Guten Tag, Forumgemeinde!
Wie der Titel schon sagt, beschäftige ich mich gerade etwas mit der Frage, inwiefern es machbar und möglich wäre, durch die Fluglingbildung, die Heimkehrer in eine für sie ungewohnte, sprich optisch anders aussehende Beute, umlogieren zu können.
Fakt ist, die Flugbienen haben sich auf ihre Flugbahn und Landebahn eingeflogen und reagieren mit entsprechende Veränderungen mit einer verständlichen, besonderen Skepsis. Sie bleiben länger in der Luft, begegnen diese neue Situation mit großer Vorsicht (aber auch nicht alle, manche landen immer plumps an gewohnter Stelle) und landen irgendwann trotzdem, und schauen, was los ist.
Bestenfalls riechen sie eine offene Brutwabe, und laufen deshalb in die komplett ungewohnte, neue Beute ein. Temporäre Traubenbildung ist durchaus möglich, aber irgendwann sollten auch diese in die neue Beute einlaufen. Zumindest leite ich das so von meinen persönlichen, regulären Fluglings-Erfahrungen ab, hab da schon das eine oder andere beobachten können.
Fiktive Beispiele:
Ein Zandervolk in Holzmagazin soll in eine grün gefärbte Styropor-Segebergerbeute.
Ein Korbvolk soll in ein Miniplus einfliegen.
Ein reguläres Miniplusvolk soll in eine Miniplus-Überwinterungsbeute aus Holz.
Wie immer sollte eine offene Brutwabe als Lockmittel dienen. Zur Schwarmzeit sind es schon sehr viele Flugbienen, da ist viel Bewegung drinnen.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das so funktionieren sollte, auch wenn die Bienen etwas Zeit dafür brauchen.
Mir ist klar, dass eine Fluglingbildung, mit einer neuartigen Beute, so kaum in der Praxis stattfinden wird. Vielleicht aber kann hier jemand seine Gedanken dazu äußern oder gar aus Erfahrung sprechen?
Vielen Dank,
beste Grüße,
Hainlaeufer