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  3. Die Dunkle Biene
  4. Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera (allgemein)

Kalkbrut und Dunkle Biene

  • Kai
  • 20. April 2015 um 18:45
  • Kai
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    • 20. April 2015 um 18:45
    • #1

    HAllo allerseits,

    die meisten Freunde der Dunklen Biene haben es mit Sicherheit schon selber erfahren: die genetisch bedingte, typische Kalkbrutanfälligkeit der Dunklen Biene. Es ist eines ihrer "Markenzeichen", und mir ist noch keine Herkunft bekannt, die keine Tendenz zur Kalkbrut zeigt.

    Zur Erinnerung: die Kalkrut bezeichnet eine Pilzerkrankung, die die maden der Westlichen Honigbiene befällt und die Puppe nach dem Verdeckeln zum Absterben bringt. Übrig bleiben dann die Kalkbrutmumien, zunächst weiß in der Farbe, später grau.

    Die Krankheit tritt bei den Völkern der Dunklen Biene hauptsächlich im April, Mai und Juni auf. Bei guter Volksentwicklung, Trachtlage und ggf. Entfernen von befallenen Brutwaben verschwinden die Symptome wieder ... bis zum nächsten Jahr.

    Die Kalkbrut ist ein typisches Zeichen, dass wir es mit der Dunklen Biene zu tun haben. Bereits in einer echten Mellifera F1 ist diese Krankheit unbekannt.

    Auf die Volksentwicklung oder gar das Überleben des Volkes scheint die Krankheit keine Auswirkungen zu haben. Wie sieht es bei Euch aus?

    LG
    Kai


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    [attachment=1]kalkbrut-dunkle-biene-april-2015-2.jpg[/attachment]


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    Bilder

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  • Kai
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    • 21. April 2015 um 17:28
    • #2

    Nachtrag

    Und hier ein interessantes Rezept gegen Kalkbrut: https://imkerforum.nordbiene.de/viewtopic.php?f=11&t=1808

    Viel Erfolg. :wink:
    LG
    Kai

  • Johannes
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    • 20. Mai 2015 um 19:17
    • #3

    Hallo Kai,

    jetzt muss ich hier doch mal nachfragen.
    Ich habe bei meinen Völkern bis heute noch niemals auch nur eine einzige Kalkbrutmumie gesehen.
    Das erste Mal sah ich sowas letztes Jahr bei meinem Besuch deiner Bienen.

    Wie ist das zu erklären?
    Liegt es vielleicht daran, dass bei mir ein grundsätzlich anderes Klima herrscht, als bei dir? Oder könnte es an meiner radikalen Wabenhygiene liegen? Oder gibt es noch andere Gründe?


    Wie sieht es denn bei den anderen Haltern der Dunklen aus?

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
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    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Kai
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    • 20. Mai 2015 um 22:46
    • #4

    Hallo Johannes,

    danke für Deine Nachfrage. Auch ich kann hier nur mutmaßen und tue dies wie folgt:

    Ganz sicher hängt es auch mit dem kalten feuchten Klima zusammen. So nennt ja die Literatur gerade feuchte kühle Standorte einen für Kalkbrut begünstigenden Faktor. Und da es sich um einen Pilz handelt, wirkt eine radikale Wabenerneuerung sicherlich gegen Kalkbrut.

    Als letztes vermute ich auch, dass sich Kalkbrut als Pilz kumulieren muss, um zum Ausbruch zu kommen. Hierbei ist es sicher auch entscheidend, wie lange man bereits die Dunkle Biene am Stand hat. Der gesamte Norden (Skandinavien) kennt die Kalkbrut auf dem Stand mit der Dunklen Biene. :wink:

    In Schweden versucht man, der Krankheit auch durch Zuchtauslese beizukommen. Bislang jedoch ohne Erfolg.

    LG
    Kai

  • Johannes
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    • 21. Mai 2015 um 06:25
    • #5

    Hallo Kai,

    danke für deine Einschätzung! :)

    Dann werde ich mal beobachten, ob in den nächsten Jahren Anzeichen auftauchen. Ich hab die Dunkle ja noch nicht so lange am Stand.
    Aber bei meiner Betriebsweise bin ich mir fast sicher (oder hoffe zumindest) dass ich es noch weit hinauszögern kann. Auch wenn es einem gesunden Volk wohl nicht schadet, so brauche ich die Kalkbrut trotzdem nicht. :wink:

    LG Johannes

    PS: Alles Gute zum Geburtstag, Kai!  :D

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  • fanto
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    • 21. Mai 2015 um 08:27
    • #6

    Der Kai hat Geburtstag???

    Zur Kalkbrut kann ich zwar nichts beitragen, ich wünsche dem
    Kai aber trotzdem alles gute zum Geburtstag :wink:

    Gruß

    Alles wird gut, immer, irgendwann !!!

  • tinafalke
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    • 21. Mai 2015 um 09:51
    • #7

    Hallo !
    Von mir auch
    alles Gute zum Geburtstag.
    Gruß Fooke

  • Kai
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    • 21. Mai 2015 um 10:22
    • #8

    Danke schön :P:P:P

  • Abramis
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    • 21. Mai 2015 um 10:24
    • #9

    Hallo Kai,

    Alles Gute zum Geburtstag und immer volle Honigtöpfe! :D

    Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!::!::!:

  • tinafalke
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    • 21. Mai 2015 um 13:13
    • #10

    Hallo !
    Ich habe ja viele Jahre mit der Dunklen
    gearbeitet. Bin damit groß geworden.
    Wir hatten nur die alten Hinterbehandlungs - Beuten.
    Warme Beuten, 20 Waben, 10 Brutraum und 10 Honigraum.
    Die Volksgröße war perfekt für diese Beuten.
    Die Völker wurden eingeengt oder erweitert und warm
    eingepackt.
    Ich kann mich kaum an Kalkbrut erinnern.
    Die Handhabung dieser Beuten ist natürlich
    etwas aufwendiger gehenüber der Magazine.
    Dafür wurde man aber auch belohnt.
    Sorten Honig.
    Magazine sind da im Nachteil.

