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Wander mit Hummeln

  • Horst
  • 4. Juni 2009 um 17:35
  • Horst
    Gast
    • 4. Juni 2009 um 17:35
    • #1

    Vor ein paar Tagen habe ich mit einem Freund Hummelvölker in den Rotklee gebracht. Auf eine Bitte eines Samenzüchters.
    Insgesamt 18 Völker von Stein-, Erd-, Baum,- und Gartenhummeln. Etwa 20 Hektar Rotklee stehen den Hummeln zur Verfügung.
    MfG. Horst

    [Admin: Hallo Horst, habe die Fotos korrekt eingestellt, bitte immer den "img-Buton" benutzen]


  • Kai
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    • 4. Juni 2009 um 20:58
    • #2

    Ein wunderschöner Anblick. Ja ... es geht also auch mit Hummeln. :roll:

    LG
    Kai

  • Luxnigra
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    • 7. Juni 2009 um 21:41
    • #3

    Entnimmst du auch die Wachskugeln mit dem Nektar. Soll toll schmecken!
    Wie erstellt man solche Völker? Gerade für Rotklee sind Hummeln wichtig, da die Dunkle ja nicht Rotkleefähig ist.

  • Horst
    Gast
    • 7. Juni 2009 um 22:37
    • #4

    Den Hummeln ihren Honig nehmen, hab ich noch nicht, würde ich auch nicht.
    Völker erstellen ist an sich sehr einfach im zeitigen Frühjahr, man braucht nur geeignete Nistmöglichkeiten aufstellen und schon werden diese von suchenden Königinnen bezogen. 3 Jahre hatte ich am Haus Steinhummeln im Kasten, in diesem Jahr ist es eine dunkle Erdhummel.
    MfG. Horst

  • Gast
    • 8. Juli 2009 um 15:25
    • #5

    Hallo Horst,
    Ich fürchte Erd- und Baumhummlen können Rotklee ganz sicher nicht bestäuben. Auch Steinhummlen nicht. Nur Gartenhummeln und Ackerhummeln können das (von den häufigen 7 Hummelarten).
    Erdhummeln begehen Blüteneinbruch (schadet aber den Pflanzen nicht).

    Grüße,
    Christian

  • Horst
    Gast
    • 8. Juli 2009 um 20:15
    • #6

    So ist es, Christian. Viel Erfolg sehe ich auch nicht darin, ist auch nur ein Versuch meines Freundes der seid vielen Jahren Hummeln pflegt und für ein wenig mehr Verständnis bei Menschen seiner Umgebung sorgt.
    MfG. Horst

  • Luxnigra
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    • 8. Juli 2009 um 20:48
    • #7

    Man sagt, die Dunkle sei nicht Rotkleefähig, wegen der kürzeren Zunge. Was ist eure Meinung?

  • Horst
    Gast
    • 9. Juli 2009 um 08:40
    • #8

    Den kürzesten Rüssel aller Mellifera Rassen hat angeblich die dunkle Biene, den längsten die caucasica die zum Rassenkreis der carnica gehört. Guido Sklenar hat bei seinem "47" Stamm des öfteren auf die Rotkleefähigkeit hingewiesen, mit ein Grund für die damalige Verbreitung seiner Biene in Deutschland. Aber Leute, Rotklee spielt heute bei uns keine Rolle mehr.
    Gruß, Horst

  • Kai
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    • 9. Juli 2009 um 11:31
    • #9

    Genau, wo gibt es heute noch Rotklee? Ich kenne Rotkleefelder noch von früher, und die auch nur in Dänemark. In Deutschland habe ich noch nie Rotkleeanbau gesehen.

  • Horst
    Gast
    • 9. Juli 2009 um 13:00
    • #10

    Christian, nun habe ich mich bei meinem Hummelpapst schlau gemacht. Den kürzesten Rüssel hat die Erdhummel (8-9 mm Arbeiterinnen), den längsten die Gartenhummel (15 mm). Die Steinhummel Königin liegt bei 12-14 mm , Arbeiterinnen bei 10-12 mm und die Drohnen 8-10 mm (wie lang ist der Honigbienen-Rüssel im Durchschnitt?).
    Seine Kontrollen ergaben am Rotkleefeld einen guten Beflug aller 7 Hummelarten.
    Den Blütenbruch durch Hummeln kenne ich von Löwenmaul und dem Leinkraut, an Rotklee noch nicht beobachtet.
    Es bleibt abzuwarten wie der Samenertrag des Feldes ist, den darauf kam es uns an.
    Über weitere Beobachtungen werde ich berichten.
    Gruß, Horst

  • Gast
    • 10. Juli 2009 um 19:21
    • #11

    Hallo Horst,
    bei den Steinhummeln habe ich mich vertan. Die gehen gerne an Rotklee.
    (Entschuldigung, das ist mir bisher nicht aufgefallen.)
    Erdhummeln, Wiesenhummeln und Baumhummeln kommen aber eigentlich nicht an den Nektar.

    Zitat

    Seine Kontrollen ergaben am Rotkleefeld einen guten Beflug aller 7 Hummelarten.


    Es ist wohl so, dass sie unter Umständen einfach nur Pollen sammeln.

    Zitat

    Aber Leute, Rotklee spielt heute bei uns keine Rolle mehr.


    leider hast du da recht.

    Grüße,
    Christian

  • Luxnigra
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    • 12. Juli 2009 um 18:41
    • #12

    Bei mir hat ein Bauer 8 ha Rotklee angebaut. Als Samenvermehrungsfläche. Wenns sich rechnet, wird er es weiter machen.

  • Gast
    • 4. Februar 2010 um 08:36
    • #13

    rotklee ist in der ökologische landwirtschaft eine grundlage für die bodenfruchtbarkeit, (üblicher anbau in eine ca 7 jährige fruchtwechsel ca zweijähriger klee anbau. da wo ein sorgsamer umgang mit erde gepflegt wird, kann auch das insektenleben sich entfalten. leider wird er oft noch zu früh gemäht, sodas seine blüte oft nur in samen nachbau sichtbar wird. dann sind aber wolken teppiche von hummeln (arten mir leider nicht bekannt) und schmetterlinge anwesend. fürs tägliche futterhohlen meiner milchviehherde habe ich immer ca 30-40 cm streifen stehen gelassen (also älters futter beim nächsten turnus mitmähen) diese ergibt eine gute mischung aus strukturreichen älterem und eiweishaltiggem junges futter, fürs insektenleben ist es eine wohltat, weil so immer blüte auf dem feld ist! und zwar die gesammte wachstumsperiode !!!! ....

  • Horst
    Gast
    • 4. Februar 2010 um 09:19
    • #14

    Leider denken und tun nicht alle Landwirte so wie du es tust. Leider wird Rotklee von der Honigbiene kaum beflogen, wenn dann nur die Blüten nach dem ersten Schnitt. Bei den Hummeln finden sich auch meist die Arten mit dem langen Rüssel ein, nur diese Arten werden immer seltener.
    Für mich jedenfalls immer ein Erlebniss wenn man die "Wolken" von Insekten über derartige Blütenmeere sieht.
    Gruß, Horst

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