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  1. Imkerforum Dunkle Biene seit 1996
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Mini Plus - Deckel macht Probleme

  • Johannes
  • 13. März 2016 um 06:42
  • Johannes
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    • 13. März 2016 um 06:42
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich will hier mal kurz mein Problem schildern und meinen Lösungsvorschlag präsentieren. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen und Lösungen, oder jemand kennt einen Link in ein anderes Forum, wo mein Problem schon mal diskutiert wurde. Ich bin für alles offen. :)

    In diesem nassen und kalten Frühjahr habe ich bei meinen Styropor-M+ das Problem, dass in der oberen Zarge und direkt an der Folie massig Kondenswasser ist. Dadurch kommt es an dem Rähmchenholz zu Schimmel und wirklich schön ist das nicht. :|

    Meine Idee wäre nun, eine Kissenzarge nach dem Vorbild der Warré-Beute zu bauen und diese mit Strohhäcksel gefüllt, oben auf die Zarge zu setzen und dann erst den Styropordeckel als Wetterschutz. Die handelsübliche Folie würde komplett aus dem Kasten verschwinden. Um einen Luft- und Feuchteaustausch zu ermöglichen, würde ich in das obere Ende der Kissenzarge 1-??? kleine Löcher bohren. Es soll ja nicht ziehen und kein Kamineffekt entstehen. Aber irgendwie muss die nasse, warme Luft ja oben raus. Das Stroh dürfte als Puffer ausreichen, wenn ich die Kissenzarge ca. 10 cm hoch baue.

    Gibt es Ideen, oder bessere Lösungen? :?:

    Ich würde das nächste Woche gerne mal bei einigen Völkern, wo besonders viel Schimmel ist, versuchen. Ab Mittwoch / Donnerstag soll endlich mal wieder die Sonne zu sehen sein. Wenn dann die Bienen fliegen können, würde ich den Eingriff vornehmen wollen.

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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  • darkbee
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    • 13. März 2016 um 08:44
    • #2

    Hallo Johannes,

    ich habe an einem feuchten Standort auch auf dem Rähmchenholz Schimmel. Bislang habe ich Zargen oder Waben nur ausgetauscht wenn sie wirklich schlimm mit Schimmel überzogen waren. Ansonsten nehme ich sie nicht raus die Bienen entfernen den Schimmel wieder.

    Deine Idee könnte funktionieren probiere es mal aus :)

    VG
    Michael

  • darkbee
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    • 13. März 2016 um 08:54
    • #3

    Da fällt mir ein ich hatte mal zwischen Innen- und Außendeckel Schimmel.


    [attachment=0]IMG_0378.jpg[/attachment]

    Durch die Wärme hatte sich Kondenzwasser auf dem Innendeckel gebildet und nun ja ist ja klar was dann passiert wenn keine Lut dran kommt. Mit einlegen einer Folie ist dies nicht mehr passiert.

    VG
    Michael

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  • Herbert
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    • 13. März 2016 um 10:01
    • #4

    Moin Johannes,
    dieses Problem mit dem Wasser habe ich nicht,seit einigen Jahren arbeite ich mit Abdeckgaze wie Sommer,
    als auch im Winter.Ich sehe aber trotzdem eine Möglichkeit Dir zu helfen,und zwar aus dem Hausbau.
    Eine Dampfsperre :P:P ,das ist eine Folie die von der einen Seite Feuchtigkeit rauslässt,aber nicht zurück.
    Selbst Kekstüten werden ähnlich hergestellt,damit sie nicht weich werden :D vielleicht die Lösung :roll:
    Ich selbst habe mich über die immer wegwehende Folie geärgert.Nordfriesische-Winde :mrgreen:

    LG Herbert

  • Johannes
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    • 13. März 2016 um 11:34
    • #5
    Zitat von Herbert

    Moin Johannes,
    dieses Problem mit dem Wasser habe ich nicht,seit einigen Jahren arbeite ich mit Abdeckgaze wie Sommer,
    als auch im Winter.Ich sehe aber trotzdem eine Möglichkeit Dir zu helfen,und zwar aus dem Hausbau.
    Eine Dampfsperre :P:P ,das ist eine Folie die von der einen Seite Feuchtigkeit rauslässt,aber nicht zurück....


