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Wilder Schwarm

  • Kai
  • 14. Oktober 2010 um 10:13
  • Kai
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    • 14. Oktober 2010 um 10:13
    • #1
    Zitat von Heusi

    Hallo Imkerfreunde, :)

    ich bin neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 42 Jahre alt und wohne in Schleswig-Holstein. Mit der Imkerei beschäftige ich mich erst seit ca. 3 Monaten und das hat folgenden Grund:

    Ich habe in meinem Garten seit Jahren einen Hornissenkasten an einer Fichte hängen, der im Frühjahr unbesetzt blieb. Anfang Juli ist in diesen Kasten ein Bienenschwarm eingezogen und hat Naturwaben gebaut. Ich schätze mal, es waren so 1,5 kg. Ich habe sie gewähren lassen, weil ich es äußerst spannend fand, wie schnell die Bienen die Waben gebaut haben. Teilweise herrschte im August bis Anfang September starker Flugbetrieb. Seit ca. 3 - 4 Wochen gibt es so gut wie keinen Flugbetrieb mehr. Ich habe in den Kasten geschaut und ca 100 tote Bienen auf dem Boden gefunden. Anfang September habe ich für 4 Tage eine Varroabehandlung mit 60% Ameisensäure durchgeführt. Insgesamt sind ca. 100 Milben gefallen und nochmals ca. 10 tote Bienen hinzugekommen. Ich kann leider nicht sehen, wie viele Bienen auf den Waben sitzen. Ich habe leider keine Winterfütterung gemacht, weil ich das nicht besser wusste und dachte, dass die Bienen das schon selber hinbekommen. War das ein Irrtum? Nun bin ich mir unsicher, was ich machen soll. Kann ich jetzt noch füttern, oder macht das keinen Sinn mehr? Ist das Volk überhaupt überlebensfähig? Hätte in den letzten ca. 2 milden Wochen nicht noch merklicher Flugbetrieb herrschen müssen? Fragen über Fragen?
    Habt ihr die passenen Antworten?

    Viele Grüße
    Stefan

    Hallo Stefan,

    ich habe mit Deinem Beitrag ein neues Thema eröffnet, weil er in den anderen Thread nicht so ganz passte.

    Erstmal herzlich Willkommen im Forum.

    Sind in dem Volk denn noch Bienen vorhanden? In der Regel gibt es bei uns in Schleswig-Holstein ab Juli kaum noch Tracht, so dass ein Schwarm vom Juli, der nicht gefüttert wurde, kaum Chancen haben dürfte, den Winter zu überstehen. Doch manchmal geschehen auch Wunder.

    Füttern würde ich dieses Völkchen jetzt Mitte Oktober wohl nicht mehr, die Bienen dürften kaum noch Futter annehmen, ich meine es wäre jetzt vergebliche Liebesmüh.

    Dagegen SEHR befürworten würde ich, wenn Du ab Frühjahr Deine eigenen 2-3 Völker hälst, nachdem Du Dich über Winters eingehend mit der Theorie beschäftigt hast. 3-4 gute Bienenbücher zu Weihnachten, das wäre doch was. Imkerei, Bienenhaltung ist ein unerschöpfliches Hobby und eine tolle Beschäftigung.

    LG
    Kai

  • Heusi
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    • 14. Oktober 2010 um 17:38
    • #2

    Hallo Kai,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Wäre schade, wenn das Volk es nicht schafft! Aber ich habe mir das eigentlich auch schon gedacht. Ich hatte halt keine Ahnung und dachte, wenn ich Ihnen keinen Honig wegnehme, werden es die Bienen wohl schaffen. An die Möglichkeit des Zufüttern hatte ich nicht gedacht.
    Der Wabebau ist ca. 40 cm lang und in der Mitte sind noch Bienen zu sehen. Ich kann aber beim besten Willen nicht sagen, wie viele es sind. Sollte ich von unten mal mit einer Taschenlampe zwischen die Waben leuchten und nachschauen oder sollte ich der Natur in diesem Fall freien Lauf geben und sie in Ruhe lassen, egal was geschieht?
    Würde es Sinn machen, wenn das kleine Volk es nicht durch den Winter schafft, den vorhandenen Wabenbau in nächsten Jahr mit einem neuen Schwarm zu belegen? Im oberen Bereich sind die Waben verdeckelt und es dürfte sich Honig darin befinden. Dieser könnte für ein neues Volk doch sicherlich nützlich sein!?

    LG
    Stefan

  • Heidjer
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    • 15. Oktober 2010 um 01:55
    • #3

    Hallo Stefan,

    die Frage ob der Bien noch Futter annimmt ist auch hier besprochen und erfolgreich bewerkstelligt:
    http://13689brzyd.forumprofi.de/thema-anzeigen…asser-t488.html
    Versuch es doch auch einmal. Schlechter wird es Deinem Volk dann auch nicht gehen. Es wäre doch einen Versuch wert. Nicht jetzt schon aufgeben. Und wenn sie nur wenige Tage noch Futter annehmen.

