Hallo allerseits,
seit nunmehr fast 2 Monaten lebe und wohne ich in Mielkendorf (ich berichtete) am Rande des großen Naturparks Westensee, mitten in Holstein, doch meine Bienen und meine Pflanzen in "Omas Garten" gedeihen hier schon seit weit über 20 Jahren. Vieles hat sich seitdem verändert, nicht nur im Garten, der sich von einem Kartoffel- und Erdbeerfeld in einen Wald mit Naturwiese verwandelte. Hierzu in einem weiterem Beitrag irgendwann mehr.
Begleitet mich heute einfach mal auf eine kurze Fahrradtour, ausgehend von meinem Haus (siehe Google Map). Es ging die Ostlandstraße hinab ins Eidertal, wollte ich doch sehen, was hier jetzt noch alles so blüht. Ich begab mit auf einen Weg längs der Autobahn, um festzustellen, was seit Wochen schon in ca. 500 Metern Entfeernung so gelb leuchtet. Meine Vermutung war richtig: es handelte sich um das Jakobskreuzkraut Senecio jacobaea, eine herrliche Bienenweide, jedoch in Verdacht, giftig zu sein, sowohl für Mensch wie auch Pferd.
Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass das Areal nördlich der Eider (ca. 500 m vom Bienenstand entfernt) in das Stiftungsland Hammer umgewandelt wurde! Und das auf einer Fläche von 25 Hektar! Das ist wirklich Hammer (so heißt der benachbarte Kieler Ortsteil)!!! Hier gedeihen auf extensiven Weiden vor allem Disteln, Kletten, Rainfarn, und auch das besagte Jakobskreuzkraut. Herrlich. Leider war die Sonne schon verschwunden, so dass die Bilder nicht so brillant wurden. Weiter ging es mit dem Fahrrad Richtung Norden, entlang der Autobahn, wo das Weideland in einen Wald übergeht: dem Wildgehege Hammer, mit vielen Eichen, Buchen, Kiefern, Ahornen.
Auf dem Ihlkatenweg angelangt, direkt an der Autobahn, betreten wir wieder Mielkendorfer Boden, und von hier geht unser kurzer Ausflug südwestwärts wieder Richtung Eider (das ganze Areal liegt im Urstromtal Eider, einer Landschaft erschaffen vor 10.000 Jahren, als 1.000 Meter mächtige Gletscher dieses Land formten). Und wieder eine Überraschung: Richtung Südwesten nach Mielkendorf fahrend liegt Rechter Hand vom Ihlkatenweg eine ehemalige, sandige Wiese, die die Gemeinde Mielkendorf mit einem großen, ca. 20-30 Hektar großen Naturwald aufforstet, der sich an den bereits bestehenden Wald "Hansdorfer Tannen" im Norden anschließt. Toll. Von den Bäumchen ist derzeit nicht viel zu sehen, wir haben hier eine nie gesehene Dürre, so dass die meisten Blätter bereits vertrocknet sind, wie auch das Gras. Ich konnte aber schon viele heimische Laubbaumarten erkennen: Vogelkirsche, Eiche, Ahorne, Weiden, Schlehen, etc. etc. Ich hoffe, die Bäumchen kommen durch. Hoffentlich regnet es bald!
Über die Eider durch den Ortskern von Mielkendorf führt uns unsere Strecke wieder heim. Ich bin überrascht von der vielen Natur, die hier zurückkehrt.
Ist dies nicht ein ideales Refugium für unsere heimische Dunkle Biene Apis mellifera mellifera?
LG
Kai
Google Maps: Unser Startpunkt
[gmap]54.28335,10.047674[/gmap]
Foto: Zwischen Mielkendorf und Kiel:
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Foto: Stiftungsland Hammer Infotafel:
[attachment=2]mielkendorf-naturraum-sommer-2014-2.jpg[/attachment]
Foto: Stiftungsland Hammer, unsere erste Station:
[attachment=1]mielkendorf-naturraum-sommer-2014-1.jpg[/attachment]
Naturwald Mielkendorf, unsere zweite Station (mit fast vertrockneten Bäumchen):
[attachment=0]mielkendorf-naturraum-sommer-2014-4.jpg[/attachment]
Ich liebe das Jakobskreuzkraut:

Das Jakobskreuzkraut aus 500 m Entfernung im Stiftungsland Hammer (im Hintergrund Kiel-Mettenhof):

Die beiden letzten Fotos stammen aus unserer neuen Galerie: https://imkerforum.nordbiene.de/galerie/
LG
Kai