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Varroabehandlung - Ende der Fahnenstange?

  • Kai
  • 23. Dezember 2014 um 15:52
  • Kai
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    • 23. Dezember 2014 um 15:52
    • #1

    Hallo allerseits,

    seit nunmehr ziemlich genau 30 Jahren hat uns die Varroa voll im Griff. Viele von uns haben noch die Imkerei ohne Varroa kennengelernt, mich eingeschlossen, und ebenso mancher konnte den Entwicklungsverlauf und die "Aggressivität" der VArroa live mit erleben. Reichte zunächst ein Bierdeckel mit Ameisensäure aus, um die Varroa niedrig zu halten, so musste bald Folbex, Bayvarol und Perizin her. Eine Behandlung im Winter reichte; weitere Probleme mit Varroa gab es dann nicht mehr. Ab ca. 2009 wurde auch mir bewusst, dass eine V-Behandlung im Winter allein nicht mehr ausreicht; zusätzlich waren jetzt auch Sommerbehandlungen mit AS, Thymol, Milchsäure, etc. etc notwendig.

    Was bewirken jedoch diese Behandlungen? In denen bis zu 99% aller Milben ausgemerzt werden? RICHTIG:

    Jeder von uns führt ein ganz scharfes Selektionsprogramm Varroa durch.

    Was heißt das? Nun: Von jährlich Tausenden Varroa-Milben überleben nur die aller härtesten. Jeweils eine Handvoll. Ein optimales Zuchtprogramm zur Erzüchtung einer resistenten Varroa. Die Varroa wird zunehmend resistenter gegen unsere Mittel. Perizin- und Bayvarol Resistenzen bestehen schon länger. Nun scheint die Varroa auch gegen Thymol und Ameisensäure und Oxalsäure resistent zu werden. Darauf deuten zumindest große Varroaverluste trotz optimaler Behandlung hin. Und dies auch auf Ständen, wo sich der Imker zunehmend zurückzieht: keine Rähmchen, Naturbau, keine Honigernte, kein Raps, kein Mais und kaum Chemie. Und trotzdem Totalverluste!!!

    Ist das Ende der Fahnenstange erreicht? Was machen wir, wenn keines der zugelassenen Mittel und Verfahren mehr ausreicht? Was kommt dann?

    Fragt sich aktuell besorgt
    Kai

    Foto: Varroa


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  • Johannes
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    • 23. Dezember 2014 um 16:50
    • #2
    Zitat von imkerforum-nordbiene

    ...Nun scheint die Varroa auch gegen Thymol und Ameisensäure und Oxalsäure resistent zu werden. Darauf deuten zumindest große Varroaverluste trotz optimaler Behandlung hin. ...

    Hallo Kai,

    welche Anzeichen und Interpretationen es auch geben mag:
    Diese Aussage würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht unterstützen! Eine Resistenz gegen Säuren u.d.g. scheint mit unrealistisch.
    Gerade in diesem Jahr war wohl wetterbedingt bei dem Großteil der Imker die Sommerbehandlung nicht so erfolgreich, wie sie hätte sein müssen. Mich eingeschlossen :!:
    Die Quittung bekommen wir jetzt. Auch ich hab schon Völker verloren. Wie ich heute leider feststellen musste, auch 2 Reinzuchtköniginnen. :(

    Wie sieht es denn bei dir derzeit aus? Hast du schon Verluste bemerkt?

    LG Johannes

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  • Kai
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    • 23. Dezember 2014 um 16:59
    • #3

    HAllo Johannes,

    oh, auch zwei Reinzuchtköniginnen? :cry::cry::cry:

    Über Verluste kann ich erst am 28. Dezember berichten, da ich dann behandeln will. Bis dahin soll es auch kühler werden; derzeit haben wir 10 Grad Celsius! :P
    Ich hoffe Johannes, Du hast Recht.

    LG
    Kai

  • Johannes
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    • 23. Dezember 2014 um 17:31
    • #4
    Zitat von imkerforum-nordbiene

    ...Ich hoffe Johannes, Du hast Recht.

    LG
    Kai

    Das hoffe ich auch! Bin ebenfalls besorgt, und der Winter fängt ja quasi erst an. Hoffentlich gibt das kein allzu böses Erwachen!

