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Oxalsäurevergasung

  • Heidjer
  • 18. Februar 2012 um 00:23
  • Johannes
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    • 26. November 2014 um 18:09
    • #21

    Hallo Freunde,

    ich hab noch ein paar Fragen zur Verdampfung allgemein:

    Kann / muss man öfter Verdampfen? Da hab ich jetzt in verschiedenen Quellen verschiedene Aussagen gelesen :?

    Kann man bei hohem Befall jetzt verdampfen und in reichlich einem Monat noch mal träufeln? Wäre ja evtl. nötig, falls jetzt keine Brutfreiheit


    Hat da irgendwer Infos zu?

    LG Johannes

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  • Didi
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    • 26. November 2014 um 18:31
    • #22

    Hallo Johannes,
    die Bienen nehmen die Verdampfung sehr gelassen hin. Keine Aufregung, kein ausfliegen, kommen nach einiger Zeit grau bepudert aus dem Stock. Ich meine aber, man sollte mit vernünftigem Geschirr das ganze machen. Einen Verdampfer zu bauen ist ja nun wirklich nicht alle Welt. Dann eine Autobatterie anschließen und los geht es. Wenn das Flugloch mindestens 15 mm hoch ist, hat man in ca. 2 min. ein Volk bedampft, inklusive Umwälzung mittels Blasebalg. Ohne verschließen des Fluglochs. Nur einen Mundschutz und event. Handschuhe sollte man tragen. Ob man anschließend die OX träufelung noch machen muß, kann ich auch nicht sagen. Aber man kann sie auf jeden Fall noch machen. Das Ganze habe ich selbst noch nicht gemacht, aber bei einem Bekannten zugesehen!! Der Bekannte verdampft bis zu 4 mal in 20 Tagen mit jeweils einem Gramm Pulver in Dadant, ohne sichtbare Schäden für die Bienen.
    LG Dieter
    Ps. nach 2 Tagen sieht man lebende Milben auf der Windel ,die auf der Seite oder dem Rücken liegen aber nicht mehr laufen können.

  • Johannes
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    • 26. November 2014 um 18:37
    • #23

    Danke Dieter!

    Ich frage ja jetzt auch nicht bezüglich irgendwelcher Tüfteleien, sondern zur Methode allgemein.

    Dein Beitrag ist für mich sehr hilfreich!

    Kannst du mal kurz beschrieben, wie man sich die Wirkweise vorstellen muss.

    Ich habe das jetzt so verstanden, dass der Dampf an den Bienen haftet. Wirkt das Ganze dann auch durch die Verteilung beim gegenseitigen Putzen?

    LG Johannes

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  • Didi
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    • 26. November 2014 um 19:11
    • #24

    Hallo Johannes,
    die Bienen und damit auch die Milben, werden durch den Dampf gepudert. Beim OX träufeln putzen sich die Bienen und nehmen dadurch die OX Säure auf. Die Milben nehmen wiederum die Säure durch die Hämolymphe auf und verenden oder auch nicht. Durch die Aufnahme durch die Bienen ist es in größeren Mengen auch für die Bienen giftig, darum nur einmal träufeln. Wichtig beim vergasen ist die gute Verteilung in der Beute. Durch Ventilator oder ähnlichem. Der OX Dampf greift wohl die Haftlappen an den Füßen der Milben an und verätzt sie. Dadurch verlieren sie den Halt auf den Bienen und fallen zu Boden.

    Lg Dieter

  • Johannes
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    • 26. November 2014 um 19:15
    • #25

    Hallo Dieter,

    tolle Erklärung und für mich sehr hilfreich!


    Ich wundere mich gerade, warum ich mich nicht schon länger mit dieser Methode befasse. :P
    Es klingt wirklich reizvoll. Mal sehen ob das dieses Jahr noch ins Konzept passt. Sonst teste ich das nächstes Jahr und hoffe dieses Jahr noch auf eine gute Wirkung der Träufelbehandlung.

    LG Johannes

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    • 27. November 2014 um 18:08
    • #26

    Hallo,
    noch mal etwas zur rechtmäßigkeit der Begasung. Das Verfahren ist zur Behandlung nicht zugelassen. Es kann dadurch im Behandlungsbuch nicht aufgeführt werden. Es ist aber nicht verboten, also kann man behandeln wenn man die normalen vorgeschriebenen Behandlungen durchführt. Die Nichtzulassung hat mehr mit dem Schutz der Imker, als mit dem Schutz der Bienen zu tun. Obwohl unsachgemäßer Umgang mit As, Os und Ms weitaus mehr Probleme bereiten kann. Das alles ist meine persönliche Meinung und soll euch nicht zu einer nicht zugelassenen Behandlung verführen.
    LG Dieter

  • Johannes
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    • 28. November 2014 um 17:07
    • #27

    Hallo zusammen,

    ich habe heute mal die Oxalsäureverdampfung mit dem Grablicht getestet. Wohlgemerkt nicht im Bienenvolk, sondern lediglich in einem Karton. :!::!::!:
    Es ging mir darum zu prüfen, ob dieses improvisierte (nicht zugelassene!!!) Verfahren überhaupt praktikabel ist. Da ich durch mein Studium viel Erfahrung im Umgang mit gefährlichen Chemikalien habe, stellte es für mich auch keine besondere Gefahr dar. Die Ausrüstung mit Atemschutzmaske versteht sich von selbst.

