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Oxalsäure-Lösung selber mischen?

  • Kai
  • November 5, 2014 at 11:13 AM
  • Kai
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    • November 5, 2014 at 11:13 AM
    • #1

    Hallo allerseits,

    seit JAhren wird erfolgreich das Schweizer Mittel Oxuvar für die Winterbehandlung gegen die Varroa eingesetzt. Es besteht aus Oxalsäuredihydrat, Wasser und Puderzucker. Eigentlich leicht selber herzustellen, im Original aber dennoch recht teuer.

    Hat jemand Erfahrungen mit dem Anmischen von Oxalsäure? Wie sind die Mischungsverhältnisse?

    LG
    Kai

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  • Neuer Drohn
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    • November 5, 2014 at 1:01 PM
    • #2

    Hallo Kai

    Da diese Behandlung in das Bestandsbuch eingetragen werden muss. Würde ich immer die von dir gezeigte Lösung benutzen...

    Aber ich habe die OS auch schon selber angemischt...!!!

    Dazu gibst du einfach 35 g OS in 965ml Zuckerwasser und schüttelt das ganze so lange bis alles aufgelöst ist... Fertig

    GANZ WICHTIG IMMER SCHUTZBRILLE UND SÄUREFESTE HANDSCHUHE TRAGEN

    In welchem Verhältnis du das Zucker Wasser Gemisch herstellt ist einstellungssache. Ich hatte immer ein Verhältnis 1 Teil Zucker und 3 Teile Wasser...

    Du kannst auch 1 zu 1 mischen. Aber dabei nehmen die Biene sehr viel OS auf und es sterben dabei mehr Biene. Vorteil bei diesem Mischung Verhältnis ist das die Biene es schneller verteilen.

    Mfg Basti

    Auch in 2016 gebe ich wieder Reine Inselköniginnen der Dunklen Biene ab.

    Diese werden wieder auf der Insel Nordstandischmoor verpaart.

    Wenn ihr Interesse habt. Dann schaut einfach auf meiner Internetseite http://bastis-imkerei.de/ vorbei...

  • Johannes
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    • November 5, 2014 at 1:30 PM
    • #3

    Hallo Kai,

    ich mische es ja schon lange selber.
    Einfach genauso, wie es auf der Originalpackung steht.

    Der Zucker kommt natürlich erst kurz vor Gebrauch dazu. Aber die Säurelösung kann man leicht auf Vorrat herstellen. Allerdings dann dicht verschlossen, kühl und dunkel lagern!

    LG Johannes

    2. Vorsitzender im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.
    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Hainlaeufer
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    • November 6, 2014 at 10:15 AM
    • #4
    Quote from Neuer Drohn


    GANZ WICHTIG IMMER SCHUTZBRILLE UND SÄUREFESTE HANDSCHUHE TRAGEN


    Auch wenn es bei solchen kleinen Mengen nicht wirklich aufstaubt, so möchte ich auch noch auf eine Atemschutzmaske hinweisen!

  • Kai
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    • November 25, 2014 at 4:50 PM
    • #5
    Quote from Johannes

    Hallo Kai,

    Einfach genauso, wie es auf der Originalpackung steht.

    Der Zucker kommt natürlich erst kurz vor Gebrauch dazu. Aber die Säurelösung kann man leicht auf Vorrat herstellen. Allerdings dann dicht verschlossen, kühl und dunkel lagern!

    LG Johannes


    HAllo Johannes,

    danke für die Info. Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch.

    Da steht:

    17,5 g Oxalsäuredihydrat
    300,15 g Saccharose
    300,15 g Wasser.

    Genau so?

    LG
    Kai

  • Johannes
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    • November 25, 2014 at 5:22 PM
    • #6

    Hallo Kai,

    ich weiß jetzt nicht genau wo du gerade auf dem Schlauch stehst. :mrgreen:

    Eigentlich mischt man nur das Oxalsäuredihydrat-Pulver mit Wasser. Kurz vor der Anwendung kommt dann der Zucker dazu.
    Falls du wegen der Nachkommastellen Probleme siehst, kann ich das nachvollziehen. Mit einer Küchenwaage kommst du da nicht hin. Falls es dir wichtig ist genau zu arbeiten, kannst du ja die Menge hochrechnen bis messbare Größen herauskommen.