    Es passt zwar hier vielleicht nicht so ganz, aber ich möchte an der Stelle einfach mal von einem kleinen Experiment meinerseits berichten:
    3 Völker, die auf dem Außenstand nicht mit Thymovar behandelt wurden, habe ich wegen immens hohem Milbenfall im Juli 3 mal (an 3 Wochenenden je einmal) mit Oxalsäure beträufelt und das bei vollen Brutgeschäft. Eigentlich hätte das laut Lehrbuchmeinung nicht helfen dürfen. Und ich war auch erst besorgt, da die Volkstärke deutlich abnahm, was ich auf erhöhte Bienenverluste durch innere Verätzungen zurückführe. Nichtsdestotrotz habe ich diese 3 Völker eingewintert. Heute konnte ich durch einen Blick durch die Folie feststellen, dass diese Völker die stärksten Völker sind und den geringsten natürlichen Milbenfall von allen aufweisen. Natürlich steht auch hier eine Winterbehandlung an, aber es geht ihnen heute sichtlich besser, als den meisten anderen!

    Ich wollte diese etwas unorthodoxe Behandlungsvariante einfach mal an dieser Stelle erläutern, da sie evtl. zeigt, dass die OS doch noch eine messbare Wirkung hat. Gleichsam bin ich mir natürlich bewusst, dass 3 Testvölker nicht für eine relevante Beurteilung ausreichen und aus heutiger Sicht hätte ich wohl auch mehr Völker so behandelt!

    LG Johannes,
    der sehr in Sorge um seine Bienen ist :!:

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  • Didi
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    • 23. Dezember 2014 um 18:04
    • #5

    Moin zusammen,
    alle erfahrenen Imker klagen über schlechte Behandlungserfolge, teilweise hohe Verluste, da kann aus meiner Sicht im ganzen System etwas nicht stimmen. Mit System meine ich Behandlungsanweisungen, Behandlungsmittel usw. Hier mal ein, aus meiner Sicht, interessanter Beitrag im Nachbarforum. Für mich selbst ist es erst der 2, Winter mit eigenen Bienen, aber mich erstaunt es immer wieder wie hilflos die Imkerschaft im allgemeinen der Varroa gegenübersteht. Alle Wissenschaft verbreitet Warnungen, Schuldzuweisungen, aber keine wirkliche Hilfe. Anscheinend haben sie selbst nicht so den Durchblick.
    LG Dieter

    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=43277

  • Kai
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    • 23. Dezember 2014 um 18:06
    • #6

    HAllo Didi,

    danke für den Link. Besonders interessant finde ich dort u. a. die Hinweise von Bernhard Heuvel.
    LG
    Kai

  • warrebilly
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    • 23. Dezember 2014 um 19:49
    • #7

    Hallo zusammen,
    also ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Varroabelastung ganz eng mit dem Brutvehalten im Winter zusammenhängt. Im vorletzten Winter, als es bis in den April hinein kalt war, war nur das Volk besonders belastet, dass irgendwoher Ligustica mit eingemischt hatte und trotz der Kälte durchgebrütet hat.
    Der letzte Winter hat ziemlich früh geendet. Die Völker waren alle frühzeitig in Brutstimmung und sind dadurch schon mit einer zum Teil hohen Belastung in den Sommer gegangen. 3 Völker hatten so viel, dass ich vorzeitig geerntet habe, um AS geben zu können. Genauso hat jetzt der lange milde Herbst dazu beigetragen, dass länger gebrütet wurde als sonst und es sieht nach einem durchgehend milden Winter aus. Ich glaube, einige Völker sind bis jetzt nicht aus der Brut gegangen.
    Tatsächlich sollte man im Frühjahr nur die Völker für die Honigernte vorsehen, die relativ gering belastet sind und die stärker belasteten gleich im Frühjahr wieder mit AS behandeln und dann eben hier auf die Honigernte verzichten.
    Das Problem ist ja, das man im Frühjahr erstmal alles so lässt, weil man ja sonst nicht ernten darf. Aber vielleicht muss man sich von vornherein darauf einstellen, einige Völker nicht ernten zu können.

