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Wintertraube zu klein - Dunkle Biene

  • MultiverseMax
  • 15. Dezember 2021 um 14:19
  • Gast-2022-01-25
    Gast
    • 19. Dezember 2021 um 19:16
    • #21

    Super und das von einem Anfänger.

    Alles richtig. Nur die Beute noch mehr isolieren bringt nichts. Mein Opa hat seine Beuten noch mit Zeitungspapier eingepackt.

    Bringt nichts.

    Bruder Adam hat mal geschriebn, dass man die Bienen auch in Sperrholzkisten überwintern kann.

    Das habe ich selber mal ausprobiert. 5 mm Holz als Deckel hat voll ausgereicht.

    Na ja, tue ich auch nicht wieder, aber es geht.

  • Werdener
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    • 19. Dezember 2021 um 22:25
    • #22
    Zitat von Bienen Ede

    Das habe ich selber mal ausprobiert. 5 mm Holz als Deckel hat voll ausgereicht.

    Genau, kostet vielleicht etwas Futter, aber dafür kann man sorgen.
    Alles weitere dient eher der Beruhigung des Imkers, als der der Bienen. Wobei es manchmal für die Bienen besser ist, wenn der Imker ruhig schläft.

  • dirk2210
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    • 20. Dezember 2021 um 07:31
    • #23

    Das sehe ich genau so wie Werdener

    Wenn es Dunkle sind ,über genügend Futter verfügen und nicht über die Masen mit

    Milben belastet sind sehe ich kein Problem.

    Einpacken sehe ich als unnötig an.

    Bringt eh nix.

    Dann schon eher etwas Windschutz. Das halte ich für wichtiger, aber alles ohne Gewähr

    wie beim Lotto :lol:

    Gruß Dirk

  • Bienenfarmer
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    • 21. Dezember 2021 um 22:31
    • #24

    Ich habe jetzt lange überlegt ob ich zu diesem............ noch was sagen soll, hab entschieden JA.

    1. Vielleicht sollte sich so mancher Imker-Gott fragen wieso Styro-Imker allesamt vermelden daß ihre Völker viel besser und stärker aus dem Winter kommen als die Völker ihrer "Holznachbarn". Selbiges sagen die Styro-Imker welche vorher jahrelang mit Holz arbeiteten.
    2. Vielleicht sollte sich so mancher Imker-Gott fragen wie die Biene Wärme produziert und durch was. Eventuell kommt er dann darauf daß sie dazu gute, möglichst belastungsfreie Kohlehydrate benötigt, also einen höheren Futterverbrauch hat.
    3. Ein höherer Futterverbrauch geht mit höherer Aktivität einher, die Biene arbeitet sich also mehr ab. Ist ein Volk sehr klein so muß die Futterversorung und Wärmeproduktion von wesentlich weniger Bienen realisiert werden. Mehr Aktivität bedeutet kürzere Lebensdauer.
    4. Vielleicht sollte sich so mancher Imker-Gott ein klein wenig mit Thermodynamik befassen. Dann wüsste er daß eine Bienenkugel IMMER Wärme abgibt, diese Wärme aber bei ungenügender Isolation ungenutzt ins Freie verpufft.
    5. Die Bienen halten in ihrer Kugel (wo sich auch die Königin aufhält) etwa 25°C bei Brutfreiheit. Die Kugel hat an ihren Rändern etwa 10-14°C. Eine große Bienenkugel hat einen moderaten Temperaturabfall Innen/außen, Bienen gehen in moderaten Zeitintervallen vom Rand der Kugel ins Innere um sich wieder aufzuwärmen. Eine kleine Bienenkugel hat einen agressiven Tempraturabfall über eine sehr kurze Strecke, also wieder mehr Streß für die Bienen um die Temperatur im Inneren zu halten. Bienen müssen in deutlich kürzeren Zeitabständen von außen nach innen wechseln und umgekehrt- also noch mehr Streß für jede einzelne Biene.
    6. Liegt die Temperatur um die Bienenkugel im Minusbereich so müssen die Randbienen früher wieder in die Mitte der Kugel zurück um nicht zu verklammen. Liegt die Temperatur dagegen bei 14°C so können die Randbienen wesentlich länger aushalten und müssen erst deutlich später in die Mitte der Kugel zurück.
    7. Selbiges gilt für den Temperaturabfall innen/außen. Ist die Temperatur um die Bienenkugel im Plusbereich so muß nicht so stark und so oft "nachgeheizt" werden. Das bedeutet (außer Futtereinsparung) weniger Arbeitsaufwand, weniger Stress, längere Lebensdauer, vitalere Bienen. Es stehen mehr Bienen zur Verfügung um das neue Brutnest zu versorgen, die Königin kann also schneller mehr Eier legen und das Volk dadurch früher erstarken lassen.

