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Belegstelle in Deutschland

  • Dumoint
  • 1. Oktober 2011 um 17:19
  • Dumoint
    Gast
    • 1. Oktober 2011 um 17:19
    • #1

    Ok
    der Titel ist ja schon an sich recht vielversprechend aber ich fang mal von vorne an.
    Als ich vor ca 3 Jahren das erste mal von der dunklen Biene erfuhr machte ich mich auf die Suche eine Rheinzuchtk. zu bekommen. Zunächst recht sporadisch und im näheren Bekanntenkreis dan immer intensiver. Fast entmutigt stieg dan jedoch mein Bruder in die Euphorie ein und wir haben es immerhin geschaft jetzt zusammen 5 Völker mit Rheinzuchtmaterial bekommern zu haben.

    Schaut man in dire Rubrik Tauschbörse findet man auch ne menge gesuche die schlichtweg nicht beantwortet wurden.

    Was ich damit sagen will die dunkle könnte schon viel weiter sein wäre sie den erschwinglich und möglichst unkompliziert zu haben.

    Schaue ich in´s Ausland so muß ich mich wundern selbst das kleine Belgien hatt eine Belegstelle :?

    SO nachdem ich das treiben hier und in anderen Foren/Portalen einige Zeit studiert habe muß ich sagen ich verstehe es nicht :|

    Da gibt es die GEDB die eine schlecht gepflegte Homepage aufweißt die sich für mich immer noch nicht erschließt. Anscheinend gibt es auch innerhalb der GEDB eine AG NRW ( zumindes erwähnt ein IMkerkollege aus NRW das ) aber ich durchschaue das sonstige Treiben nicht und auch aufgrund der Äußerungen/Berichten hier im Forum halte ich mich da erst mal zurück.

    Auf der anderen Seite gibt es den Kai, der unumstritten eine wahnsinnig gute Öffentlichkeitsarbeit macht und eine höchst professionelle Homepage betreibt und schließlich auch dieses Forum.
    Auf der anderen Seite läßt er aber das Forum absolut im Stich und schreibt fleißig in anderen Foren und macht da gute öffentlichkeitsarbeit und Werbung für dieses Forum. :?::?:

    Dan gibt es eine Reihe von Privatpersonen, die auch über eine Homepage oder anderweitig die dunkle verbreiten.

    Alles in allem macht das aber doch alles überhaupt keinen Sinn wenn wir in Deutschland nicht eine eigene Belegstelle betreiben.

    Es kann doch nicht funktionieren wenn mann sein ganzes Imkerleben auf Rheinzucht aus dem Ausland angewiesen ist. :!::!::!:

    OK man kann sich mit der künstlichen Besamung (KB) sicherlich helfen aber dan sollte die wenigstens koordiniert sein und nicht jedem sein eigenes Süpchen :evil::evil:
    Außerdem denke ich und habe da auch einige Berichte im Kopf (ohne das ich die jetzt genau zitieren möchte und kann) hatt die KB auch ihre nachtteile in hinsicht auf die Bienengesundheit auf die lange Sicht hin.
    Aber das will ich hier jetzt bestimmt nicht diskutieren.

    Worauf ich hinaus will:

    Es muß doch möglich sein das sich alle zusammenraufen und das wir hier in Deutschland einen Bienenfreien Raum finden an welchem wir eine Belegstelle einrichten können!!!
    Ich denke an eine Hallig oder Agrarsteppe in Meckl Vorp. oder sonstwo hier im dicht besiedelten NRW leider nicht das habe ich schon ziemlich abgeklärt.
    Die Belegstelle müßte ja auch nicht die gabze Saison betrieben werden 6 bis 8 Wochen helfen ja schon enorm und so hätte die dunkle eine Chance.
    Ansonsten solten zumindest die Imker der dunklen die die Möglichkeit der KB haben sie anderen zugänglich machen (meinetwegen auf honorarbasis) nur so können wir auf eigenes Zuchtmaterial aufbauen und sind nicht auf die Entwicklungshilfe aus dem Ausland angewiesen.

    Hilfreich wäre auch wenn es einige Erfahrungsberichte zum Thema KB gäbe.
    Also wo ensteht die Belegstelle??

    Wie heißt die Deutsche Vertretung der Apis melifera melifera ??