    Viel Erfolg!
    heidjer Wolfgang

  • Kai
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    • 15. Oktober 2010 um 10:32
    • #4
    Zitat von Heidjer

    Hallo Stefan,

    ...

    Versuch es doch auch einmal. Schlechter wird es Deinem Volk dann auch nicht gehen. Es wäre doch einen Versuch wert. Nicht jetzt schon aufgeben. Und wenn sie nur wenige Tage noch Futter annehmen.

    Viel Erfolg!
    heidjer Wolfgang



    Hallo,

    ja das stimmt auch wieder. Probieren geht über studieren ;) Also, Futterwanne rein, mit Schwimmern, dazu warmes (!) Zuckerwasser im Verhältnis 2:1 (besser noch Futtersirup), dazu duftende Tees, sehr erfolgversprechend scheinen auch echte Anistropfen auf die Bienen zu wirken.

    Und berichte bitte weiter, was dann passiert.

    Ich vermute mal, dass es mehr "wilde" Völker gibt, als gemeinhin angenommen wird. Öfters schön habe ich wilde Schwärme in hohlen Bäumen ein- und ausfliegen sehen können. Wie lange die allerdings überleben, durfte ich bislang noch nicht erleben.

    LG
    Kai

  • Heusi
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    • 20. Oktober 2010 um 13:09
    • #5

    Hallo zusammen,

    leider hat der Versuch das Volk noch mit Zuckerwasser zu füttern nicht geklappt. Sie nehmen keine Nahrung mehr an. Es sieht dann wohl schlecht aus für dieses Völkchen. Ich werde das weiter beobachtenh und berichten.

    Kai, Du kennst doch bestimmt die Aktion "Die Bienenkiste". Was hälst Du davon? Ich habe eigentlich vor, in dieser Kiste zu imkern. Oder sind Magazinbeuten doch besser? Ich möchte auch nicht so viele Völker haben. 2 bis 3 würden mir schon reichen.
    Wo kann ich evt. gebrauchte Magazinbeuten bekommen und welche sind am besten geeignet? Da gibt es auf dem Markt so viele verschiedene und als Anfänger hat man ja keine Erfahrung, welche sich in der Praxis bewährt haben und welche eher weniger!
    Hast du da ein paar Tipps für mich?

    Es grüßt
    Stefan

  • Kai
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    • 21. Oktober 2010 um 16:36
    • #6

    Hallo, zum Thema Bienenkiste geht's hier weiter:

    http://13689brzyd.forumprofi.de/thema-anzeigen…kiste-t505.html

    LG
    Kai

  • Luxnigra
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    • 21. Oktober 2010 um 21:23
    • #7

    Hallo
    Lass das Volk erst mal in Ruhe. Wenn es nur noch wenig Bienen hat, dann kann auch die alte? Königin abgegangen sein, und eine neue nicht begattet. Kommt vor bei Schwärmen.
    Zur Bienenhaltung: Mach erst mal das normale, dann gerne Experimente.
    Halte ein paar Bienenvölker auf Dadant oder ähnlichem. Wenn du den Bien bis verstanden hast, nimm die Schwärme und logiere sie in Stabilbaukästen ein. Bedenke: in einem Stabilbaukasten kanns du nicht mehr die Waben ziehen um zu beobachten. Gut für ältere Imker, aber schlecht um zu lernen

  • Heusi
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    • 12. Oktober 2011 um 17:37
    • #8

    Hallo zusammen,

    im letzten Jahr habe ich darüber berichtet, dass in einem an einer Fichte hängenden Hornissenkasten in meinem Garten Bienen eingezogen sind (siehe Bericht oben).
    Da dieser Schwarm erst Anfang Juli eingezogen ist und ich diesen aus Unwissenheit auch nicht gefüttert habe, hat dieses Völkchen den Winter nicht überlebt.
    In diesem Jahr ist nun folgendes passiert: Im Mai konnte ich beobachten, wie wieder Bienen in den Kasten eingeflogen sind. Erst habe ich gedacht, dass es ein neuer Schwarm ist. Aber nach ein paar Tagen flogen nur noch wenige Bienen ein und aus! Als ich den Kasten nach ein paar weiteren Tagen geöffnet habe, konnte ich sehen, dass die Bienen geräubert haben und die Honigvorräte des kleinen verendeten Völkchen aus den Zellen geholt hatten. Ca. 4 Wochen später ist dann doch wieder ein Schwarm in diesen Kasten eingezogen. Die Bienen haben die vorhandenen Waben gleich besetzt und angebaut. Die Königin muss auch ziemlich schnell in Eiablage gegangen sein, denn in den folgenden Wochen nahm die Anzahl der Bienen stark zu. Ich habe diesen Schwarm wöchentlich mit ca. einem Kilo Futterteig gefüttert. Im September habe ich dann ca. 5 kg Futterteig auf einmal gefüttert. Ich weiß nun nicht, ob das reicht und wieviel die Bienen selbst eingetragen haben. Ich kann den Kasten ja auch nicht abnehmen und wiegen! Sollte ich noch irgendetwas machen.
    Das Probelm ist auch, dass der Kasten schon ziemlich ausgebaut ist und nur noch ein kleines Futtergefäß unten Platz findet.
    Gegen Varroamilben habe ich auch (noch) nichts unternommen. Würde es ausreichen, wenn ich im Dezember/Januar (nur) mit Oxalsäure behandle?

