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Die Milbe wird von der Biene ausgeräumt

  • Gast4
  • November 3, 2013 at 12:30 AM
  • Gast4
    Guest
    • November 3, 2013 at 12:30 AM
    • #1

    Die Biene räumt die Milbe selbst aus der Beute, das ist wohl der Traum vieler Imker.
    Nur an was scheitert es das unsere Bienen dies Arbeit nicht selbst machen?
    Der Putztrieb ist ja vorhanden, jedoch steht er nicht vorne in der Prioritäten Liste.
    Wie kann man die Biene dazu bringen das sie anfängt mit der Varroa auf zu räumen?

    Habe mich in letzter Zeit mit dem Thema sehr stark befasst und einige erstaunliche Dinge herausgefunden.
    Möchte das mal hier in Kurzform notieren.
    Milbe befällt im Ursprung fast nur Drohnenbrut.
    Drohnenzellen der Indischen Biene liegt im Ø bei 5,5 mm. Das ist bei uns der Ø der "normalen" Brut.
    Francois Huber hat ca. 1791 festgestellt das der Ø der Zellen bei 4,9 mm liegt. Warum sind wir in unserer Zeit bei 5,5mm?
    Bei Zellen mit 4,9 mm schlüpfen die Bienen bereits nach 19 Tagen! Weniger Zeit für die Milbe, weniger Milben die Schlüpfen können.
    Bei kleineren Zellen sind mehr Bienen im Volk, das Volk ist wärmer, Milben lieben keine Wärme.
    Mehr Bienen bedeutet aber auch das Aufgaben die "zurückgesetzt" sind wieder aufgenommen werden.
    Auf den Filipinen liegt der Zellendurchmesser bei 3,6 bis 4 mm. Da hat die Milbe kein Fuß fassen können.
    Bienen mit kleinen Zellen räumen die Milben aus, auch bei den Drohnen.

    Ist das ein Weg um diese Geisel los zu werden?
    Gibt es genug Imker die dazu bereit wären einen Slochen Schritt in Richtung kleinere Zellen mit zu gehen?

    Was meint Ihr dazu?

  • Hainlaeufer
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    • November 3, 2013 at 12:52 PM
    • #2

    Hallo!

    Dieses Thema ist nach wie vor sehr interessant und in den letzten Jahren wohl schon sehr oft wiederholt durchgekaut worden. Viele sprechen dagegen, viele wiederum dafür. Viele Fakten sprechen dafür, manch Erkenntnis wiederum nicht. Ein wie ich finde, sehr bewegendes Thema.

    Deine Fakten sprechen dafür, dass kleinere Zellen zu weniger Varroaprobleme führen sollte. Ich kann dir Mut machen, du bist nicht der Einzige der so denkt. Ich kenne so einige Freizeitimker wie auch Erwerbsimker, die dies schon seit vielen Jahren mehr oder weniger erfolgreich praktizieren. Es muss wesentlich weniger behandelt werden, Gebietsweise können sie sogar ohne Behandlung auskommen. Das Problem ist unter anderem die "Nachbargenetik" die mit großen Zellen arbeitet, angeblich spielt das eine große Rolle in der Begattung, es sollten U5-Drohnen sein (U5 = Zellen unter 5,0mm) die dann maßgeblich für einen weiteren Schritt zum Erfolg sorgen sollten. Daher sind diese Leute bemüht, nun U5 Belegstellen aufzubauen.
    Wie du siehst, viele Geschichten! Viel zum erzählen!

    Ich selbst habe noch keine Kunststoffwaben, und keine U5 Mittelwände gekauft. Ich arbeite ausschließlich mit Anfangsstreifen, meine Bienen bauen im Naturbau vieles an 4,9mm Zellen. Ich beachtete auch die 32mm Wabengassen usw. aber eine richtige Feststellung konnte ich bislang nicht machen (ich hatte in den letzten Jahren bis dato wenig Zeit für sowas, leider, gehabt). Es geht nunmal nicht so einfach! Man sollte auch nicht vergessen, dass die PSM auch einiges dazu beitragen, dass die Bienen sich nicht voll ausfalten und sich anderweitig entwickeln können, da sie ja in dieser Hinsicht viel gebremst, geschädigt werden.

    Warum man in dieser Welt auf 5,4mm Mittelwänden gegangen ist? Angeblich soll es ein belgischer Biologe gewesen sein, der die Imkerschaft dazu aufrief, die Zellen großer zu gießen, um größere Bienen, mit größeren Rüssel und Honigmägen zu erhalten. Doch das bewahrheitet sich wohl doch nicht und es kamen dafür mehr Krankheitssymptome. Genauso wie das Zucker füttern, dass sollte man eigentlich auch weitgehend bleiben lassen, nur in Notfällen. Durch den Honig bekommen die Bienen dicke Futtersaftdrüsen, und die Winterbienen werden richtig dick (natürlich mit viel Pollen dazu!), was bei Zucker anders aussieht...

    Meine Bienen dürfen bauen, wie es ihnen beliebt. Da sie viele kleine Zellen bauen (und wie man ja weiß hat ein Bien verschied große Bienen für verschiedene Anpassungen), wie auch viele Übergangsformen, fühle ich schon irgendwie das sie ausgeglichener sind. Ich weiß nicht, ob ich je wirklich U5 Mittelwände beziehen werde, oder der gleichen.

