Ich habe jetzt einen Eimer festen Honig, der schon gerührt wurde und einen, der noch nicht gerührt wurde. Wenn ich den Honig nun erwärme, geht die Kristallisation von vorn los? Hilft dann überhaupt unmittelbares Rühren? Oder erst wieder etwas kristallieren lassen und dann cremig rühren? Wie am besten machen?
Honig erwärmen
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Hallo,
Honig, der schon optimal gerührt wurde, muss nur rund 24 h auf 38 °C erwärmt werden und sollte dann zäh fließfähig sein. Du solltest ihn auf keinen Fall bis zur Klarflüssigkeit erwärmen. Das ist unnötig und schadet nur dem Honig. Dann müsstest du impfen und wieder neu rühren.
Gruß Johannes
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Erwärmung ist etwas, was der Honig möglichst nie kennenlernen sollte, und wenn, dann nur bis maximal 40°C. Im kalten Zustande zu rühren - die Technik muß dafür selbstverständlich entsprechend bzw. ausreichend robust und leistungsfähig sein - ist immer noch das beste.
Ergänzung: Nach dem thermischen Beseitigen ("Auflösen") der Kristalle geht die Kristallisation nach meinem Wissen irgendwann wieder von vorn los.
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... Wenn ich den Honig nun erwärme, geht die Kristallisation von vorn los? Hilft dann überhaupt unmittelbares Rühren? Oder erst wieder etwas kristallieren lassen und dann cremig rühren? Wie am besten machen?
Da das Rühren mechanisch wirkt müssen Kristalle, auch wenn sie noch so klein sind, im Honig vorhanden sein. Das Rühren bewirkt meines Wissens nach die mechanische Zerkleinerung von Kristallen.
VG und viel Erfolg
Tom
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Das rühren zerkleinert meiner Meinung nach nicht sondern verhindert dass sich größere bilden.
Wer einen Honig mit supercremigen umpft bekommt die gleiche Qualität.
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Danke!
Ich war leider, nachdem ich einen Eimer cremig und abgefüllt hatte, durch eine Operation meiner Frau daran gehindert, zwei Eimer cremig zu bekommen. Einen hatte ich schon zu rühren begonnen, ging dann aber über den Punkt der Abfüllung. Ich dachte, sicher aus Ermanglung an Erfahrung, dass wir noch locker 2 Wochen Zeit hatten. Zeit fehlte etwas und als ich nachschaute, war er schon zu fest zum rühren.
Ich habs jetzt aber hinbekommen, dass er cremig blieb, also nicht flüssig, so wie es Johannes Vorschlug. Mein Wärmer ist auf Stufe 7 40°, ich habe die 6 genommen. Hat gereicht. Dann dürfte der Honig ja keine Qualitätseinbußen haben.
Den Vorgang des Rührens hatte ich schon verstanden, dachte mir aber, wenn ein gerührter Honig flüssig wird, gehts von vorn los. Das wollte ich "bestätigt" haben. Mir fehlte aktuell die Zeit, danach zu suchen.
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Zeit fehlte etwas und als ich nachschaute, war er schon zu fest zum rühren.
Nein, so etwas gibt es nicht. Was nicht paßt, wird eben passend gemacht. Alles nur eine Frage des richtigen, robusten Rührers und einer dementsprechend leistungsfähigen mechanischen Energiequelle, also des Rührgerätes.
Da ich das Honigrühren aus Bequemlichkeit i.d.R. vor mir herschiebe - ich bin doch nicht für den Honig da, sondern der Honig für mich - schaue ich nicht ständig ängstlich nach, ob die Zeit des Rührens herangerückt ist. Es gibt schon genug Bienen- und Honigtermine im Jahre, die man zu beachten hat.
Und so kommt es eben, wie es kommen muß, ich werde manchmal von fast steinhartem Honig überrascht und begrüßt. Das ist jedoch ein lösbares Problem. Man benötigt so eine Art "Tunnelbohrer", nur im Kleinformat. Die müssen vorn ordentlich abtragen, damit man sie im Honig versenkt bekommt. Deshalb solche Typen wie z.B.
Rasant-Honigrührer piccolo oder
verwenden. Der Piccolo war mir zu klein, der erste hingegen erschien mir hinreichend robust, zusätzlich der Sechskant (nimmt mehr Drehmoment auf, weil formschlüssig statt kraftschlüssig). Der letzte ist wohl deshalb der teuerste, weil der den größten Durchmesser des Kopfes und der Welle hat (größter Materialeinsatz). Aber es gibt ja auch noch andere Händler, ist ja nur beispielhaft.
Ein solcher Rührer in Verbindung mit einer kräftigen (Bohr-)Maschine, und der härteste Honig wird bezwingbar und gibt irgendwann nach und auf!
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Wenn man die Zeit kurz nach dem schleudern hat geht es mit impfen wirklich am schnellsten und einfachsten und mit konstanter Qualität.
Auftauen und impfen geht natürlich auch. Es führen wiedermal sehr viele, zum Teil unterschiedlich arbeitsintensive Wege zum Ziel.
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