Hallo zusammen,
gestern hatten wir auf unserem lokalen Imkermonatsabend eine lebhafte Diskusion zum Thema Fruchtbarkeit von Drohnen. Aus aktuellen Studien geht hervor, dass zunehmend Unfruchtbarkeiten bei Drohnen festgestellt werden.
Ich habe mich mittlerweile ein wenig in das Thema eingelesen und fand folgendes Dokument der Internetseite "Toleranzzucht" sehr interessant:
Dr. Gudrun Koeniger, Dr. Nikolaus Koeniger, Institut für Bienenkunde (Polytechnische Gesellschaft), Karl-von-Frisch-
Weg 2, 61440 Oberursel, Germany
http://www.toleranzzucht.de/fileadmin/webs…it_Schechen.pdf
Als Grundlage wähle ich zunächst diesen kurzen Auszug aus dem Dokument:
ZitatÜber Zucht und Haltungsbedingungen der Drohnen ist nur wenig bekannt. Dabei spielt die „Qualität der Drohnen“ bei der Paarung eine entscheidende Rolle. Optimal begattete Königinnen erhält man nur wenn Anzahl und Qualität der Spermien stimmen. Die Königin kann bei der Paarung nämlich nicht die Menge des aufgenommenen Spermas wahrnehmen, sondern sie misst „nur“ die Anzahl der Paarungen (Koeniger 1976, Apidologie 7, Koeniger et al. 2007, Apidologie 38, Schlüns et al, 2005, AnimalBeh.70). Dieses „Zählen“ der Paarungen der Königin könnte eine Erklärung dafür sein, dass manche Königinnen zwar gleich nach den Hochzeitsflügen ganz „normal“ mit der Eilage beginnen, aber schon nach kurzer Zeit drohnenbrütig werden. Und dass trotz einer großen Zahl von Drohnen auf der
Belegstelle! Deshalb ist die Anzahl der Drohnen pro Drohnenvolk als einziger Maßstab für Belegstellen nicht ausreichend. Es gilt vielmehr zukünftig auch die Qualität der Spermien der Drohnen zu berücksichtigen.
Ich möchte das Thema zunächst erstmal "allgemein" zur Diskusion stellen. Ich denke es lohnt sich evtl. später separate Themen diesbezüglich zu diskutieren. In diesem Thema möchte ich gerne eure Begegnungen und Erfahrungen bezüglich des Themas "Fruchtbarkeit von Drohnen" und aktuelle Entwicklungen diskutieren.
Beste Grüße, Ole!