    Fassen wir also zusammen:

    1. Temperatur erzeugen kostet Kraft und Lebensenergie
    2. Weniger Temperatur erzeugen müssen schont Kraft und Lebensenergie, die Völker sind stärker im Frühjahr

    Selbstverständlich kommt ein Bienenvolk auch in einer unisolierten Beute durch den Winter - ein ganzes Volk natürlich und nicht nur ein kleiner Elendshaufen. Wer aber in der Frühtracht trachtstarke Völker ins Rennen schicken will tut gut daran diese moggelig zu isolieren. Gerade ein kleines Völkchen ist auf die lebensrettende Hilfe seines Besitzers angewiesen und braucht Isolation, Isolation, Isolation und das mindestens genauso deutlich wie ausreichend Futter, Wasser und Pollen in seiner direkten Umgebung.

    Ich bitte die Bezeichnung "Imker-Gott" in folgendem Kontext zu sehen:

    Eine Person die in jedem Fall an alt hergebrachtem Wissen, Erzählungen und Anekdoten festhalten will, koste es was es wolle. Eigene Überlegungen anzustellen oder gar neue Wege zu gehen erzeugt in ihm eine gewisse Abscheu und wird mit vielen von alters her erwiesenen oder nicht erwiesenen Gegengründen in den Boden geredet.

    Denk bienisch :!:

  • Werdener
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    • 21. Dezember 2021 um 23:11
    • #25
    Zitat von Bienenfarmer

    Mehr Aktivität bedeutet kürzere Lebensdauer.

    Gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen an den Bienen, oder ist das so etwas:

    Zitat von Bienenfarmer

    mit vielen von alters her erwiesenen oder nicht erwiesenen Gegengründen in den Boden geredet.

    Mir sind nur Untersuchungen bekannt, wonach selbst die Brutpflege sich nur gering lebensverkürzend auswirkt, wohl aber das Vorhandensein von schlüpfender Brut.
    Gab dazu mal vor Jahren einen Artikel in der Schweiz, wenn ich irgendwann mal Langeweile habe, dann suche ich den mal raus.

    Daher bleibt für mich vorerst, ohne jetzt einen Exkurs in die Thermodynamik zu machen

    1. Temperatur erzeugen kostet Kraft und LebensenergieFutter
    2. Weniger Temperatur erzeugen müssen schont KraftFutter und Lebensenergie, die Völker sind stärker im Frühjahr (was aber noch zu belegen wäre)

    Insgesamt finde ich die "Imker-Gott"-Rhetorik ziemlich anmaßend.

    8. Vielleicht sollte sich so mancher Imker-Gott fragen, warum man nicht einfach die Ideen und langjährigen Erfahrungen der Altvorderen kritisch hinterfragt, aber schätzt. Warum man nicht vielleicht auch neue Wege wagt, neue Erkenntnisse gewinnt und teilt, ohne aber die anderen und deren Erfahrungen zu diskreditieren.

    Ich bitte die Bezeichnung "Imker-Gott" in folgendem Kontext zu sehen:

    Eine Person die in jedem Fall an eigenem Wissen, Erzählungen und Anekdoten festhalten will, koste es was es wolle. Erfahrungen anderer zu akzeptieren oder gar ausgetretene Wege zu gehen erzeugt in ihm eine gewisse Abscheu und wird mit vielen von alters her erwiesenen oder nicht erwiesenen Gegengründen in den Boden geredet.

  • Bienenfarmer
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    • 22. Dezember 2021 um 01:40
    • #26
    Zitat von Werdener

    Gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen an den Bienen, oder ist das so etwas:

    Ok, ich will jetzt nicht anmaßend wirken, aber ist Dir bekannt warum sogenannte "Winterbienen" länger leben als ihre Artgenossen im Sommer?

    Zitat von Werdener

    Insgesamt finde ich die "Imker-Gott"-Rhetorik ziemlich anmaßend.

    Nicht anmaßend, bezeichnend.

    Denk bienisch :!:

  • Gast-2022-01-25
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    • 22. Dezember 2021 um 06:45
    • #27

    Wer an der Stelle gute Infos sucht, dem empfehle ich Tautz.

    Hier gibt es fundierte Grundlagen zu den Organen des Superorganismus Bien.

    Allerdings ist auch Vorsicht geboten. Eindeutig ist auch hier nicht alles, da sich das Bien an Situationen anpassen kann.

    Von dem Vorbild Mensch mit seiner definierten Denkweise und der stringenten Aufgabenteilung seiner Organe muss man sich grösstenteils verabschieden.

    Und ja, von alten Vorstellungen muss man sich verabschieden. Wer kann schon Heizerbienen? So gibt es hunderte von Fake Fotos, die tolle geschlossene Brutbilder zeigt. Heute weiss man, dass eine gewisse Anzahl von Löchern im Brutbild eben aus dieser Notwendigkeit herrühren, dass die Bienen die Brut aktiv quasi von innen erwärmen.

  • Heisenberg
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    • 22. Dezember 2021 um 07:46
    • #28

    stark und schwach sind ja genormte Begeiffe in der Imkerei und jeder weiß, was gemeint ist.