    Grüße Simon

  • Forggensee
    Gast
    • 2. Oktober 2011 um 10:06
    • #2

    Hallo Simon,

    also zum Kai kann ich sagen dass er wohl bald wieder zurück ist. Mit der GedB ist es so eine Sache. Sie ist aktuell zwar das bekannteste Organ, allerdings können sich viele Freunde der dunklen Bienen nicht so recht mit denen anfreunden. Ich finds zum Beispiel recht unverschämt, dass der Vorsitzende Ableger für 130 Euro verkauft. (Korrigiert mich falls dies nicht mehr stimmt).

    Wir haben einige Interessensgemeinschaften (ich glaub aktuell Nord, Nordost und Süd). Dies finde ich schon deutlich sinnvoller, da ja meist andere Ökotypen der dunklen Biene gehalten werden. Wir in München fahren in die Schweiz u. nach Österreich, hier gibts noch Belegstellen. Allerdings möchte ich auch langfristig eine Belegstelle im Süden aufbauen, und zwar eine Gebirgs- bzw. Gipfelbelegstelle, vielleicht auch nur für 2 Monate im Jahr.

    Mit Belegstellen im flachen Land wirds schon deutlich schwerer. Um diese auszuweisen musst du dich an deinen Fachbereichsleiter wenden. Der hat 100%ig Carnica und die Imker in diesem Gebiet werden das nie zulassen. Das müsste man vielleicht tatsächlich auf höherer Ebene gesetzlich regeln lassen, das wird aber ein langer Weg.

    viele Grüße
    Thomas

  • Nordbiene.Mellifera
    Gast
    • 2. Oktober 2011 um 13:31
    • #3
    Zitat von Forggensee

    Mit Belegstellen im flachen Land wirds schon deutlich schwerer. Um diese auszuweisen musst du dich an deinen Fachbereichsleiter wenden. Der hat 100%ig Carnica und die Imker in diesem Gebiet werden das nie zulassen. Das müsste man vielleicht tatsächlich auf höherer Ebene gesetzlich regeln lassen, das wird aber ein langer Weg.

    Da hast Du schon Recht. Aber aussichtslos ist das ganze nicht. Zuerstmal sollte man die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen was die meisten Carnica Imker hier so treiben.
    Nie zulassen??? JA denken die denn die wären die einzigsten Imker???? Zu allererst wäre auch mal sinvoll die Leute via Medien darauf aufmerksam zu machen wie z.B. der Deutsche Imkerbund zur Dunklen steht. Ich glaube da würde der DIB seinen guten Ruf sehr sehr schnell verlieren. Das nennt man eigentlich "sich ein Kuckucksei ins Nest gelegt". Es ist wirklich nicht schön und eigentlich auch ganz und gar nicht meine Welt, aber diese Menschen sollte man öffentlich (Medien) an den Pranger stellen. Wenn nur im Untergrund getuschelt wird, wird sich da nie was ändern. Da sie im Land in der Mehrheit sind, werden sie natürlich auch versuchen das gemeine Volk zu belügen und unsere Arbeit weiterhin zu boykottieren.

  • Dumoint
    Gast
    • 2. Oktober 2011 um 15:37
    • #4

    Ich will niemanden an den Pranger stellen und ich denke das mit der Nordbienefeindlichkeit wird auch ein bißchen hochstilisiert.
    Bis jetzt konnte ich noch mit jedem Imker darüber normal reden und die meisten waren der Nordbiene gegenüber an sich recht aufgeschlossen.
    Wir stehen doch alle mit dem Rücken an der Wand und laborieren an unseren Patienten rum.
    Da sollte jede Genetische Möglichkeit erhalten werden.
    Ich weiß natürlich nicht wie es in den oberen Schichten aussieht, aber die Imker bei uns sind recht tollerant (Imkern aber auch überwiegend mit Buckfast)

    Ich denke aber es muß möglich sein wenn alle an einem Strang ziehen wenigstens eine Belegstelle aufzubauen.
    Es müßte aber ja zunächst Einigkeit herschen was den oder die Ökotypen angeht und ......
    Das Angebot der GEDB ist tatsächlich noch so im Netzt aber das laß ich mal unbewertet.
    Viel mehr frage ich mich was macht die GEDB außer den Jahresberichten in denen doch nichts passiert??

    Egal hier in NRW wäre die nächste IG für mich in Hessen :(
    Es ist ja auch egal wo mann muß nur an einem Strang ziehen und wenn die GEDB irgendwo im versteckten eine AG NRW betreibt weiß ich nicht was ich da soll??