    Gruß Billy

  • tinafalke
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    • 24. Dezember 2014 um 11:59
    • #8

    Ja, so sind wir Menschen nun mal, wohlwissend,
    daß sich was verändert, aber die Augen verschließen
    vor der wahren Bedrohung.
    Die von Kai beschriebene Steigerung mit der Behandlung
    entspricht genau dem Rückgang der Insekten vorm Flugloch.
    Daß nun alle Völker der Milbe zum Opfer fallen,
    muß man nicht glauben.
    Uns und unseren Bienen geruhsame Feiertage.
    Fooke

  • Ole86
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    • 24. Dezember 2014 um 14:51
    • #9

    Hallo zusammen,

    das Ende der Fahnenstange ist zwar sicherlich noch nicht erreicht, aber ich teile die Meinung, dass wir erst am Anfang der Problematik stehen. Glücklicher Weise schreitet die Forschung mit der Varroabekämpfung ebenfalls vorran und hier ist die Fahnenstange noch lange nicht erreicht:

    Mittlerweile wurden tatsächlich Gene identifiziert, welche für die Resitenz der Biene verantworlich sein sollen. Ich bin zwar kein großer Freund von solchen Eingriffen in die Natur, aber viele Wissenschaftler sehen hier einen Ansatz.

    2009 wurde an der Uni Hohenheim eine sehr interessante Masterarbeit zu diesem Thema veröffentlicht: "Beeinflussung der Reproduktion der parasitischen Bienenmilbe Varroa destructor durch spezifische Eigenschaften der Wirtslarve"

    https://www.uni-hohenheim.de/qisserver/rds?…application=lsf

    In dieser Arbeit ist mir folgende Passage ins Auge gefallen:

    Zitat

    Durch die Segragationsanalyse für potentielle Varroa-Resistenzen konnten in den Nachkommen von 2 der 5 untersuchten Königinnen tatsächlich informative Loci identifiziert werden, die allerdings knapp unterhalb der Signifikanzschwelle liegen. Mittels einer Feinkartierung werden diese Marker nun in weiteren Analysen verifiziert. Wenn es gelingen sollte, Varroa-Resistenzgene in der Honigbiene eindeutig zu charakterisieren, könnte ein DNA-basiertes Werkzeug für die Selektion und Zucht Varroa-resistenter Bienen entwickelt werden.

    Ob dieses der Richtige Weg ist, sei ersteinmal in den Raum gestellt, aber das Ende der Fahnenstange ist sicherlich noch nicht erreicht. Ich könnte mir langsam auch soetwas wie eine Robotterdrohne vorstellen, die gezielt die Varroa im Bienenstock aufspürt und eleminiert. Ist natürlich noch Zukunftskusik, aber wer weiß was die Zeit noch so bringt.

    Beste Grüße, Ole!

  • Ole86
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    • 26. Dezember 2014 um 13:08
    • #10

    Hallo zusammen,

    ich hatte mir gerade bei einem Imker aus meinem Ortsverein die Oxalsäurebehandlung angesehen und hier sah es garnicht gut aus. Bei einem Großteil der Völker konnte er sich leider die Behandlung auf Grund vollständiger Volksverluste spaaren. Zum Teil ein wirklich trauriger Anblick. Auf dem am schlimmsten betroffenen Stand hatte gerade einmal 1 von 12 Völkern überlebt. Auf anderen Ständen sah es ähnlich schlecht aus. Von im Schnitt 20 Völkern pro Stand, waren immer mindestens 5 oder mehr betroffen. Hinzu werden noch die Winterverluste von schwachen Völkern kommen. Der Kollege schätzt seinen Verlust für 2014/15 auf fast 50%. Er macht immer die schlecht behandelten Nachbarvölker verantwortlich, aber evtl. sind das auch schon Anzeichen, für Resistenzen.

    Beste Grüße, Ole!

  • Johannes
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    • 26. Dezember 2014 um 13:44
    • #11

    Hallo Ole,

    ein wirklich trauriges Bild. Aber es wird uns diesen Winter noch häufiger zu Ohren kommen und viele von uns werden es wohl auch am eigenen Leib erfahren! Sehr traurig :cry:

    LG Johannes

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  • Ole86
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    • 28. Dezember 2014 um 17:14
    • #12

    Hallo zusammen,

    ja, ein wirklich trauriges Bild. Bei mir sah es heute leider auch nicht besser aus. Nur 1 von 4 Völkern war noch vorhanden. Bei den Ablegern war ja irgendwo damit zu rechnen, aber von einem F1 Volk war ich doch etwas überrascht, da dieses bei der letzten Kontrolle im Oktober noch sehr stark ausgehen hat und ich auch nicht auffällig viele Milben zählen konnte. Das letzte verbleibende F1 Volk hat jetzt noch eine ordentliche Portion Oxalsäure bekommen, bleibt zu hoffen, dass dieses wenigstens durch den Winter kommt.