    Es soll auch Erzählungen von Imkern geben, bei denen mal ein kompletter Stand vergessen wurde zu päppeln. Und dann sahen die nicht anders aus als die betreuten/eingepackten am anderen Stand ...

  • Gast-2023-12-18
    Gast
    • 22. Dezember 2021 um 08:53
    • #29
    Zitat von Werdener

    Gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen an den Bienen, oder ist das so etwas:

    Mir sind nur Untersuchungen bekannt, wonach selbst die Brutpflege sich nur gering lebensverkürzend auswirkt, wohl aber das Vorhandensein von schlüpfender Brut.
    Gab dazu mal vor Jahren einen Artikel in der Schweiz, wenn ich irgendwann mal Langeweile habe, dann suche ich den mal raus.

    Daher bleibt für mich vorerst, ohne jetzt einen Exkurs in die Thermodynamik zu machen

    1. Temperatur erzeugen kostet Kraft und LebensenergieFutter
    2. Weniger Temperatur erzeugen müssen schont KraftFutter und Lebensenergie, die Völker sind stärker im Frühjahr (was aber noch zu belegen wäre)

    Insgesamt finde ich die "Imker-Gott"-Rhetorik ziemlich anmaßend.

    8. Vielleicht sollte sich so mancher Imker-Gott fragen, warum man nicht einfach die Ideen und langjährigen Erfahrungen der Altvorderen kritisch hinterfragt, aber schätzt. Warum man nicht vielleicht auch neue Wege wagt, neue Erkenntnisse gewinnt und teilt, ohne aber die anderen und deren Erfahrungen zu diskreditieren.

    Ich bitte die Bezeichnung "Imker-Gott" in folgendem Kontext zu sehen:

    Eine Person die in jedem Fall an eigenem Wissen, Erzählungen und Anekdoten festhalten will, koste es was es wolle. Erfahrungen anderer zu akzeptieren oder gar ausgetretene Wege zu gehen erzeugt in ihm eine gewisse Abscheu und wird mit vielen von alters her erwiesenen oder nicht erwiesenen Gegengründen in den Boden geredet.

    Alles anzeigen

    Das anstrengenste sind heizen und sammelflüge. Es wird zb von manchen Doktoren immer noch behauptet, die Bienen heizen nur die Traube, das stimmt zwar, aber diese Doktoren vergessen die Abwärme mit einzubeziehen, und diese Abwärme ist ein großer Verlust für das Volk und kostet es Energie.

  • dirk2210
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    • 22. Dezember 2021 um 09:29
    • #30

    Hallo

    Mir gefällt überhaupt nicht was da im Moment geschrieben wird.

    Da fallen Wörter wie ,,Imker Götter "

    Was soll das ?

    Das kommt mir vor wie bei einem bekannten Imker der ,,speakt"

    Es gibt nur eine Wahrheit...und das ist meine.! So kommt mir das vor.

    Und wer es nicht glaubt bekommt den Stock auf den Kopf

    Da wird geschrieben wie ein Oberlehrer mit erhobenem Zeigefinger.

    Wie haben nur alle andere Hobby Imker und Imker Götter die ganze Jahre ohne

    dieses Wissen ihre Bienen durch den Winter gepflegt und auch noch Honig geerntet ?

    Ich bin beschämt

    Ich Imkere seit 2014, habe seither ein Wirtschaftsvolk verloren ,aber habe bisher

    dieses Wissen noch nicht erlangt

    Sorry Dirk

  • Bienenfarmer
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    • 22. Dezember 2021 um 10:27
    • #31
    Zitat von mv_1989

    Das anstrengenste sind heizen und sammelflüge. Es wird zb von manchen Doktoren immer noch behauptet, die Bienen heizen nur die Traube, das stimmt zwar, aber diese Doktoren vergessen die Abwärme mit einzubeziehen, und diese Abwärme ist ein großer Verlust für das Volk und kostet es Energie.

    Absolut richtig. Natürlich kann sich der Bien an für ihn fürchterliche Bedingungen anpassen um irgendwie zu überleben, aber MUSS er unbedingt dazu gezwungen werden?

    Wer sich versucht ein Bild davon zu machen welche Bedingungen ein Bienenvolk idealerweise hat (Baumhöhle mit mindestens 10cm Wandung und 5cm durchmessendem Flugloch) kann - wenn er seine Bienen unterstützen möchte - versuchen so nahe wie möglich an die Idealbedingungen heran zu kommen.

    Natürlich müssen dabei auch Kompromisse eingegangen werden. Kompromisse die es dem Imker erlauben vernünftig zu arbeiten.

    Denk bienisch :!:

  • Bienenfarmer
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    • 22. Dezember 2021 um 10:53
    • #32
    Zitat von dirk2210

    Hallo

    Mir gefällt überhaupt nicht was da im Moment geschrieben wird.

