HAllo allerseits,
ziemlich häufig erreichen mich persönlich oder indirekt über öffentliche Foren (wie z. B. dieses aktuelle Thema: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=45229 ) Anfragen von Neueinsteigern, die Bienen halten wollen, am besten im "Naturbau" wie die Bienenkiste und dann auch gleich mit der Dunklen Biene.
Im Grunde genommen lobenswerte Vorhaben, und auf jeden FAll sollten potentielle Jung- und Neuimker unterstützt werden. Ich gebe aber auf die Besonderheiten zu bedenken:
Die Bienenkiste ist in meinen Augen die bienenphysiologisch schlechteste aller Bienenwohnungen. Durch ihren flachen, horizontalen (und somit für Bienen widernatürlichen) Körper ergibt sich z. B. ein äußerst ungünstiger Wärmehaushalt. Ich glaube, ich brauche dies nicht weiter ausführen. Durch den Stabilbau sind notwendige Eingriffe, z. B. Austausch einer fehlbrütigen Königin, nicht möglich. Usw. usw. Die Handhabung der Bienenkiste erscheint gerade für Anfänger kompliziert und risikobehaftet. Meine Meinung: die Magazinbeute ist auch für die Bienen die beste Bienenwohnung. ![]()
Zur Dunklen Biene: es kommt natürlich immer darauf an, was man will. Vielen Imkern reicht es aus, mit der F1 zu arbeiten. Doch selbst hierbei ist ein ständiger Zugriff auf die Königin in jedem einzelnen Volk sowie eine gewisse Königinnenaufzucht (Nachzucht von einer reinen Zuchtmutter) erforderlich. Noch viel aufwändiger gestaltet es sich natürlich, wenn man die reine Dunkle Biene an seinem Stand haben will. Hier ist dann eine ambitionierte Zuchtarbeit mit der Möglichkeit der Reinpaarung nötig! Ob dies Anfänger leisten können? Ich denke da auch an die Arbeit der Einweiselung von wertvollen Zuchtköniginnen.
Wie sehen es die anderen? Ist die Dunkle Biene in Deutschland bereits leicht erhältlich? Sowohl als Königin als auch in Form von Jungvölkern? Kann man schon von einer Bedarfsdeckung sprechen? Was würdet Ihr Anfängern empfehlen?
LG
Kai