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Keinen Honig ernten - wie geht das?

  • Lex
  • 8. Juli 2021 um 21:29
  • Lex
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    • 8. Juli 2021 um 21:29
    • #1

    Hallo Kai,

    entschuldige wenn ich hier ein bischen off-topic reinkrätsche, aber deine Aussage "keinen Honig ernten" lässt mir keine Ruhe :)

    Wie gehst du da vor? Zum einwintern einfach ASG raus und fertig?

    Was würdest du machen, wenn der HR voll mit Waldhonig wäre?

    Mich nervt die Honigschleuderei ehrlich gesagt auch, es müsste nur für den Eigenbedarf reichen, mehr nicht. Aber bei uns honigte der Wald enorm, so daß jetzt - zum Abräumen - wohl alle Honigräume voll verdeckelt sind...


    Ist ja schon schön, aber des Guten zuviel...

    Servus,

    Alex

  • Kai
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    • 8. Juli 2021 um 21:39
    • #2

    Hallo,

    danke für Deine Frage. Die meisten Völker müssen ja zur Einwinterung zurück von 3 oder gar 4 Zargen auf 2 Zargen. Dies erfolgt vor der AS-Behandlung. Also müssen Waben heraussortiert werden; überwiegend leere Waben also. Meist verbrauchen meine Bienen den Frühjahrshonig wieder bis Ende Juli. Dieses Jahr kann das anders werden, weil der Nektareintrag im Mai sehr üppig war und seit einer Woche auch wieder recht viel hereinkommt.

    Letztes Jahr habe ich Honig verfüttert und zusätzlich etwas Zucker. Dieses Jahr werde ich wohl noch weniger Zucker kaufen müssen. ;)

    Mit Waldhonig habe ich ehrlich gesagt keine Erfahrung, weil es den hier nicht gibt. Solange es kein Melizitosehonig ist, würde ich es mal versuchen. Vielleicht erstmal nicht bei allen Völkern.

    Ja, Honigernte macht mir auch keinen Spaß, und auch nicht die Vorbereitung dazu oder gar das Verkaufen. Geld kann man auf einfachere Weise verdienen.

    LG

    Kai

  • Didi
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    • 9. Juli 2021 um 08:02
    • #3

    Moin, ihr habt wirklich ein Wohlstandsproblem!🤗

  • Lex
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    • 9. Juli 2021 um 10:00
    • #4

    Danke Kai,

    für deine Erläuterung! Sehr interessant!

    Es freut mich, daß ich nicht der Einzige bin, dem so manches bei den Bienen keinen allzugroßen Spaß macht, wie Honig schleudern und verkaufen.

    Leider habe ich zusätzlich das Problem, daß ich im Honigraum Zander-halb habe, im BR Zander. Ich überwintere nur noch einräumig (nicht zuletzt wegen meines kaputten Kreuzes). Also muß ich alle Halbzargen jetzt dann komplett abräumen, alles oberhalb des ASG kommt weg.

    Letztes Jahr war das leicht, da gabs ab Juni keinen Eintrag mehr, dieses Jahr honigte der Wald und es ist alles voll. So voll, daß ich schon seit 2 Wochen keine Kontrollen mehr mache, weil das abheben der vollen Honigräume auf's Kreuz geht. (Auch die Halbzargen können schwer sein).

    Ich möchte noch eine weitere Frage anschließen:

    Kann man gefüllte Honigwaben im Keller einlagern und dann im Frühling als Futterwaben verwenden? Oder wird mir das im Keller dann gärig?

    Der ist nicht all zu kühl, im Sommer schon gar nicht. Und offener Honig wird wohl Wasser aus der Luft aufnehmen?

    Mit Melezitose-Waben habe ich das schon mal erfolgreich gemacht und im Frühling halb-volle Honigräume aufgesetzt. Der Frühlingshonig hatte dann eine gigantische gute Geschmacksnote! Aber ob das auch mir "normalen" bzw. Waldhonig geht?

    Was meinst Du?

    Mein Plan ist also: schleudern bis ich nicht mehr mag und dann die mehr oder weniger vollen Honigräume einfach so wie sie sind in den Keller einlagern. Natürlich ohne Bienen ;).

    Mit der vielen Arbeit macht mir das Imkern keine Freude mehr, da muß ich was ändern. Zum einen sind es zu viele Völker (und das Reduzieren hat dieses Jahr auch wieder nicht recht geklappt) und zum anderen Arbeiten wie Schleudern und Honigverkauf, die die Freude trüben.


    Didi

    Nein, das ist kein Luxusproblem. Das ist nur Bienenhaltung mit anderen Prioritäten. Leider lernt man das Imkern in den Vereinen nur so, daß man automatisch zum Honigimker wird. Dabei gibt es noch andere Gründe, Bienen zu halten.