    Es gibt nur eine Wahrheit...und das ist meine.! So kommt mir das vor.

    Und wer es nicht glaubt bekommt den Stock auf den Kopf

    Da wird geschrieben wie ein Oberlehrer mit erhobenem Zeigefinger.

    Wenn Du Dich auf die Füße getreten fühlst so kann ich Dich beruhigen, Deine Aussage war vielleicht gar nicht gemeint.

    Es gibt nun einmal physikalische Gesetze im Bereich Themodynamik und Wärmehydraulik, wer diese negieren oder ad absurdum führen will ist in meinen Augen ein Holzkopf. Und hier schließt sich der Kreis zu dem von Dir erwähnten Stock.

    So gesehen ist Dein Gefühl von "Oberlehrer mit erhobenem Zeigefinger" natürlich nicht richtig, denn diese Weisheiten stehen überall geschrieben und jeder kann sie nachlesen - wenn er will.

    Eine Raketenwissenschaft ist das nicht und ein Studium muß dazu auch nicht absolviert werden.

    Früher glaubte man so viele Dinge in der Imkerei die heute eher belächelt werden. Teilweise sind diese Weisheiten noch gar nicht so lange her. Das sind Dinge wie z.B.:

    • Bienen brauchen ihren Winterschlaf und dürfen in keinem Fall gestört werden
    • Chef in einem Bienenvolk ist der König
    • Varroen saugen an der Hämolymphe
    • Oxalsäure muß durch die Biene aufgenommen werden damit sie dann durch die Varroa mit der Hämolymphe eingesaugt wird und daran verstirbt
    • Oxalsäure einmal geträufelt schadet den Bienen nicht (aber zweimal tötet das Volk?)
    • Bienen heizen nur ihre Kugel
    • Bienen sind sehr soziale Wesen
    • Aggressive Bienen tragen mehr Honig ein
    • Alle schon einmal bebrüteten Waben müssen bei der Wabenhygiene raus

    Und nochmal zur Klarstellung:

    Ich bewerte nie die Person hier im Forum, sondern immer nur die Aussage. Immerhin kenne ich die Person nicht und kann mir deshab auch kein Urteil erlauben.

    Denk bienisch :!:

  • Freizeitimker
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    • 22. Dezember 2021 um 10:56
    • #33

    Die Frage war nicht, ob ein Bienenvolk Energie benötigt, um über den Winter zu kommen (das ganz sicher), und auch nicht die, ob es mehr Energie benötigt, wenn es in einer tendenziell schlechter isolierenden Holz- statt in einer Schaumstoffbeute überwintert (das ist naheliegend und wurde von einigen auch so behauptet bzw. anhand der Auswinterungsstärke so geschildert, von mir aber noch nicht so wahrgenommen), sondern ob es sinnvoll ist, den Bienenstock in ein Gartenhaus (=Gewächshaus?) zu verfrachten.

    Das sehe ich nach wie vor eher kritisch. Jede Lageänderung bringt zusätzliche Unruhe in das Volk (gut, das ist einmal, vielleicht noch zu verkraften). Der kleinste Sonnestrahl heizt ein Gewächshaus (wenn es denn eines ist) zusätzlich auf, was weitere Unruhe in das Volk bringt. Jede Unruhe kostet zusätzliche Heiz- und Lebensenergie, wie dem vielleicht sogar unser Imkergott zustimmt. Vor dem ersten Reinigungsfluge, der alle Völker erfaßt, sollte Ruhe herrschen. Unsere europäischen Bienen sind durch evolutionären Druck an das Winterüberleben angepaßt.

    Außerdem haben die hier später veröffentlichten Bilder gezeigt, daß das Volk wohl doch nicht so ein Schwächling und mithin Problemfall ist, wie es eingangs suggeriert wurde.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Bienenfarmer
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    • 22. Dezember 2021 um 12:00
    • #34
    Zitat von Freizeitimker

    Die Frage war nicht, ob ein Bienenvolk Energie benötigt, um über den Winter zu kommen (das ganz sicher), und auch nicht die, ob es mehr Energie benötigt, wenn es in einer tendenziell schlechter isolierenden Holz- statt in einer Schaumstoffbeute überwintert (das ist naheliegend und wurde von einigen auch so behauptet bzw. anhand der Auswinterungsstärke so geschildert, von mir aber noch nicht so wahrgenommen), sondern ob es sinnvoll ist, den Bienenstock in ein Gartenhaus (=Gewächshaus?) zu verfrachten.

    Das sehe ich nach wie vor eher kritisch. Jede Lageänderung bringt zusätzliche Unruhe in das Volk (gut, das ist einmal, vielleicht noch zu verkraften). Der kleinste Sonnestrahl heizt ein Gewächshaus (wenn es denn eines ist) zusätzlich auf, was weitere Unruhe in das Volk bringt. Jede Unruhe kostet zusätzliche Heiz- und Lebensenergie, wie dem vielleicht sogar unser Imkergott zustimmt. Vor dem ersten Reinigungsfluge, der alle Völker erfaßt, sollte Ruhe herrschen. Unsere europäischen Bienen sind durch evolutionären Druck an das Winterüberleben angepaßt.