    Es sind in diesem Portal alleine ca 350 Mitglieder registriert, das alleine muß doch reichen eine Belegstelle zu unterhalten bzw. eine zu finden.
    Das mit der Schweiz und Österreich ist doch keine Lösung :(

    Also habt Mut und sucht.
    Oder es müßte ein Netzt zur künstlichen Besamung aufgebaut werden.

    Aber die Entwicklungshilfe aus dem Ausland ist doch auf dauer keine Lösung.


    Grüße

    Simon

  • Forggensee
    Gast
    • 2. Oktober 2011 um 17:18
    • #5
    Zitat von Nordbiene.Mellifera

    Da hast Du schon Recht. Aber aussichtslos ist das ganze nicht. Zuerstmal sollte man die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen was die meisten Carnica Imker hier so treiben.
    Nie zulassen??? JA denken die denn die wären die einzigsten Imker???? Zu allererst wäre auch mal sinvoll die Leute via Medien darauf aufmerksam zu machen wie z.B. der Deutsche Imkerbund zur Dunklen steht. Ich glaube da würde der DIB seinen guten Ruf sehr sehr schnell verlieren. Das nennt man eigentlich "sich ein Kuckucksei ins Nest gelegt". Es ist wirklich nicht schön und eigentlich auch ganz und gar nicht meine Welt, aber diese Menschen sollte man öffentlich (Medien) an den Pranger stellen. Wenn nur im Untergrund getuschelt wird, wird sich da nie was ändern. Da sie im Land in der Mehrheit sind, werden sie natürlich auch versuchen das gemeine Volk zu belügen und unsere Arbeit weiterhin zu boykottieren.

    Hallo,

    ich glaube ich muss dir mal ein wenig die Augen öffnen üben den DIB und die Carnica Imkerschaft ;)
    Der DIB hat seinen guten Ruf daher, die Carnica mit allen mitteln zu verteidigen. Die Öffentlichkeit schert sich da relativ wenig darum was für eine Biene den Honig bringt, da überschätzt du glaube ich den Informationswillen des Otto-Normal-Honigessers.

    Aber du hast in einem völlig Recht: Man muss die Öffentlichkeit mehr informieren, aber nicht dadurch dass ich die Carnica-Imker denunziere, sondern durch vernünftige Aufklärung. Geh auch mal davon aus dass derzeit eine neue Imkergeneration heranwächst, die deutlich offener ist für die Rasse. Ich habe letzte Woche einen Vortrag im Verein über die Dunkle gehalten, da war die Resonanz sehr positiv, bis natürlich auf die "Alteingesessenen". Aber denen kann man mit vernünftigen Argumenten auch den Zahn ziehen.

    Wichtig ist, dass sich die Halter der dunklen Biene gut aufstellen. Das heisst, ein Dachverband der Lobbyarbeit betreibt mit guten Kontakten in die Politik. Ausserdem VIEL MEHR Öffentlichkeitsarbeit so wie Kai es mit seiner nordbiene.de betreibt! Belegstelle muss das Ziel sein, oder noch besser ein Schutzgebiet (das aber nicht allen etwas bringt).

    viele Grüße
    Thomas

  • Luxnigra
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    • 2. Oktober 2011 um 17:53
    • #6

    KB ist Mist, ein hiesiger, Europabekannter Buckfastzüchter und Varroatoleranzzüchter ist damit an die Wand gefahren. Im Frühjahr Kalkbrut, jetzt Varroa ohne Ende und keine Abwehr gegen Wespen. Ich führe das zurück auf die Geneinengung der ständigen Besamung. Den Fehler dürfen wir nicht machen bei der Dunklen!

  • manne
    Gast
    • 2. Oktober 2011 um 19:10
    • #7
    Zitat von Luxnigra

    KB ist Mist, ...

    Die künstliche Besamung erfüllt das, was man eigentlich mit Belegstellen erreichen wollte, die (absolut) kontrollierte Begattung, durch das optimale Ausschalten "stiller Helfer". Eigentlich wären Ergebnisse, wie sie LN beschreibt, der laute Aufruf dazu, endlich auch über die Sinnhaftigkeit der üblichen Belegstellenpraxis sowie des permanenten Umweiselungswahns mit gekauften Belegstellenköniginnen nachzudenken. Die Erfolgsgeschichte der Honigbiene beruht u.a. auf ihrer genetischen Variabilität, der Mehrfachpaarung mit Drohnen möglichst vieler Muttervölker, einem stillen Sicherheitsfaktor nicht primär für den einzelnen Bien als vielmehr für eine ganze Population und darüber hinaus.