    Ich würde sagen, kommt Zeit, kommt Rat!
    Wichtig ist, das man die Bienenweide grundsetzlich stark aufstockt, damit unsere Bienen viel Abwechslung im Nahrungsangebot finden. Und weniger Verseuchung durch PSM, da ansetzen, und dann vlt. mal diese U5 These wagen, oder einfach Naturbau zulassen!

    Wie man sieht, ein sehr großes Thema, mit viel Spektrum!

    Was denkst du, Drudenstein? Hast du Naturbau in den Beuten?

    LG

  • Gast4
    Guest
    • November 3, 2013 at 2:27 PM
    • #3

    Hallo Hainlaeufer,
    wie ich in deiner Antwort lese ist dir dieses Thema nicht fremd.
    Doch zu erst zu deine Frage mit Naturbau.
    Ja ein Teil ist auf Naturbau. Immer wenn ich einen Schwarm habe fangen können kommt dieser auf Naturbau, ohne Anfangsstreifen im Rähmchen.
    Diese Völker bleiben auch auf Naturbau. In allen Zargen. Auch die anderen Völker sollen mit den Jahren auf Naturbau kommen. Richtig ist das hierbei die Zellen kleiner sind, gemischt auch mit Drohnenzellen.
    Das ist unter anderem auch mein streben nach Unabhängigkeit im Wachs, auch Schadstoffarm, oder gar frei und ohne Belastung von Perizin.

    Was bei den kleineren Zellen noch dazu kommen kann ist der Faktor Königin. Sie wird mehr Eier legen und dadurch vielleicht ein Jahr früher ausgetauscht werden müssen.
    Die Größe der Königin unterscheidet sich meines Wissens nach nicht von den anderen, ist ja auch Naturbau.
    Daher sehe ich das Problem mit den Drohnen nicht so stark. Die Drohnennwaben sind alle samt Naturbau, hier bleibt es der Biene überlasen wie sie baut. Dabei ist mir aufgefallen das die Melifera kleinere Drohnenzellen anlegt als die Carnica. Kann Zufall sein, werde es im nächsten Jahr sehen.
    Wichtig ist ja das die Milbe dezimiert wird ohne das der Imker eingreift. Die Bienen könnten sich ja an diese Eingriffe gewöhnen weil sie merken das die Milbe irgendwie weniger wird. Ich habe immer noch die Hoffnung einen "wilden" Bienenstock zu finden um den Zustand des Volkes zu untersuchen. Bei mir in der nähe stehen einige leere Gartenhütten und auch sonst sind viele Möglichkeiten gegeben so eine Fund zu machen. Aber das Futter spielt da oft nicht mit.
    Ein Problem sehe ich darin die Bienen an die kleineren Zellen zu gewöhnen. Der Umstieg wird wohl erleichtert wenn man von "alten" Brutwaben aus umstellt, da ja hier die Zellen eh kleiner geworden sind.
    Es sind halt viele Jahre Arbeit notwendig um Ergebnisse zu bekommen.
    Daher wäre es wichtig das Imker in diesem Bereich sehr eng zusammen arbeiten würden. So muss nicht jeder seine Erfahrungen alle selber sammeln. Kenne in meiner Nähe einen Imker der schon vor Jahren umgestellt hat auf 4,9 mm, nur leider ist der Kontakt abgerissen. Auch im Brutraum ging er auf 1,5 im Wabenmaß.
    Ich habe auf alle Fälle Interesse an diesem Thema und würde mich gerne mit Leuten austauschen die schon Erfahrung damit gemacht haben.

  • Hainlaeufer
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    • November 3, 2013 at 8:17 PM
    • #4
    Quote from Drudenstein

    Hallo Hainlaeufer,
    wie ich in deiner Antwort lese ist dir dieses Thema nicht fremd.


    Richtig, ich beschäftige mich schon knapp drei Jahre damit. Habe alles verfolgt, egal ob im Internet oder direkt bei anderen Imkers. Rein theoretisch bräuchte ich nur noch die Plastikwaben, ich wüsste was alles zu machen wäre, könnte sofort losstarten. Dennoch will ich beim Naturbau bleiben. Ist momentan mein Gedanke und Bauchgefühl so!

    Quote from Drudenstein


    Was bei den kleineren Zellen noch dazu kommen kann ist der Faktor Königin. Sie wird mehr Eier legen und dadurch vielleicht ein Jahr früher ausgetauscht werden müssen.


    Das könnte durch aus so sein, allerdings hörte ich nie von den U5 Imkers, dass sie solche "Probleme" hätten. Aber es ist sowieso sehr gängig, dass alle zwei Jahre Königinnen getauscht werden.

    Quote from Drudenstein


    Die Größe der Königin unterscheidet sich meines Wissens nach nicht von den anderen, ist ja auch Naturbau.
    Daher sehe ich das Problem mit den Drohnen nicht so stark.


    Hm, ich glaube du hast das falsch verstanden. Es ist mehr als wichtig und essenziel, dass die U5 Drohnen zum Zug kommen. Die Genetik der kleinen Bienen soll vererbt werden, und nicht die der 5,4er Bienen! So hat man zumindest ein größeres Spektrum an Chancen, dass die F1 schon die Richtung kennen, die sie "gehen müssen". Dieses Wissen kommt von den, ich sage mal Meister der U5. Das ist sicher zu berücksichtigen, ich denke nicht, dass diese Leute das "aus Spaß" eigene Belegstellen machen würden, verstehst du?