    Außerdem haben die hier später veröffentlichten Bilder gezeigt, daß das Volk wohl doch nicht so ein Schwächling und mithin Problemfall ist, wie es eingangs suggeriert wurde.

    Deine Bedenken zum Gewächshaus kann ich teilweise nachvollziehen. Wir haben z.B. ein Gewächshaus das nie ganz verschlossen und zudem von einem großen Baum beschattet ist, sogar im Dach gibt es einige 50cm breite und 10m hohe Lüftungsöffnungen. Ein Überhitzen der Bienen sollte natürlich unbedingt vermieden werden, in einem Gewächshaus wie dem unseren könnten sie aber in keinem Fall überhitzen. Wie Du siehst gibt es unterschiedliche Gewächshäuser, weswegen eine grundsätzliche Ablehnung vielleicht nicht ganz richtig ist.

    Ein Verstellen von Völkern, egal ob klein oder groß, sehe ich überhaupt nicht als problematisch an. Es stellt sogar die einheitliche Praxis vieler Imker dar, die Völker außerhalb des Flugbetriebs umzustellen. Ein Verstellen sollte natürlich schonend und mit wenigen Stößen realisiert werden. Im schlimmsten Fall fallen 10 Bienen auf den Boden und verklammen.

    Unsere europäischen Bienen sind nicht durch den evolutionären Druck sondern durch den klimatischen Druck zum zusammenkuscheln verdammt, eine sogenannte Winterruhe braucht kein Volk. Für den Imker ist es wichtig daß die Bienen in dieser Jahreszeit alles auf "Sparflamme" herunter reduzieren. So verbrauchen sie kaum Futter und können schön beträufelt werden.

    Ja stimmt, die nachgereichten Bilder zeigen eine vom Startpost abweichende Situation. Das Volk ist nicht sehr stark aber offensichtlich überlebensfähig.

    Denk bienisch :!:

  • Werdener
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    • 22. Dezember 2021 um 19:17
    • #35
    Zitat von Bienenfarmer

    Ok, ich will jetzt nicht anmaßend wirken, aber ist Dir bekannt warum sogenannte "Winterbienen" länger leben als ihre Artgenossen im Sommer?

    Nein, doch wem ist es bekannt?
    Dass es morphologische Unterschiede zwischen "Sommer"-Biene und "Winter"-Biene gibt, ist unbestritten. Doch welchen Effekt hat Fett(Eiweiß)Körper?
    Interessant sind auch die histologischen Untersuchungen, wonach der Fettkörper erst zunimmt - eine Biene also nicht per se als "Winter"-Biene geboren wird, sondern sich erst nach Schlupf dazu entwickelt. Wann wird also wie entschieden, ob eine Biene zur Winterbiene wird, oder vielleicht doch noch eine Spätsommerbiene wird? Gibt es vielleicht auch äußere Reize dazu? Wie wirkt sich in dem Zusammenhang z.B. das vorhanden sein von Frühjahrspollen in den Greening-Flächen aus? Ich hab keine Ahnung.

    In Celle hat man beobachtet, dass die letzten Winterbienen gut 8 Monate nach Schlupf abgehen.
    Was aber zu der erhöhten Lebenserwartung führt, da sind mir lediglich die fehlende Brutpflege und die fehlenden Jungbienen bekannt - gerne aber mehr. Auch Hr. v.d.Ohe hatte nicht viel mehr im Angebot.

    Irgendeine sinnvolle Untersuchung/Studie...ich kenne wirklich keine.
    Ich kenne nur das, was immer von einander abgeschrieben wird.
    Zehren Bienen eigentlich auch in der brutfreien Zeit vom Eiweißkörper, oder geschieht dies erst mit der Aufzucht der ersten Brut zur Erzeugung des Futtersafts, solange noch kein Pollen von außen verfügbar ist?

    Die ältesten Imker im Verein sagten, 1.Sept. muss die Fütterung fertig sein, damit sich die Winterbienen nicht abarbeiten. Auch dies hat sich nicht mehr halten können im Verein - selbst bei den Altimkern.

    Wer also Studien-/Untersuchungen dazu hat, gerne. Mich interessiert es wirklich.
    Nur nach menschlichen Maßstäben "dass die sich ja abarbeiten und somit Kraft und Lebensenergie verbrauchen" , kann man die Natur messen. So gibt es ganze Species, die biologisch überhaupt nicht altern...