  • Dumoint
    Gast
    • 2. Oktober 2011 um 22:00
    • #8

    Das ist ja genau was ich sage die KB kann nur eine Krücke sein nie die Lösung.
    In jeder Spezies hatt sich immer wieder gezeigt, das je stärker der heterosis Effekt je gesünder die Population.
    Aber wir haben ja in der Rasse der Melifera viele Genetische Varianten bzw. Ökotypen das würde ja auf einer Belegstelle eh nicht auf
    einen Ökotyp begrenzt bleiben können.
    So käme eine Neu Deutsche resp. Zentraleurop. dunkle Biene auf die Welt aus den Ökotypen der Melifera:

    Z.Bsp.: Kampinoska + Schweden + Braunelle....... das müßte dem heterosis Effekt zu genüge helfen und den Rset macht die Natur.

    Es muß aber irgendwo zusammenlaufen und man muß sich auf die Ökotypen etc. einigen.

    Bin gespannt auf die Abstimmung


    Grüße

    Simon

  • manne
    Gast
    • 2. Oktober 2011 um 22:37
    • #9

    Es muss euch ketzerisch vorkommen. Dennoch sollte es gestattet sein zu fragen, ob es bei einem undifferenzierten Einstürmen globalisierter Probleme auf regionale Empfänger ausreicht, diese von äußeren Einflüssen gereinigt, in einem neuen Typus vereint erstellen und erhalten zu wollen. Oder ist es denkbar, hier einen Sinn darin erkennen zu können, sich in gewisser Weise "einem Buckfastzuchtweg" nicht absolut zu verschließen?

  • Nigra
    Gast
    • 3. Oktober 2011 um 00:38
    • #10
    Zitat von manne

    sich in gewisser Weise "einem Buckfastzuchtweg" nicht absolut zu verschließen?

    "Fachforum für Imker mit der Dunklen Biene Apis mellifera mellifera" steht hier deutlich oben auf der Seite.

    Für Leute die in einem Gebiet leben, in dem unser Kind der Eiszeit durch Nazibienenhalter ausgerottet wurde, empfehle ich, sich in klimatisch ähnlichen Gegenden nach dunklen Bienen Ausschau zu halten. Man überschätzt in aller Regel den Hybridisierungsgrad!

    Wenn nicht im ganz grossen Stil umgeweiselt wurde, sind noch mütterlich reine Kö zu finden und dann hat man schon gute Chancen, daraus auch reine Nachkommen ziehen zu können. Um sinnvoll auf ein Ziel züchten zu können, braucht man aber schon etwas mehr Begattungssicherheit. Und zwar um die Völker vergleichbar auf die gewünschten Eigenschaften testen zu können!
    Dafür leisten KB und geschützte Linienbelegstellen gute Dienste.

    Für den Nichtzüchter sprich den gewöhnlichen Honigimker sind Begattungen mit verschiedenen aber ebenfalls reinrassigen 4a jedoch unbestritten vorzuziehen. Wenn der Drohnendruck genügend hoch ist, funktionieren auch Landbelegstellen recht passabel.

    So lange die Immen jedoch zum überwiegendsten Teil von Imkern gehalten und gefüttert werden, ist die natürliche Selektion nicht nur durch Nachbarimkers ständige Neuimporte nicht besonders nachhaltig...

  • manne
    Gast
    • 3. Oktober 2011 um 11:28
    • #11
    Zitat von Frankfurter

    ... Besser macht es die Natur vor Ort und erspart eine Menge Aufwand.


    Warum werden wohl "dumme Bauern" so sprichwörtlich wegen ihrer "Kartoffeln" beneidet?
    Weil sie sooooo dumm sind?

  • manne
    Gast
    • 3. Oktober 2011 um 19:07
    • #12
    Zitat von Frankfurter

    Die Frage, sie sich uns allen nun stellen sollte, lautet: Hast Du Geduld, oder willst Du gleich alles?