    Hallo Herbert,

    danke, das klappt bei Holzdeckeln ganz sicher. Aber bei dem Styropordeckel dürfte das erfolglos sein. Denn der Deckel lässt dann ja trotzdem nichts durch. :wink:


    Hallo Michael,

    ja, so ein Schimmelbild auf dem Innendeckel hatte ich auch schon mal bei meinen Zanderbeuten.

    Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass zwischen Isolation und hermetischer Abriegelung ein schmaler Grat liegt.

    LG Johannes

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  • klaus
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    • 13. März 2016 um 11:38
    • #6

    Hallo Johannes,

    Leinentücher in Bienenwachs getränkt und als Abdeckung auf die Rähmchen gelegt und Deckel drauf, soll Schimmel verhindern.

    Leg Dich Niemals mit einem Imker an. Ich habe Tausende Freunde die dich Verfolgen können

    LG Klaus

  • elk030
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    • 13. März 2016 um 14:25
    • #7

    Hallo Klaus

    Woher hast du diese Information?

    Elk

  • klaus
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    • 13. März 2016 um 14:35
    • #8

    Hallo elk030,

    letzte Woche in der Imkerversammlung hatten wir das Thema Schimmel in den Beuten, ein alter Hase meint dies solle helfen, ich selber hab es noch nicht ausprobiert.

    Leg Dich Niemals mit einem Imker an. Ich habe Tausende Freunde die dich Verfolgen können

    LG Klaus

  • Johannes
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    • 13. März 2016 um 15:04
    • #9

    Hallo Elk,

    alles Gute zum Geburtstag! :D

    Das mit dem Wachstuch kenne ich aber auch so, dass das nur klappt, wenn darüber der Deckel ebenfalls diffusionsoffen ist!
    Mein Problem (wegen dem Styropordeckel) löst das alles nicht. Ich denke, außer der Idee mit der Kissenzarge wird es kaum Alternativen geben, da halt der Außendeckel das Problem ist.

    LG Johannes

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  • klaus
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    • 13. März 2016 um 15:33
    • #10

    Hallo Elk,

    alles Gute zum Geburtstag auch von mir.
    Johannes, das muss man halt ausprobieren, die Alternative ist ein offener Gitterboden.

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    LG Klaus

  • Johannes
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    • 13. März 2016 um 17:05
    • #11

    Zur allgemeinen Info:
    Meine Gitterböden bei den M+ sind komplett offen. :P
    Trotzdem kann ich mich vor Wasser nicht retten.

    LG Johannes

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  • Herbert
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    • 13. März 2016 um 18:06
    • #12

    Hallo Johannes,
    Du hast ja echt Probleme, meine Feuchtigkeit, allerdings in Segeberger Beuten habe ich nicht mehr,seitdem
    ich mit Gaze arbeite,obwohl ich auch Styropordeckel habe.Die Folie dichtet noch zusätzlich ab.
    Das Zauberwort heist mehr belüften,oder Holzdeckel bauen,ich denke Du kriegst das hin.

    LG Herbert

  • Johannes
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    • 13. März 2016 um 18:50
    • #13
    Zitat von Herbert

    Hallo Johannes,
    Du hast ja echt Probleme, ...


    Hehe :lol: Das denke ich mir auch manchmal! :mrgreen:

    Es könnte alles viel einfacher sein, wenn paar hartnäckige Probleme nicht wären. :wink:

    LG Johannes

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  • klaus
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    • 13. März 2016 um 19:09
    • #14

    Hallo Johannes,

    dann bleibt ja nur noch eine Möglichkeit, Styropordeckel durch Holdeckel mit ein paar kleinen Löchern zu ersetzen.