    Ohne Zweifel heizen Bienen die Kugel und nicht die Beute.
    Aber da wird Wärme abgestrahlt - ob diese nun genutzt werden kann, um die Beute zu heizen und damit den Temperaturgradienten zu reduzieren, dass ist die eine Frage. Mit einer entsprechenden Isolierung und einem geschlossenen Boden sind ein paar Grad drin, ja. Am Ende limitiert jedoch das Flugloch den Wärmegewinn.
    Aber, ob dies nun einen signifikanten Effekt auf den Überwinterungserfolg ausmacht, da habe ich meine Zweifel. Es gibt aber bestimmt Situationen, in denen das Sinn macht. Aber auch hier fehlen mir entsprechende Untersuchungen/Studien...die aus aus Bochum würde ich jetzt mal ignorieren, weil ja eh nichts taugt, was nicht selbst verwendet wird.

    Meine Beobachtungen dazu, bei einer nicht repräsentativen Stichprobengröße
    In Frühjahr und Spätherbst kann/konnte ich gefühlt Unterschiede bei den Völkern beobachten, wenn der Boden offen/geschlossen ist.
    Im Herbst erschienen mir die Brutflächen etwas größer, bzw. es wurde gefühlt länger gebrütet. Im Frühjahr kann ich zumindest bei den Großwaben beobachten, dass bei geschlossenem Boden das Brutnest weiter nach unten reicht. Ob das nun aber auch zu einer zügigeren Volksentwicklung führt, dass kann ich nicht beurteilen.

    Wenn der Boden im Winter offen/geschlossen war, da konnte ich keine merklichen Unterschiede feststellen. Weder im Totenfall/Schwund, was auch immer.


    Mit diesen Beobachtungen könnte ich für mich vielleicht aber den etwa zweiwöchigen Entwicklungsvorsprung der Styro-Beuten erklären. Wobei gefühlt in Holzbeuten die Völker eine höhere Dynamik haben und das auch wieder aufholen. Für mich scheint die Isolierung im Winter jedoch keine signifikanten Vorteile zu bringen, vielleicht weil der Effekt auch zu klein ist?

    Zitat von Bienenfarmer

    eine sogenannte Winterruhe braucht kein Volk.

    Solange Klima und Flora es hergeben - womit man vielleicht wieder beim Eiweiß-/Fett-Körper ist...


    Viele Grüße
    W.

  • Bienenfarmer
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    • 22. Dezember 2021 um 21:08
    • #36
    Zitat von Werdener

    Dass es morphologische Unterschiede zwischen "Sommer"-Biene und "Winter"-Biene gibt, ist unbestritten. Doch welchen Effekt hat Fett(Eiweiß)Körper?
    Interessant sind auch die histologischen Untersuchungen, wonach der Fettkörper ..........

    Auf solcherart Ergebnisse wie Du selbst bin ich auch gekommen. Ich bin kein Wissenschaftler, gehe Fragen deswegen auch nicht wissenschaftlich an. Meine Beobachtungen beziehen sich auf meine Vorkehrungen und die Reaktion der Bienen. Mit Windel drin das ganze Jahr habe ich die besten Erfahrungen machen dürfen. Ist ja auch eine Tatsache daß bei Baumhöhlen weder im Winter noch im Sommer der Boden herausgezogen wird sondern an seinem Platz bleibt. Der kleine Nachteil daß die Bienen länger UND früher brüten wird durch ein stärkeres Volk zur Frühtracht gut ausgeglichen. Wer natürlich keine Frühtracht hat für den lohnt sich diese Tatsache nicht. Im Jahresverlauf holen die Völker ohne Winterwindel die anderen Völker eh wieder auf. Dennoch ist es gerade bei sehr kleinen Völkern ein wichtiger Bonus, wenn sie einen geringeren Aufwand betreiben müssen um sich am leben erhalten zu können, päppeln ist angesagt wenn nicht vereint werden kann/soll.

    Das Verhältnis Bienen-Brut steht immer im Zusammenhang. Legt die Königin mehr Brut an als die Bienen versorgen können dann stirbt diese ab, es bildet sich oft Kalkbrut. So kommt es daß Völker mit weniger Bienen sehr viel langsamer ins Jahr starten können als Völker mit ausreichend vielen Bienen.

    Da wir hier normalerweise eine gute Frühtracht haben ist es mir wichtig daß die Völker stark genug sind diese auch ausreichend nutzen zu können. Ich bin noch nicht einmal auf eine Frühtrachternte aus, die soll meine Völker so richtig stark für die kommenden Trachten machen. Habe ich aber kleine Völker so schaffen die es trotz Frühtracht nicht bis zum 1.Mai die Massentracht Raps ordentlich einzufahren. Klar kommt auch bei kleineren Völkern im Raps etwas rein - aber eben nur etwas.

    Kleiner Nachtrag:

    "Winterbienen" gibt es das ganze Jahr über. Das sind eigentlich keine Winterbienen, sondern Bienen mit sehr gut ausgebautem Fettkörper, also nicht von Varroa gebeutelt.

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  • Gast-2022-01-25
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    • 22. Dezember 2021 um 21:08
    • #37

    Sorry Bienenfarmer,

    Auch hier kommt die Korrektur und nein ich bin weder Bienengott noch Bienenspezialist.

