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Oxuvar-Behandlung: Was, wenn zu warm?

  • Kai
  • 9. Dezember 2015 um 10:51
  • Abramis
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    • 30. Dezember 2015 um 20:56
    • #41

    Hallo zusammen,

    es ist bei uns im Norden merklich kühler geworden, ab heute Nacht sind Minustemperaturen vorhergesagt.
    Der Tageshöchstwert lag bei ca. 6 Grad. Daher habe ich heute die Träufelbehandlung durchgeführt.
    Alle vier Völker leben noch und saßen in engen Wintertrauben. Vermutlich, weil es mit offenen Böden bei uns so zugig ist.
    Bis auf das stärkste Volk waren die Bienen eher etwas träge. Das eine hatte es dafür in sich. Folie runter und schon hatte ich die ersten fünf am Schleier hängen. :mrgreen: Die Damen waren auch über das Beträufeln nicht sehr erfreut. Eine hat es dann wohl auch irgendwie unter meinen Parka geschafft. Hat es sich in der Gürtelgegend bequem gemacht (gelbe Flecken auf dem Unterhemd) und Zack, war ich fällig.

    Zuhause habe ich auf dem Hemd noch was anderes außer den Kotflecken gefunden.
    Hätte nicht gedacht, dass die Viecher so flink sein können!
    [youtube]

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    Hoffe der Link funktioniert so.

    Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    Viele Grüße,
    Heiko

    Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!::!::!:

  • Johannes
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    • 31. Dezember 2015 um 09:12
    • #42
    Zitat von Johannes

    Hallo zusammen,

    Donnerstag sind bei mir -2 °C angesagt. Gerade noch rechtzeitig, um gesetzeskonform zu behandeln! :P


    Ich denke, besser hätte es heute früh nicht laufen können. Zu Hause waren -2,5 °C und im Garten knapp -4 °C. Die Bienen saßen ruhig und eng zusammen. Hier mal ein Beispielvolk:



    LG Johannes

    Bilder

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    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Kai
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    • 31. Dezember 2015 um 12:05
    • #43

    HAllo Johannes,

    herzlichen Glückwunsch. Das sieht ja optimal aus. Nun haben die Bienen endlich Ruhe und sind varroabefreit. :P

    Ich berichte spätestens am Wochenende! :wink:

    LG
    Kai

  • Kai
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    • 11. Januar 2016 um 12:53
    • #44

    HAllo allerseits,

    auch hier nochmal der interessante Bericht von Dr. Schwenkel zum Durchbrüten der Völker:

    http://media.repro-mayr.de/74/649774.pdf

    Was ist also die Lösung, wenn die Völker künftig nicht mehr brutfrei im Winter sind? Das Ergebnis wird fatal sein.

    LG
    Kai

  • Abramis
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    • 11. Januar 2016 um 13:13
    • #45

    Hallo Kai,

    wie macht man das denn bei der Ligustica im Winter? Die brütet doch immer durch?
    Also wie machen das z.B. die dänischen Nachbarn mit der Winterbehandlung?
    Ich weiß jetzt keinen, den man fragen könnte. Wer hält denn reine Ligustica in Deutschland?

    Ich finde, dass das eine tolle Biene ist, aber eben aus diesem Grund weiß ich nicht, wie man sie bei uns halten sollte.

    Viele Grüße,
    Heiko

    Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!::!::!:

  • Kai
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    • 11. Januar 2016 um 13:49
    • #46
    Zitat von Abramis

    Hallo Kai,

    wie macht man das denn bei der Ligustica im Winter? Die brütet doch immer durch?
    Also wie machen das z.B. die dänischen Nachbarn mit der Winterbehandlung?
    Ich weiß jetzt keinen, den man fragen könnte. Wer hält denn reine Ligustica in Deutschland?

    Ich finde, dass das eine tolle Biene ist, aber eben aus diesem Grund weiß ich nicht, wie man sie bei uns halten sollte.

    Viele Grüße,
    Heiko


    Hallo Heiko,

    danke für Deine Frage. Ich habe mal etwas gesucht. Die Mittel sind in Dänemark offensichtlich dieselben, nur die Zahl bzw. die Behandlungsfrequenz scheint höher zu sein:

    • Im Frühling regelmäßig Drohnenbrut schneiden (von April bis Juni)
    • Im Sommer Ameisensäure oder regelmäßig die Krämerplatte
    • Im Herbst und Winter Oxalsäure träufeln oder verdampfen, ODER Milchsäure sprühen.