    Leg Dich Niemals mit einem Imker an. Ich habe Tausende Freunde die dich Verfolgen können

    LG Klaus

  • Didi
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    • 13. März 2016 um 19:10
    • #15

    Moin Johannes,
    warum probierst du Dampfzarge nicht gleich eingebaut in einen Deckel nach Warre`?
    LG Dieter

  • Johannes
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    • 13. März 2016 um 19:20
    • #16
    Zitat von Didi

    Moin Johannes,
    warum probierst du Dampfzarge nicht gleich eingebaut in einen Deckel nach Warre`?
    LG Dieter


    Na weil ich auf die Idee echt noch nicht gekommen bin! :P ... Echt gut! Danke!
    Das wäre sicher das beste und bis zum nächsten Winter werde ich das wohl alles so bauen. Als kurzfristige Lösung werde ich Dienstag erst mal nur für paar ausgewählte Völker die Kissenzarge mit dem Originaldeckel kombiniert bauen. Für 10 Völker gleich noch einen Warré-Außendeckel zu bauen, schaffe ich zeitlich jetzt nicht. Aber ich behalte es im Kopf!

    LG Johannes

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  • Kai
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    • 13. März 2016 um 22:38
    • #17
    Zitat von Johannes

    ...
    In diesem nassen und kalten Frühjahr habe ich bei meinen Styropor-M+ das Problem, dass in der oberen Zarge und direkt an der Folie massig Kondenswasser ist. Dadurch kommt es an dem Rähmchenholz zu Schimmel und wirklich schön ist das nicht. :|
    ...


    HAllo Johannes,

    dieses Problem habe ich hier jedes Jahr in Kiel. :P

    So wie Du es schilderst, ist es natürlich nicht schön. Als Lösung habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, wie dieses zu lösen ist. Gerade weil ich mich mit meinem Haus der Feuchtigkeitssache etwas angenommen habe, weiß ich, dass Feuchtigkeit da, wo sie zum Problem wird, "raus muss" aus dem Raum.

    Nach langem, überaus interessantem Wahlabend :) fiel mir da der Gute alte Schundau ein. Er imkerte ja sehr erfolgreich in der Segeberger Kunststoffmagazinbeute, die er selber erschuf. Ich will ihn mal zitieren:

    Zitat

    Bei unseren Beuten haben wir den Deckel ein Oberflugloch gebohrt. ... Das Deckelfluigloch kann 16-20mm weit sein. Zum Bohren benutzen wir ein dünnwandiges Metallrohr, das wir in einer Gasflamme (Lötlampe) erhitzen. ... Wir bohren von der Mitte der Vorderseite aus, in Richtung des Firstes ... Eine zweite Bohrung, von der Innenseite des Deckels aus rechtwinklig dazu geführt, stellt die Verbindung zum Innern der Beute her.

    Könnte man dies nicht in Abänderung irgendwie übernehmen? Mit kleinerer Bohrung natürlich? Dies müsste mal ausprobiert werden, insbesondere auch unter dem Aspekt des Schornsteineffektes, der mit der feuchten Luft natürlich auch Energie nach außen befördert. Vielleicht ließe sich diese Bohrung in den Futterzargen anbringen mit der Möglichkeit des Verschließens mit Hilfe eines Korkens.

    Fakt ist: um das Problem zu lösen, muss die Feuchtigkeit hinaus.

    LG
    Kai

  • Johannes
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    • 14. März 2016 um 08:00
    • #18

    Hallo Kai,

    das wäre sicher die radikale Lösung, die ich bis vor paar Wochen auch so gemacht hätte.
    Aber mittlerweile habe ich das Buch ABBÉ WARRÉ "BIENENHALTUNG FÜR ALLE" gelesen und kann dies im Übrigen nur jedem empfehlen, auch wenn er mit der Warré-Beute nichts zu tun hat. Denn in diesem alten Buch steckt viel Wissen! Ich habe mal 3 Absätze heraus zitiert und hoffe, dass diese Stellen losgelöst vom Gesamtwerk des Buches für alle verständlich sind. Die interessantesten Sätze habe ich blau markiert.