    Oder du fragst mal freundlich in einer Apotheke nach ob die dir nicht die Wägungen und das Mischen abnehmen können. Da sind die Nachkommastellen kein Problem!

    LG Johannes

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  • Kai
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    • November 25, 2014 at 6:41 PM
    • #7

    Danke schön, jetzt verstanden:

    Also ich mische zunächst 300 g Wasser mit 17,5 g Oxalsäure. Dies haltbare Lösung wird kurz vor Behandlung nochmals mit 300 g Saccharose versehen. Geht auch Kristallzucker? Oder muss es Puderzucker sein?

    LG
    Kai

  • Johannes
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    • November 25, 2014 at 7:09 PM
    • #8
    Quote from imkerforum-nordbiene

    ...Also ich mische zunächst 300 g Wasser mit 17,5 g Oxalsäure. Dies haltbare Lösung wird kurz vor Behandlung nochmals mit 300 g Saccharose versehen. ...

    Sehr richtig Kai, das klingt zwar fast zu einfach um den hohen Preis von Oxuvar zu rechtfertigen, aber exakt so ist es! :)

    Quote

    Geht auch Kristallzucker? Oder muss es Puderzucker sein?...

    Ich nehme immer Kristallzucker. Da die Lösung ja zum Gebrauch erwärmt wird, löst sich auch dieser bei längerem Schütteln sehr gut. Mit Puderzucker ginge es nur schneller.

    LG Johannes

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  • Heiko
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    • November 25, 2014 at 10:51 PM
    • #9

    Hallo,

    bei der Abwägung, ob man so etwas selber ansetzt oder wie im anderen Thema Eigenbauverdampfer verwendet, sollte man
    immer auch im Auge haben, was man mit dem Honig vorhat. Wer alles den Bienen belässt und nur "günstig" seine Völker behandeln möchte,
    könnte durchaus so verfahren. Zumindest kann man das grobe Missverhältnis zwischen den Ausgangsrohstoffen und der fertigen Tierarznei
    für sich selber auflösen. Das ist zwar so nicht zulässig aber wenn es funktioniert, kann man es zumindest für sich selber rechtfertigen. :wink:

    Das folgende soll jetzt niemand was unterstellen. Es ist meine Meinung.

    Wer seinen Honig in den Umlauf bringt, sollte von solchen Praktiken Abstand nehmen! Es ist leider schon genug Mist (im Honig) im Umlauf
    (siehe aktueller Test in "Ökotest"). Bei Grablichtern verbrennt Paraffin. wenn das auch nur ein ganz wenig russt oder Verbrennungs- anstatt
    Verdampfungsprozesse ablaufen... ekelhaft! Ich habe auch Spaß am selber machen und sparen aber bei aller Tüftlerfreude hört der Spaß da
    für mich auf!

    Zulassungen für Tierarzneien sind kein Selbstzeck. Sicher gibt es da auch einen wirtschaftlichen Aspekt aber als Verbraucher möchte ich
    schon sicher sein, dass geprüfte "sichere" Verfahren angewendet wurden. Wer das Geld für AS, MS ad. vet Oxuvar etc. nicht
    aufbringen will und Honig verkauft, der sollte bitte mal darüber nachdenken ob das wirklich in Ordnung ist... :evil:

    Über den Fleischproduzenten, der seine Tiere mit allem möglichen "stopft" regt man sich (zu Recht) ja auch auf. Ich bin manchmal erschrocken,
    wie unsensibel gerade Imker manche Dinge händeln. :shock:

    LG Heiko

  • Johannes
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    • November 26, 2014 at 5:14 AM
    • #10

    Hallo Heiko,

    dein Argument bezüglich der selbst gebastelten Verdampfer kann ich ja noch verstehen. Aber bei dem Mischen der Oxalsäurelösung kann ich die Kritik absolut nicht verstehen! Bei richtiger Wägung ist das Produkt absolut gleichwertig zum Fertigprodukt!
    Die einzige Frage die man sich stellen könnte / sollte ist, ob die im Imkereifachhandel angebotene technische Oxalsäure genau so rein ist wie die aus der Apotheke (welche ich verwende :!:).

