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Bienen abfegen - betteln sich ein - viele tote Bienen - warum?

  • Kai
  • 25. August 2019 um 21:33
  • Kai
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    • 25. August 2019 um 21:33
    • #1

    Hallo allerseits,

    heute habe ich wieder 2 Völker abgefegt, damit sie sich einbetteln. Da ich dies selten gemacht habe, liegen wenig Erfahrungen vor.

    Die Bienen wollten sich auch einbetteln bei den Nachbarvölkern. Offensichtlich wurden sie aber nicht gemocht, es liegen jeweils ca. bis zu 2.000 tote Bienen vor den Nachbarvölkern. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? was könnte man besser machen

    Woran lag es?

    • An den unterschiedlichen Rassen ? (Sicula vs. Mellifera?)
    • Am alter der abgefegt Völker?
    • An der Bienenmasse?
    • An der Jahreszeit?

    Über Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

    LG

    Kai

  • Gast-2025-04-02-1
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    • 25. August 2019 um 23:20
    • #2

    Hast Du vor dem Abfegen ordentlich! eingraeuchert? Abfegen mache ich nur bei Drohnenbruetern. Weiiiit weg (500 Meter im Wald).

    Ich vereinige "betriebsbedingt" immer Ende September bis Ende Oktober, indem ich einfach die Waben nebst ansitzender Bienen in den anderen Kastenan das Brutnest zuhaenge. Das klappt eigentlich immer ganz gut, jedenfalls ohne "Hauen und Stechen".

    Wichtig ist, dass am Platz des urspruenglichen Volkes nichts mehr steht, auch nicht im kommenden Fruehling vor der ersten Tracht. Sonst kann es "lustig" werden.

  • Kieler_imker
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    • 26. August 2019 um 00:25
    • #3

    Viel Rauch geben vor dem Abfegen, ist auch mein Tipp!

    Ich mache das bei beiden Völkern, wenn ich vereinige. Beim Auflösen kann man dies natürlich nur bei diesem einen Volk machen. Gib ihnen die Zeit, ihre Honigblasen auch wirklich zu füllen, was sie naturgemäß bei Brandgefahr des Stocks tun. Dann klappt's besser. Aber ein paar Tote habe ich immer bei so einer Aktion.

    Manchmal stelle ich auch verschiedene Völker an den Platz des alten abgefegten, damit nicht nur die Nachbarvölker den ganzen Schwung abbekommen. Aber das ist sehr viel Aufwand und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob er sich auch in geringerer Mortalität niederschlägt. Auf jeden Fall bekommen so die Völker etwas gleichmäßiger Bienen ab.

  • Cuxer
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    • 26. August 2019 um 10:55
    • #4

    Hi,

    Bin neu hier und auch Anfänger...

    Aber da ich gerade etwas im Imkerforum zu dem Thema gelesen habe... Und die Aussage von einem erfahrenen Imker kam... Halte ich einfach mal nicht den Mund... 😀 Hoffe das stört nicht...

    Kernaussage war:

    Wenn sich das vor einer anderen Beute abgefegte Volk nicht Weisellos fühlt, gibt es Mord und Totschlag...

    War über die Aussage auch überrascht, da in Aumeier Videos das Abfegen von Völkern mit Königin gezeigt wird...

  • Kai
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    • 26. August 2019 um 11:01
    • #5
    Zitat von Cuxer

    ...Kernaussage war:

    Wenn sich das vor einer anderen Beute abgefegte Volk nicht Weisellos fühlt, gibt es Mord und Totschlag...

    Hallo und herzlich Willkommen,

    und vielen Dank für den Hinweis. Damit kann es tatsächlich so sein. Möglichweise waren diese Völker nicht weisellos, sie waren aber seit etlichen Wochen bereits brutlos. Möglicherweise hatten sie eine unbegattete Königin. Unbegattet aufgrund des schlechten Wetters und des Fehlens jeglicher Drohnen seit Ende Juni.

    Mit Rauch spare ich nie. :) Hieran dürfte es also nicht gelegen haben.

    Naja, es ist wie es ist. Wenn es nur die Altbienen der beiden Völker sind, so kann ich damit leben.

    LG

    Kai

  • Cuxer
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    • 26. August 2019 um 11:24
    • #6

    Bin überrascht, dass das Wetter in SH / Kiel dieses Jahr so anders als bei uns zu sein scheint... Luftlinie sind das wohl keine 100km...