    Da ich fast nichts über Biens weiß, freue ich mich über jede vermeintlich positive Überraschung ihrerseits.
    Immer wieder erlebe ich mal dass ein positiver Eindruck nicht so bleiben muss und dass ein negativer Eindruck auch nicht immer von Dauer zu sein braucht.
    In gewisser Weise muss man den Biens vertrauen lernen, wie den eigenen Kindern.

  • Dumoint
    Gast
    • 3. Oktober 2011 um 20:18
    • #13

    OK

    halten wir fest:

    Die Natur ist der beste Selektierer und "Züchter" meinetwegen

    Die Melifera ohne große Vermischung mit C oder B Genen ist in Deutschland nicht zu vermehren

    Es sei den über KB die aber

    Wiederum der natürlichen Selektion wiederspricht.

    Daraus folgt eine Belegstelle muß her

    Oder wir Importieren fleißig immer wieder rheine Melifera mit allen Nachteilen


    Sicherlich gibt es auch das heere Ziel eine gesunde wiederstandsfähige und möglichst varoatolerante Biene zu erschaffen.

    Aber das muß doch isoliert von dem Wunsch die "Deutsche" dunkle Biene zu erhalten bzw. wiederzubeleben betrachtet werden.

    Ich denke wen es so weiter geht wie bisher wird die "dunkle " ihren schlechten Ruf nie los.

    Was sol den ein Jungimker der in einem C Bienen dominierten Gebiert imkert mit seinem F1 oder Rheinzuchtvölkern machen :
    er muß sie via Standbegattung vermehren und da kommt doch leider immer wieder ein recht unvorhersagbares Völkchen raus.
    Er wird das ein paar mal machen nach einiger Zeit verliert sich der Heterosiseffekt und er beugt sich seinen Imkerkollegen in der Nachbarschaft .

    Könnte man ihm aber zumindest eine Belegstelle anbieten und sei sie noch so klein so würde er sie doch erwartungsfroh anpeilen.

    Wir haben doch eigentlich die glückliche Ausgangssituation aus einer Rasse mehrere genetisch isolierte Ökotypenzu haben, die alle züchterrisch weiterentwickelt sind das ist mehr als die C oder B Imker zur Zeit haben.
    Und über die Umsetzung kann man sich ja mal Gedanken machen wen wir einen Schritt weiter sind.
    Aber es muß erst mal der Anfang her und da nutzt es doch nichts hier ne IG dort ne AG zu haben alle wurschteln vor sich hin und der eine denkt der andere verdient Geld damit und und und

    Wir sind doch alles Ideologen

    Nutzen wir es!

    Grüße

    Simon

  • Nigra
    Gast
    • 3. Oktober 2011 um 20:34
    • #14
    Zitat von Frankfurter

    Gerne auch mit Mellifera-Bemischung. Dann sollte man aber nicht mehr importieren und verkreuzen, sondern die Natur selektieren lassen, was sie klimatisch und biologisch haben möchte.

    Was ist eine Mellifera-Bemischung? Von dunklen Bienen kann man ja nur sprechen, wenn die Stockmutter reinrassig ist.

    Und von wegen Träumereien von einem lokal angepassten Ökotypen ohne Belegstellen und ohne seriöse Zuchtbuchführung. Gibt es bei Euch keine Wanderimker?

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (3. Oktober 2011 um 21:19)

  • Nigra
    Gast
    • 3. Oktober 2011 um 21:17
    • #15
    Zitat von Dumoint

    Die Natur ist der beste Selektierer und "Züchter" meinetwegen

    Die Natur selektiert einzig auf überleben! Ich habe aber schon noch andere Ansprüche an meine Bienenvölker als das sie gerade so überleben. Die allermeisten Imker wollen noch irgend etwas anderes als bloßes überleben, darum ist die natürliche Selektion eine Illusion! Wenn alle Imker eines Gebietes die selben Zuchtziele verfolgen, dann funktionieren Standbegattungen aber eine natürliche Selektion ist das trotzdem nicht.

    Belegstellenbegattungen sind unbestritten natürlicher als künstliche Begattungen, trotzdem sind Belegstellen nicht natürlich und Standbegattungen in einem Gebiet mit Fremdrassen noch weniger. In der Natur gibt es keine Fremdrassen. Es dürfte kaum vorkommen, dass ein hohler Baum mit einem Bienenvolk über ein Meer treibt und dieses dann auf der anderen Seite auch noch erfolgreich schwärmt.