    Viele Grüße
    Stefan

  • Dumoint
    Gast
    • 14. Oktober 2011 um 14:42
    • #9

    Hallo

    und herzlichen Glückwunsch zu deinem zweiten Schwarm :D

    Ich denke eine Oxalsäurebehandlung müßte reichen es sei den dir ist zuvor schon ein massiver Varroabefall aufgefallen.
    Hast du die Möglichkeit den Varroafall zu kontrolieren??
    Wie kriegst du die Oxalsäure an die Wintertraube??


    Grüße
    Simon

  • Luxnigra
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    • 16. Oktober 2011 um 13:40
    • #10

    Hallo
    Am einfachsten wäre es, den Kasten mit OS zu bedampfen, und zwar mit einem Gerät, welches den Dampf hineinbläst. Wenn du niemanden kennst wo so eine Apparatur hat, musst du versuchen, von oben zu träufeln.

  • Kai
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    • 16. Oktober 2011 um 13:43
    • #11

    Vielleicht kann man sich so etwas auch selber basteln, schau mal hier:
    http://www.imker-kiel.de/news/molfsee-m…er-bauanleitung

    LG
    Kai

  • manne
    Gast
    • 16. Oktober 2011 um 15:53
    • #12

    Wenn ich die Aufnahme richtig deute, nebelt der Staub auch um die Beute herum und kann so in die Atemluft von Menschen geraten. Wenn das so sein sollte, stellt sich die Frage, ob er unbedenklich er für die menschliche Gesundheit sei!

    Manne

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    • 16. Oktober 2011 um 16:57
    • #13

    Das Risiko ist bei OS-Verdampfung immer gegeben und daher ja auch in Deutschland nicht zugelassen.
    LG
    Kai

  • Nigra
    Gast
    • 16. Oktober 2011 um 21:36
    • #14
    Zitat von manne

    stellt sich die Frage, ob er unbedenklich er für die menschliche Gesundheit sei

    Hallo Manne,

    goolge einmal nach: thomas gumpp oxalsäure

    Der Mann hat das im Detail untersucht.

    Grüsse,
    Nigra

  • Michal Anton
    Gast
    • 16. Oktober 2011 um 22:21
    • #15

    Hallo,
    ob Oxalsäure in Deutschland zugelassen ist oder nicht , ob es dazu auch Untersuchungen gibt oder nicht ist zweitrangig. Das wichtigste in Umgang mit allen Flüchtigen Stoffen ist ordentliche PSA / Persönliche Schutz Ausrüstung/ Viele Pestizide und andere Dreck werden den Leuten als unbedenklich verkauft. In den USA gab es Feldversuche mit Glyfostat bei der dazugehörigen Studie Menschen über gewisse Zeit das RandUp getrunken haben.
    Ich mach lieber einen Bogen rum. Ich will dieses Jahr mit Oxamat arbeiten. Mit Maske, Brille und Gummihandschuh. Ob der in eine Humelnkassten passt ?
    Deswegen Atemschutzmaske mit ordentlichen Filtern wie in einer Lackiererei.
    Aussage; Rasch entfernen gegen der Windrichtung ist echt gewagt.
    Michal

  • Heusi
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    • 18. Oktober 2011 um 00:02
    • #16
    Zitat von imkerforum-nordbiene

    Das Risiko ist bei OS-Verdampfung immer gegeben und daher ja auch in Deutschland nicht zugelassen.
    LG
    Kai

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten!

    Ich werde wohl die Träufelmethode anwenden.

    Soll und kann ich jetzt noch zufüttern?

    Viele Grüße
    Stefan

  • Kai
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    • 18. Oktober 2011 um 09:44
    • #17

    Hallo,

    wenn Du in dem Kasten eine Futterwanne, einen kleinen Eimer mit Strohschwimmer o.ä. einstellen kannst, dann versuch es. Nimm dazu bitte (auf ca. 30 Grad angewärmten) Futtersirup für Bienen, diesen brauchen sie nicht mehr zu verarbeiten.

    LG
    Kai

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