Es rollte mal wieder ein Castor Transport quer durch die ganze Republik ins Wendland, nach Gorleben, um dorthin radioaktive Abfälle aus der Wiederaufbereitungsanlage La Hague zu bringen.
Zigtausende Demonstrierende stellten sich dem Zug in den Weg, sie setzten ein Zeichen gegen die Atomenergie schlechthin. Menschen, angetrieben von ihrer ökologischen, sozialen, aber auch urchristlichen und urkonservativen Motivation.
Es liegt in unserer Hand, welche Umwelt wir nachfolgenden Generationen hinterlassen. Abfall aus Kernenergie mit einer Halbwertszeit von mehreren Zehntausend Jahren? In einem Endlager, das kein Endlager ist? Mit einer Menge an Radioaktivität, die die von Tschernobyl um ein vieltausendfaches übersteigt?
Die große Mehrheit der Bevölkerung ist gegen Atomenergie. Dennoch wurde auf parlamentarisch-demokratischem Wege die Laufzeit der Atomenergie verlängert. Warum funktioniert hier Demokratie nicht? Fragen über Fragen.
Die Auseinandersetzung mit Atomenergie, mit demokratischen Entscheidungsprozessen, mit Lobbyarbeit und mit der Frage der Schaffung von Sachzwängen wird jeden von uns beschäftigen, egal wie man zur Atomenergie steht.
LG
Kai