    Zitat

    Abdecktuch
    Auf die oberste Zarge legen wir ein einfaches Tuch, das aus alten Säcken
    stammen kann.
    Wir ziehen dieses Tuch einem Wachstuch oder Brettchen vor. Die Brettchen
    lassen den Wasserdampf nicht durch, und es braucht Gewalt, eine Erschütterung,
    wenn man sie abheben will. Das verwirrt die Bienen.
    Das Wachstuch ist auch undurchlässig und es läßt sich nicht so leicht abziehen
    wie ein einfaches Tuch.
    Denn alles was wir auf die Beute legen, das sollten wir nicht vergessen, wird
    mit Propolis versehen und klebt dann an ihr fest. Wir müssen also vor allem nach
    etwas suchen, das sich leicht entfernen läßt.
    Und unser Stoff läßt sich leicht abziehen. Man nimmt ihn links an einer Ecke
    und zieht ihn horizontal nach rechts. Dabei gibt es keine Erschütterung und man
    deckt nur den Teil ab, an den man gelangen will.
    Auf jeden Fall ist der Hauptvorteil dieses Tuchs seine Wasserdampfdurchlässigkeit,
    die die Bienen verändern können, erhöhen oder verringern,
    indem sie Propolis auf dem Tuch anbringen oder wegnehmen, so wie sie es
    überall tun. Dieses Tuch erlaubt es den Bienen, die Volksbeute selbst zu
    belüften, wie sie es auch in den alten Körben taten. Es ist gut, dieses Tuch oft zu
    erneuern, dessen Reste man nutzbringend in den Smoker tun kann.

    Isolierung
    Die Isolierzarge hat eine Höhe von 100 mm und nicht 50 mm, wie die
    einfachen Isolierungen. Unten ist sie durch ein Tuch geschlossen. Aber oben ist
    sie offen. Man füllt sie mit Sägemehl, gehäckseltem Stroh, Torf oder jedem
    anderen leichten Material, das die Wärme schlecht leitet und Feuchtigkeit
    aufnimmt.
    Da die Isolierzarge nicht verschlossen ist, kann ihr Inhalt leicht ausgetauscht
    werden, auf jeden Fall aber oft umgerührt werden um ihn trocken zu halten,
    damit er leichter die Feuchtigkeit aus der Beute aufnimmt und die Hitze weniger
    gut in die Beute weiterleitet.
    Wenn man Sägemehl, Strohhäcksel zur Verfügung hat, dann kann man sie
    jährlich austauschen. Wenn man den alten Inhalt um die Beute herum verteilt,
    dann wird das Unkrautwachstum unterdrückt.