  • Heidjer
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    • 4. Oktober 2011 um 03:07
    • #16

    Und nun mein Senf:

    Bevor ich mir im April 2009 vier Völker der A.m.m.lehzenii gekauft habe, nutzte ich ca. zwei Jahre das Netz zur Information.
    Ergebnis: Versuch der Haltung der alten Heidebiene, unserer Biene, die unsere Vorfahren vor gut einhundert Jahren geschäftstüchtig eisenbahnwaggonweise nach Norwegen exportierten. Dort hat sie überlebt, nicht bei uns! (Warum es so kam? Siehe z.B. homepage von Herrn W.. Zu finden über Distanzierungen bei GEDB.)
    Über Standvermehrung habe ich z.Zt. noch 24 Völker, werde aber wohl jetzt nach der Heidetracht einige zusammenführen. Die Völker sehen, obgleich ich noch nie Drohnenschnitt durchgeführt habe, doch schon recht bunt aus. Die von mir ab und an gesichteten Königinnen sind schön schwarz. Somit müssten auch die Drohen rein sein. (Was ist "rein"?)
    Eine Belegstelle würde mir auch nicht weiterhelfen, oder anderenfalls Euch nicht. Denn meine Heidebiene ist weder die polnische, noch die belgische oder österreichische usw.
    Zwischenzeitlich habe ich mich intensiv (theoretisch) mit dem Köhlerischen Begattunsverfahren auseinandergesetzt. Ich beabsichtige dieses im nächsten Jahr zu beginnen und habe deshalb Kontakt zu einem "Großgrundbesitzer" aufgenommen, um zusätzlich möglichst weit weg von anderen Imkern, bzw. deren Bienen zu sein. Deshalb befrage ich diese auch sporadisch wo sie im Mai / Juni ihre Völker stehen haben. Ob es etwas bringt? Mit Kontakten zu anderen Imkern mit der A.m.m.l. möchte ich eine genetische Verengung, wie es sie ja bei C schon gibt, verhindern.
    Ob ich es noch schaffe? Denn ich bin 67 Jahre alt/jung.
    Weil die A.m.m.l. hier mal die Biene war und natürlich gehalten wurde (Schwarmvermehrung, Standbegattung), bin ich auch bei der Union der Basisimker gelandet. Künstliche Begattung ist für mich kein Thema und scheidet absolut aus. (Gründe sind oben schon zahlreich genannt.)

    Ja zu den immer "verteufelten" alten Imkern: Ich bin in zwei Vereinen und habe immer gesagt, dass ich die Dunkle Biene halte. Entsprechen den vielen negativen Berichten hatte ich auch zuerst etwas Angst vor der Reaktion. Kein Problem, mal interessierte Nachfragen, mal der Hinweis auf mögliches Umweiseln, mal absolutes Desinteresse, jedoch nie Feindseligkeit!
    Ich glaube, dass wir unserer jeweils regionalen DB nur helfen, wenn wir uns auch regional unterstützen und kooperieren. Einen Bienenhandel quer durch Deutschland oder gar noch weiter sehe ich als nachteilig an.
    Heidjer Wolfgang

  • Dumoint
    Gast
    • 4. Oktober 2011 um 20:43
    • #17

    Aber was soll verschenkt werden unvorhersehbare Nachkommen in gemischter F1 bis Fx Generation.

    Das Ergebnis wird doch sein das es doch das ein oder andere stecher oder Varoabrut Volk dabei rauskommt und das dazu genutzt wird den Ruf der dunklen zu difamieren.

    Ich bin gerne bereit Zuchtmaterial aus meinen Rheinzuchtmüttern zu verschenken aber nur dan wenn es auch der Sache dient und ich zumindest ne Chance habe Imker mit gutem Material zu überzeugen.

    Also :D:!::!: wir brauchen eine Belegstelle :mrgreen::mrgreen::mrgreen:


    Und bzw. ich denke das gehört zusammen eine funktionierende G (Z) E D B :wink:

    Grüße

    Simon

  • Horst
    Gast
    • 4. Oktober 2011 um 22:53
    • #18

    Hi Simon,
    kein Zuchtmaterial von deinen "Reinrassigen" Damen weiter zu geben halt ich für ganz schön naiv und dazu noch eine Belegstelle wünschen die sowieso nicht "sauber" sein wird, es sei denn die ist auf dem Mond :lol: . Es ist doch längst bekannt, dass unsere jungfräulichen Damen gerne und mit Erfolg sich beim Nachbarn beglücken lassen.

