Um die Koenigin sofort zu finden sind nach meiner Erfahrung drei Dinge wichtig:
1. kein Rauch!
2. sehr ruhiges Arbeiten, also die Waben schoen langsam ziehen und den "Knack" beim Deckelabnehmen vermeiden.
3. Nicht ganz frueh am Morgen oder ganz spaet am Abend danach suchen. Die beste Zeit ist die, wenn die meisten Flugbienen unterwegs sind.
Wenn es gut laeuft, stiftet "Madame" ruhig weiter, waehrend man die gezogene Wabe betrachtet. Und wenn man ihre Majestaet bei der Durchsicht dennoch nicht findet, aber Stifte vorhanden sind, ist es besser, am naechsten Tag nochmals zu schauen, als auf Krampf alle Waben mehrfach zu durchwuehlen.
Bezueglich der Ameisensaeure kann ich mich nur wiederholen: 50% der Wirkung bei Langzeitverdunstung beruht m.E. auf der Zerstoerung des Brutnestes, der damit einher gehenden Brutfreiheit und die deshalb fehlende Vermehrungsmoeglichkeit fuer die MiIlben. Nur den gesunden, adulten Bienen macht die Saeure wenig aus.
Wenn ich im Laufe des Sommers bereits einmal auf biotechnischem Wege fuer Brutfreiheit gesorgt habe (TBE, TuB, Bannwabe, Ableger), ist eine Langszeitbehandlung mit AS unnoetige Tierquaelerei. Falls die Milbenbelastung eines Volkes im Herbst dennoch (was selten vorkommen sollte) zu hoch wird, kann man AS jedoch gut zur Kurz- und Mittelzeitbehandlung nutzen (Nassenheider mit nur 80-100 ml fuellen), wenn die Bruttaetigkeit Ende September / Anfang Oktober sowieso deutlich zurueck geht und dicke Futtergraenze vorhanden sind. Dann halten sich die Schaeden an Jungbienen bei guter Wirksamkeit in Grenzen.
Bei meinen Voelkern kann ich in diesem Jahr vermutlich komplett auf AS verzichten. Aber schaunmermal.