    Also, wie es mir scheint, eine intensivere Behandlung praktisch das ganze Jahr lang.

    Download: Hier ein tolles pdf- Dokument, wie in Dänemark behandelt wird: http://www.biavl.dk/biavl/download…ekaempelse.html

    LG
    Kai

  • Johannes
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    • 11. Januar 2016 um 17:12
    • #47

    Na das mit dem Durchbrüten ist so eine Sache. Die irischen Imker haben mit der Dunklen dort auch das gleiche Spiel. Da wird ja nie richtig Winter. Die Völker dort brüten auch ständig. ... Wurde mir berichtet!

    Aber mit Maßnahmen wie TBE und KS-Bildung kommt man sicher weit. Man sollte halt durch seine Betriebsweise brutfreie Zeiten schaffen. Wenn das hier klimatisch so weiter geht, gehört die Ablegerbildung vielleicht wirklich bald in die Geschichtsbücher. Denn "effektiver" kann man Milben kaum von Imkerhand verteilen. KS sind viel besser! :wink: ... Ich schreib das hier noch ne Weile und irgendwann glaubt man mir vielleicht. :lol::lol::lol:8)


    Kai
    Danke für die Zusammenfassung der "dänischen" Praxis.
    Ich bin ja gegen eine intensive chemische Behandlung mehrmals im Jahr. Man schwächt damit immer auch die Bienen und macht sie so wieder anfällig für Viren und andere Krankheiten. Lieber die Betriebsweise anpassen als die Behandlungsfrequenz.

    LG Johannes

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  • Kai
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    • 11. Januar 2016 um 19:38
    • #48
    Zitat von Johannes


    Kai
    Danke für die Zusammenfassung der "dänischen" Praxis.
    Ich bin ja gegen eine intensive chemische Behandlung mehrmals im Jahr. Man schwächt damit immer auch die Bienen und macht sie so wieder anfällig für Viren und andere Krankheiten. Lieber die Betriebsweise anpassen als die Behandlungsfrequenz.

    LG Johannes


    HAllo Johannes,

    ja, das ist ja leider so. Und leider sind es auch gerade die "biologischen" Mittel, welche die Bienen am meisten schädigen. An erster Stelle ist da natürlich die Ameisensäure zu nennen. Aber auch die Oxalsäure schädigt die Bienen, wenn sie in den Organismus gelangt.

    Mit Kunstschwärmen muss ich mich erst noch anfreunden. Am liebsten sind mit für die Völkervermehrung natürlich Naturschwärme. Diese habe ich in der Schwarmkiste bislang mit Perizin behandelt. Sicher kann man die Varroa nicht reduzieren.

    LG
    Kai

  • Abramis
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    • 13. Januar 2016 um 08:07
    • #49

    Hallo Kai,

    Danke für das tolle Dokument. Dann bleibt ja eigentlich alles gleich. Denn so wie die Ligustica durchbrütet, so wird das bei entsprechender Temperatur wohl auch die Dunkle Biene tun.
    Leider reichen meine Sprachkenntnisse nicht aus, um rauszulesen, was die Dänen für die Brut im Winter im Detail empfehlen, oder ob sie die Brutfreiheit als sekundär betrachten.

    Ich spare mir durch "Teilen und Behandeln" übrigens eine AS Behandlung im Jahr. Ganz drauf verzichten wird wohl nicht gehen.

    Viele Grüße,
    Heiko

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  • Herbert
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    • 15. Januar 2016 um 10:01
    • #50

    Hallo Johannes,
    die Sache mit den Kunstschwärmen kann ja machen wer will.

    Ich vermehre schon immer hauptsächlich über Ableger, oder wenn es anfällt auch Schwärme die ich
    in der Umgebung einfange(meistens fremde)die ich direkt umweisel.
    Bezüglich der Varoabehandlung nutze ich die brutlose Zeit der Ableger bis die neue Königin legt,
    und behandel mit Oxuvar,so haben die Jungvölker einen recht sauberen Start.

    L.G.Jürgen Herbert

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