    Quote from Drudenstein


    Wichtig ist ja das die Milbe dezimiert wird ohne das der Imker eingreift. Die Bienen könnten sich ja an diese Eingriffe gewöhnen weil sie merken das die Milbe irgendwie weniger wird.


    Bei der Umstellung auf U5 muss man den Bien beobachten, man muss eingreifen falls das Volk sterben sollte, aber abwarten wenn alles sich im Bereich der Akzeptanz bewegt.

    Quote from Drudenstein


    Ein Problem sehe ich darin die Bienen an die kleineren Zellen zu gewöhnen. Der Umstieg wird wohl erleichtert wenn man von "alten" Brutwaben aus umstellt, da ja hier die Zellen eh kleiner geworden sind. Es sind halt viele Jahre Arbeit notwendig um Ergebnisse zu bekommen.


    Es gibt drei Möglichkeiten:

    1) Du baust dir ein MW-Gießgerät das zuerst 5,1mm Zellenprägung besitzt. Du stellst alle deine Völker auf 5,1mm MW. Hier muss man dann wahrscheinlich selektieren, was ich aber so mitbekommen habe ist es für fast jeder Bienenherkunft kein Problem noch auf 5,1mm umzustellen. Hat sich das so eingelaufen, baust du ein MW-Gießgerät mit 4,9mm Zellenprägung, und machst wieder alles vom neuen... hier wird die Selektion der fähigen und unfähigen Wabenbauer wahrscheinlich sehr groß ausfallen, außer du hast Glück und die Bienengenetik begünstigt dies. Will man keine MW-Gießgeräte bauen, kann man auch die MW kaufen. Die 5,1mm gibts angeblich beim Muhr, und die einzigen, auf dieser Welt korrekten 4,9mm MW bekommt man bei einem Hersteller aus Schweden. (Alle anderen Bezugsquellen mit 4,9er MW-Zellenprägungen haben durch das Walzverfahren in die "Größe" gezogene Zellen und sind daher wieder bei 5,1mm)

    2) Oder, du kaufst dir Plastikwaben (die muss man mit Wachs und Lemongrasöl bespritzen, vlt auch etwas mit Propolis bzgl. der Annahme) und zwingst so zu sagen den Bien ihre Brut da rein zu legen. Wenn es funktioniert, sollte man, nachdem eine Generation U5 Bienen geschlüpft ist (die Königin wird dann auch gleich umgeweiselt weil sie ja noch eine "Große" ist), sobald der Bien auf 4,9 gut eingelaufen ist, eine Plastikwabe entfernen und statt dessen eine 4,9er MW geben um zu prüfen wie sie diese ausbauen. Und so muss man sich dahin bzw. herantasten bis sie komplett die ganze Zarge Problemfrei die 4,9er MW ausgebaut haben. Angeblich ist das einer Dauer von 3-4 Monaten, kommt drauf an wie die Bienen bauen bzw. wie sie es schaffen. Auf jeden Fall immer die besten U5 Wabenbauer weiter vermehren. Eh klar.

    3) Was wohl die schnellste Möglichkeit wäre: Man begibt sich in die Gesellschaft der U5 Imker, kauft von seriösen Züchter U5 Völker und lässt unter Umständen auf solche Belegstellen auch die Nachzucht begatten.

    Quote from Drudenstein


    Ich habe auf alle Fälle Interesse an diesem Thema und würde mich gerne mit Leuten austauschen die schon Erfahrung damit gemacht haben.


    Das Internet an sich öffnet dir alle Türen und Tore, mittlerweile sind die Pfade schon ordentlich begehbar, man kommt schnell an die richtige Stelle! Man muss natürlich seriöse Quellen suchen!

    Die Umstellung auf U5 ist sicher ein harter Weg, sehr blutiges Pflaster! (außer man holt sich gleich solche U5 Viecher!)

    Mit 5,1er MW kommt man der "natürlichen Größe" aber schon verdammt näher, oder ist mehr oder weniger schon Naturnah, auf jeden Fall besser als 5,4er. Bloß erzielt man mit 5,1er angeblich nicht so tolle Antivarroadinger :wink:.

    Ich weiß, das ich momentan mit Naturbau weiter machen will. Man merkt sicher, dass ich mich mit diesem Thema schon sehr befasst habe. War auch schon kurz mal davor diese Plastikdinger zu kaufen! Gott sei Dank hatte ich zu diesem Zeitpunkt zu wenig Budget, jetzt bin ich froh darüber und löte fleißig Anfangsstreifen ;).

    Da ich keine praktischen Erfahrunge habe und eigentlich nur aus der Theorie erzählen kann (das man eigentlich eh überall nachlesen kann), und ich kein Großkotzkerl bin, überlasse ich nun dieses Plaster der Praxis!

    Viel Erfolg und LG

  • Gast4
    Guest
    • November 4, 2013 at 7:31 PM
    • #5

    Hallo Hainleufer,
    es ist schon ein gewaltiger Schritt den man gehen muss.
    Sehr viel Arbeit und das über lange Jahre.
    Was du so schreibst findet man auch in dem Film:

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    Nur Plastik Waben sind nicht so mein Geschmack.
    Von Übersee Bienen hier her holen, au weija, was das für Unmus ist und die Kosten.
    Es muss aber was geschehen, zumal man ja nicht große Teile für Jahre ohne Bienen lässt um dann wieder eine neue Besiedlung beginnt mit milbenfreien Tieren.
    Muss mich damit beschäftigen und weiter Infos sammeln.