    LG Johannes

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  • Heiko
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    • November 26, 2014 at 9:58 AM
    • #11
    Quote from Johannes

    Hallo Heiko,

    dein Argument bezüglich der selbst gebastelten Verdampfer kann ich ja noch verstehen. Aber bei dem Mischen der Oxalsäurelösung kann ich die Kritik absolut nicht verstehen! Bei richtiger Wägung ist das Produkt absolut gleichwertig zum Fertigprodukt!
    Die einzige Frage die man sich stellen könnte / sollte ist, ob die im Imkereifachhandel angebotene technische Oxalsäure genau so rein ist wie die aus der Apotheke (welche ich verwende :!:).
    LG Johannes

    Moin Johannes,

    die Kritik richtet sich nicht an Dich - Vorbildlich, dass du ad. vet verwendest!

    Ich bin kein Chemiker und kann nicht beurteilen ob die Mischung gleichwertig ist. Das habe ich sicher mit nicht wenigen gemeinsam.
    Mir graut es bei der Vorstellung, dass 3-5 % der Selbstmischer, die Rezepturen aus dem Internet nicht richtig anwenden. Im Imkerforum läuft gerade ein ähnlicher Beitrag. Da verrutscht schon mal eine Kommastelle - uups war ja nur ein Zahlendreher :roll:

    Es gibt Leute die wissen was sie tun und welche die es nicht wissen. Vor denen sollen uns die Vorschriften auch schützen!

    Was ich problematisch finde: Hier (und anderswo) werden ganz offen Verstöße gegen einschlägige Verordnungen in der Imkerei diskutiert.
    Wie wirkt das auf den mitlesenden Anfänger, wie auf den mitlesenden Amtsvet. (ob die das tun?), wie auf den mitlesenden Honigesser?
    Der Eindruck der Entstehen könnte: die Honigverordnung oder die Bienenseuchenverordnung seien abdingbar; zumindest interpretierbar -
    ist falsch. Oder?

    LG Heiko

  • Kai
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    • November 26, 2014 at 10:07 AM
    • #12

    Hallo,

    dioe Bienenseuchen-Verordnung gibt zur Varroa nicht viel her.

    Zitat:

    Quote

    V.
    Schutzmaßregeln gegen die Varroatose

    Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
    § 15

    (1) Ist ein Bienenstand mit Varroamilben befallen, so hat der Besitzer alle Bienenvölker des Bienenstandes jährlich gegen Varroatose zu behandeln, soweit nicht eine Behandlung nach Absatz 2 angeordnet worden ist.

    (2) Die zuständige Behörde kann, soweit es zum Schutz gegen die Varroatose erforderlich ist, anordnen, dass in einem von ihr bestimmten Gebiet innerhalb einer von ihr bestimmten Frist alle Bienenvölker gegen Varroamilben zu behandeln sind; sie kann dabei die Art der Behandlung bestimmen.

    LG
    Kai

  • Kai
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    • November 26, 2014 at 10:21 AM
    • #13

    Und die Zulassung ist hier nachlesbar ab Seite 2290 Bundesgesetzblatt, Verordnung vom 19.10.2006:

    http://www.bgbl.de/banzxaver/bgbl…//*%5B@attr_id='bgbl106s2287.pdf'%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl106s2287.pdf%27%5D__1416993495060

    Zitat u. .a.:

    Quote

    Das Behältnis mit der Oxalsäuredihydrat-Lösung wird in ein handwarmes Wasserbad (30 -
    35 °C) gestellt. Der Beutel mit Saccharose-Pulver wird mit einer Schere geöffnet. Der
    Behälter mit der Oxalsäuredihydrat-Lösung wird aus dem Wasserbad genommen und der
    Erstöffnungsschutz entfernt. Das Saccharose-Pulver wird vollständig zur Oxalsäuredihydrat-
    Lösung gegeben. Der Behälter wird gut verschlossen und kräftig geschüttelt, bis alles Pulver
    aufgelöst ist.

    LG
    Kai

  • Heiko
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    • November 26, 2014 at 2:10 PM
    • #14

    Hallo Kai,

    danke für die Quellenangaben.

    Zur Bienenseuchenverordnung gibt es entsprechende Ausführungshinweise, die auf zugelassenen Tierarzneimittel abstellen.

    Siehe:http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/portal…3964#focuspoint § 15

    Dein Zitat bezüglich der Herstellung bezieht sich auf das Vermischen der fertigen Lösung mit dem Zucker zur gebrauchsfeertigen Mischung.
    Nicht auf das ansetzen der Oxalsäuredihydrat-Lösung selber.
    Die Zulassung bezieht sich auf ein entsprechendes Produkt in ad. vet. Qualität.

