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Flugling in andere Beute umlogieren - Umsiedelung

  • Hainlaeufer
  • 15. Dezember 2020 um 14:32
  • Hainlaeufer
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    • 15. Dezember 2020 um 14:32
    • #1

    Guten Tag, Forumgemeinde!

    Wie der Titel schon sagt, beschäftige ich mich gerade etwas mit der Frage, inwiefern es machbar und möglich wäre, durch die Fluglingbildung, die Heimkehrer in eine für sie ungewohnte, sprich optisch anders aussehende Beute, umlogieren zu können.

    Fakt ist, die Flugbienen haben sich auf ihre Flugbahn und Landebahn eingeflogen und reagieren mit entsprechende Veränderungen mit einer verständlichen, besonderen Skepsis. Sie bleiben länger in der Luft, begegnen diese neue Situation mit großer Vorsicht (aber auch nicht alle, manche landen immer plumps an gewohnter Stelle) und landen irgendwann trotzdem, und schauen, was los ist.

    Bestenfalls riechen sie eine offene Brutwabe, und laufen deshalb in die komplett ungewohnte, neue Beute ein. Temporäre Traubenbildung ist durchaus möglich, aber irgendwann sollten auch diese in die neue Beute einlaufen. Zumindest leite ich das so von meinen persönlichen, regulären Fluglings-Erfahrungen ab, hab da schon das eine oder andere beobachten können.

    Fiktive Beispiele:

    Ein Zandervolk in Holzmagazin soll in eine grün gefärbte Styropor-Segebergerbeute.

    Ein Korbvolk soll in ein Miniplus einfliegen.

    Ein reguläres Miniplusvolk soll in eine Miniplus-Überwinterungsbeute aus Holz.

    Wie immer sollte eine offene Brutwabe als Lockmittel dienen. Zur Schwarmzeit sind es schon sehr viele Flugbienen, da ist viel Bewegung drinnen.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das so funktionieren sollte, auch wenn die Bienen etwas Zeit dafür brauchen.

    Mir ist klar, dass eine Fluglingbildung, mit einer neuartigen Beute, so kaum in der Praxis stattfinden wird. Vielleicht aber kann hier jemand seine Gedanken dazu äußern oder gar aus Erfahrung sprechen?

    Vielen Dank,

    beste Grüße,

    Hainlaeufer

  • Rene
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    • 15. Dezember 2020 um 15:49
    • #2

    Moin,

    notfalls ne kleine Wabe am Flugloch abstoßen, durchaus auch von innen.

    Beim Flugling ist die alte Kö ja innen gekräftigt.

    Ich denke das sollte schon reichen.
    1 BW mit bissl offener Brut kann als Milbenfalle sicher auch gute Dienste leisten. Ist aber andererseits auch nicht nötig, da du nach 3 Tagen eh mit MS behandelst.

    L.G.

  • Reinhards Bienen
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    • 15. Dezember 2020 um 16:05
    • #3

    Ich habe dieses Jahr im Juli nach der Honigernte mein stärkstes Volk in Brutling und Flugling aufgeteilt. Das alte Volk mit der Kö in DNM1,5 wurde um 30m verstellt und bekam gleich Futter. Anstelle des alten Volkes stellte ich eine neue Dadantbeute mit 10 Mittelwänden und Futtertasche mit Futterteig und einer gekäfigten neuen Königin begattet und mit Begleitbienen auf und setzte alle Honigräume über Bienenflucht auf. Nun liefen alle Honigraumbienen und die Flugbienen in die neue Beute am angestammten Platz. Am nächsten Tag räumte ich die Bienenleeren Honigräume ab, gab die Kö zum ausfressen frei und setzte den Adamfütterer mit 6l Zuckerwasser 1:1 auf. Das hat wunderbar funktioniert, die Bienen haben ganz schnell die Waben ausgebaut und Brut angelegt und über der Brut schöne Futterkränze. Die Varroa habe ich mit gesprühter Oxalsäure 3.5% am 6. Tag behandelt. Und ich habe das mit einer Buckfast Königin und Landbienen gemacht und die Dame wurde nicht still umgeweiselt. Die Beute ist den Bienen also völlig egal - der Standort mist entscheident.

    LG Reinhard

  • Kai
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    • 15. Dezember 2020 um 16:52
    • #4
    Zitat von Hainlaeufer

    ....Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das so funktionieren sollte, auch wenn die Bienen etwas Zeit dafür brauchen.

    Mir ist klar, dass eine Fluglingbildung, mit einer neuartigen Beute, so kaum in der Praxis stattfinden wird. Vielleicht aber kann hier jemand seine Gedanken dazu äußern oder gar aus Erfahrung sprechen?

    ...

    Hallo,

    das funktioniert problemlos, wie das nachfolgende Video zeigt (Umsiedlung von Dadant Holz auf Segeberger Styropor). Der Flugling ist ja immer weiselrichtig, daher braucht es keine Brut.

    LG

    Kai

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  • Hainlaeufer
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    • 15. Dezember 2020 um 18:56
    • #5

    Guten Abend!

    Vielen Dank schon mal für die rege Beteiligung, freut mich wirklich sehr.