  • Fanterer
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    • November 4, 2013 at 7:50 PM
    • #6

    Hallo Leute,
    jetzt wo ihr dieses Thema angeschnitten habt sehe ich mich fast dazu gezwungen mich zu outen. :)

    Habe mit der Thematik kleine Zellen letztes Jahr angefangen.

    Das heißt, ich habe einen Ableger mit Kunststoffwaben auf kleine Zellen umgestellt.

    Aber warum noch mal alles Schreiben wenn ich mich auch selber aus einem Anderen Forum Zitieren kann?!

    Quote

    Hallo zusammen,

    Ich habe 2007 mit drei Völkern und einem kleinen umgebauen Hühnerhaus mit der Imkerei begonnen.
    Nachdem mir gleich im ersten Winter und aller (AS) Behandlungen zum Trotz alle drei Völker eingegangen sind,
    war mit klar, dass man sich wohl doch ein wenig intensiver als (in meiner Anfänger Leichtsinnigkeit) angenommen mit den
    Milben auseinandersetzen muss. :roll:

    Im zweiten Jahr lief es entgegen meiner mittlerweile nicht mehr ganz so optimistischen Einschätzung aber schon deutlich besser.
    Wie es mir von meinen Imkerkollegen geraten worden war, habe ich nicht zwei, sondern gleich vier AS-Schwammtuch Anwendungen im Abstand von je einer Woche gemacht.

    Zwar war ich etwas skeptisch, dass gerade bei höheren Außentemperaturen schon mal einige tote Jungbienen noch draußen geschleppt wurden, aber nach einem Anruf bei meinem "Imkerlehrer" war ich beruhigt, "alles im normalen unkritischen Bereich". :wink:

    Im dritten Jahr machte ich dann einen Glücksgriff.
    Auf der Suche nach einem zweiten Standplatz kam ich auf ein leerstehendes Bienenhaus für 24 Völker.
    Ich konnte mit der Besitzerin den günstigen Mitpreis von einem Eimer Honig im Jahr aushandeln.

    Wie ich feststellte kamen meine Bienen jetzt bereits mit nur einer AS Behandlung am neuen Standort aus.
    Winterverluste gab es nur wenn Völker Weisellos waren.
    Die Frage warum ich mit so wenigen Behandelung auskam während meine Imkerkollegen (Luftlinie alle um die 3 bis 4 Km entfernt) teils gravierende Verluste hatten, beantwortete sich von selbst, als sich herausstellte das Einige immer noch auf Perizin und Bayvarrol setzten und wohl bereits Resistenzen auftraten.

    Jetzt da ich mich auch schon einige Zeit mit den kleinen Zellen auseinandergesetzt habe, wird mir langsam klar wie günstig der Standort meines gemieteten Bienenhauses ist.
    Zwar sind die Honigerträge unterdurchschnittlich aber zumindest bleibe ich größtenteils von der reinvasion meiner Mitimker verschont.

    Ich habe mir 2012 von Rovergarden 10 Kunststoffwaben bestellt und einen ersten Ableger gemacht.
    Zwar hat die Königin zwei Wochen gebraucht bis sie wieder in Eiablage gegangen ist, aber nach dem erst mal ein wenig Brut vorhanden war ging es wie von selbst.
    Dieses Volk steht bei mir direkt am Haus und nicht bei den anderen Völkern.
    Ich habe leider nicht mehr die Möglichkeit gehabt dem Volk noch kleine Mittelwände zu geben, es war schon zu spät im Jahr, dennoch haben sie den Winter ganz gut überstanden.
    Ich habe weder behandelt noch sonst irgendwas gemacht, aber bis haute leben sie und tragen auch fleißig Pollen ein und das obwohl bereits im Spätsommer verkrüppelte Bienen raus geschleppt wurden.

    Ich habe das schon bei meinen normalen Völkern gesehen und meistens lebten diese dann keinen Monat mehr. :cry:


    Dieses Jahr werde ich bis auf 10 normal große Völker alle verkaufen und die 10 vom Bienenhaus an einen 6 km entfernten Stand fahren.
    Das günstig gelegene Bienenhaus werde ich zum bilden von Ablegern (kleinzellig) verwenden.

    Soweit mein Plan für dieses Jahr, bin gespannt wie sich das weiter entwickelt! :D


    Beste Grüße
    Stefan

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    Es hat sich weiterentwickelt, jedoch lief nicht immer alles nach Plan konkret habe ich 6 von 22 Völkern auf kleinen Zellen eingwintert.
    Von diesen 6 Völkern sind bereits 2 beinahe vollständig auf 4,9mm Mittelwänden aus Schweden (die deutschen vom Muhr sind nicht zu gebrauchen) etabliert.
    Die anderen 4 Völker sitzen noch vollständig auf Kunststoffwaben (gut ist das nicht aber es geht zumindest einige Zeit lang) diese werden im kommenden Frühjahr umgestellt.

    Ich Möchte gleich betonen das ich keines dieser 6 Völker bis jetzt behandelt habe, dass ist bei einem Milbenfall von 0,25 Milben am Tag auch nicht nötig.
    Bei meinen Anderen Völkern hab ich Milbenfälle von 6-8 Milben pro Tag gehabt und musste das ganze Behandlungsprogramm durchziehen.

    Das hygienische Verhalten könnte ich bereits beobachten, es ist keine Einbildung oder Illusion das diese Betriebsweise funktioniert.
    Man muss es aber wenn man es macht, richtig machen und darf keine wichtigen Details vergessen!