    Seite 2292, Punkt 8.3:
    Oxalsäuredihydrat-Lösung ist apothekenpflichtig > das selber anmischen also nicht zugelassen.

    LG Heiko

  • Johannes
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    • November 26, 2014 at 2:12 PM
    • #15
    Quote from Heiko

    ...Ich bin kein Chemiker und kann nicht beurteilen ob die Mischung gleichwertig ist. Das habe ich sicher mit nicht wenigen gemeinsam.
    Mir graut es bei der Vorstellung, dass 3-5 % der Selbstmischer, die Rezepturen aus dem Internet nicht richtig anwenden. Im Imkerforum läuft gerade ein ähnlicher Beitrag. Da verrutscht schon mal eine Kommastelle - uups war ja nur ein Zahlendreher :roll:

    Es gibt Leute die wissen was sie tun und welche die es nicht wissen. ...

    Hallo Heiko,

    da hast du natürlich absolut recht.
    Rechnen sollte man können :!: und auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Chemikalien ist unabdingbar.
    Ich will ja auch nicht alle hier anstacheln selber zu Mischen. Aber die, die es können...

    Noch etwas zum Thema Apotheke:
    Ich habe ja schon öffter angesprochen, dass man sich auch da helfen lassen kann.
    Allerdings soll auch das kein Anreiz sein morgen die Apotheken des Landes zu stürmen und zu fragen, ob die das Zeug billiger selber mischen können!
    Klar, können können sie schon. Aber wollen?!
    Es ist nämlich so, dass man an solchen Rezepturen einen relativ großen Zeitaufwand hat. Das beginnt beim Errechnen ... Zusammensuchen der Geräte ... bis hin zum Abwasch. All das müsste eigentlich mit in den Preis einfließen, tut es aber häufig nicht.
    Auch kommt hinzu, dass Imker schwierige Kunden sein können. Wenn die Völker trotz Behandlung eingehen, ist schnell die Anschuldigung beim Apotheker gelandet. Das kann sich natürlich keiner leisten. Auch wenn es juristisch noch so großer Blödsinn von Seiten des Imkers ist. Sowas will sich keine Apotheke anhören müssen.
    Folglich wird in der Regel immer nur das Fertigpräparat verkauft!
    Alles weitere an Entgegenkommen muss man selber im Gespräch erreichen, kann es aber nicht als "normal" voraussetzen.

    LG Johannes

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  • bigbee
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    • November 26, 2014 at 2:58 PM
    • #16

    das Thema, was Heiko hier angestoßen hat ist ein sehr grundsätzliches. Die Kernfrage lautet:

    Verwende ich GRUNDSÄTZLICH nur ZUGELASSENE Mittel - z.B. weil ich meinen Kunden guten Gewissens meinen Honig anbieten möchte - oder schummel ich um es mir billiger zu machen.

    Diese Frage muß jeder für sich entscheiden und abwägen, ob er die Konsequenzen tragen will. ÖFFENTLICH zum Schummeln zu animieren wäre aber - wie hier schon gesagt - fragwürdig.

    Zugelassen ist für die Winterbehandlung Oxalsäuredehydratlösung 3,5 % ad. us. vet. , als Abkürzung des lateinischen ad usum veterinarium (zum tierarzneilichen Gebrauch). Einer der Hersteller ist das Serumwerk Bernburg.

    Der Hersteller hat für die Zulassung viel Geld bezahlen müssen und möchte diese Investition durch sein Produkt wieder hereinbekommen. Der große Vorteil in der Benutzung liegt darin, das ein standardisiertes Mittel in einem standardisierten Verfahren eingesetzt wird (= idiotensicher).

    Verkompliziert wird die Frage dadurch, das in Nachbarländern oder sogar anderen Bundesländern andere Zulassungen gelten. Daran erkennt man: Die OS-Lösung ob aus Bernburg oder selbstgemischt ist möglicherweise physikalisch gleich. Der rechtliche Rahmen unterscheidet sich aber sehr !

    Ich gebe zu, eine schwierige Entscheidung.

    herzliche Grüße !
    Reiner

  • Kai
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    • November 26, 2014 at 3:32 PM
    • #17

    Hallo,

    ja, alles richtige und wichtige Einwände.

