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Oxalsäure träufeln ohne Zucker?

  • Kai
  • December 3, 2017 at 3:04 PM
  • Kai
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    • December 3, 2017 at 3:04 PM
    • #1

    HAllo allerseits,

    die bisherigen Träufelmethoden sehen die Zugabe von Zucker in die Oxalsäuredihydratlösung vor. Hintergrund: Zucker soll wohl als "Schmiermittel" dienen.

    Nachteil: die Bienen nehmen dieses durch Aufschlecken auf. Dies ist hochgiftig für sie.

    Frage: Funktioniert das Träufeln von Oxalsäure ohne jegliche Zugabe von Zucker oder Glykol genau so gut? Weiß es jemand?

    LG
    Kai

  • Manfred1980
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    • December 7, 2017 at 1:38 PM
    • #2

    Moin,

    ich verwende zur Winterbehandlung 3.5 % ige Oxalsäuredihydratlösung ohne Zuckerzusatz.

    Ob das genauso gut funktioniert kann ich mangels Vergleichsuntersuchungen nicht beantworten.
    Bislang ( seit 2014 ) bin ich aber mit der Effektivität ganz zufrieden.


    Grüße aus Vorpommern

  • Kai
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    • December 7, 2017 at 1:56 PM
    • #3

    Hallo MAnfred,

    ganz ganz herzlichen Dank. :D Dies finde ich sehr interessant, da ich keinen Zucker mehr in OS-Lösung haben will aus bekannten Gründen.

    Warum sollte es auch nicht ohne Zucker funktionieren! Sprühen (im Sommer) geht ja auch ohne Zucker.

    Manfred, wie sie der Bienentotenfall nach dem Tröpfeln ohne Zucker aus?
    Viele Grüße nach Vorpommern zurück. Ich muss mal wieder in meine Lieblingsheimat fahren: Bismark, Löcknitz, Pasewalk, wunderbar.

    LG
    Kai

  • Richthofen
    Guest
    • December 7, 2017 at 4:28 PM
    • #4

    Hi Kai
    Weshalb fragst Du nicht beim Hersteller oder dem Verkäufer nach ?
    Gruss Markus

  • Kai
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    • December 7, 2017 at 4:38 PM
    • #5

    HAllo Markus,

    gute Idee. Moment ..... gesagt getan.

    LG
    Kai

  • Richthofen
    Guest
    • December 7, 2017 at 4:49 PM
    • #6

    Das hast hast Du jetzt nicht im ernst getan - oder ? :oops::shock:

  • Richthofen
    Guest
    • December 7, 2017 at 5:10 PM
    • #7

    https://www.biovet.ch

    Auf deren Antwort bin ich also auch gespannt , denn die müssten das wissen . Gefragt hätte ich zudem was sie von Deinem Argument , die Bienen nehmen die Lösung mit Zucker auf, halten .
    Gruss Markus

  • Kai
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    • December 7, 2017 at 5:25 PM
    • #8

    HAllo,

    so, hier schon die Antwort:

    Quote

    Sehr geehrter Herr Kai-Michael Engfer,

    Vorab danke für Ihre Email und Anfrage.

    Die Träufelmethode ist seit mehrere Jahren eine sehr erfolgreiche Methode. Wichtig ist das die Völker brutfrei sind und das die Behandlung bei Tieftemperaturen durchgeführt wird, zwischen -15° und + 5°C.
    Der Zucker welcher mit der Lösung gemischt wird dient nur als "Klebstoff" auf den Bienen. Dadurch verteilt sich die Oxalsäure auf optimal auf der Wintertraube durch die Bewegungen der Bienen. Die Varroa nimmt durch Ihre Saugfüße die Oxalsäure auf und stirbt.
    Die Biene nimmt die Oxalsäure nicht auf, Sie ernährt sich nur von den Reserven Waben und nur bei milderen Temperaturen, da jede Bewegung viel Energie kosten. wie sie es selber schon festgestellt haben ab Oktober verweigern Bienen Fremdfütterungen

    Falls Sie OXUVAR® direkt träufeln möchten, ist die Oxalsäure Dihydrat Lösung zu hoch in der Konzentration und zu flüssig. Sie würde direkt runter auf den Varroaschieber fallen und die Behandlung hätte keine Wirksamkeit.

    Leider ist in Deutschland die Behandlung, Verdampfen mit Oxalsäure nicht zugelassen, diese ist meiner Meinung nach die schonendste für die Bienen.

    Mit freundlichen Grüßen
    .....

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    LG
    Kai

  • robirot
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    • December 7, 2017 at 5:35 PM
    • #9

    Schöne Antwort, v.a. der Schlussatz ;)

    Oxalsäure Träufeln funktioniert auch ohne den Zucker.
    Jedoch ist es so das Zucker oder besser Glycerin die Viskosität erhöhen, wodurch die Verweilzeir und Haftung erhöht wird, dies steigert die Effizienz.
    Vor allem wird die Lösung im Winter durch sozialen Kontakt der Bienen untereinander verteielt. Dafür ust das Kleben gut.

    Beim Sprühen braucht man den Zusatz nicht, da die Sprühflasche die Verteilung im Volk übernimmt. D.h. ist der Soziale Kontakt nicht mehr wichtig.

    Wenn du etwas dazu lesen willst, guck mal in der Apidologie unter Oxalic acid dribble nach, dazu gibt es viele Studien.

  • Kai
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    • December 7, 2017 at 5:46 PM
    • #10
    Quote from robirot


    Jedoch ist es so das Zucker oder besser Glycerin die Viskosität erhöhen, wodurch die Verweilzeir und Haftung erhöht wird, dies steigert die Effizienz.
    Vor allem wird die Lösung im Winter durch sozialen Kontakt der Bienen untereinander verteielt. Dafür ust das Kleben gut.