    Wabenabstand, Richiges Zellenmaß (4,9mm nach allen Richtungen der Zelle), möglichst ein Standort der drei (besser mehr) km weit weg ist von Anderen Imkern.
    Auch die Genetischen Voraussetzugen sind nicht ausser acht zu lassen, meine Carnicas konnten die kleinen Zellen selbst nach Umstellung mit Kunststoffwaben nicht vernünftig ausbauen. Mittlerweile habe ich aber Völker die auch genetisch dazu in der Lage sind (das wird immer vergessen).
    Wenn ich schon eine behandlungfreihe Imkerei aufbauen will, dann liegt es nahe das mit der ursprünglichen Biene zu machen.
    Sicherlich ist Auslese nötig und nicht jede dunkle Biene wird mit kleinen Zellen klarkommen, Tatsache ist das man jede Biene darauf auslesen kann.

    Und zum Schluss noch der Hinweis:
    Bei guter Tracht bauen die wenigsten Bienen (selbst die gut angepassten) kleine Zellen man darf die Mittelwände nur geben wenn gerade kaum Tracht herrscht.
    Honigzellen sind nun mal größer als Brutzellen. Wenn die Umstellung komplett abgeschlossen ist und ich mir 100% sicher bin das die Bienen bei den kleinen Zellen bleiben,
    werde ich auf Naturbau setzten, aber das kann noch ein paar jahre (5-10) dauern.


    Ich habe sehr viele Fotos zu dem Thema und werde demnächst mal ein paar einstellen. :P


    Beste Grüße
    Stefan

  • Bschein
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    • November 4, 2013 at 9:43 PM
    • #7

    Hallo,

    mich wundert jetzt, dass der Kai das noch nicht kommentiert.

    Es ist doch erwiesen, dass kleine Zellen nix bringen.

    Viele Grüße aus Oberbayern
    Philipp

  • Fanterer
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    • November 4, 2013 at 10:08 PM
    • #8
    Quote

    Hallo,

    mich wundert jetzt, dass der Kai das noch nicht kommentiert.

    Es ist doch erwiesen, dass kleine Zellen nix bringen.

    Viele Grüße aus Oberbayern
    Philipp


    Hm, meine Bienen scheinen davon nichts zu wissen denn bei ihnen und zahlreichen anderen Imkern funktioniert es :lol:

    Ich möchte hier ganz sicher nicht in eine unsachliche Diskussion hinein rutschen, um wirklich zu verstehen wie sich ein Bienenvolk auf kleinen Zellen verändert,
    muss man es selbst ausprobiert haben (und zwar richtig). :)


    Interessieren würde mich aber schon wer das angeblich bewiesen hat??? :?:

    Edited once, last by Fanterer (November 4, 2013 at 10:09 PM).

  • Hainlaeufer
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    • November 4, 2013 at 10:09 PM
    • #9

    Hallo Drudenstein!

    Quote from Drudenstein

    Hallo Hainleufer,
    es ist schon ein gewaltiger Schritt den man gehen muss.
    Sehr viel Arbeit und das über lange Jahre.


    Ohne jeden Zweifel!

    Quote from Drudenstein

    Was du so schreibst findet man auch in dem Film:

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    Jep, das kenne ich. Das ist ja die bekannteste Richtung.

    Quote from Drudenstein

    Nur Plastik Waben sind nicht so mein Geschmack.


    Meiner auch nicht! Vlt. findest du ja U5 Imker die ausgebaute Waben verkaufen könnten?

    Quote from Drudenstein

    Von Übersee Bienen hier her holen, au weija, was das für Unmus ist und die Kosten.


    Das meinte ich auch nicht! Ich würde niemals an sowas denken! Wie kommst du darauf? Heimische Biene ist doch Vorraussetzung, ich meinte U5 Imker aus deiner Umgebung natürlich!

    Quote from Drudenstein

    Es muss aber was geschehen, zumal man ja nicht große Teile für Jahre ohne Bienen lässt um dann wieder eine neue Besiedlung beginnt mit milbenfreien Tieren.
    Muss mich damit beschäftigen und weiter Infos sammeln.


    Ich kann dich gut verstehen! Aber gibt es noch einen anderen Weg, als die schon oben genannten?

    Quote from Bschein

    ...mich wundert jetzt, dass der Kai das noch nicht kommentiert.

    Es ist doch erwiesen, dass kleine Zellen nix bringen.


    Soweit ich das mitbekommen habe, hat Kai gerade andere Sorgen! Ich glaub aber, dass Kai eher wenig von der U5 haltet!

    Wer hat das bewiesen, dass sie nix bringen? Ja, das ist immer das arg witzige an der ganzen Geschichte, da gibts wieder Leute, die beweisen es das es NICHT funktioniert, und dann gibts wieder seriöse Imker die schon Jahrelang nicht mehr behandeln, durch U5. Ja, was nun? :wink:

    Da ich mich aber eigentlich schon ein halbes Jahr nicht mehr wirklich mit dieser Thematik beschäftigt habe, schwöre ich nur mehr auf Naturbau! Ich möchte jetzt nicht sagen, dass U5 ein Mythos sei, aber es auch nicht für Heilig sprechen!

    LG und gute Nacht!