    Belüftung
    In jeder Beute gibt es Feuchtigkeit, die verursacht ist durch das tierische
    Leben und durch das Verdunsten des Wassers aus dem Honig. Dazu gibt es
    dort durch tierische Atmung verbrauchte Luft.
    Diese verbrauchte und feuchte Luft ist warm, solange sie in der Bienentraube
    ist, daher will sie aufsteigen. Oben in der Beute angekommen kühlt sie nicht
    schnell ab, da es oben in der Beute immer warm ist und weil die Wände der
    Volksbeute aufgrund der geringen Distanz zwischen Wand und Bienentraube
    niemals sehr kalt sind. Diese verbrauchte Luft bleibt also oben in der Beute,
    aber das Abdecktuch läßt sie durch, in die Isolierzarge hinein.
    Dieses Ausströmen der verbrauchten Luft läßt frische Luft durch das Flugloch
    einströmen. Da dieses Ausströmen fortlaufend und unter der Kontrolle der
    Bienen geschieht, deswegen strömt die Frischluft nur langsam jedoch
    kontinuierlich ein um die Luft in der Beute zu erneuern, und ohne den Bienen
    lästig zu sein.
    In den anderen Beuten geschieht diese Belüftung nicht auf die gleiche
    Weise. Die verbrauchte und feuchte Luft wird am Wachstuch oder den
    Abdeckbrettern sofort gestoppt und umgibt weiterhin die Bienen, denn in den
    Beuten, die viel größer sind als die Volksbeute, sind die Bienen näher an der
    Decke.
    Diese verbrauchte Luft erstreckt sich entlang der Wände und kondensiert
    beim Kontakt mit ihnen, denn diese Wände sind weiter von der Bienentraube
    entfernt und somit auch kälter als die Wände der Volksbeute.
    In kondensierter Form fällt die feuchte Luft entlang der Wände und Randwaben
    nach unten und verursacht dabei Schimmel und Fäulnis.
    Das Flugloch mag sehr groß sein, die frische Luft gelangt dennoch nicht in
    die Beute, weil sie nicht durch die nach oben entweichende, verbrauchte Luft
    hinein gesaugt wird. Die Belüftung dieser Beuten ist nicht vorhanden oder
    ungenügend.
    Seit einiger Zeit sehe ich, dass der Ratschlag aufgekommen ist, in die
    Abdeckbretter der Beute ein Loch von mehreren Zentimetern zu machen. Das
    ist sicher ein radikales Mittel um Schimmel an Rähmchen und Wänden zu
    vermeiden, aber man fragt sich, welche Imker die Kühnheit haben, solche
    Ratschläge zu geben. Diese Öffnung ist zu groß um von den Bienen geschlossen
    werden zu können. Darüber hinaus soll man sie sogar daran hindern.
    Die Bienen können das Ausströmen der Luft durch diese Öffnung nicht mehr
    kontrollieren. Es gibt daher durch diese Öffnung einen ständigen Luftstrom
    während der ganzen schlechten Jahreszeit. Das kann nur zu Lasten der
    Gesundheit der Bienen und ihrer Vorräte sein.

    Alles anzeigen


    LG Johannes

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    • 14. März 2016 um 08:05
    • #19
    Zitat

    In kondensierter Form fällt die feuchte Luft entlang der Wände und Randwaben
    nach unten und verursacht dabei Schimmel und Fäulnis.
    Das Flugloch mag sehr groß sein, die frische Luft gelangt dennoch nicht in
    die Beute, weil sie nicht durch die nach oben entweichende, verbrauchte Luft
    hinein gesaugt wird. Die Belüftung dieser Beuten ist nicht vorhanden oder
    ungenügend.

    Diesen Absatz will ich noch mal gesondert herausgreifen. Denn darin steckt physikalisch sehr viel Wahrheit, die wir anscheinend irgendwie vergessen haben. Denn dies bedeutet, dass auch ein offener Gitterboden das Problem nicht lösen kann! Solange oben keine Luft ausströmt, kann unten keine nach strömen! Folglich ist das Problem hausgemacht und wohl nur mit einer Kissenzarge (diffusionsoffen) zu lösen!

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

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  • Johannes
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    40 Völker & M+
    • 15. März 2016 um 19:39
    • #20

    Heute habe ich wieder gebaut! :P

    Mit dem Ergebnis gewinne ich zwar keinen Schönheitspreis, was hauptsächlich daran liegt, dass ich viele Reststücke verwendet habe. Aber zumindest funktionieren die Kissenzargen ganz sicher bestimmungsgemäß! 8)

    Morgen früh fülle ich die Zargen noch mit reichlich gehäckseltem Stroh und setze sie auf meine M+Beuten. Ich habe heute nur 7 Stück gebaut. Das reicht ja nicht für all meine Beuten, aber so hab ich einen direkten Vergleich, ob die Dinger wirklich den gewünschten Erfolg bringen.

    LG Johannes




    Bilder

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