    Meine Meinung zum Unterschied technische ./. medizinischer Oxalsäure:

    Jedes Volk erhält pro Jahr durch unsere Anwendung maximal 1,75 gramm (!) Oxalsäure. Je nach Volksstärke aber auch deutlich weniger! Verteilt auf alle Bienen der Wintertraube. Ich glaube, bei dieser geringen Menge wird es unerheblich sein, ob die OS technisch oder medizinisch war. Die sonstigen Bestandteile dürften bei dieser geringen Menge im nicht messbaren Bereich und daher irrelevant sein.

    Für mich ist der Unterschgied daher eher theoretischer bzw. ideologischer Natur.

    PS: Übrigens ist auch Perizin ein zugelassenes Mittel. Kann man also bedenkenlos verwenden. Oder? Ich tue es nicht mehr. DAnn doch lieber technische OS! :P

    LG
    Kai

  • Heiko
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    • November 26, 2014 at 3:46 PM
    • #18
    Quote from bigbee


    Diese Frage muß jeder für sich entscheiden....
    Ich gebe zu, eine schwierige Entscheidung.

    Hallo Rainer,

    danke für deinen Beitrag. Das Zitat bringt das zentrale Dilema auf den Punkt. Ich überziehe jetzt mal ein bisschen:

    Eigentlich muss/kann das niemand für sich entscheiden. Es ist geregelt. Bei einem 30 Schild habe ich nach StVo ja auch keine Wahl.

    Quote from imkerforum-nordbiene

    Jedes Volk erhält pro Jahr durch unsere Anwendung maximal 1,75 gramm (!) Oxalsäure. Je nach Volksstärke aber auch deutlich weniger! Verteilt auf alle Bienen der Wintertraube. Ich glaube, bei dieser geringen Menge wird es unerheblich sein, ob die OS technisch oder medizinisch war. Die sonstigen Bestandteile dürften bei dieser geringen Menge im nicht messbaren Bereich und daher irrelevant sein.

    Für mich ist der Unterschgied daher eher theoretischer bzw. ideologischer Natur.

    Hallo Kai,

    mag sein, dass es auch ein ideologisches Problem ist. Aber der Grundsäätzliche Gedanke der "Verdünnung" ist es, der die großen Probleme der
    Gegenwart, der Bienen und der Menschen verursacht hat!
    All die kleinen "Reste" verdünnen sich nicht. Sie verschwinden auch nicht. Es summiert sich alles in unserer Umwelt / Nahrung auf und wirkt in vielfälltiger Weise auf alles Lebende zurück! :cry:

    LG Heiko

  • Heiko
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    • November 26, 2014 at 4:16 PM
    • #19
    Quote from imkerforum-nordbiene

    PS: Übrigens ist auch Perizin ein zugelassenes Mittel. Kann man also bedenkenlos verwenden. Oder? Ich tue es nicht mehr. DAnn doch lieber technische OS! :P
    LG
    Kai

    Hallo Kai,

    Schön das du Perizin nicht mehr verwendest! Im direkten Vergleich erscheint mir technische OS in der Tat "besser" aber eben nicht gut genug!

    Ich habe nicht behauptet, dass alles mit dem Prädikat "Zugelassen" auch "gut" ist. -Antibiotika in der Tiermast sind schließlich auch zugelassen...

    LG Heiko

  • Kai
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    • November 28, 2014 at 10:44 AM
    • #20
    Quote from Johannes


    Ich nehme immer Kristallzucker. Da die Lösung ja zum Gebrauch erwärmt wird, löst sich auch dieser bei längerem Schütteln sehr gut. Mit Puderzucker ginge es nur schneller.

    LG Johannes


    HAllo Johannes,

    nochmal zum Technischen: nehme ich Wasser aus der Wasserleitung, oder empfiehlt sich destilliertes Wasser?

    Hintergrund: das Kieler Wasser ist sehr "hart", d. h. enthält wohl recht viele Mineralien wie Magnesium und Calcium. Die kommen im Trinkwasser als Mg2+ und Ca2+ vor. Bilden diese ggf. mit Oxalsäure unlösliche Salze (Magnesium und Calciumoxalat)? Und reduzieren daher die Oxalsäure in der Lösung?

    Was sagt der Chemiker dazu? 8)

    LG
    Kai

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  • Lösung
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