    Nun, Flugling-Methoden gibt es ja mehrere, man kann ihn mit der alten Königin (wie Rene und Kai sagen) machen (wobei die Schwarmlust da noch schlafen sollte), optional mit einer neuen Königin (wie Reinhards Bienen meint) oder mit offener Brut erstellen (so machte ich das mehrheitlich so, allerdings immer mit dem gleichen Beutensystem).

    Dass eine Königin die Bienen auch gut in die Beute lockt, war mir natürlich bewusst.

    Die besondere Frage ist halt, ob eine offene Brut ausreicht.

    Extremfall wäre, wenn man den Flugling (vorher zb Segeberger) mit einem Korb zb bilden möchte, ob da eine, im Korb oben angebrachte, kleine offene Brutwabe, die Bienen anziehen würde?

    Reinhard gab nur Mittelwände, aber da zog natürlich die Königin.

    Ich kann mir denken, so standortgetreu die Flugbienen sind, sich trotzdem einfach der Brutwabe bedienen, weil sie ja sonst nix Attraktives oder Brauchbares finden.

    Ich bespreche so Dinge halt immer gerne noch mit anderen Imker, wie sie das so sehen. Ausprobieren möchte ich das sicher in der nächsten Saison, nur dauert das halt noch, wie wir wissen, und dann wenigsten darüber zu fachsimpeln, find ich super!

    Schönen Feierabend!

  • Rene
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    • 15. Dezember 2020 um 19:43
    • #6

    ein Gedanke noch dazu... ein Stück Wabe mit offener Brut in eine LW zentral zwischen den MW gehängt, hält ja auch den Schwarm (und bindet ein paar Milben).

    Warum soll es also nicht klappen?

    Nach dem damaligen Video von Herrn Seip habe ich das mal versucht. Aus einem Volk 3 Schwärme (wegen vieler WZ). Den großen mit o.g. Methode eingeschlagen, er blieb. die beiden kleinen in jeweils eine Mini Plus Zarge - die waren dann verschwunden...

    Die Kö`s waren alle unbegattet....

    Bevor ich mecker probiere ich es gerne selbst aus. Da bot sich eine Gelegenheit...

    L.G. und einen schönen Abend noch :)

  • Hainlaeufer
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    • 16. Dezember 2020 um 15:13
    • #7

    Ja, eine Brutwabe hält den Schwarm in der Beute, oder er war in Dunkelhaft, dann wäre eine Brutwabe nicht erforderlich. Doch auch hier ist ja eine Königin vorhanden, bei meinen genannten Beispielen soll das nicht der Fall sein.

    Heute bin ich auch bei dem Punkt angekommen, dass meine Zweifel nicht berechtigt sein sollten, egal wie klein das Brutwabenstück auch sein mag.

    Falls aber noch jemand dazu was schreiben möchte, sehr gerne.

    LG

  • Gast-2022-01-25
    Gast
    • 17. Dezember 2020 um 20:27
    • #8

    Määääh,

    Ich habe die Gleiche Erfahrung bei Mini Plus gemacht und bin wieder zu meinen Wabenablegern und Sammelbrutablegern zurück getrollt.

    Fluglinge mache ich nur, wenn ich Völker habe, die nicht aus der Schwarmstimmung kommen wollen. 2-3 Brutwaben am alten Platz in der Beute lassen. Dabei ist es den Bienen egal ob das eine neue Beute ist. Allerdings habe ich keine Erfahrung mit dem Wechsel vom Beutentyp. Zu achten ist darauf, dass in beiden Teilen genügend Futter ist. Ansonsten kann es schnell passieren, dass die Kiste leer ist.

    Den Teil mit der Königin dann aus dem Flugradius der Bienen schaffen.

    Bisher hat das auch ohne Königin geklappt, da die Flubienen ja den Standplatz im Kopf haben. Natürlich brauchen die Brutwaben im Flugling auch genügend ansitzende Bienen, die die Brut und die neue Weisel gross ziehen können.

    Natürlich hat die mittlere Wabe dann auch frisch gelegte Eier.

  • Hainlaeufer
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    • 18. Dezember 2020 um 18:51
    • #9
    Zitat von Bienen Ede

    Allerdings habe ich keine Erfahrung mit dem Wechsel vom Beutentyp.

    Tja, dann sind wir schon Zwei ;)

    Mein fiktives Beispiel, von Zander-Holz auf Segeberger-Styropor umzustellen, scheint ja noch zu klappen. Typisches Magazin, breites Flugloch, nur in anderer Farbe.

    Von Korb auf Magazin oder umgekehrt, könnte spannender werden. Klar, kommt so in der Praxis nicht vor, aber ganz sicher ist sich da auch keiner.

    Aber mit Geduld und attraktiver Wabe, sollte viel möglich sein.

  • Franz63
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    • 14. Februar 2021 um 13:12
    • #10

    Du musst nur schauen, dass beim Systemwechesl (Korb auf Magazin) das Flugloch auch auf gleicher Höhe ist. Beim Magazin ist es ja unten und bei Körben - wie bei Kai eher oben.

    Brutwabe oder Königin, dann funktioniert es sicher.

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