    Ich werde im kommenden Jahr noch häufiger mit Milchsäure behandeln, ansonsten wüsste ich garnicht, wo ich meine Behandlungen noch optimieren könnte.

    Morgen werde ich die Waben einschmelzen, habe heute bereits alle Beuten abgebaut, damit ich diese über den Winter trocken einlagern kann.

    Bleibt nur auf einen harten Restwinter zu hoffen, damit es evtl. im nächsten Jahr besser aussieht.

    Beste Grüße, Ole!

  • Johannes
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    • 28. Dezember 2014 um 22:49
    • #13

    Hallo Ole,

    das tut mir leid, aber es geht sicher vielen so, auch wenn es längst nicht alle offen zugeben!
    Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass wenigstens das eine überlebt!!!!!!

    Zitat von Ole86

    ...Ich werde im kommenden Jahr noch häufiger mit Milchsäure behandeln, ansonsten wüsste ich gar nicht, wo ich meine Behandlungen noch optimieren könnte....


    "Noch häufiger" behandeln würde ich nicht! Egal mit welchem Mittel, alle schädigen die Bienen auf irgend eine Weise. :!:
    Ich für meinen Teil werde es wohl nächstes Jahr schweren Herzens erstmalig mit kompletter Brutentnahme versuchen.

    LG Johannes

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    • 28. Dezember 2014 um 23:21
    • #14
    Zitat von Johannes

    en:
    3 Völker, die auf dem Außenstand nicht mit Thymovar behandelt wurden, habe ich wegen immens hohem Milbenfall im Juli 3 mal (an 3 Wochenenden je einmal) mit Oxalsäure beträufelt und das bei vollen Brutgeschäft. Eigentlich hätte das laut Lehrbuchmeinung nicht helfen dürfen. Und ich war auch erst besorgt, da die Volkstärke deutlich abnahm, was ich auf erhöhte Bienenverluste durch innere Verätzungen zurückführe. Nichtsdestotrotz habe ich diese 3 Völker eingewintert. Heute konnte ich durch einen Blick durch die Folie feststellen, dass diese Völker die stärksten Völker sind und den geringsten natürlichen Milbenfall von allen aufweisen. Natürlich steht auch hier eine Winterbehandlung an, aber es geht ihnen heute sichtlich besser, als den meisten anderen!
    :!:

    Hi Johannes,

    so machen das unzählige österreichische Imker (und andere Nationalitäten wahrscheinlich auch) mit Bienenwohl = Oxalsäure.

    Viele Grüße
    Philipp

  • Bschein
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    • 28. Dezember 2014 um 23:26
    • #15
    Zitat von Ole86


    Ich werde im kommenden Jahr noch häufiger mit Milchsäure behandeln, ansonsten wüsste ich garnicht, wo ich meine Behandlungen noch optimieren könnte.

    Hallo Ole,

    erstmal schade, dass es bei dir so viele Völker erwischt hat.

    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass dich die Milchsäure in falscher Sicherheit gewogen hat. Ich mache mit Milchsäure bei den Bienen gar nix mehr. Die Arbeit spare ich mir. Denk mal über Oxalsäure nach, ob du damit evtl. deine Behandlung verbessern könntest.

    Viele Grüße
    Philipp

    PS: Wir haben das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Milben gegen Säuren resistent werden.

  • Ole86
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    • 29. Dezember 2014 um 09:47
    • #16

    Hallo Phillip,

    danke für die Rückmeldung. Wie darf ich das genau verstehen? Wendest du das ganze Jahr Oxalsäure an?

    Beste Grüße, Ole!

  • Bschein
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    • 29. Dezember 2014 um 10:57
    • #17

    Hallo Ole,

    immer wenn man Milchsäure verwenden kann, könnte man statt dessen auch Oxalsäure nehmen, bei brutfreien Ablegern z.B., oder Schwärmen. In Deutschland sind hier gewisse Einschränkungen bezüglich der Zulassung gegeben, insbesondere wenn es um das Verdampfen von OS geht, aber ich mache es trotzdem und es wirkt - zumindest bei mir - besser als die Milchsäure.