    Über eins solltest du dir aber auch im klaren sein, die Jungs deiner "edlen Damen" begatten auch die Damen in deiner Nachbarschaft und meine "promi Damen" und das schon jetzt und dass ist gut so, geschenktes Erbgut; ist ja nicht so weit von dir zu mir.

    Zu deiner Information, in unserem Raum stehen an die 20 "Dunkle", mütterlicherseits.

  • Heidjer
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    • 5. Oktober 2011 um 00:08
    • #19

    Guten Abend Tim,

    aus Norwegen stammen auch meine ersten Völker. Sie sind über Schleswig-Holstein in die Lüneburger Heide wieder eingereist. Dieser Weg wäre z.Zt. auch die einzige Möglichkeit für mich Inzucht zu verhindern. Es ist aber keine Dauerlösung. Mal die Entwicklung abwarten.
    Und damit zum Köhlerschen Verfahren. Ich bin nach der Aufnahme vieler Informationen doch zuversichtlicher als Du. - Wenn dieses Verfahren nicht zu positiven Resultaten führen würde, hätte er wohl früher nicht den Barbetrag als Preis für seinen Erfolg erhalten. Damals hatten dieses System plötzlich mehrere Imker angeblich angewandt. Aber nur Köhler hat darüber öffentlich berichtet. Die anderen waren die auch heute noch typischen Imker: Alles geheim halten und nur für sich alleine imkern. Und wenn ich dann noch sehe, mit welchen sachlichen und damit finanziellen Aufwand dieses Begattungsverfahren in Australien durchgeführt wurde, so gehe ich davon aus, dass man auch dort kein Geld verbrennen wollte. Also Kopf hoch, ausprobieren, überlegen welche Voraussetzungen hinsichtlich der Bienen und der Zubehörgegenstände erforderlich sind und verbessert werden können. Nur mit Optimismus kann man fröhlich in die Zukunft und an die Arbeit gehen.
    Sicher ist mein Ansatz bzw. Ziel hinsichtlich der A.m.m.l. nicht die reine Golz-Lehre. Aber ich habe meine Ideen auf Treffen mit den Imkern der Union der Basisimker zur Diskussion gestellt, die da lauten: Wiederansiedlung der Biene, die die Basis der Heideimkerei bildete und auch noch, jedenfalls stellenweise, bis in die 60er Jahre vorhanden war. Also Rückholung einer unserer Landschaft, dem Klima und der Spättracht absolut angepassten 'Land'-Biene wieder dem ihr gebührenden Platz zu verschaffen (also doch Nach Golz) und die Artenvielfalt der Bienen und damit ihre Gene zu erhalten. Ob es gelingt kann man bei einem Versuch nach der Hypothesenbildung nicht sagen, sondern erst nach der Versuchsausführung.
    Zweimal war ich auch schon Gastgeber für die Basisunionsimker und zeigte die Korbbienenstände von einem befreundeten Imker und mir. Und mit dieser Haltung werden die Durchführung der Mondscheinbegattung 'nicht gerade leichter'. Probleme sind aber nur die Herausforderung, sie auch zu lösen. - Also Optimismus, siehe oben, und eine gute Tasse Tee.
    Berichten werde ich aber erst, wenn das 'Unternehmen' gestartet ist und Fakten zu berichten sind.

    Es grüßt
    Heidjer Wolfgang

  • Horst
    Gast
    • 5. Oktober 2011 um 12:21
    • #20

    Hallo Wolfgang,
    eine gewaltige Aufgabe die du dir da vorgenommen hast aber höchst bemerkenswert. Mich interessiert wo du imkerst, in Naturschutzgebiet der Lüneburgerheide, oder in Randgebieten? Ist es die Sandheide (Genistrum-Callunetum)? Machen die in jedem Jahr anwandernden Imker keine Probleme und kommt überhaupt einer in das historische Gebiet rein?
    Ich würde mal so lax sagen, wenn da Leute sind die die Ursprünglichkeit einer Landschaft mit ihren Pflanzen und Tieren erhalten möchten so gehören da keine, in unserem Fall Honigbienen und Wanderimker oder Fremdrassen hin. So müsstest du für die spezielle Heidebiene auch genügend Raum im Naturschutzgebiet finden... aber sicher ist alles viel komplizierter.
    LG, Horst

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