Natürlich läßt sich das Sublimieren - ein physikalischer, mithin natürlicher Vorgang - nicht patentieren.
Auch nicht das Auftragen von Oxalsäure auf eine heiße Oberfläche.
Doch die Idee, den Deckel als Vorratsfläche/-behälter temporär einzusetzen, den Verdampfer "kopfüber" zu verschließen und dann den Verdampfer um (ca.) 180° zu drehen, sodaß er im Augenblicke der stärsten Rauchentwicklung bereits sicher verschlossen ist (außer dem Ausblasrohr natürlich), "hat was". Simpel, man muß aber erstmal darauf kommen. Und das trifft für viele, wenn nicht sogar die meisten Erfindungen und Ideen zu. Weiter Schwenk: Wenn man sich erstmal vergegenwärtigt, wie simpel der Ansatz der Allgemeinen Relatvitätstheorie eigentlich ist - "der Rest ist nur ziemlich viel und ziemlich komplizierte Mathematik" - dann muß man konstatieren, daß nur ein Genie vom Formate eines Albert Einsteins auf diesen genialen, einfachen und genial einfachen Ansatz kam und kommen konnte.
Es ist jedenfalls offensichtlich, um mal wieder zum Sublimox & Co. zurückzukehren, daß derlei Geräte, als diese Idee erstmal publik wurde, wie Pilze aus dem Boden schossen. Also wurde diese Idee, die zuvor eben noch ihrer Entdeckung harrte und schlummerte, dankbar aufgegriffen. Ist das nicht genau der Punkt, an dem Patente ansetzen (sollen)?!
Erinnern möchte ich in dem Zusammenhang auch an den Integrierten Schaltkreis, anfangs nur eine Machbarkeitsstudie mit einer Handvoll Bauelementen (nur Transistoren?). Diesem Schaltkreis bzw. seinem Erfinder wurde seinerzeit das Patent verweigert, weil er "die nötige Patenthöhe" nicht besäße. Nun, was darauf geworden ist, wissen wir alle. Ohne diese Erfindung gäbe es auch dieses Forum und auch die Imkereivideos nicht, und bei Holtermann & Co. müßte man immer noch per Katalog und Telephon bestellen.