    Sogar in den Tropen und in Wüsten gehen Bienen in eine Ruhephase und zwar immer dann, wenn es draussen nichts zu holen gibt. Unsere südlichen Nachbarn kennen das nur zu gut. Die Bienen stellen im Hochsommer das Brüten ein, weil alles verdorrt ist.

    Die Nutzen/Aufwandrelation passt einfach nicht mehr.

    Das kühlen der Brut oder die Erwärmung dieser wäre zu aufwendig. Zudem läuft das Volk gefahr, dass die Futtervorräte zu schnell aufgebraucht werden und es verhungern müsste.

    Natürlich wäre es uns Imkern am liebsten, wenn die Bienen durch produzieren könnten, aber wann will man dann gegen die Milbe behandeln.

    Daher ist der Vorschlag mit dem Gewächshaus so gefährlich. Die Temperaturen sagen den Bienen, es ist warm genug. Diese verlassen ihre Traube und starten ins Frühjahr. Die erwärmen die ganze Beute und heizen nicht in der Wintertraube. Der Energieaufwand ist enorm hoch und die Bienen arbeiten sich daran ab. Dabei kommt kein Pollen rein und der Aufwand ist umsonst. So ähnlich hat sich auch Dr. LIebig ausgedrückt. Alle Versuche in der Vergangenheit, durch Abdeckung der Völker mit Laub, super Isolierung etc haben dazu geführt, dass die Bienen schwächer oder gar nicht auswintern.

    Das hat aber nichts damit zu tun, dass beispielsweise in Kasastan die Imker die Bienen in Erdbunkern überwintern. Bei -25 Grad in den Bergen würden die Bienen nicht überleben. Allerdings bleibt es in der Erde so kalt, dass die Bienen nicht aus der Wintertraube gehn.

    Auch käm kein Imker auf die Idee seine Bienen in der Zeit die Bienen zu bewegen. Bei Bewegung gehen die Bienen aus der Wintertraube wir haben den gleichen Effekt. Mehrfache Störungen würde ich nicht riskieren.

    Zu Bienen in oder an Gewächshäusern/Scheiben/Folien sowie Plexiglas habe ich in einem anderen Forum schon einiges geschrieben. Bienen sind hier leider sehr doof. Sie fliegen immer in Richtung Licht und schaffen es nicht am Rahmen der Scheibe vorbei zu fliegen. So verenden hunderte Bienen an der Dachluke der Scheune und schafften es nicht durch das Scheunentor nach draussen. Dein Gewächshaud ist ganz sicher nicht der Standard.

    Und ja, ich habe nichf sofort eine Fussnote mit allen Textangaben zur Hand und schon gar liege ich immer richtig.

    So liegen Kai und ich mit der Meinung zum Einwabenableger zu 100 % auseinander. Dennoch kann ich seinen Argumenten folgen und respektiere seine Meinung, behalte aber meine bei.

    So sollte es sein.

  • Bienenfarmer
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    • 22. Dezember 2021 um 21:28
    • #38
    Zitat von Bienen Ede

    Sorry Bienenfarmer,

    Auch hier kommt die Korrektur und nein ich bin weder Bienengott noch Bienenspezialist.

    Sogar in den Tropen und in Wüsten gehen Bienen in eine Ruhephase und zwar immer dann, wenn es draussen nichts zu holen gibt.

    Jetzt bist Du auf em richtigen Weg. Es gibt keine Winterbienen, es gibt nur "arbeitslose" Bienen die dadurch ihre Energie (Fettkörper) behalten und demzufolge länger leben können.

    Zitat von Bienen Ede

    Daher ist der Vorschlag mit dem Gewächshaus so gefährlich. Die Temperaturen sagen den Bienen, es ist warm genug. Diese verlassen ihre Traube und starten ins Frühjahr. Die erwärmen die ganze Beute und heizen nicht in der Wintertraube. Der Energieaufwand ist enorm hoch und die Bienen arbeiten sich daran ab. Dabei kommt kein Pollen rein und der Aufwand ist umsonst. So ähnlich hat sich auch Dr. LIebig ausgedrückt. Alle Versuche in der Vergangenheit, durch Abdeckung der Völker mit Laub, super Isolierung etc haben dazu geführt, dass die Bienen schwächer oder gar nicht auswintern.

    Die Sache mit dem Gewächshaus habe ich ehrlich gesagt noch nie ausprobiert, stand aber auf meiner Liste wenn ich für diesen Winter die eigentlich geplanten zwei Apideavölkchen übrig gehabt hätte.

    Bienen reagieren auf die Umgebungstemperatur. Je kälter umso mehr kuscheln sie sich zusammen. Bleiben sie lockerer weil es nicht so kalt so ist dem nichts entgegen zu setzen. Natürlich ist der Move größer und demzufolge der Futterverbrauch. Es dürfte aber kein Problem sein die Futterreserven zu kontrollieren und nachzukorrigieren.

