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Das Wetter im Juli 2019

  • Kai
  • 17. Juli 2019 um 12:39
  • Kai
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    • 17. Juli 2019 um 12:39
    • #1

    Hallo allerseits,

    für wenige Tage bin ich aus meinem Urlaub in Polen zurück nach Mielkendorf bei Kiel gekommen. Kurz: Ich hätte in Polen bleiben sollen. :P

    Das Wetter ist ja richtig mies hier: seit Wochen offensichtlich kaum Luftbewegung, kaum Regen, und vor allem: viel zu wenig Sonne und viel zu kalt (tagsüber 14-17 Grad).

    Bis auf wenige Tage Anfang Juli (die Winterlinde blühte) ist an Nektar kaum etwas hereingekommen. Die Völker haben deutlich mehr verzehrt als eingetragen.

    Einen Fehler bedauere ich dieses Jahr: dass ich die Frühtracht geerntet habe. Dies hätte ich lieber bleiben lassen sollen, denn die Bienen könnten das Futter gut gebrauchen. Klar, man kann (und muss!) füttern.

    Ab heute will ich den Wintersitz herrichten, die letzten Umweiselungen, Auffütterung und Varroabehandlung vorbereiten.

    Wie sieht es bei Euch aus? An einen solch schechten Juli kann ich mich nicht erinnern.

    LG

    Kai

  • Didi
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    • 17. Juli 2019 um 15:53
    • #2

    Moin Kai,

    2017 war hier bei mir noch schlechter. Ich habe Montag abgeräumt und alle Völker gewogen. Noch ist Futter drin, aber Anfang August ist füttern und Milbenbehandlung angesagt.

    LG

    Dieter

  • Lirex
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    • 17. Juli 2019 um 16:47
    • #3

    Moin Kai,

    Ich kann hier von der Nordsee auch Gleiches berichten. Seit Wochen viel zu kalt. Zwar kein Dauerregen, aber dennoch kaum Tracht. Die Linde ist mehr oder weniger unbeholfen verblüht. Ich habe gestern angefangen einzufütternde, da es keinen Sinn macht auf Besserung zu hoffen. Selbst wenn noch ein paar warme Tage kommen, ist kaum noch nennenswerte Tracht vorhanden.

    Meine Ableger in Miniplus füttere ich eh seit Erstellung dünn damit sie gut ausbauen und sich voll und ganz der Brut widmen können. Hier sind 2 schon in der 3. Zarge angekommen, während 1 gerade mal die zweite Zarge zögerlich ausbaut und das 4. noch nicht einmal die erste voll hat. Naja noch ist Zeit und die Dunkle richtet sich ja eh mehr nach der Witterung. Sprich sie brütet nicht stark wenn es dauerkalt ist. Mit kontinuierlicher Fütterung und nun bald etwas wärmeren Wetter bekomme ich bestimmt alle auf mindestens 2 Zargen, sodass sie gute Chancen haben den Winter zu überstehen.

    Ich habe mir vorgenommen Ende des Monats mit der Behandlung zu beginnen. Werde dann den Sublimox einsetzten 7x alle 3 Tage behandeln und dann im Winter noch mal. AS will ich den Bienen nicht antuen zumal es kaum eine stabile Wetterlage gibt, die eine Langzeitbehandlung möglich macht.

    Summende Grüße

    Mario

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    • 17. Juli 2019 um 17:01
    • #4
    Zitat von admin

    viel zu wenig Sonne und viel zu kalt (tagsüber 14-17 Grad).

    Das liegt an der Klimakatastrophe! ;)

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Freizeitimker
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    • 17. Juli 2019 um 17:12
    • #5
    Zitat von Lirex

    werde dann den Sublimox einsetzten 7x alle 3 Tage behandeln und dann im Winter noch mal. AS will ich den Bienen nicht antuen zumal es kaum eine stabile Wetterlage gibt, die eine Langzeitbehandlung möglich macht.

    Wäre nicht aller 7 Tage ausreichend, und dann nicht in starrer Anzahl, sondern bedarfsgerecht? So verfuhr ich bisher. Später las ich, daß jede Oxalsäureverdampfung tatsächlich mehrere Tage (nach)wirkt, das Wochenintervall demnach günstig ist.