  • Hainlaeufer
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    • November 4, 2013 at 10:56 PM
    • #10

    Nun... es fällt mir wie Schuppen aus den Haaren! Jetzt kam mir wieder im Kopf etwas ins Gewissen, von dem ich schon lange eigentlich wusste, ... ja, es gibt natürlich noch eine Möglichkeit, der Varroa die Stirn zu bieten:

    http://www.imkerforum.nordbiene.de/viewtopic.php?f=9&t=862

    Noch nicht gelesen? Dann wirds aber Zeit! :mrgreen:

    LG

  • Gast4
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    • November 4, 2013 at 11:12 PM
    • #11

    Hallo Hainleufer!

    Quote

    Meiner auch nicht! Vlt. findest du ja U5 Imker die ausgebaute Waben verkaufen könnten?


    Das kann ich dir nicht mit Sicherheit beantworten. Denke aber nein. Dazu ist diese Arbeitsweise noch viel zu unbekannt. Meist wird sie aber auch von Imkern einfach abgetan. Nach der Richtung was der Bauer nicht kennt isst er nicht, auch wenn er verhungert.

    Quote

    Drudenstein hat geschrieben:Von Übersee Bienen hier her holen, au weija, was das für Unmus ist und die Kosten.


    Das meinte ich auch nicht! Ich würde niemals an sowas denken! Wie kommst du darauf? Heimische Biene ist doch Vorraussetzung, ich meinte U5 Imker aus deiner Umgebung natürlich!

    Das habe ich schlicht falsch verstanden.

    Quote

    Drudenstein hat geschrieben:Es muss aber was geschehen, zumal man ja nicht große Teile für Jahre ohne Bienen lässt um dann wieder eine neue Besiedlung beginnt mit milbenfreien Tieren.
    Muss mich damit beschäftigen und weiter Infos sammeln.


    Ich kann dich gut verstehen! Aber gibt es noch einen anderen Weg, als die schon oben genannten?

    Auch das weiß ich nicht, fange ja erst damit an, oder fange jetzt erst an mich damit zu beschäftigen. Ob ich jemals dazu komme und wie weit das ist die nächste Frage, habe keinen der mein Hobby weiterführt und das Alter darf man bei so einem Schritt auch nicht vergessen. Ab einem gewissen Punkt sollte man nur noch kurzfristige Projekte planen. :D

  • Hainlaeufer
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    • November 5, 2013 at 7:55 AM
    • #12

    Hallo lieber Drudenstein!

    Quote from Drudenstein

    Das kann ich dir nicht mit Sicherheit beantworten. Denke aber nein. Dazu ist diese Arbeitsweise noch viel zu unbekannt. Meist wird sie aber auch von Imkern einfach abgetan. Nach der Richtung was der Bauer nicht kennt isst er nicht, auch wenn er verhungert.


    Das ist richtig, einer Seits ist es weitgehend noch eher fremd und unbekannt, anderer Seits gibt es Imker die es einfach nicht offenkundig tun, weil sie wissen wie andere darüber denken könnten.

    Quote from Drudenstein

    Das habe ich schlicht falsch verstanden.


    Kein Problem. Ich hab eh ein Missverständnis im Verdacht gehabt :wink:.

    Quote from Drudenstein

    Muss mich damit beschäftigen und weiter Infos sammeln.


    Na dazu ist ja eh der Winter wie geboren! Viel Erfolg auf diesem Wege!

    Quote from Drudenstein

    Auch das weiß ich nicht, fange ja erst damit an, oder fange jetzt erst an mich damit zu beschäftigen. Ob ich jemals dazu komme und wie weit das ist die nächste Frage, habe keinen der mein Hobby weiterführt und das Alter darf man bei so einem Schritt auch nicht vergessen. Ab einem gewissen Punkt sollte man nur noch kurzfristige Projekte planen. :D


    So wie ich jetzt den Überblick seit gestern Abend bekam, gibt es genau zwei Wege. Der Erste wäre, die Zellenverkleinerung und/oder derartige Völker beziehen. Der zweite Weg wäre, die Bienen nur aufs mindeste zu behandeln und laufend Selektion betreiben, wie es im letzten Link, darin weiter unten schön geschrieben wurde. Und das das alles jede Menge Arbeit ist... ist klar! Ich denke aber, dass man da von rund fünf bis acht Jahre rechnen kann, und ich denke, wenn du schon so viel Interesse dafür pflegst, die Zeit du sicher auch noch hast :wink:.

    Der liebe Fanterer ist ein gutes Beispiel, seine U5 Völker stehen günstig und haben so einen niedrigen Varroafall das er bislang nicht behandeln musste. Hier sieht man, dass die Zellenverkleinerung schon ein rascher, harter Eingriff in den Bien ist, der gleich mal 50% des Varroadrucks mindert. Es stehen aber noch einige Hürden bevor die eben auch noch ins Auge gehen könnten, aber wie man sieht, Fanterers U5 Völker sind ein gutes Beispiel das es funktionieren kann.
    Wenn man aber rein nach Varroafall bzw. Varroadruck, Hygieneverhalten, Ausräumverhalten usw. ohne regliche Zellenveränderung usw. selektiert, braucht man natürlich schon so seine Jahre (siehe oben) aber man hat mehr Bienenzucht/vermehrungsarbeit und Selektionsarbeit und weniger Geldausgaben in Hinsicht auf U5 Material, abgesehen von einem Totalverlust, dann wirds natürlich teuer. Die Motivation und Stärke braucht man auch für so ein Verfahren, die Bienen müssen ja harte Zeiten durchmachen, dass muss man erst einmal ertragen können!