    Oki, das klingt überzeugend.

    LG
    Kai

  • Richthofen
    Guest
    • December 7, 2017 at 11:43 PM
    • #11
    Quote from imkerforum-nordbiene

    Nachteil: die Bienen nehmen dieses durch Aufschlecken auf. Dies ist hochgiftig für sie.


    LG
    Kai


    Was meinte der Informant dazu ?
    Gruss Markus

  • Kai
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    • December 8, 2017 at 9:27 AM
    • #12
    Quote from Richthofen

    Was meinte der Informant dazu ?
    Gruss Markus


    HAllo,

    siehe bitte ungekürzte Antwort oben. Meine Frage war genau die, wie in Post 1, gestellt.

    LG
    Kai

  • elk030
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    • December 8, 2017 at 9:56 AM
    • #13

    Ich kann mir kaum vorstellen, das Bienen eine Zuckerlösung in ihrer direkten Umgebung nicht aufnehmen.
    Ich dachte gelesen zu haben, das die Oxalsäure die Darmflora der Bienen beeinträchtigt und das infolgedessen
    diese Behandlung nur einmal durchgeführt werden kann.
    LG Elk

  • Kai
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    • December 8, 2017 at 10:02 AM
    • #14
    Quote from elk030


    Ich kann mir kaum vorstellen, das Bienen eine Zuckerlösung in ihrer direkten Umgebung nicht aufnehmen.
    Ich dachte gelesen zu haben, das die Oxalsäure die Darmflora der Bienen beeinträchtigt und das infolgedessen
    diese Behandlung nur einmal durchgeführt werden kann.
    LG Elk


    So isses Elk. :D

    Das ist auch meine Beobachtung: Im Schnitt fallen nach OS-Träufeln innerhalb der ersten TAge 200-400 Bienen. Die Langzeitschäden an Bienen, die OS aufnehmen, sind wahrscheinlich deutlich höher.

    LG
    Kai

  • Didi
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    • December 8, 2017 at 11:42 AM
    • #15

    Moin,
    der Schlußsatz :
    "Leider ist in Deutschland die Behandlung, Verdampfen mit Oxalsäure nicht zugelassen, diese ist meiner Meinung nach die schonendste für die Bienen."
    sagt doch eigentlich das träufeln nicht das gelbe vom Ei ist.
    LG Dieter

  • robirot
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    • December 8, 2017 at 12:03 PM
    • #16

    Die Aufnahme erfolgt mit Sicherheit.
    Ich habe jetzt schon öfters gelesen das Oxalsäure sogar Systemisch wirken kann, d.h. also auch bei Aufnahme durch die Biene eine Wirkung eintritt. Die Schäden sind aber hoch.

  • elk030
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    • December 8, 2017 at 1:47 PM
    • #17

    Würde also bedeuten, das auch die Winterbehandlung über Oxaldampf deutlich schonender sein sollte,
    insbesondere wenn gutes Gerät zur Verfügung steht.
    LG Elk

  • Richthofen
    Guest
    • December 8, 2017 at 9:39 PM
    • #18

    Hallo Kai , hallo zusammen
    Entschuldigung , diesen Teil der Antwort habe ich überlesen . :oops:
    Die Quelle besagt also die Bienen nehmen das Oxalsäure-Zuckergemisch aus besagten Gründen nicht auf . Entgegen anderer Stimmen .
    Auf Youtube war da mal ein Versuch , im Sommer wurde Zuckerwasser auf den Oberträger getropft . Die Bienen wurden angefüttert und dann wurde auf das Gemisch mit Oxalsäure umgestellt - die Bienen stoppten sofort - es wurde nicht angerührt .
    Aus allgemein Wissensgründen - ich verdampfe - es hat mich der Hafer gestochen und ich habe bei Andermatt Biocontrol in Grossdietwil gestern angerufen . :D
    Von einem freundlichen Mitarbeiter der Firma , Fachmann bei Fragen zu Bienen , bekam ich exakt die selbe ausführliche Antwort wie Kai sie
    vorlegte .
    Das um 17.18Uhr ! :!: - Top .
    Gruss Markus

  • Kai
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    • December 9, 2017 at 11:01 AM
    • #19
    Quote from Richthofen


    ...Die Quelle besagt also die Bienen nehmen das Oxalsäure-Zuckergemisch aus besagten Gründen nicht auf . Entgegen anderer Stimmen ......

    HAllo MArkus,

    ja, diese Darstellung der Quelle kann ich auch nicht nachvollziehen. Sie ist falsch.

    Recht hat er wiederum wahrscheinlich* damit: Verdampfen ist bienengenehmer als Träufeln.

    LG
    Kai

    *= dies will ich diesen Winter testen.

  • Richthofen
    Guest
    • December 9, 2017 at 12:20 PM
    • #20

    Hi Kai
    Das sachgemäße Verdampfen der Säure mit einem professionellen Gerät ist das Bienen-verträglichste ,
    auch wenn es dazu andere Stimmen gibt .
    Dazu liefen gross angelegte Studien die das belegen .
    Aus welchen tatsächlichen Gründen das Träufeln schlechter abschneidet ist für mich deshalb auch eine nicht vorrangige zu klärende Frage.
    Ich darf verdampfen , " wir " waren also der positiv ausgefallene Feldversuch und ich wünsche es dem Deutschen Imker auch :
    Eine wasserdichte Rechtsgrundlage Bundesweit und darauf basierend seine eigene Entscheidungsfreiheit .

    Gruss Markus

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