    Der Nassenheider Verdunster benötigt zudem keine (gleichmäßige) Sommerhitze.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Didi
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    • 17. Juli 2019 um 17:30
    • #6

    Warum sollte man AS nehmen wenn es bessere Alternativen gibt? 7 mal alle 3 Tage ist ein bewährtes Behandlungskonzept.

  • Kai
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    • 17. Juli 2019 um 17:36
    • #7

    Hallo allerseits,

    ich komme gerade von den Bienen, und wie berichtet: hereingekommen ist kaum etwas.

    Schlimmer: nach 2, max. 3 geöffneten Völkern muss man abbrechen. Geöffnete Völker werden sofort von Heerscharen von Räuberbienen angefallen.

    Hoffentlich ändert sich die Tracht noch etwas.

    LG

    Kai

  • klaus
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    • 17. Juli 2019 um 20:58
    • #8

    Hallo allerseits,

    also bei mir sieht es so aus, am 1.7.19 Abgeschleudert und sehr gute Ernte. Die Sommerlinde war sehr gut was man von der Winterlinde nicht sagen kann. Ab dem 3.7.19 gebe ich Reizfütterung alle 3 Tage (0,5 - 1 Liter 1:1), so bleibt die Königin schön in Eilage. Das Winterfutter gibt es erst ab dem 1.9.19 – 15.9.19, somit brauch ich später nicht nachfüttern, das hat sich nach meinen Erfahrungen bestens bewährt, es kann aber jeder für sich entscheiden wie er es macht.

    @Diddi,

    7 X alle 3 Tage ist das nicht zu viel, also ich mach es 3 X alle 7 Tage, das ist völlig ausreichend find ich.

    Leg Dich Niemals mit einem Imker an. Ich habe Tausende Freunde die dich Verfolgen können

    LG Klaus

    Einmal editiert, zuletzt von klaus (17. Juli 2019 um 21:05)

  • Kai
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    • 17. Juli 2019 um 21:23
    • #9
    Zitat von klaus

    Hallo allerseits,

    also bei mir sieht es so aus, am 1.7.19 Abgeschleudert und sehr gute Ernte. Die Sommerlinde war sehr gut was man von der Winterlinde nicht sagen kann. Ab dem 3.7.19 gebe ich Reizfütterung alle 3 Tage (0,5 - 1 Liter 1:1), so bleibt die Königin schön in Eilage. Das Winterfutter gibt es erst ab dem 1.9.19 – 15.9.19, somit brauch ich später nicht nachfüttern, das hat sich nach meinen Erfahrungen bestens bewährt, es kann aber jeder für sich entscheiden wie er es macht.

    Wahnsinn, wie unterschiedlich das sein kann. Seit Jahrzehnten liebe ich den Osten und halte diesen für das Bienenparadies schlechthin.

    In Schleswig-Holstein (dies ist aber nur meine Meinung) würde es aufgrund des Klimas und der Pflanzenvorkommen ohne den Menschen heute gar keine Bienen geben. Grund: sie verhungern hier einfach.

    Heute musste ich leider feststellen, dass einige meiner Begattungskästchen verhungert sind. So kurz nach dem Aufstellen habe ich es noch nie erlebt. Glücklicherweise leben die Bienen und Königinnen noch, aber in den besagten Kästchen ist die Brut wohl (?) hinüber. Sofortige Notfütterung wurde eingeleitet.

    LG

    Kai

  • klaus
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    • 17. Juli 2019 um 22:02
    • #10

    Hallo Kay,

    leider ist es so, man kann nur die Bienen beobachten und dem entsprechend reagieren oder handeln.

    Mit deinen Begattungskästchen, das tut mir sehr leid um die Bienen und die Arbeit die du dir gemacht hast, vielleicht wurden sie sogar ausgeräubert?

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    LG Klaus

  • Kai
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    • 17. Juli 2019 um 22:33
    • #11
    Zitat von klaus

    ...., vielleicht wurden sie sogar ausgeräubert?