    Nach unserer Schreiberei hier habe ich entschlossen, noch diesen Winter für meine Beutenböden eine Varroaschublade/windel zu basteln, um auch hier mal kontrollieren zu können um eventuell in der Vermehrung der Bienen auf die zurück zu greifen die mir den besseren Eindurck vermitteln können. Jep, bislang habe ich nie damit gearbeitet, hab es nie anders gelernt bekommt, aber jetzt wird sichs ändern!

    Und vlt. kann ja der liebe Fanterer irgendwann mal dir fünf U5 Waben verkaufen, wer weiß, vlt ist das schon nächstes Jahr soweit :wink::P

    Sehr interessantes Thema, auf jeden Fall!

    LG

  • tinafalke
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    Mal mehr mal weniger
    • November 5, 2013 at 4:03 PM
    • #13

    Hallo!
    Ich möchte mal meine Erfahrung mit einer kleinen Biene, der Sicula machen.
    Da ich sie noch nicht so lange habe, ist es noch etwas früh, um mich darauf
    festzunageln. Aber die kleine Biene sitzt auf normale Waben, und es kommt
    eben diese kleine Biene heraus. Nix mit kleinen Zellen. Die Biene muß durch
    Zucht genetisch verkleinert werden. Kleine Bienen sind nur der erste Schritt,
    wir brauchen eine Biene, die Brutpausen einlegen, denn Brutreduzierung ist
    die einzige Möglichkeit, um die Varroa etwas in Schach zu halten. Das zeigt
    doch ganz eindeutig die Biene, von der die Varroa kommt. Unsere einstige Biene
    war klein, Nahrungsangebot angepaßt und im Winter völlig brutfrei.
    Das bekommen wir mit der Dunklen wieder hin.
    Mein Weg geht über die Sicula. Klein und Brutpausen einhaltende Biene.
    So vermeide ich das Einquetschen der Bienen in kleine Zellen, und versuche
    die Kleinheit durch Drohnen auf unsere Dunkle zu übertragen.
    Das ist aber nur mein Weg. :roll::roll:
    Gruß Fooke

  • Hainlaeufer
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    • November 5, 2013 at 5:01 PM
    • #14

    Hallo Tinafalke!

    Vielen Dank für die Einsicht in deinem Zielvorhaben! Ja, du hast Recht, natürlich soll jeder seinen Weg finden, um die Bienen gegen die Varroa stärker zu machen. Der Schritt zu kleinen Bienen ist sicher irgendwo notwendig, man kann sich eh seinen eigenen Pfad suchen.

    Ich denke auch, die Dunkle natürlich, ohne Zweifel da ja heimisch, ist die erste Wahl!

    Ich bekam vor rund zwei Jahren ein Absperrgitter (weil ich von ihm ein Volk bezog was angeblich kleine Zellen bauen konnte) von einem alten Imker, der dieses Absperrgitter von seinem Vater "geerbt" hat. Und stellt euch vor, die heutige Biene schafft es nicht mehr durch dieses Absperrgitter. Und genau dieser Fall sollte jedem Imker mal ordentlich zum denken anregen! Kleine Zellen oder Naturbau, irgendwo ist der richtige Weg!

    LG

  • Bschein
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    • November 5, 2013 at 5:53 PM
    • #15

    Hallo,

    damit ihr mich nicht falsch versteht, wenn verfügbar tue ich auch MW mit 5,1er Zellen rein, aber dieses Thema wurde hier schon durchgekaut:

    https://imkerforum.nordbiene.de/viewtopic.php?…Zellen&start=15

    und auf imkerforum.de erst mal.

    Viele Grüße
    Philipp

  • Hainlaeufer
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    • November 5, 2013 at 6:23 PM
    • #16

    Hallo lieber Philipp!

    Hier wird nix falsch verstanden :wink:. Bitte erzähl mal über deine 5,1er Völker. Gibt es da irgendwas spezifisches zu berichten? Veränderungen? Denn, über 5,1er liest man nicht so viel (außer das viele Bienenherkünfte das meistens Problemfrei ausbauen können) da ja die meisten bestrebt sind, auf 4,9er zu wechseln. Erzähl mal!

    Danke für den Link. In diesem Thread... ja ich kann mich erinnern, da hab ich schon mal bissl herum gestörbert, damals, aber die 2012er Beiträge kannte ich noch nicht. Ich werde immer mehr dazu bestärkt, auf Naturbau zu selektieren.

    Leider hört man ja momentan nix mehr von den Mitgliedern aus dem Thread, welche Erfahrungen da gemacht wurden, mit der Dunklen. Hätt' mich schon wahnsinnig interessiert!

    Aber wir werden sehen!

    LG

  • Johannes
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    • November 5, 2013 at 6:26 PM
    • #17

    Hallo Philipp,

    aber auch in der Medizin gilt:
    "Wer heilt, hat Recht."

    Denn egal wie oft die Wirkung der Alternativmedizin in Studien widerlegt wurde, es gibt dennoch einen Markt dafür.
    Und genügend Praktiker haben damit Erfolg! :P


    Ich würde also diesen Ansatz in der Bienenhaltung nicht von vornherein abblocken nur weil vielleicht 100 Leute mit mehr oder weniger praktischer Erfahrung sagen, dass es Blödsinn ist.

