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  1. Imkerforum Dunkle Biene seit 1996
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Stille Räuberei

  • Kai
  • 23. August 2013 um 22:56
  • Kai
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    • 23. August 2013 um 22:56
    • #1

    Hallo allerseits,

    ich möchte das Thema doch nochmal gern in einem neuen Thread aufgreifen.

    Ich berichtete ja, dass eines meiner Völker kaum Futter aufnahm. Vorgestern stellte ich stille Räuberei fest, also ohne Stecherei, ganz gemütlich trugen Bienen eines anderen Volkes Futter aus dem beräuberten Volk. Auch heute noch, obwohl ich vorgestern das Füttern eingestellt hatte.

    Ein Kontrolle ergab: Königin vorhanden, Brut in allen Stadien vorhanden. Und trotzdem hat sich das Volk nicht gewehrt. Komisch. So etwas ist mir noch nie passiert.

    Kurzerhand: das Volk kam heute abend auf meinen Außenstand (Mutters Garten). Futter haben sie, von daher brauche ich nicht füttern. Ich habe auch einen ganzen Schwung Räuberbienen mitbekommen; das merkte ich bei Öffnen des Volkes im Garten meiner Mutter.

    Sachen gibt's ......

    Hat jemand von Euch damit Erfahrung?
    LG
    Kai

  • Johannes
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    • 24. August 2013 um 06:56
    • #2

    Hallo Kai,

    ich habe das leider auch schon erlebt, aber leider erst zu spät bemerkt. Naja, man hält es halt für schönen Flugbetrieb und schöpft kaum Verdacht. Und da mir das zu Beginn meine Imkerlaufbahn vor rund 10 Jahren passiert ist, habe ich auch nicht schnell genug reagiert.

    Als es mir dann vor 2 Jahren noch mal passierte, habe ich es schon nach einem Tag bemerkt und das Volk auch auf einen Außenstand gebracht. Ich denke, das ist die einzige Lösung.

    Viel schlimmer finde ich eine aggressivere Form der Räuberei. Da haben mir mal die Räuberbienen die Königin im Opfervolk getötet und deren Bienen haben dann mit den Räubern gemeinsame Sache gemacht und den Kasten ausgeräumt.


    Bei den Bienen kann man halt jeden Tag was neues erleben! Egal wie lange man das schon macht. Mein Opa ist nun 88 Jahre und hat auch wie ich seit seinem 10 Lebensjahr Bienen. Auch er lernt noch jedes Jahr neue Kuriositäten kennen! :D

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

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  • elk030
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    • 24. August 2013 um 08:14
    • #3

    Räuberei ist ein ernstes Thema und es wird meist durch uns Imker bewirkt
    Da stehen wir in der Verantwortung, rechtzeiti zu erkennen und umgehend zu handeln.
    Da unterbreche ich auch eine eh schon späte Honigernte wenn ich erkenne, das es es brisant wird.
    Aber ich bekomme das geregelt, entweder über Regen oder Nachtschichten.
    Dieses Jahr rühre ich den Zucker nicht selbst und erkennne die Vorzüge von Fertigsyrup.
    Gruss, Elk

  • Kai
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    • 24. August 2013 um 12:31
    • #4
    Zitat von Johannes


    Als es mir dann vor 2 Jahren noch mal passierte, habe ich es schon nach einem Tag bemerkt und das Volk auch auf einen Außenstand gebracht. Ich denke, das ist die einzige Lösung.

    LG Johannes


    Hallo,

    ja, dies ist die einzige Rettung.

    Und ganz wichtig: auf den dann leeren Platz sofort eine leere Beute hinstellen, die genauso aussieht. Dies habe ich getan. Mit einer Leerwabe drin. Die Räuberei soll sich so totlaufen, und nicht auch noch auf das Nachbarvolk des verstellten Volkes übergreifen. Ich schau mir heute die Lage an.

