Berlin Brandenburg:
Wie man entsprechenden Verlautbarungen entnehmen kann, ist eine abermalig für 2016 angesetzte Besamungsaktion der sog. "IG Dunkle Biene Brandenburg" erneut gescheitert. Grund ist offenbar, dass auf einen Aufruf vom 18.11.2015 keine einzige Meldung erfolgt ist (siehe Aufruf).
Ähnliche "Erfolge" gab es hier schon in den vergangenen Jahren. Nun mag sich der Initiator fragen, woher diese "Zurückhaltung" kommen mag. Eigentlich ist es doch keine schlechte Idee, Lohnbesamung für interessierte Mellifera-Züchter anzubieten.
Mag es vielleicht mit dem dort gehaltenen Bienenmaterial an sich zu tun haben?. Wie bekannt ist, arbeitet der Initiator mit hauptsächlich der (polnischen) Kampinoska*, einer recht stechlustigen Hybridbiene von einem deutsch-polnischen fliegenden Bienenhändler, aber auch mit der "Salzburger Nigra". Außerdem will er sich noch eine Königin der Braunelle aus Tirol zulegen.
Ich frage mich: Ist dies alles seriöse Zuchtarbeit an der Dunklen Biene? Braucht man für diese Hybridbienen wirklich eine Besamungsaktion?
Und vor allem frage ich mich: warum wehren sich diese Brandenburger Imker so sehr gegen die ECHTE Dunkle Biene aus Skandinavien? Ich glaube, die sog. IG Dunkle Biene tut ihren Mitgliedern keinen Gefallen, Hybridbienen aus Polen und den Alpen zur Vermehrung feilzubieten.
Wie sehen es die anderen?
LG
Kai
Die Kampinoska wurde von mir in mehreren Untersuchungen eindeutig als Hybridbiene identifiziert. Der Westfälische Bienenhalter Simon Bach versuchte, diese Biene in einer großen Sammelbestellung einzuführen (selbst das Fernsehen war dabei). Das Ergebnis war niederschmetternd.
Foto: Kampinoska Hybridbienen