    Das wohl nicht, und ich hoffe, ich konnte sie noch retten (Notfütterung wurde umgehend eingeleitet). Bienen und Königinnen sind am leben; bei der Brut in den BGKs heißt es: abwarten. Sobald die Völker abgeräumt sind, will ich die BGKs verwenden und aufsetzen.

    Es zeigt aber, wie schnell derzeit Völker Hunger leiden. Und zwar als erstes die stärksten und die mit der meisten Brut, relativ zur Bienenmasse.

    Und: der größte Fehler steht immer hinter der Beute. Die eigenen Fehler sind die unverzeihlichsten! Ich hätte früher nachschauen müssen. 1 Woche früher wäre gut gewesen!!!!!

    LG

    Kai

  • Herbert
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    • 18. Juli 2019 um 05:51
    • #12

    Moin zusammen,

    auch bei mir nagen die Jungvölker am Hungertuch,die Linde ist so ziemlich durch,

    anders sieht sieht es draußen Richtung Nordsee aus,der Strandflieder ist gerade

    erst im vollen Gange,erwarte daraus eine gute Ernte,jetzt soll es auch wieder ordentlich

    heiß werden.

    LG Herbert

  • Ape
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    • 18. Juli 2019 um 13:51
    • #13

    Na Hallo zusammen,

    im oberen Erzgebirge war bis vor gut einer Woche noch guter Eintrag. Seitdem komm nichts nennenswertes mehr rein und man merkt, dass die Bienen suchen. Kaum ist etwas offen kommen sie angesummt. Alles was nach Wachs riecht wird sofort inspiziert. Deutliches Zeichen!

    Das Wetter war sehr unbeständig, kühl und nass. Erst jetzt ist wieder Sommerhitze vorhergesagt.

    Werde am WE den Sommerhonig ernten, mal sehen was bei rumkommt. Die HR's sind sehr schwer. Ein paar nicht komplett vollgetragene Waben verbleiben den Völkern, dass ich nur bei den Ablegern füttern muss. Wir schauen mal wie sich das entwicklelt.

    Erfahrungsgemäß (alter Imker hier im Ort) kann es bis in den September hinein nochmal Waldhonig geben. Das ist bei der Behandlung hinderlich und kann unter keinen Umständen in den Völkern bleiben (Ruhr!). Ich hoffe, dass ich vor der ersten Behandlung nochmal ernten kann (Behandlungsbeginn ist für Mitte August geplant. Was danach noch reinkommt wird abgeschleudert und im Folgejahr an die Ableger verfüttert). Wenn nichts mehr kommt, auch nicht so schlimm. Der Ertrag war in Anbetracht der Völkerzahl gut.

    Grüße

    Steve

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    • 18. Juli 2019 um 14:10
    • #14
    Zitat von Ape

    Na Hallo zusammen,

    im oberen Erzgebirge ....Die HR's sind sehr schwer. .....

    Grüße

    Steve

    Hallo Steve,

    das ist ja bewundernswert. Wo kam der ganze Nektar her?

    LG

    Kai

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    • 18. Juli 2019 um 14:13
    • #15

    Nachtrag: heute (18.7.) weiter abgeräumt, und was sehe ich:

    Huuujjjjj, seit heute kommt frischer Nektar herein. Wohl vom Jakobskreuzkraut. Toll. Wir haben erstmals wieder über 20 Grad. :love::love::love::love:

    Toll! Hoffentlich bleibt das jetzt so.

    LG

    Kai

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    • 18. Juli 2019 um 14:25
    • #16
    Zitat von admin

    Hallo Steve,

    das ist ja bewundernswert. Wo kam der ganze Nektar her?