    Viele Grüße aus Oberbayern

    Philipp

  • Ole86
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    • 29. Dezember 2014 um 13:39
    • #18

    Hallo Phillip,

    danke für die Rückmeldung. Ich hatte eben noch einem Imker aus meiner Gegend meinen Rest Oxalsäure geschenkt. Dieser hat seine kompletten Völker bis jetzt durchgebracht und mir erzählt, dass er zum Teil mehr als vier mal im Jahr mit AS behandelt. Dem werde ich mich nächstes Jahr definitiv anpassen. Hinzu werde ich noch 4-6 Milchsäurebehandlungen durchführen. Ich vermute die regelmäßigkeit ist ausschlaggebend.

    Ich werde deswegen im nächsten Jahr meine Betriebsweise auch auf sehr kurze Honigsammelphasen mit Halbzargen umstellen, um so öfters kann behandelt werden.

    Beste Grüße aus dem Norden, Ole!

  • Kai
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    • 29. Dezember 2014 um 15:44
    • #19

    HAllo allerseits,

    heute am 29.12.2014 war es nun bei schönstem Sonnenschein auch bei mir soweit: die Oxalsäure-Träufelbehandlung fand statt. Welch Überraschung: alle (!) Völker leben, selbst die Ableger-Reservevölker (Reinzucht), und sogar das F2 Volk, welches ich schon aufgab. Auffallend ist die unterschiedliche Volksstärke. Die Jungvölker sind allesamt deutlich stärker als die (bislang starken) Altvölker. Zwei Sicula-Völkchen in Miniplus werden es nicht schaffen.

    Ansonsten ein schönes Bild. Ich hatte mit 4-5 Völkern Verlust gerecht. Bislang wie gesagt alle am Leben, auch das (neue) Beobachtungsvolk, die zwei Korbvölker (auffallend stark), das Baumstammvolk und natürlich alle Dadantvölker sowie das Melporit-Volk.

    Zur Behandlung zeigte das Thermoter 0° C, heute morgen noch +2° C. Es wird kälter, und uns erreicht gerade eine neue Schneefront polaren Ursprungs aus Skandinavien. Da hab ich heute Glück gehabt. Ich glaube, es war der beste Termin, den ich treffen konnte.

    LG
    Kai

    Nachtrag: am stärksten von allen Völkern erschien mir die stechwütige, verkreuzte Augustowska F1. :P

  • Bschein
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    • 29. Dezember 2014 um 23:48
    • #20
    Zitat von Ole86

    Hallo Phillip,

    danke für die Rückmeldung. Ich hatte eben noch einem Imker aus meiner Gegend meinen Rest Oxalsäure geschenkt. Dieser hat seine kompletten Völker bis jetzt durchgebracht und mir erzählt, dass er zum Teil mehr als vier mal im Jahr mit AS behandelt.

    Vier mal, aber wie? Vier mal Schwammtuch oder viel mal Verdampfer?

    Zitat von Ole86

    Dem werde ich mich nächstes Jahr definitiv anpassen. Hinzu werde ich noch 4-6 Milchsäurebehandlungen durchführen. Ich vermute die regelmäßigkeit ist ausschlaggebend.

    Beste Grüße aus dem Norden, Ole!

    Wenn ich das richtig lese willst du insgesamt bis zu 10 mal behandeln. Ich glaube nicht, dass das den Bienen gut tut. Wann machst du die Milchsäurebehandlungen - und wie?

    Viele Grüße
    Philipp

    PS: Ich habe meine Völker im Sommer max. 2 mal mit AS behandelt (Liebig-Verdunster oder Nassenheider und manche auch bloß mit Schwammtuch), einige auch nur einmal. Bisher ist mir nur ein Volk eingegangen, definitiv mit Varroaschaden, allerdings hatte ich das nur einmal behandelt und dies auch noch zu spät (Mitte Sept).
    Allerdings schauen mehrere Völker etwas schwach aus - da wird es darauf ankommen, dass der Winter nicht zu hart wird und nicht zu lange dauert. Schau ma mal.

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