    Ursprünglich fing ich damit an, weil es im Garten so still war, obwohl alle Obstbäume blühten. Dann wurde ich in Imkerkursen darauf getrimmt, Honigorientiert zu imkern und - ich gebs zu - ich ließ mich von der Honig-Gier anstecken. Nach mittlerweile 9 Jahren Imkerlehre bin ich aber jetzt so weit, daß ich mich frage: wozu das eigentlich? Nur damit wildfremde Menschen den Honig meiner Bienen essen können?

    Mein Geld verdiene ich mir in meinem Beruf. Bienen sind Hobby und Hobbies dürfen Geld kosten. Nicht einbringen.

    Mei, schau: manche Menschen halten sich Meerschweinchen. Da hat man auch keinen Ertrag. So in etwa halte ich Bienen. :)


    Servus,

    Alex

  • Kai
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    • 9. Juli 2021 um 10:26
    • #5
    Zitat von Lex

    ...

    Kann man gefüllte Honigwaben im Keller einlagern und dann im Frühling als Futterwaben verwenden? Oder wird mir das im Keller dann gärig?...

    Hallo Alex,

    das würde ich möglichst nicht machen. Das geht nur unter optimalen Bedingungen gut, ansonsten gibt es schnell eine Sauerei.

    Ich habe tatsächlich schon Futter-Honig-Waben geschleudert, um das Schleudergut sofort wieder in der Futterwanne zu verfüttern. ;) Die Bienen haben es geliebt. Grund war, dass ich keine Sauerei im Keller riskieren wollte.

    LG

    Kai

  • Didi
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    • 9. Juli 2021 um 12:19
    • #6

    Ein Hobby oder auch Steckenpferd dient der Entspannung nach einem arbeitsreichen Tag. Wenn das Hobby in Arbeit ausartet macht man etwas verkehrt. Ich hatte auch mal 14 Völker und ein paar von meinem Sohn, das war Arbeit aber nicht die Honigernte oder Verkauf sondern das drumherum wie Ableger füttern, Durchsicht, Milbenkontrolle und Behandlung und die Auffütterung. Jetzt bei unter 10 ist es wieder Hobby.

    Lg

    Dieter

  • Kai
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    • 9. Juli 2021 um 12:23
    • #7
    Zitat von Didi

    ...Jetzt bei unter 10 ist es wieder Hobby.

    Lg

    Dieter

    ... so muss das sein. :saint::saint::saint:

    LG

    Kai

  • bienengral
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    • 9. Juli 2021 um 16:16
    • #8
    Zitat von Lex

    Wie gehst du da vor? Zum einwintern einfach ASG raus und fertig?

    Also wenn ich keinen Honig oder zumindest nicht viel Ernten wollte würde ich überhaupt kein ASG verwenden. Wo zu denn? Dann empfiehlt sich doch die Betriebsweise nach Warnholz.

    Grüße Thomas

  • Kai
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    • 9. Juli 2021 um 16:26
    • #9
    Zitat von bienengral

    Also wenn ich keinen Honig oder zumindest nicht viel Ernten wollte würde ich überhaupt kein ASG verwenden. Wo zu denn? Dann empfiehlt sich doch die Betriebsweise nach Warnholz.

    Grüße Thomas

    Naja, das ASG ist ja dazu da, die Königin auf eine Zarge zu beschränken, unabhängig von Honigtracht oder Honigernte.

    LG

    Kai

  • Gast-2022-01-25
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    • 9. Juli 2021 um 17:40
    • #10

    Ich verstehe die Aufregung nicht.

    Didi - Luxusproblem ja

    Lex - Nicht schleudern wollen, ja und! Warum nicht!

    @Bienen Ede - Hobby mit mehr als 10 Völkern Ja

    Und geht sogar.

    Bienen halten geschieht aus den unterschiedlichsten Interessen. Ich glaube, da ist Platz für fast alle.

    Manchmal muss ich echt schmunzeln. ;)

  • Higgy
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    • 10. Juli 2021 um 16:31
    • #11

    Mir geht es ähnlich, ich habe letztes Jahr mit dem Imkern angefangen und wollte eigentlich nie großartig Honig ernten.

    Dieses Jahr habe ich hier jetzt von der Frühtracht noch 10 Kartons Honig in Gläsern stehen und die Sommertracht ist noch nicht einmal abgeerntet.

    Die Nachbarn, Kollegen, Freunde etc. sind hochbegeistert von meinem Honig, aber die Arbeit damit ist nicht ohne.