    LG

    Kai

    Hallo Kai,

    hauptsächlich Weisklee und Waldhimmbeeren, Klapperkopf (recht ergibige Vorkommen), teilweise Blatthonig. WIr haben keine intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen, nur Wald und Wiese soweit das Auge reicht. Standort eben auf 750m. Die Tracht kommt später als anderswo, aber dann i.d.R. stark. Wir haben viel Sommer- und eben Waldhonig. Die Frühtracht ist ein Wackelkanditat, kommt immer auf die Witterung an. Dieses Jahr nicht so trocken und nicht zu kühl. Sie besteht hauptsächlich aus Löwenzahn und den im Zeitraum blühenden Obstbäumen, wobei das Obst sich in Grenzen hält. Die Frühtracht enthält keinen Raps. Man könnten mit "Pestizitfrei" werben :lol:

    Alles in Allem ein schönes Umfeld für die Dunkle Biene :)


    Gruß

    Steve

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    • 18. Juli 2019 um 14:26
    • #17
    Zitat von admin

    Nachtrag: heute (18.7.) weiter abgeräumt, und was sehe ich:

    Huuujjjjj, seit heute kommt frischer Nektar herein. Wohl vom Jakobskreuzkraut. Toll. Wir haben erstmals wieder über 20 Grad. :love::love::love::love:

    Toll! Hoffentlich bleibt das jetzt so.

    LG

    Kai

    Sehr gut! Da es sich beim JKK ja um Blütenhonig handelt, kann der bedenkenlos drin gelassen werden oder?! Als Winterfutter geeignet. Ernten willst du ja nicht ;)

  • Kai
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    • 18. Juli 2019 um 14:42
    • #18
    Zitat von Ape

    Sehr gut! Da es sich beim JKK ja um Blütenhonig handelt, kann der bedenkenlos drin gelassen werden oder?! Als Winterfutter geeignet. Ernten willst du ja nicht ;)

    Ganz genau so. :love::love::love: Ich freue mich. Heute geht's mir schon wieder besser.

    Geht's den Bienen gut, ist der Imker glücklich. <3

    LG

    Kai

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    • 19. Juli 2019 um 17:49
    • #19

    Ich verstehe nicht, warum in Mielkendorf so eine angespannte Nektarlage sein soll. Viele gartenbaulich bewirtschaftete Grundstücke sind doch wohl vorhanden. Und auf denen blüht doch dann während der Vegetationsperiode immer irgendetwas, denn die lieben Frauen sorgen doch allermeistens dafür, daß es mächtig sprießt, gedeiht und blüht. Oder ist es die schiere Masse der Imker (und mithin deren Bienenvölker), die den Konkurrenzdruck so massiv verschärft?

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Kai
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    • 25. Juli 2019 um 23:16
    • #20
    Zitat von Freizeitimker

    Ich verstehe nicht, warum in Mielkendorf so eine angespannte Nektarlage sein soll. Viele gartenbaulich bewirtschaftete Grundstücke sind doch wohl vorhanden. Und auf denen blüht doch dann während der Vegetationsperiode immer irgendetwas, denn die lieben Frauen sorgen doch allermeistens dafür, daß es mächtig sprießt, gedeiht und blüht. Oder ist es die schiere Masse der Imker (und mithin deren Bienenvölker), die den Konkurrenzdruck so massiv verschärft?

    Das kaann ich alles weder widerlegen noch bestätigen. Tatsache ist aber: in 9 von 10 Jahren gibt es hier bei mir ab spätestens Mitte Juni NICHTs zu holen. Die paar Blumen in den paar Gärten bringen nichts.

    Was richtig Nekar bringen würde, wären Robinienwälder, Sommerlindenalleen, Weißkleewiesen, Brombeerhaine, Balsaminen-Flussufer, Roggenfelder mit Kornblume soweit das Auge reicht, Klatschmohnwiesen, Sonnenblumenplantagen!

    All diese Pflanzen gibt es hier nicht; und ich sage "all"!!! Keine einzige der genannten Arten kommt hier in nennenswerter Menge vor. Mielkendorfer / Kieler können dies bestätigen. Okay, bei mir auf dem Grundstück stehen 7 (sieben!) Robinien. Bloß: was ist das für 60 Bienenvölker allein hier im Ort? Gar nix.

    So ließen sich die Beispiele noch fortführen.

    Was es hier aber alle 10 Jahre einmal gibt ist: Blatthonig von Ahorn und Eiche. :love:

    LG

    Kai

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