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Errichten Kunstschwärme Naturbau?

  • Marakain
  • 24. November 2014 um 20:03
  • Marakain
    Gast
    • 24. November 2014 um 20:03
    • #1
    Zitat von imkerforum-nordbiene

    Hallo,

    dem letzten Beitrag kann ich nur voll zustimmen. Natürlich ist das Schwärmen ein auch für uns Imker wunderbares Ereignis, nur leider in der modernen Bienenhaltung kontraproduktiv. Es bringt jeden Zeitplan für die Honigtracht und auch die Königinnenzucht komplett durcheinander; außerdem fällt die Schwärmerei in die Haupttrachtzeit für die meisten von uns, nämlich in die Frühtracht. Kein Honigimker kann Schwärme gebrauchen.

    Und: auch ich glaube, dass die Mehrzahl aller Schwärme bei den meisten Imkern unbemerkt verschwinden und für immer verloren sind. Ein Schwarmakt dauert 10-15 Minuten. Und wer von uns kann schon täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr ohne Unterbrechung bei den Bienen sein? Und das mehrere Wochen lang?

    LG
    Kai

    Moin,

    ich befürchte da ist jetzt was in den falschen Hals gekommen. Es ging ja nicht darum generell seine Völker ständig schwärmen zu lassen. Viel mehr um die Völkervermehrung mittels Naturschwärme um halt Naturwabenbau im Brutraum zu haben.
    Ich denke wir sind uns alle einig das wenn man aus einem Volk ein oder mehrere neue "zieht" dieses Volk in dem Jahr für die Honigernte keine Spitzenwerte mehr bringt.
    Was mich daher viel mehr interessiert wie sind hier die Erfahrungen bei den Naturwabenbau im Brutraum habenden ob es ähnlich gut mit Kunstschwärmen geht. Da hör ich nämlich ständig hü und hott.

  • Seppe
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    • 24. November 2014 um 22:53
    • #2

    Hej,

    Zitat von Marakain

    .....Was mich daher viel mehr interessiert wie sind hier die Erfahrungen bei den Naturwabenbau im Brutraum habenden ob es ähnlich gut mit Kunstschwärmen geht. Da hör ich nämlich ständig hü und hott.

    Also das mit den Kunstschwärmen kann ich nicht so pauschal beantworten. Meine Erfahrung mit Kunstschwärmen ist folgende: Kunstschwärme die aus Magazinbeuten gebildet werden, kommen oft mit Naturbau nicht so richtig klar. Zumindest beim Naturbau in Warrebeute.
    Der Bien baut dann oft nicht so richtig los, wie es von Nöten wäre .... man hat oftmals den Eindruck als wenn die Völker das bauen verlernt haben. Ich vermute das es aber auch mit der Altersstruktur des Volkes zusammenhängt und wahrscheinlich auch mit den Eigenschaften der Königin.

    Bei Kunstschwärmen die aus dem Naturbau(Warre) kommen, ist der Neuanfang mit Naturbau anscheinend viel einfacher und es wird schneller gebaut.

    Den Nachteil der "Magazin"-Kunstschwärme kann man aber durch mehr Bienenmasse ausgleichen.

    Zum Drohnenbau im Naturbau(bei Warre), kann ich nur sagen das der Bien diesen sehr gut selbst regeln kann und das Wabenwerk je nach Bedarf umbaut. Denn Drohnenwaben werden wenn sie nicht mehr von Nöten sind auch wieder umgebaut und für Brut oder Honig genutzt.

    Grüße Seppe

  • Marakain
    Gast
    • 25. November 2014 um 12:46
    • #3

    Moin,

    Seppe ich will deine Erfahrungen in keinster Weise abwerten aber hat jemand anderes auch schon solche Erfahrungen bzw. kann das bestätigen. Wie gesagt ich hör da ständig hü und hott.

  • Johannes
    Moderator
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    • 25. November 2014 um 20:12
    • #4

    Hallo Kalli,

    ich habe diese Beiträge jetzt in das neue Thema verschoben. Ich hoffe der Titel trifft dein Anliegen! :)

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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  • Hainlaeufer
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    • 25. November 2014 um 23:21
    • #5

    Naturschwarm, klar, der macht was er kann!

    Kunstschwarm? Klar, geht genauso gut. :wink:

    Als ich damals von Mittelwände auf Naturbau (Anfangsstreifen) umstieg, traf ich noch die eine oder andere Vorbereitung. Und zwar bekamen die Mittelwandvölker rund 1,5 Monate vor der Umstellung rund vier Rähmchen mit Anfangsstreifen zum ausbauen, indem ich sie abwechselnd direkt in das Brutnest hang (warme Jahreszeit und tolle Tracht von Vorteil). Diese Naturbaurähmchen hatten meistens ein tolles Wabenbild, viel Arbeiterinnenbrut und eben die ganz schöne, besondere Struktur. Selten hatte ich eine Wabe dabei, die viel Drohnenbau hatte - diese wurde wenn, dann in der neuen Beute an den äußersten Rand gehängt.

    Kurz gesagt: Aus den bestehenden Völkern wurden starke Fluglinge gemacht, die starken Kunstschwärme (das heißt, das Bienenfleisch wurde von verschiedenen Völkern auch teilweise gemischt) kamen in neue Beuten. Allesamt bekamen ausschließlich Anfangsstreifen, bis eben auf die bereits ausgebauten Naturbauwaben, die schön mittig eingehängt wurden. Wichtiges Detail zu den Naturbauwaben: sie hatten jüngste, offene Brut, sogar noch mit Stiftel - außerdem unterstützte ich die Jungvölker mit Futter.

    Begattete Königinnen bekamen sie zirka eine Woche später, die Weiselzellen wurden ausgebrochen (kann man ja irgendwie weiter verwerten, ist ja ewig schad um die Bienen).

    Mehr tat ich nicht... den Rest machten die Bienen. Ich weiß nicht, ob ich einfach Glück hatte, aaaaber alle umgestellten Völker hatten ein verdammt schönes Wabenbild!!! :D
    Drohnenbauprobleme gab und gibt es nicht. Ich war erstaunt, wie dezent die Bienen mit dem Drohnenbau umgingen. Das Wabenwerk war einfach perfekt.

    Soviel zu meiner Erfahrung! Man kann es sicher auch anders angehen, so probierte ich es aber auf eigener Faust aus, und es funktionierte einwandfrei.

    Marakain @ Hoffe, ich habe deinen Wissendurst damit halbwegs gestillt!

    LG
    Michi

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