    Bei meinen Ablegern werde ich den Honig wohl in den Völkern belassen und etwas zufüttern, für die Altvölker wird geschleudert und dann Sirup eingefüttert.

  • teewee
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    • 10. Juli 2021 um 16:53
    • #12

    Dann verleg dich doch auf die Vermehrung. Teil die Völker im Frühjahr und gib die Hälfte ab. Gibt bestimmt Kollegen im Verein die sich drüber freuen, an Völker zu kommen.

    .

  • Higgy
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    • 10. Juli 2021 um 16:58
    • #13

    Vereine liegen mir nicht, da ist mir zu viel alter Qualm in den Köpfen, ich hoffe, das ich meine jugendliche Neugier und die lust neue Wege zu gehen auch bis ins hohe Alter erhalten kann.

  • teewee
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    • 10. Juli 2021 um 17:10
    • #14

    Völker verkauft bekommst du auch ohne Verein. Und nicht alle Vereine sind überaltert.

    Viel Erfolg auf deinem Weg.

    Gruß Thorsten

    .

  • teewee
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    • 10. Juli 2021 um 17:19
    • #15

    Wie wäre es denn mit Wabenhonig? Angeblich wird ja die sechsfache Menge Honig für die Wachsproduktion benötigt, also 6g Honig für 1g Wachs. Das sollte die rangeschafften Nektarmengen ja ordentlich dezimieren.

    Ernte vereinfacht und gut nachgefragtes Produkt.

    .

  • teewee
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    • 10. Juli 2021 um 17:23
    • #16

    Zum Einfüttern dann einfach einmalig Nordwaben ausbauen lassen.

    .

  • Gast-2022-01-25
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    • 10. Juli 2021 um 21:26
    • #17

    Wer will denn die Probe für das Gesundheitszeugnis ziehen, wenn du Völker verkaufen willst und nicht im Verein bist.


    Und doch, Vereine wie sie derzeit existieren, sind veraltet. Das meine ich noch nicht mal bezogen auf das Alter ihrer Mitglieder.

    Das.juristische Konstrukt ist total veraltet, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte.

    Ich kann mit ruhigen Gewissen, keinen ein Ehrenamt empfehlen.

    Haltet bloss die Finger davon.

    Zu dem Alter von Imker. Gerade die Imkersenioren haben oft eine wesentlich entspanntere Einstellung bei der Imkerei.

    Die haben mit oft nichts angefangen und mussten sich oft umstellen.

    Willst du also ohne Honigernte imkern, dann tue das. Taste dich langsam an die Angelegenheit ran. Meine Bienen können auf eigenen Honig überwintern. Wir haben aber keinen reinen Waldhonig und schon gar keinen von Tannen etc.

  • dirk2210
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    • 11. Juli 2021 um 08:15
    • #18

    Hallo Lex

    Entschuldigung

    Du willst Honig nur für den Eigenbedarf und bewirtschaftest 20 Völker.

    Was stimmt da nicht ?

    Nachdenklich Grüße Dirk

  • teewee
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    • 11. Juli 2021 um 08:39
    • #19

    @Bienen Ede : jeder BSV, zumindest in NRW wird Dir eine Futterkranzprobe ziehen wenn du Ihn bestellst. Bezahlst du nach Gebührenordnung und Fertig. Dafür musst du nicht im Verein sein. („mein“ Verein hat nicht mal einen BSV unter seinen Mitgliedern). Der BSV hat trotzdem letztes Jahr bei mir die Proben gezogen. War 1 Anruf.

    Wenn du für dich persönlich ein Problem mit Vereinen, Ehrenamt, Veterinären hast, OK.

    Aber mir als langjährigem Ehrenamtler (im Sport) geht das ständige Geheule mehr als auf den Senkel.

    Gruß Thorsten

    .

  • Gast-2022-01-25
    Gast
    • 11. Juli 2021 um 09:21
    • #20

    Genau teewee

    Vollkommen richtig.

    Das schön beschriebene will ich ja nicht insbesondere wenn man etwas machen möchte aus der Norm.

    Da kommt jemand vom DIB ausgebildet.

    Da kommt jemand von einem fremden, wenn möglich nicht grünen Verein.

    Da kommt jemand mit verstaubten alten Ansichten.

    Da kommt jemand mit Ras(s)e Hintergrund.

    Da kommt jemans den man nicht Vertraut.

    Da kommt jemand mit direktem Draht zum VET und hat keinen Einfluss darauf, was er dem erzählt.

    Da ich ja auch mal Saulus war, kenne die Gespräche. Der will kein Honig ernten, was für ein... Imker.

    Usw.

    Schau mal hier im Forum, was da gerade mit Kai läuft.

    Nö Danke, Anders geht auch sehr gut.

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