    Gruß Fooke

  • Mauee
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    • 4. Juni 2015 um 01:25
    • #11
    Zitat von imkerforum-nordbiene

    Nachtrag

    Und hier ein interessantes Rezept gegen Kalkbrut: https://imkerforum.nordbiene.de/viewtopic.php?f=11&t=1808

    Viel Erfolg. :wink:
    LG
    Kai

    Ich weiß nicht, ob ich das hier oder in dem Thread fragen soll. Aber ich frage hier, weil es viele Menschen ungern sehen, wenn so alte Threads wieder hocgepuscht werden.
    Hat das mal jemand ausprobiert und kann weitere Erfolge oder Misserfolge berichten?

    Ich habe kürzlich durch zufall an zwei Tagen Basti getroffen und ihm auch von meinem Kalkbrutproblem berichtet.
    Auch er konnte bestätigen, dass die Dunkle Biene ein wenig anfällig dafür ist. Mittlerweile sind meine Völker in die neuen Beuten umgezogen, tragen aber immernoch vereinzelnd Kalkbrut raus. Bei einem Volk fand ich heute zwei Weiselzellen nebeneinander in der linken unteren Ecke der Wabe. Die Königin hat ein verletztes Bein und sieht ein wenig mitgenommen aus. (Die Jahresfarbe auf ihrem Panzer ist fast weg, als hätte sie sich geprügelt). Bei dieser Durchsicht fand ich auch ein zwei weitere Zellen, wo sich das Kalkbrut Myzel zu erkennen gab. Jedoch gibt es kaum noch die typischen grauen steinfarbenen Mumien.

    Rückblickend - und abgesehen von den Strapazen die Bienen umzusiedeln, finde ich, dass es sehr lang gedauert hat, bis sie die Kalkbrut in den Griff bekommen haben. Immerhin ist ja mittlerweile das komplette Wabenwerk neu und auch die Beuten. Schon recht hartnäckig und natürlich gibt es dadurch auch unschöne Brutnester (löchrig, teilweise aber auch bedingt durch Pollenbretter). Frühjahreshonig werde und konnte ich also nicht ernten, da sie erst jetzt zweizargig sind. Abgesehen davon hat aber auch das Wetter nicht mitgespielt. Mein Imkernachbar hat seine Honigzargen auch noch drauf und nachts wird es immer wieder sehr kalt.

    Um das OT abschließend zu begründen:
    Wenn das Rezept funktioniert, wäre das für mich ein Segen und vermutlich werde ich das so - oder so mal ausprobieren. ;)

    LG Mauee

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  • Johannes
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    • 4. Juni 2015 um 07:11
    • #12

    Hallo Mauee,

    die Wahrscheinlichkeit, dass das jetzt hier schon jemand versucht hat, besteht zwar, aber ich würde nicht auf Rückmeldung warten.
    Die Rezeptur ist ja recht einfach und absolut unbedenklich. Versuch es einfach! Viel Erfolg!!! :)

    LG Johannes

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  • Mauee
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    • 4. Juni 2015 um 23:46
    • #13

    Ich habe haufenweise Beinwell im Garten.
    Werde es mal testen! Und dann berichten. :)

    lg Mauee

    Wie tief ist der Fluss, wenn du den Grund nicht mehr erkennst?

  • bema
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    • 5. Juni 2015 um 20:58
    • #14

    Hallo,
    ich habe das Rezept am Dienstag an einem stark befallenen Volk getestet und kann bis jetzt schon sagen, dass sich der Putztrieb sehr gesteigert hat.
    Nachdem die Bienen die letzten Tage Mumien raus geschleppt haben wie die Wilden, scheint nun eine deutliche Besserung einzutreten. Ob dies nun eine echte Verbesserung oder den warmen Wetter geschuldet ist kann ich nicht sagen.
    Ich werde auf jeden Fall weiter beobachten.
    LG Bernd

  • capellmann
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    • 8. Juni 2015 um 06:41
    • #15

    Hallo alle miteinander,

    ohne Behandlung wird der Kalkbrut Befall weniger. Die Völker sind aber auch stärker geworden , mein Eindruck nach hat das einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf .

    LG Jörg

  • Kai
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    • 8. Juni 2015 um 09:06
    • #16
    Zitat von capellmann

    Hallo alle miteinander,

    ohne Behandlung wird der Kalkbrut Befall weniger. Die Völker sind aber auch stärker geworden , mein Eindruck nach hat das einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf .

    LG Jörg


    HAllo Jörg,

    ja, das hat ganz sicher einen Einfluss. Die Kalkbrut müsste jetzt langsam abflauen.
    LG
    Kai

  • bema
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    • 28. Juli 2015 um 12:34
    • #17

    Hallo,
    die Behandlung mit Beinwell hat, bei meinem stark befallenen Volk, auch nach mehrmaliger Wiederholung nur eine vorrübergehend Besserung gebracht.
    Die anschließende Behandlung mit Zitrone war dann ein voller Erfolg. ">Eine halbe unbehandelte Zitrone in 1 cm dicke Scheiben schneiden und in den Boden legen<".
    Meine alten Beuten haben noch einen geschlossenen Boden und ich habe eine ganze Zitrone genommen, da das Volk auf 2 BR + 1 HR saß.

    LG
    Bernd

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