    Zum Ablauf:
    Ich habe eine 1g Oxalsäuretablette verwendet und diese auf den eingedrückten Deckel eines Grablichtes gelegt. Dann habe ich die Kerze angezündet, den Deckel aufgesetzt und das ganze in einen Karton gestellt, in welchen ich vorne ein Guckfenster mit Klarsichtfolie gebastelt habe.
    Bereits nach einer Minute begann die Oxalsäure zu verdampfen und nach 10 Minuten war der Großteil verdampft.
    Beim Öffnen der Folie fiel mir auf, dass die Dämpfe noch stark aufstiegen. Ein rasches Öffnen sei dem Nachahmer nicht empfohlen. Falls doch nötig (warum auch immer ...) unbedingt eine Schutzbrille verwenden, die luftdicht am Gesicht abschließt. Denn Säuredämpfe in Kombination mit Tränenflüssigkeit ist absolut kein Spaß. :!: Das kann übel enden!

    Zur Erhöhung der Sicherheit würde ich empfehlen ein kleines Teelicht zu verwenden und den Korpus des Grablichtes mit Sand auffüllen, damit das Teelicht (vergleichbar einem gefüllten Grablicht) weit genug oben am Deckel platziert ist. Dann kann man das Teelicht auch abbrennen lassen und muss erst wieder an die Apparatur wenn hoffentlich der Dampf verzogen ist.
    Das mit dem Teelicht halte ich generell für nötig, da bei heruntergebranntem Grablicht die Flamme sicher zu weit weg vom Deckel ist, um die erforderliche Temperatur zu gewährleisten.


    Dieser Beitrag soll keine Ermutigung zur Anwendung dieses Verfahrens sein. Es ist lediglich die Veröffentlichung meines Tests weit ab von jedem Bienenvolk!!!

    LG Johannes





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    • 28. November 2014 um 17:47
    • #28

    [attachment=0]Varroaverd.JPG[/attachment][attachment=0]Varroaverd.JPG[/attachment][attachment=0]Varroaverd.JPG[/attachment]Moin Johannes,
    ein interessanter Selbsttest. Aber wie du gemerkt hast, ist die Nachdampfzeit sehr lang und daher für eine eventuelle Nutzung eher nicht geignet. Ich sehe auch eine erhöhte Unfallgefahr durch die offene Flamme. Wie sagt man so schön?"Unglück schläft nicht. Aber du hast mal einen Einblick gewonnen wie so etwas funktioniert. Nur durch probieren kommt man zu Ergebnissen.
    Bei dem von mir beschriebenen Verdampfer ist die Pfanne nach 2 min. leer und man kann sie ohne Probleme aus der Beute entfernen. Anbei mal ein Bild.
    Lg Dieter

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    • 28. November 2014 um 21:12
    • #29

    Hallo Dieter,

    folgendes habe ich heute gelernt:
    Die Oxalsäureverdampfung gefällt mir sehr gut.
    Lediglich die Apparatur mit der Kerze ist zumindest für den Benutzer nicht sicher! Zwar scheint mir das Risiko (dank genügend Erfahrung im Chemielabor mit weit gefährlicheren Substanzen) kalkulierbar, aber für den normalen imkerlichen Hausgebrauch ist es nicht zu empfehlen.


    Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen mir folgenden Verdunster zu kaufen:
    http://www.bienenzuchtbedarf-seip.de/Varroabehandlu…-Aluminium.html
    (Falls den schon jemand hat und was dazu sagen kann, immer her mit den Infos! :) )

    Das Einschieben in den hohen Boden ist ohnehin viel praktischer als das Öffnen des Volkes und das Aufsetzen einer Leerzarge für die Kerze.

    Das Einschieben des Verdunsters durch das Flugloch meiner Heroldbeuten bereitet mir indes auch noch Probleme. Hinter dem Flugloch befindet sich eine integrierte Mäusesperre. Da passt der Verdunster nicht durch. Folglich werde ich wohl von hinten durch die Arbeitsklappe behandeln. Da lässt sich was bauen.

    LG Johannes

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    • 1. Dezember 2014 um 18:03
    • #30

    Hallo zusammen,

    bei welcher Außentemperatur kann man die Verdampfung im Winter anwenden?

    Ich hab was von mindestens 4 Grad gelesen. Praktische Erfahrungen wären mir aber eine bevorzugte Informationsquelle!

