den ungeraden.
    Wenn man eine 11er Zarge mittig aufteilt in 2 Räume für Ableger hat man 2 5er.
    Die Begattungskästchen in Kunststoff gibt es ja auch noch nicht so lange.

    Nur was mir so auffällt

    Quote

    Interessante Erzählung!

    , kann man so und anders auffassen.

    Bin mal gespannt was noch zur Milbe hier an den Tag kommt.
    Einige User die sonst so manches schreiben halten sich sehr ruhig, wundert mich.

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