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Alternative Behandlung gegen Kalkbrut?

  • Hainlaeufer
  • 30. Oktober 2013 um 22:54
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    • 30. Oktober 2013 um 22:54
    • #1

    Hallo Imkers!

    Habe vorhin die Novemberausgabe von der Zeitung "Bienen aktuell" durch gelesen. Da fand ich auch was ganz interessantes zum Thema Kalkbrut. Da ja die eine oder andere "Linie" der Dunklen einen leichten Hang zu Kalkbrut haben kann, könnte das eventuell hilfreich sein.

    Normalerweise gibt es ja andere Behandlungsmethoden wie z.B. die befallenen Waben entfernen und zerstören und Wabengassen enger setzen. Falls sich das Kalkbrutproblem so nicht entfernen lässt, gibt es ja auch noch die Theorie das es an der Königin liegt, also umweiseln.

    In dieser Zeitung befindet sich ein Bericht vom Herrn Lothar Malin, ein Bienenwart aus der Schweiz (in der Schweiz ist Kalkbrut genauso Meldepflichtig wie AFB).
    Laut Bericht in meiner Kurzfassung: Herr Malin sammelte Erfahrungen bzw. führte (gelungene) Versuche mit einem Tee aus Beinwell-Blättern durch. Nun wird in der Schweiz gebeten, diese Behandlung zu testen um dann Erfolg oder Misserfolg melden zu können bzw. weitere Erfahrungen sammeln zu können.

    Ich zitiere das Rezept von Lothar Malin aus der Zeitung:

    Bienen-Kalkbrut-Auflöser (Ascosphaera apis)
    Zutaten: 2 Liter Wasser, ca. 8 Beinwell-Blätter, 500g Zucker
    Zubereitung: Beinwell-Blätter mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen, abseihen, Zucker beifügen und die Waben kalt damit behandeln. Die Waben von beiden Seiten mit dem Sprühapparat direkt (90°) bespritzen.

    Lothar Malin

    Ich dachte mir, vlt. könnte das mal jemandem helfen. Ich hoffe, es ist okay das ich das hier so zitiert habe! Falls irgendwelche Ungereimtheiten (Copyright o.ä.) entstehen sollten, bitte löschen!

    Viel Erfolg,

    LG

  • Marion
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    • 27. Mai 2016 um 17:33
    • #2

    Hallo
    Hat dieses Rezept mit dem Beinwell jemand mal ausprobiert?
    Wie war der Erfolg?

    Liebe Grüße
    Marion

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  • Katrin
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    • 27. Mai 2016 um 18:31
    • #3
    Zitat von Hainlaeufer

    Laut Bericht in meiner Kurzfassung: Herr Malin sammelte Erfahrungen bzw. führte (gelungene) Versuche mit einem Tee aus Beinwell-Blättern durch. Nun wird in der Schweiz gebeten, diese Behandlung zu testen um dann Erfolg oder Misserfolg melden zu können bzw. weitere Erfahrungen sammeln zu können.
    LG

    Jaa, genau. Dann hat man den Beinwelltee in und auf den Waben. :P

    Zu Beinwell hab ich das gefunden:

    Zitat

    Wikipedia:

    Giftigkeit

    Beinwell enthält wechselnde Mengen von Pyrrolizidinalkaloiden, die (in hoher Dosierung und als Einzelsubstanz) leberschädigend und krebsauslösend wirken. Die Kommission E hat daher für Deutschland den Gebrauch als Heilpflanze nur unter Einschränkungen zugelassen. In Kanada und einigen Staaten der USA dürfen Beinwellprodukte zur inneren Anwendung nicht mehr vermarktet werden.

    Zitat

    Wikipedia zu Pyrrolizidinalkaloide:

    Die Pyrrolizidinalkaloide sind Alkaloide, welche den Doppelring Pyrrolizidin als Strukturbestandteil enthalten. Sie sind schätzungsweise in 3 % aller Blütenpflanzen enthalten und dienen diesen zum großen Teil zur Abwehr von Verbiss. Unter den Giftpflanzen dürften pyrrolizidinalkaloidhaltige Pflanzen die weltweit verbreitetsten sein, weshalb sie für Vieh, Wildtiere und Menschen ein Gefährdungspotential darstellen.

    Ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist, wenn man das in den Bien rein bringt. Kann dazu beitragen noch mehr zu schwächen. :?

    Würde mich auch über Erfahrungsberichte freuen, die das damals ausprobiert haben.

    LG Katrin

  • Johannes
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    • 27. Mai 2016 um 21:52
    • #4

    Na mal ganz nüchtern betrachtet bin ich davon überzeugt, dass die Geschichte mit den Pyrrolizidinalkaloide in jüngster Zeit zu sehr aufgebauscht wird.

    Mit dem Borretsch ist es mMn auch übertrieben. Bis vor paar Jahren kam das Zeug in jeden Bauernsalat und keiner ist dran gestorben und heute wird man blöd angeguckt, wenn eine Borretschpflanze im Garten blüht. :mrgreen:

    Von daher bin ich überzeugt, dass man den Bienen mit obigem Rezept nicht schadet. 8 Blätter auf 2 l Wasser sind ja schon fast homöopathisch. :lol:


    ABER:
    Ich würde auch nichts auf die Waben sprühen um die Kalkbrut los zu werden. Völlige Brutentnahme und / oder Verstärkung des Volkes sind deutlich bessere Mittel.

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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  • Katrin
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    • 28. Mai 2016 um 05:38
    • #5
    Zitat von Johannes

    Na mal ganz nüchtern betrachtet bin ich davon überzeugt, dass die Geschichte mit den Pyrrolizidinalkaloide in jüngster Zeit zu sehr aufgebauscht wird.

    Öhm, ehrlich gesagt hab ich nur nach Beinwell gegoogelt, vorher hab ich noch nichts davon gehört.

    Zitat

    ABER:
    Ich würde auch nichts auf die Waben sprühen um die Kalkbrut los zu werden. Völlige Brutentnahme und / oder Verstärkung des Volkes sind deutlich bessere Mittel.

    Seh ich auch so. :wink:

    LG Katrin

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