    LG
    Kai

  • Gast02
    Gast
    • 25. August 2013 um 08:15
    • #5

    Hallo,
    da gibt es einen Spruch: "Vor jeder Räuberei kommt eine Eselei"!
    Ja, für jeden ob Jung oder Alt hat dies einen gruseligen Beigeschmack und der stille Raub wird häufig erst viel zu spät bemerkt; bei Reihenaufstellung so wie so.

  • Johannes
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    • 25. August 2013 um 08:29
    • #6

    Hallo Horst,

    da hast du vollkommen recht!
    Ich glaube, es liegt häufig in der Futtertechnik begründet.
    Wenn man mit Zuckerwasser füttert und dann vielleicht noch mitten am Tag, dann darf man sich nicht wundern.
    Aber mit Sirup und einer Fütterung am späten Abend ist die Gefahr wirklich geringer, wie ich freudig feststellen durfte.

    Dennoch kann man es nie ausschließen und längst nicht immer ist der Imker schuld!
    Letztes Jahr konnte ich beobachten, wie meine Bienen sich über ein wild lebendes Volk in einer alten Linde hergemacht haben.
    Da hat nun wirklich keiner "rumgeeselt"! Die waren einfach schwächer und daher leichte Beute.

    LG Johannes

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  • Kai
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    • 25. August 2013 um 10:39
    • #7
    Zitat von Johannes

    .... Die waren einfach schwächer und daher leichte Beute.

    LG Johannes


    Hallo allerseits,

    dies wird wohl auch bei dem meinen Volk der Grund gewesen sein. Es ist nicht wirklich stark, besiedelt knapp 9 Dadant-Waben. Im Juni war es ja buckelbrütig, wurde dann aber geheilt, und befindet sich jetzt erst wieder in einer Aufwärtsentwicklung, wie ich vor drei Tagen feststellen durfte.

    Gestern bekam es erstmal (auf dem Außenstand) drei verdeckelte Futterwaben als Reserve.

    LG
    Kai

  • Marakain
    Gast
    • 25. August 2013 um 22:35
    • #8

    Moin,

    als Stellvertreter für die Anfänger hier stell ich mal die Frage die zumindestens mir auf der Seele brennt.
    "Normale" Räuberei ist ja halbwegs klar usw.
    Aber wie genau bemerkt ihr jetzt die genannte stille Räuberei?

    Einfach "nur" indem ihr die Beute wiegt oder wie?
    Ich meine wenn noch nicht mal Kai der seit mehr als 30 Jahren imkert am Flugloch erkennt das da geräubert wird wie soll das dann anders gehen?

  • Kai
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    • 25. August 2013 um 23:20
    • #9

    HAllo Kalli,

    doch, es ist nur am Flugloch zu erkennen (gewesen). Schwer beladene Bienen verließen das Volk und flogen nach 2-3 Schleifen in ein ca. 10m entferntes Volk. Es fehlte aber jegliche Stecherei, jede Aufgeregtheit, jedes typisch wilde Räubergebaren.

    LG
    Kai

  • Marakain
    Gast
    • 26. August 2013 um 00:11
    • #10

    Moin,

    hmm... ich glaube ich muss noch daran arbeiten am Flugloch schwer beladene von normalen auf die schnelle zu unterscheiden im Gewusel. Ich meine du meintest mit schwer beladen ja keine Pollenhöschen die sieht ja auch eine Blinder mit Krügstock.

  • Johannes
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    • 26. August 2013 um 08:50
    • #11

    Hallo Kalli,

    Fluglochbeobachtungen richtig zu deuten und dann auch sofort richtig zu handeln ist nicht leicht!
    Aber es ist äußerst wichtig, dies zu beherrschen, da man ja nicht ständig in den Völkern rumhantieren sollte.
    Mit etwas Zeit und Routine wirst du das aber schon packen! :)

    LG Johannes

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  • Marakain
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    • 26. August 2013 um 17:28
    • #12

    Ich werde mir Mühe geben :)

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