    Zitat von Bienen Ede

    Auch käm kein Imker auf die Idee seine Bienen in der Zeit die Bienen zu bewegen. Bei Bewegung gehen die Bienen aus der Wintertraube wir haben den gleichen Effekt. Mehrfache Störungen würde ich nicht riskieren.

    Störungn im Winter versuche ich auch zu vermeiden. Dennoch ist es Usus gerade im Winter die Völker auf kurze Distanz zu verstellen. In Sache "mehrfache Störungen im Winter" habe ich ausreichend Erfahrung. Ich kann Dir sagen daß hier viel herumgeschwurbelt wird ohne jegliche Evidenz.

    Zitat von Bienen Ede

    Zu Bienen in oder an Gewächshäusern/Scheiben/Folien sowie Plexiglas habe ich in einem anderen Forum schon einiges geschrieben. Bienen sind hier leider sehr doof. Sie fliegen immer in Richtung Licht und schaffen es nicht am Rahmen der Scheibe vorbei zu fliegen. So verenden hunderte Bienen an der Dachluke der Scheune und schafften es nicht durch das Scheunentor nach draussen. Dein Gewächshaud ist ganz sicher nicht der Standard.

    Daß Bienen nicht in der Lage sind komplexe Gedankengänge zu führen und Entscheidungsebenen zu etablieren ist unbestritten. Deswegen gilt mein Leitsatz unter jedem meiner Forenbeiträge.

    Bestimmt ist mein Gewächshaus nicht das Maß aller Dinge, wenn es jedoch andere Gegebenheiten gibt dann kommt mein Leitsatz wieder zum tragen.

    Da es die Biene nicht kann sollte der Imker für sie das Denken übernehmen und entsprechend handeln. Wenn der Imker für seine Bienen Fallen aufbaut dann muß er sich nicht wundern wenn sie eifrig hinein tappen.

    Denk bienisch :!:

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    • 22. Dezember 2021 um 21:54
    • #39

    Bienenfarmer Jetzt widersprichst du dir aber.
    Völker einpacken und isolieren, um die Belastungen und den Energieaufwand zu reduzieren, aber

    Zitat von Bienenfarmer

    In Sache "mehrfache Störungen im Winter" habe ich ausreichend Erfahrung. Ich kann Dir sagen daß hier viel herumgeschwurbelt wird ohne jegliche Evidenz.

    Jede Störung führt zur erhöhten Aktivität - kann man sogar hören. Ich finde, da widerspricht sich das Gesamtkonzept. Dann brauche ich die Völker nicht einzupacken.

    Zitat von Bienenfarmer

    Es gibt keine Winterbienen, es gibt nur "arbeitslose" Bienen die dadurch ihre Energie (Fettkörper) behalten und demzufolge länger leben können.

    s.o. Außerdem ist mir nicht bekannt, wie der Fettkörper der "Sommerbienen" in Südeuropa während der Hitze-/Trachtpausen aussieht. Haben die überhaupt einen? Meine Vermutung nein, denn auch die "Mai"-Bienen mit natürlicher Brutpause weisen wohl keinen ausgeprägten Fettkörper auf. Wieso werden die aber, trotz Trachtflügen, Pollensammeln und der Pflege der neuen Brut älter als die propagierten 14 Tage?

    Zitat von Bienenfarmer

    Es dürfte aber kein Problem sein die Futterreserven zu kontrollieren und nachzukorrigieren.

    Deswegen sagt man ja auch, dass exorbitante Isolationsversuche eigentlich unnötig sind. Außer vielleicht wirklich bei kleinen Völkern.

    Zitat von Bienenfarmer

    Daß Bienen nicht in der Lage sind komplexe Gedankengänge zu führen und Entscheidungsebenen zu etablieren ist unbestritten. (Fettung von mir)

    Sicher, oder verschrieben? Die Wohnortwahl eines Schwarms, die Trachtwahl nach Kosten-Nutzen-Rechnung...für ein einzelnen Insekt unmöglich, aber im Bien funktioniert es.
    Wie weit man jetzt den Anspruch für "komplexe Gedankengänge" legt, mag jeder für sich selbst entscheiden. Plexiglas zur Räubereiabwehr funktioniert aber.
    Vielleicht denken Räuberbienen weniger komplex?

    Zitat von Bienenfarmer

    Da es die Biene nicht kann sollte der Imker für sie das Denken übernehmen und entsprechend handeln.

    Da verfolge ich einen diametralen Ansatz. Ich lasse mir von den Bienen erklären, was denn vermutlich das Beste ist. Der Bien denkt, der Imker lenkt.
    Edit: Oder auch: Der Imkern denkt, aber der Bien lenkt. Ganz nach Intention und Ansatz...

    Einmal editiert, zuletzt von Werdener (22. Dezember 2021 um 22:11)

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    • 22. Dezember 2021 um 22:31
    • #40

    Wie war nochmal das Thema 🤔?

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