    Drohnen werden zwar weniger aber sehe ich im Grunde noch bei jeder Fluglochbeobachtung...

  • Kai
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    • 26. August 2019 um 11:47
    • #7
    Zitat von Cuxer

    Bin überrascht, dass das Wetter in SH / Kiel dieses Jahr so anders als bei uns zu sein scheint... Luftlinie sind das wohl keine 100km...

    Jo, durch die direkt Nähe zur Ostsee und den häufigen Ostwinden ist es hier meist deutlich kälter als anderswo. Daher würde ich auch liebend gern Kiel verlassen. Freiwillig würde ich hier nie im Leben hinziehen. Ein Bienenparadies sieht anders aus.

    Zum Beispiel Pommern. Ist ja auch nicht weit. Wie oft kommt es aber vor, dass in Stettin 30 Grad gemessen werden, in Kiel 12. Ist tatsächlich so. Mal ein Ausreißer ist kein Problem, aber dauerhaft von April bis Oktober 5-6 Grad Unterschied ist halt eine Hausnummer.

    Im Moment ist es Kiel (derzeitige Höchsttemperaturen ca. 27 Grad) aber auch außergewöhnlich heiß. Das gibt es sonst kaum.

    LG

    Kai

  • Gast-2021-04-09
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    • 26. August 2019 um 23:01
    • #8

    Es hängt auch mit der Situation des Auffangvolkes zusammen. Muss es sich hart gegen Räuberei verteidigen, sind sie nicht zimperlich. Da spielt dann eine wichtige Rolle, dass sich die Bienen wirklich viel Futter in die Mägen stopfen, um vom anderen Volk nicht als Feind gesehen zu werden. Trotzdem kann es vor dem Eingang auch zusätzlich Kämpfe mit Räubern geben, die die einbettelnden Bienen verwechseln.

    Meist verstärkt man ja kein starkes Volk, sondern eher schwache Völker.....

    Und dann kann durch das Einbetteln sogar Räuberei ausgelöst werden. Wenn sich sehr viele Einbetten wollen und die Wächter die Übersicht verlieren, gelingt es Räubern schneller in so ein Volk einzudringen.

    Ag

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    • 26. August 2019 um 23:58
    • #9
    Zitat von Kai

    Woran lag es?

    • An den unterschiedlichen Rassen ? (Sicula vs. Mellifera?)

    Wahrscheinlich spielte (auch) das eine Rolle. Rassefremde Weiseln sollen ja auch tendenziell etwas schwieriger als gleichrassige einzuweiseln sein. Auch Bienen werden ein Gespür - wie andere Tierarten - für genetische Nähe bzw. Distanz haben.

    Die hier geschilderte Erfahrung (danke dafür!) zeigt mir einmal mehr, möglichst vorsichtig, dosiert, so wenig wie möglich nicht artgerechte Dinge mit Bienen zu veranstalten.

    Hatte mal in meiner Frühzeit einem abgefegten drohnenbrütigen Volk ein zwar schwaches, jedoch weiselrichtiges mit freier, ungeschützter Majestät hingestellt, mithin angeboten und hoffte, beiden Völkern etwas gutes zu tun. Konnten sich nicht alle Heimkehrer für die neue Regentin begeistern, Ergebnis: Abgestochen! War auch artungerechte Behandlung. Täte ich so auch nicht mehr wiederholen.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • To Bee or not to be
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    • 27. August 2019 um 09:28
    • #10

    Bei drohnenbrütigen Völkern funktioniert das Einbetteln zu dieser Zeit meist gut, wenn man viel Abstand von Abfegeplatz und altem Standort wählt.

    Ich halte um diese Zeit nicht so viel vom Einbetteln lassen, da es die anderen Völker zusätzlich belastet bei der Fluglochbewachung. Wesentlich mehr Ruhe hat man beim Abkehren in eine Wanne und direkte Abgabe in das gewünschte Volk. Ist man unsicher, auch gerne Papier einlegen. Aber ich habe noch nie Stechereien gehabt, wenn die Bienen schön voll mit Futter waren...✌️ Außerdem weiß ich dann besser, wo die Bienen untergekommen sind.

  • robirot
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    • 27. August 2019 um 10:30
    • #11

    Rauch ist immer hilfreich und am besten auf einem Brett n knappen Meter vor den Beuten

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