    LG Johannes

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    • 2. Dezember 2014 um 11:02
    • #31

    Hallo Johannes,
    da du die Beuten ja nicht öffnest sind die Außentemperaturen nicht so entscheidend. Mein Bekannter verdampft am Wochenende, auch bei -4 Grad.

    Gruß Dieter

  • Marakain
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    • 2. Dezember 2014 um 12:13
    • #32

    Moin Johannes,

    nur mal so aus Interesse denn diese Art und Weise der Behandlung ist ja nach wie vor nicht zugelassen....

    Diese Dose mit dem "Oxaltabletten" kann man die einfach so kaufen? Kann ich mir jetzt irgendwie nicht vorstellen wenn das so gefährliches Zeug ist.

    Deinen Test hast du ja mit einer 1g Tablette in einem Karton gemacht. Wie willst du das denn dosieren/die Dosierung berechnen? Ich meine bei der Säurebehandlung ist ja soweit ich weiß für jeden Beutentyp definiert wieviel man pro Volk, Wabengasse, Zarge usw. nehmen soll.... Stell mir das schwierig vor und eine weitere Quelle für Probleme.

  • Johannes
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    • 2. Dezember 2014 um 13:16
    • #33

    Hallo Kalli,

    das sind ja viele Fragen! :P

    Also mMn ist es nur nicht zugelassen, weil die deutsche Bürokratie ihren Teil dazu beigetragen haben wird!
    Für die Bienen ist es meinen Recherchen nach sogar verträglicher als die Träufelmethode.
    Also für mich besteht kein Grund es nicht zu nutzen! In vielen Nachbarländern ist es zugelassen und wird mit besten Resultaten angewendet.

    Die Tabletten bekommst du genau wie das Pulver in fast jedem Imkereifachhandel.

    Zur Dosierung nimmt man pro Zanderzarge 1g.
    Wichtig ist an dieser Stelle, dass der Dampf dadurch wirkt, dass er auf den Bienen haftet und nicht von ihnen aufgenommen wird. Daher scheinen Überdosierungen recht unproblematisch.

    Ließ mal im Imkerforum. Der Bernhard Heuvel beschreibt das ganze sehr gut!

    LG Johannes

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    • 2. Dezember 2014 um 13:22
    • #34

    https://bienen-ruck.de/imkershop/drog…lsauretabletten

    Hier gibt's z.B. die Tabletten.

    Das die zum Wachsaufhellen und nicht zur Varroabehandlung zu verwenden sind, ist eine reine Schutzbehauptung. Denn Oxalsäure zur Varroabehandlung ist ja eigentlich nach wie vor apothekenpflichtig. :wink:

    LG Johannes

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    • 2. Dezember 2014 um 16:08
    • #35

    Folgendes sollte man auch mal lesen, wenn man sich gedanklich mit der Oxalsäureverdampfung beschäftigt!
    http://www.bienenzuchtbedarf-seip.de/media/products…01360249612.pdf

    LG Johannes

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    • 2. Dezember 2014 um 17:03
    • #36

    Moin zusammen,
    hier mal was für die Allgemeinbildung.
    LG Dieter


    [Anm: Aus Urheberrechtsgründen gelöscht. Admin]

  • Johannes
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    • 2. Dezember 2014 um 17:18
    • #37

    Hallo Dieter.

    Ein tolles Dokument!

    Da findet sich auch gleich die Antwort darauf, warum die Verdampfung nicht zugelassen ist:

    Zitat

    Der legale Einsatz des Mittels scheiterte bislang am Fehlen einer sogenannten “maximalen zugelassenen Rückstandsmenge”

    LG Johannes

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    • 2. Dezember 2014 um 17:52
    • #38
    Zitat von Didi

    ...[Anm: Aus Urheberrechtsgründen gelöscht. Admin]

    Da ich das Dokument für absolut lesenswert halte, habe ich mich mal im Internet auf die Suche nach der Quelle gemacht.
    Ich bin fündig geworden! :D

    Hier die Links:
    http://www.imkerhomepage.de/varroa/oxalsae…ure-teil-1.html
    http://www.imkerhomepage.de/varroa/oxalsae…ure-teil-2.html

    Damit hätten wir jetzt auch das Problem mit dem Urheberrecht gelöst. :P

    LG Johannes

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    • 3. Dezember 2014 um 18:54
    • #39

    Heute wurde der Oxalsäureverdampfer geliefert. Am Wochenende werde ich mir das ganze mal zu Gemüte führen und wohl auch den ersten Test unter freiem Himmel starten. Dann berichte ich mehr. :D


    LG Johannes

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  • Didi
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    10
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    Dadant, Holz, Selbstbau, DN 1,5
    • 3. Dezember 2014 um 19:07
    • #40

    Hallo Johannes,
    geiles Gerät. Klein, handlich quadratisch, gut. Ist die Griffstange das Massekabel?
    Mit einer gut gefüllten Batterie kannst du locker 10-15 Völker behandeln, wenn du nach ca. 1 min. das Gerät abklemmst.
    LG Dieter

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