    In diesem Sinne einen schönen Abend! :)

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Gast4
    Guest
    • November 5, 2013 at 7:02 PM
    • #18
    Quote

    Ich würde also diesen Ansatz in der Bienenhaltung nicht von vornherein abblocken nur weil vielleicht 100 Leute mit mehr oder weniger praktischer Erfahrung sagen, dass es Blödsinn ist.

    Das sehe ich genau so.
    Bestes Beispiel für eine Fehlplanung ist die Varroa und unsere aussterbende dunkle Biene.
    Alles Ergebnisse von undurchdachtem menschlichem Handeln.
    Es soll ja heute noch "Imker" geben welche die dunkle Biene hassen und aus dem begrenzten Weitblick sogar Straftaten begehen um der dunklen zu schaden.

    Das Ziel soll, auf lange Sicht gesehen, eine Biene sein die mit der Milbe klar kommt und der dieser Parasit nichts mehr ausmacht.
    Viele Wege führen zum Ziel, manch einer wird eine Sackgasse sein, aber gehen müssen wir die Wege sonst finden wir nie das Ziel.

  • Johannes
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    • November 5, 2013 at 7:28 PM
    • #19

    Hallo Hans,

    das hast du sehr schön formuliert.

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Fanterer
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    • November 5, 2013 at 7:47 PM
    • #20

    Hallo zusammen,

    Quote

    Hallo Philipp,

    aber auch in der Medizin gilt:
    "Wer heilt, hat Recht."

    Denn egal wie oft die Wirkung der Alternativmedizin in Studien widerlegt wurde, es gibt dennoch einen Markt dafür.
    Und genügend Praktiker haben damit Erfolg! :P


    Ich würde also diesen Ansatz in der Bienenhaltung nicht von vornherein abblocken nur weil vielleicht 100 Leute mit mehr oder weniger praktischer Erfahrung sagen, dass es Blödsinn ist.

    In diesem Sinne einen schönen Abend! :)

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    Sehr richtig :D

    Man kann gerade auch über die Alternativmedizin sagen was man will (Diskussionen führen meist zu nichts).
    Tatsache ist, ein Mensch kann sich eine Wirkung auch einbilden (Placeboeffekt).
    Ein Tier bildet sich nichts ein und der Imker bildet sich auch nicht ein das seine Völker ohne Behandlung überleben oder eben nicht.

    An dieser Stelle mal ein paar Fotos, davon habe ich einige, jede Durchschau meiner kleinzelligen Völker wird mit Bild und Text dokumentiert und somit kann man am Ende auch zusammenhänge besser erkennen.
    Nichts ist so wichtig wie Dokumentation gerade um später etwas in der Hand zu haben mit dem man entweder andere Imker überzeugen (das will ich im Moment noch nicht)
    oder sie davor warnen kann.
    Aber ohne ein (bereits vorgegebenes) Konzept bis ins Detail korrekt (und damit meine ich auch echte 4,9mm Mittelwände und keinen Schrott der auf jeder Zellenseite ein anderes Maß hat) auszuprobieren kann niemand jemals eine Aussage über Sinn und oder Unsinn treffen. Schade das es dazu immer wieder kommt :cry:


    Hier sieht man ein Volk von oben, dass zur Umstellung auf Kunststoffwaben sitzt.
    Solange keine Bienen der großzelligen Generation mehr übrig sind.


    [attachment=4]Volk umstellung.jpg[/attachment]

    Eine Kunststoffwabe mit verdeckelter Brut, wenn die Kunststoffwaben ein paar Monate im Volk waren sehen sie auf den ersten Blick gar nicht mehr nach Kunststoff aus.
    Die Bienen überziehen alles mit Wachs und Propolis. (Nochmal, diese Warben dienen nur zur Umstellung und sind natürlich kein Dauerzustand, aber ohne diese Waben dauert es Jahre bis man Bienen hat die wirklich 4,9mm Zellen bauen können, die Umstellung über das Zwischenmaß 5,1 ist möglich aber ungleich aufwändiger!)


    [attachment=3]Kunststoffwabe mit Brut.jpg[/attachment]

    Wenn gerade viel Tracht herrscht oder die Bienen genetisch absolut ungeeignet sind helfen auch die aus Kunststoffwaben geschlüpften Bienen nix.
    Solche Mittelwände kann man sofort wieder dem Wachskreislauf zuführen. :mrgreen:
    Unten links im Bild sieht man die Drohnenecke, Die Mittelwände wird so zugeschnitten und eingelötet das sie nirgends am Rähmchen ansteht.
    Die Biene sollen selbst entscheiden wo sie Durchgänge haben wollen, auch sollen sie wieder Drohnenbrut anlegen dafür dient die ausgeschnittene Ecke.
    Drohen werden in der Wichtigkeit ein Volk gesund zu halten stark unterschätzt! Drohnenbrut wird auch nicht ausgeschnitten!!!!


    [attachment=2]Mittelwand vermurkst.jpg[/attachment]


    [attachment=1]Stifte in vermurkster Mittelwand.jpg[/attachment]

    So sieht es dann aus wenn eine Brutwabe zu spät als vermurkst erkannt worden ist.
    Diese Brut darf man auf gar keinen Fall schlüpfen lassen, da man sonst wieder große Bienen im Volk hat und damit wieder ganz am Anfang steht :!:


    [attachment=0]Wabe fehlbau.jpg[/attachment]

    Images

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    Edited once, last by Fanterer (November 5, 2013 at 8:02 PM).

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