Hallo allerseits,
der Oktober ist "traditionell" der Monat, in dem die Varroa voll zuschlägt: Völkerzusammenbrüche zeigen sich jetzt (aber auch oft im September und November) daran, dass in den betroffenen Völkern "plötzlich" fast keine Bienen mehr vorhanden sind, bzw. ein letztes kümmerliches Häuflein, mit viel Varroen und auch verkrüppelten Bienen. Von außen ist dies manchmal gar nicht zu erkennen.
Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr mal durch die Folie geschaut bzw. den Deckel geöffnet?
Bei mir ist der Varroafall die letzten Wochen sehr unterschiedlich. Alle Völker, die bis zum Sommer noch Sicula-Bienen besiedelten, haben so gut wie gar eine Varroa! Das gibt zu denken. Sollte da eine Resistenz vorliegen?
Bei den anderen Völkern rieseln Varroen, was ich aber für durchaus noch normal betrachte.
Bei zwei Völkern dagegen (ehemals eher Carnica-Landbiene) liegt ein sehr starker Varroabefall vor. Da das eine dieser beiden Völker seit Ende Juli eine wertvolle Schwedenkönigin hat, lief bei mir heute die letzte Umweiselungs-Vereinigungs-Aktion: aus einem gesunden F2-Volk entnahm ich die Königin. Das Reinzuchtvolk wird (nach letztmaliger "Sommer"behandlung) heute abend dem nun weisellosen gesunden Volk aufgesetzt. Das RZ-Volk wurde die letzten 3 Wochen so gut es geht entmilbt, es sind aber dennoch immer noch verkrüppelte schlüpfende Bienen vorhanden.
Möglicherweise würde es überleben (es besiedelt ca. 10 Dadant-Waben), aber ich wollte kein Risiko eingehen, um die Königin nicht zu verlieren.
Ja, so sieht es derzeit bei mir aus: eine völlig unterschiedliche Situation, obwohl die Betriebsweise und die Art der Behandlung völlig einheitlich war. So unterschiedlich kann das sein.
Da frage ich mich natürlich auch, ob Oxuvar im Winter und Thymovar im Sommer wirklich ausreichend sind.
Insgesamt bin ich mit dem Gesundheitszustand der Völker, der Einwinterungsstärke und der Pollenversorgung aber sehr zufrieden.
Wie sieht es bei Euch aus?
LG
Kai, der hoffentlich nicht so schnell in den Winterschlaf verfällt.